Pflanzliches Antibiotikum? Diese Pflanzen wirken antibakteriell

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Ob eine Erkältung, Halsschmerzen oder Husten – die richtige Behandlung ist wichtig. Welche Pflanzen wie ein pflanzliches Antibiotikum wirken und dir dabei helfen, gesund zu bleiben, erfährst du hier.

Verschiedene Produkte, die als natürliche Antibiotika wirken
Viele Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die antibiotisch wirken [Foto: New Africa/ Shutterstock.com]

Viele Pflanzen haben eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, sie werden als Heilpflanzen oft schon seit hunderten von Jahren eingesetzt. Durch ihre Eigenschaften wirken sie wie klassische Antibiotika gegen bakterielle Infektionen, weshalb sie auch oft als „natürliches“ oder „pflanzliches“ Antibiotikum bezeichnet werden. Welche Pflanzen gegen Bakterien wirken und als Unterstützung für den Körper gegen Infektionen eingesetzt werden können, erfährst du hier.

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Gibt es ein pflanzliches Antibiotikum?

Antibiotika sind definiert als Substanzen, die den Stoffwechsel von Bakterien hemmen und dadurch deren Wachstum oder Vermehrung unterbinden. Im Allgemeinen Sprachgebrauch werden als Antibiotika jedoch die Stoffe bezeichnet, die zur Behandlung von bakteriellen Infekten eingesetzt werden. Sie sind unverzichtbare Medikamente zur Behandlung von Infektionskrankheiten. Seit ihrer Entdeckung haben Antibiotika maßgeblich dazu beigetragen, dass viele Erkrankungen heute nicht mehr so lebensbedrohlich sind wie früher. Doch durch einen übermäßigen oder unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika, insbesondere bei leichten Krankheitsverläufen, kommt es zunehmend zur Entwicklung von antibiotikaresistenten Bakterien. Aus diesen Gründen greifen einige Menschen auf pflanzliche Alternativen zum klassischen Antibiotikum zurück.

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Viele Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die eine hemmende Wirkung auf Bakterien, Viren oder Pilze haben. Sie sind seit Jahrhunderten als Heilpflanzen bekannt und wurden bereits im Mittelalter zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Auch wenn Pflanzen mit antibakterieller Wirkung häufig als „pflanzliche Antibiotika“ bezeichnet werden, handelt es sich dabei genau genommen nicht um Antibiotika im medizinischen Sinne. Vielmehr sind es pflanzliche Wirkstoffe mit antibiotischer Wirkung. Dennoch werden Heilpflanzen auch heute noch häufig zur Unterstützung bei bakteriellen oder viralen Infektionen eingesetzt. Zudem sind sie in der Regel besser verträglich für den Magen-Darm-Trakt als klassische Antibiotika. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Risiko einer Resistenzbildung bei pflanzlichen Wirkstoffen geringer ist. Wichtig ist jedoch zu betonen, dass Heilpflanzen vor allem bei leichten bis moderaten Krankheitsverläufen Anwendung finden sollten. Bei schweren oder langanhaltenden Erkrankungen ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und gegebenenfalls ein klassisches Antibiotikum einzunehmen. Pflanzliche Mittel können in solchen Fällen ergänzend und unterstützend eingesetzt werden.

Pflanzen mit natürlicher antibiotischer Wirkung

Wir haben für dich verschiedene Pflanzen herausgesucht, die eine antibiotische Wirkung haben und somit gegen Entzündungen und bakterielle Infektionen helfen können. Jedoch ist es wichtig zu beachten, dass der Einsatz von solchen Heilpflanzen oft nur bei milden Krankheitsverläufen hilft. Bei starken oder langanhaltenden Infektionen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Knoblauch als natürliches Antibiotikum?

Knoblauch (Allium sativum) ist nicht nur als Gewürzpflanze in der Küche beliebt. Als Heilpflanze kann Knoblauch wie ein natürliches Antibiotikum wirken. Dem Knoblauch wird eine antibakterielle und antimykotische Wirkung zugeschrieben, die vor allem auf dem Wirkstoff Allicin basiert. In Form von Kapseln, Sirup, Saft oder als Tee ist Knoblauch vielfältig einsetzbar. Insbesondere bei Erkältungen und Atemwegsinfektionen wie Keuchhusten oder Bronchitis kann Knoblauch den Körper unterstützen. Bei der Anwendung von rohem Knoblauch sollte man jedoch vorsichtig sein, da eine Überdosierung zu Verdauungsproblemen führen kann.

Knoblauch als ein natürliches Antibiotikum
Knoblauch wirkt antibakteriell und antimykotisch und kann bei Erkältungen und Atemwegsinfektionen helfen [Foto: Esin Deniz/ Shutterstock.com]

Kapuzinerkresse: So wirkt sie antibakteriell

Kapuzinerkresse-Pflanze als Antibiotikum
Die Senfölglykoside in der Kapuzinerkresse wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch [Foto: Brzostowska/ Shutterstock.com]

Mit ihren schönen Blüten und dem scharfen Geschmack ist die große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) eine beliebte Nutzpflanze im Garten. Aber auch als Heilpflanze kann Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotikum Anwendung finden. Aufgrund der enthaltenen Senfölglykoside besitzt die Kapuzinerkresse eine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung. Zusätzlich wirkt sie entzündungshemmend und stimulierend auf das Immunsystem. Sowohl frisch im Salat oder auf dem Brot als auch als Tee oder Tinktur kann die Kapuzinerkresse angewendet werden und so bei Infektionen der Bronchien, Nebenhöhlen oder des Harnwegs helfen. Auch hier sollte man jedoch mit der Anwendung vorsichtig sein. Eine Überdosierung von Kapuzinerkresse kann zur Reizung des Magen-Darm-Trakts führen und Übelkeit, Durchfall oder Sodbrennen auslösen.

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Thymian als natürliches Antibiotikum?

Frischer Thymian ist ein natürliches Antibiotikum
Thymian kann bei Erkältungen oder Atemwegsinfektionen helfen [Foto: alicja neumiler/ Shutterstock.com]

Thymian (Thymus) ist ein beliebtes Küchenkraut, das vielfältig beim Kochen eingesetzt werden kann. Aber auch als Heilpflanze wird Thymian genutzt. Bedeutsam sind insbesondere die Wirkstoffe Thymol und Carvacrol. Während Thymol eine desinfizierende, fungizide und bakterizide Wirkung hat, ist Carvacrol entzündungshemmend. Zusätzlich wirken die ätherischen Thymianöle in Laborversuchen nachweislich antibakteriell und antiviral. Bei Erkältungen, Atemwegsinfektionen oder Halsschmerzen kann Thymian in Form eines Tees helfen. Außerdem kann mithilfe von frischem Thymian, Thymiansud oder Thymianöl ein Dampfbad zum Inhalieren zubereitet werden.

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Ingwer gegen Bakterien: Frisch oder als Tee genießen

Ingwer (Zingiber officinale) ist im Tee eine beliebte Arzneipflanze bei Magenbeschwerden, wie Übelkeit oder Erbrechen. Außerdem wirken die enthaltenen Scharfstoffe, sogenannte Gingerole, antibakteriell und entzündungshemmend, was den Ingwer ebenfalls zu einem natürlichen Antibiotikum macht. Als Tee oder Shot kann Ingwer bei Erkältungen oder Atemwegsinfektionen helfen. Jedoch sollte man beachten, dass die Einnahme von Ingwer zu Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten, wie Blutverdünnern führen kann. Deshalb sollte man vor größerer oder regelmäßiger Einnahme von Ingwer dies mit einem Arzt abklären.

Ingwer als natürliches Antibiotikum
Ingwertee hilft nicht nur bei Magenschmerzen, sondern auch bei Erkältungen [Foto: Avocado_studio/ Shutterstock.com]

Kurkuma als pflanzliches Antibiotikum?

Kurkuma (Curcuma longa) werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Der enthaltene Wirkstoff Curcumin soll eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben und wird insbesondere in Pulverform als Ergänzung in Getränken oder Speisen hinzugefügt. Wichtig ist es zu beachten, dass auch bei der Einnahme von Kurkuma Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten auftreten können, weshalb die Einnahme von Curcumin-Präparaten zunächst mit einem Arzt abzuklären ist. Auch wird Schwangeren, Stillenden und Menschen, die unter Gallensteinen leiden, von der Einnahme von Curcumin abgeraten.

Kurkuma wirkt als pflanzliches Antibiotikum
Kurkuma soll eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung haben [Foto: New Africa/ Shutterstock.com]

Zwiebel: Natürliches Hausmittel bei bakteriellen Beschwerden

Frische Zwiebel ist ein natürliches Antibiotikum
Zwiebeln können auch äußerlich, bei Wunden oder Insektenstichen helfen [Foto: Meilan Photography/ Shutterstock.com]

Ebenso wie Knoblauch enthalten auch Zwiebeln (Allium cepa) den antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoff Allicin. Durch den zusätzlich enthaltenen Farbstoff Quercetin, welcher entzündungshemmend wirkt, kann die Zwiebel als natürliches Antibiotikum eingesetzt werden. Roh, als Tee oder Saft kann die Zwiebel so bei Erkältungen, Halsschmerzen oder Bronchitis eingesetzt werden. Auch für die äußerliche Anwendung auf Wunden oder Insektenstichen können Zwiebeln helfen.

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Salbei: Kräuter mit antibakterieller Wirkung

Salbei (Salvia) ist eine beliebte Gewürz- und Heilpflanze. Bekannt sind die antiviralen, bakterien- und entzündungshemmenden Eigenschaften, die insbesondere auf die ätherischen Öle und Gerbstoffe des Krauts zurückzuführen sind. Besonders häufig wird Salbei in Form von Tee eingesetzt. Dieser kann getrunken oder als Gurgel- oder Mundspülung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet werden. Auch bei Atemwegsinfekten und Husten kann ein Dampfbad mit Salbei zur Inhalation hilfreich sein.

Salbei-Tee als pflanzliches Antibiotikum
Salbeitee hilft gegen Halsschmerzen oder Husten [Foto: Esin Deniz/ Shutterstock.com]

Kamille als antibakterielles Mittel?

Die echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine viel genutzte Heilpflanze, die gegen Magen-Darmbeschwerden oder zur Beruhigung eingesetzt wird. Doch durch ihre antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung kann die Kamille auch als ein natürliches Antibiotikum wirken. Insbesondere als Tee oder Mundspülung kann das Heilkraut Entzündungen von Rachen, Hals oder Zahnfleisch lindern. Ebenso kann ein Dampfbad mit Kamille bei Atemwegsinfekten wie Nasennebenhöhlenentzündungen helfen. Auch äußerlich kann sie angewendet werden. So kann ein Bad oder Sitzbad mit Kamille bei Haut- oder Schleimhautentzündungen helfen.

Getrocknete Kamille als pflanzliches Antibiotikum
Kamille hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung [Foto: Avocado_studio/ Shutterstock.com]

Tipp: Viele dieser Heilpflanzen können in Form von Tees, Sirupen oder Säften miteinander kombiniert werden, um eine besonders intensive Wirkung zu erzielen.

Gegen was hilft ein pflanzliches Antibiotikum?

Bei bakteriellen Infektionen mit leichtem bis moderatem Krankheitsverlauf können Heilpflanzen angewandt werden. Pflanzliches Antibiotikum kann insbesondere bei Erkältung, Bronchitis, Angina oder Blasenentzündungen den Körper unterstützen. Auch zur Vorbeugung von Krankheiten und Stärkung des Immunsystems können diese Pflanzen helfen.

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Damit es gar nicht erst zu einer Infektion kommt, ist ein starkes Immunsystem sehr wichtig. In diesem Artikel über 11 Kräuter, die das Immunsystem stärken, erfährst du, wie du mit Pflanzen aus dem eigenen Garten gesund bleiben kannst.