Aprikosenbaum-Pflege: Schneiden, düngen & überwintern

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Aprikosen lassen sich nicht nur in südlichen, warmen Regionen anbauen. Auch bei uns kann der Anbau vom Aprikosenbaum mit der richtigen Pflege erfolgreich gelingen.

Gut gepflegter Aprikosenbaum
Damit der Aprikosenbaum gut wächst ist die richtige Pflege entscheidend

Schmackhafte, süße Aprikosen (Prunus armeniaca) aus dem eigenen Garten: Was lange als typisch für südliche Regionen galt, ist inzwischen auch bei uns möglich. Dennoch zählt der Aprikosenbaum zu den etwas anspruchsvolleren Obstgehölzen und stellt bestimmte Anforderungen an Standort, Pflege und Schutz vor Witterungseinflüssen. Wenn du selbst einen Aprikosenbaum pflanzen möchtest, erfährst du hier alles Wichtige, um deinen Aprikosenbaum richtig zu pflegen, düngen, überwintern und schneiden.

Aprikosenbaum-Pflege: richtig gießen

Der Aprikosenbaum benötigt ausreichend Wasser, um gesund zu wachsen. Besonders direkt nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen entscheidend, da die Wurzeln viel Feuchtigkeit brauchen, um sich gut im Boden zu etablieren. Auch nachdem der Baum angewachsen ist, sollte weiterhin gleichmäßig gegossen werden. Dabei sollte man jedoch vorsichtig sein und nicht zu viel gießen, da Aprikosenbäume empfindlich auf Staunässe reagieren. Am besten wird gegossen, sobald die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Während längerer Trockenperioden und an sehr heißen Tagen kann es notwendig sein, häufiger zu gießen. Im Sommer empfiehlt es sich, dies entweder früh am Morgen oder am Abend zu tun, damit das Wasser besser im Boden aufgenommen wird und nicht so schnell verdunstet. Ältere Bäume benötigen in der Regel weniger Wasser, da sie ein gut entwickeltes, tief reichendes Wurzelsystem besitzen und sich dadurch auch bei Trockenheit selbst versorgen können. Ein Wassermangel zeigt sich meist zuerst durch welkende oder eingerollte Blätter und herabhängende Zweige. Bei langanhaltendem Trockenstress verfärbt sich das Laub dann gelb und die Früchte bleiben klein, werden schrumpelig oder fallen vorzeitig ab. Einige Aprikosensorten lassen sich auch im Topf kultivieren. Aprikosenbäume im Topf brauchen meist häufiger Wasser, da die Erde schneller austrocknet. Auch hier gilt: Dann gießen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Dabei ist es außerdem wichtig, für eine gute Drainage zu sorgen, beispielsweise durch eine Drainageschicht oder ausreichend große Abflusslöcher, um Staunässe zu vermeiden.

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Aprikosenbaum düngen

Idealerweise wird der Aprikosenbaum im Frühjahr, noch vor der Blüte, gedüngt. Eine Gabe von Langzeitdünger oder Kompost, der in den Boden rund um den Baum eingearbeitet wird, verbessert die Nährstoffversorgung und unterstützt sowohl die Blütenbildung als auch die Fruchtentwicklung.

Nach dem Düngen kann zusätzlich eine Schicht aus Laub oder Mulch aufgebracht werden. Diese hilft, die Nährstoffe im Boden zu halten und die Bodenstruktur zu verbessern. Eine zweite Düngung ist nicht zwingend erforderlich. Bei Bedarf kann aber Ende Juni bis Anfang Juli nach der Ernte erneut gedüngt werden, um den Baum mit Nährstoffen zu versorgen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, nicht zu viel Dünger auszubringen, da eine Überdüngung für den Aprikosenbaum schädlich sein kann. Bei Aprikosenbäumen im Topf ist der Nährstoffbedarf höher, da die verfügbaren Ressourcen im begrenzten Substrat schneller aufgebraucht sind. Daher empfiehlt sich während der Wachstumsperiode eine regelmäßige Düngung, etwa alle vier Wochen. Hierfür kann beispielsweise unser Plantura Bio-Tomatendünger verwendet werden, der den Baum zuverlässig mit allen wichtigen Nährstoffen für gesundes Wachstum und eine gute Fruchtbildung versorgt.

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Aprikosenbaum erfolgreich überwintern

Der Aprikosenbaum gilt grundsätzlich als winterhart und kann Temperaturen von etwa -20 bis -25 °C überstehen. Dies ist jedoch stark von der Sorte abhängig. So gibt es auch Sorten wie die Aprikose Mino, die mit -28°C noch frosthärter ist. Ältere, gut etablierte Bäume benötigen im Winter in der Regel keinen zusätzlichen Schutz. Bei jüngeren Exemplaren empfiehlt es sich jedoch, den Wurzelbereich mit einer Schicht Mulch abzudecken. In kälteren Regionen kann außerdem die Krone mit Vlies geschützt werden, um Frostschäden zu vermeiden. Besonders empfindlich reagieren Aprikosenbäume während der Blütezeit. Diese beginnt meist schon zwischen März und April. Die Blüten sind sehr frostanfällig und können bereits bei Temperaturen um −2 °C Schaden nehmen. Spätfröste stellen daher ein erhebliches Risiko dar. Um die Blüten zu schützen, kann bei angekündigten frostigen Nächten vorsorglich ein Vlies um die Krone gewickelt werden.

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Im Topf kultivierte Aprikosenbäume sind deutlich stärker frostgefährdet, da der Wurzelballen bei niedrigen Temperaturen schnell durchfrieren kann. Daher sollten sie möglichst in ein geeignetes Winterquartier gebracht werden. Ideal ist ein heller, frostfreier Ort mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C, beispielsweise ein Treppenhaus oder ein Wintergarten. Ein Vorteil der Überwinterung im Innenbereich ist zudem, dass der Baum auch während der frühen Blütezeit besser vor Frost geschützt ist. Falls kein geeignetes Winterquartier zur Verfügung steht und der Aprikosenbaum im Freien überwintern muss, sind Schutzmaßnahmen besonders wichtig. Der Topf sollte erhöht aufgestellt werden, etwa auf Holz oder eine Styroporplatte, um ihn vor Bodenfrost zu isolieren. Zusätzlich kann der Kübel mit Vlies oder ähnlichem Material umwickelt werden. Ein geschützter Standort nahe einer Hauswand bietet weiteren Schutz vor Kälte und Wind.

Blühende Aprikosenbäume sind nicht winterhart
Die Aprikosenblüten sind sehr frostempfindlich [Foto: Irina Papoyan/ Shutterstock.com]

Schnitt & Rückschnitt vom Aprikosenbaum

Ein korrekter Schnitt vom Aprikosenbaum sorgt für eine gute Durchlüftung der Krone, kann Krankheiten vorbeugen und stärkt den Baum langfristig. Darüber hinaus trägt ein gezielter Rückschnitt dazu bei, eine gleichmäßige und ansprechende Kronenform zu erhalten. Beim Aprikosenbaum erfolgt der Schnitt in der Regel entweder im Frühjahr vor der Blüte oder im Sommer nach der Ernte. Der Sommerschnitt ist in der Regel zu bevorzugen, da die Aprikose üblicherweise bei warmen Temperaturen geschnitten wird. Ein Schnitt vor der Blüte ist daher in kühleren Regionen oft ungünstig. Beim Schnitt sollten vor allem abgestorbene Triebe sowie nach innen wachsenden Ästen entfernt werden, da diese die Krone unnötig verdichten.

Tipp: Wenn ihr mehr über den richtigen Schnitt von Aprikosenbäumen erfahren möchtet, findet ihr alle wichtigen Informationen in unserem dazugehörigen Spezialartikel.

Wer seinen eigenen Aprikosenbaum pflanzen möchte, stellt sich schnell die Frage nach der passenden Sorte. Wir stellen dir in diesem Artikel die besten Aprikosen-Sorten für deinen Garten vor.