Calathea makoyana: Pflege, Blüte & Vermehrung der Pfauen-Korbmarante

Katja
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Ich studiere Landschaftsökologie und habe durch mein Studium die Liebe zu Pflanzen entdeckt. Pflanzen sind nicht nur schön, sondern faszinieren mich auch durch ihre unterschiedlichen Überlebensstrategien. Um mir etwas Natur in die Wohnung zu holen, hege und pflege ich meine Zimmerpflanzen und Kräuter auf jeder verfügbaren Fensterbank.

Lieblingsobst: Rhabarber und alle Arten von Beeren
Lieblingsgemüse: Zwiebeln und Knoblauch

Die Pfauen-Korbmarante ist eine eher kleinbleibende Calathea mit dekorativen, farbenprächtigen Blättern. Sie ist zwar nicht ganz pflegeleicht, aber der Aufwand lohnt sich definitiv.

Pfauen-Korbmarante
Die Pfauen-Korbmarante besitzt auffällige Blätter [Foto: Phubes Juwattana/ Shutterstock.com]

Mit ihren auffällig gemusterten Blättern fällt die Calathea makoyana direkt ins Auge. Am passenden Standort entwickelt sie sich in der Regel prächtig und präsentiert über lange Zeit ihren Blattschmuck, bevor Muster und Farbe mit zunehmendem Alter verblassen.

Calathea makoyana: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Die Pfauen-Korbmarante (Calathea makoyana), häufig einfach als Korbmarante bezeichnet, stammt aus Brasilien, wo sie in feuchten, schattigen Regenwäldern vorkommt. Aufgrund ihrer dekorativen Blätter erfreut sie sich in gemäßigten Breiten als Zimmerpflanze großer Beliebtheit. Ihre Pflege ist jedoch ein wenig anspruchsvoll und erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl, damit die Pfauen-Korbmarante gesund bleibt. Die buschig wachsende Pflanze erreicht Höhen von 30 bis 50 cm und bildet bis zu 15 cm große Blätter aus, die in unterschiedlichen Grüntönen gemustert sind. Die Blattunterseite ist rötlich-violett gefärbt. Da sich die Blätter von Korbmaranten (Calathea) nachts einrollen, kann man sich an der farbigen Unterseite erfreuen. Die Blätter der Pfauen-Korbmarante sitzen an dünnen Stielen, die aus dem knolligen Rhizom entspringen. Wenn die Calathea makoyana als Zimmerpflanze gehalten wird, bekommt man nur selten ihre Blüte zu Gesicht. Die gelben Blütenähren erscheinen am Naturstandort der Pfauen-Korbmarante im Januar und Februar.

Blätter der Pfauen-Korbmarante
Nachts rollt die Calathea die Blätter ein – auch junge Blätter sind zu Beginn eingerollt [Foto: mokjc/ Shutterstock.com]

Standort, Erde und Co. für die Zimmerpflanze

Ähnlich wie am tropischen Naturstandort der Pfauen-Korbmarante sollten die Bedingungen für die Zimmerpflanze aussehen. Die Calathea makoyana braucht einen Standort im Halbschatten ohne direkte Sonne. Höchstens in den Abend- oder Morgenstunden wird ein wenig Licht vertragen. Zudem sollte es ganzjährig ausreichend warm sein. Die Pfauen-Korbmarante benötigt in der Wachstumszeit hohe Temperaturen von 23 bis 25 °C. Im Winter sollte es etwas kühler, aber nicht kälter als 18 °C sein. Hohe Luftfeuchtigkeit ist für die Calathea makoyana ein Muss. Diese kann zum Beispiel erreicht werden, indem man den Untersetzer der Pfauen-Korbmarante mit Blähton und ein wenig Wasser füllt und anschließend den Topf auf den Blähton stellt. So steht die Pflanze nicht direkt in der Nässe, sondern profitiert nur von der Verdunstung in unmittelbarer Umgebung. Alternativ besprüht man die Pfauen-Korbmarante täglich mit Wasser. Das kann allerdings zu Kalkflecken auf den Blättern führen.

Calathea makoyana in Sonne
An einem warmen Platz ohne direkte Sonne ist die Calathea makoyana gut aufgehoben [Foto: Jani Tisler/ Shutterstock.com]

Nach dem Kauf sollte die Calathea makoyana in ein passendes Substrat gepflanzt werden. Ein nährstoffreicher und humoser, eher grober Boden im leicht sauren pH-Bereich ist ideal geeignet. Eine passende Erde ist deshalb zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde, die zudem ohne die Verwendung von Torf hergestellt wird und eine lockere, durchlässige Struktur behält. Da die Calathea makoyana Staunässe nur schlecht verträgt, sollte zu 2 Teilen Erde noch 1 Teil Blähton gemischt werden. Der Blähton kann direkt verwendet werden, um am Topfboden eine Drainageschicht anzulegen, durch die überschüssiges Wasser gut abfließt.

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Tipp: Um den pH-Wert des Substrats noch etwas zu senken, kann zu der Erde noch ein wenig Nadelstreu, saures Urgesteinsmehl oder Pinienrinde hinzugemischt werden.

Calathea makoyana-Pflege: Die wichtigsten Maßnahmen

Zu den grundlegenden Maßnahmen der Calathea makoyana-Pflege gehören das Gießen und das Düngen. Die Pfauen-Korbmarante benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchte und muss vor allem in der Vegetationszeit regelmäßig gegossen werden. Das Substrat sollte sich immer leicht feucht anfühlen, doch nicht vernässen – das wird am besten mit der oben erwähnten Drainageschicht verhindert. Im Winter wird weniger gegossen, der Wurzelballen darf aber keinesfalls austrocknen. Zum Gießen verwendet man im Idealfall weiches Regenwasser, da Leitungswasser in der Regel zu hart sowie kalkhaltig ist und somit langfristig die Nährstoffaufnahme der Wurzeln behindert.

Tipp: Eine hohe Luftfeuchte zu bieten, ist auch eine wichtige Vorsorge, da die Pfauen-Korbmarante bei trockener Luft häufig von Spinnmilben befallen wird.

Gedüngt wird von Frühjahr bis Herbst alle 2 Wochen, am besten mit einem Flüssigdünger, der sich leicht in die Erde geben lässt. Dafür eignet sich beispielsweise unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger. Dieser enthält neben wichtigen Nährstoffen Mikroorganismen, die das Wurzelwachstum der Pfauen-Korbmarante fördern. Im Winter ist keine Düngung notwendig.

Pflege der Calathea makoyana
Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für gesunde Pfauen-Korbmaranten essenziell [Foto: IZZ HAZEL/ Shutterstock.com]

Einen Rückschnitt benötigt die Calathea makoyana nicht. Finden sich gelbe oder getrocknete Blätter an der Pflanze, können diese jedoch an der Basis abgeschnitten werden.
Im Frühling ist es jedes Jahr Zeit, die Pfauen-Korbmarante umzutopfen. Der neue Topf sollte nur eine Nummer größer sein als der alte. Heben Sie die Pflanze aus dem alten Topf und entfernen Sie vorsichtig das Substrat von den Wurzeln. Falls sich faule oder vertrocknete Wurzeln finden, werden diese mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Im neuen Topf wird erneut eine Drainageschicht angelegt und frisches Substrat eingefüllt, bevor man die Pfauen-Korbmarante einpflanzt. Bei älteren und größeren Pflanzen ist das Umtopfen der ideale Zeitpunkt, um die Calathea makoyana zu vermehren.

Calathea makoyana
Nach dem Kauf sollte die Pfauen-Korbmarante in passendes Substrat umgetopft werden [Foto: Amelia Martin/ Shutterstock.com]

Vermehrung

Die Calathea makoyana wird am besten durch Teilung vermehrt. Im späten Frühjahr, wenn das Wachstum wieder eingesetzt hat, oder zum Umtopfen wird die Pfauen-Korbmarante aus dem Topf gehoben und der Wurzelballen vom Substrat befreit. In diesem Zug kann der Wurzelballen – gegebenenfalls unter Verwendung eines Messers – vorsichtig in 2 Teile aufgetrennt werden. Beide Teile sollten einige Blätter besitzen und werden dann in 2 separate Töpfe gepflanzt. Besonders nach der Teilung ist auf ausreichende Wärme und Luftfeuchtigkeit zu achten, damit die Pflanzen gut anwachsen.

Ist die Pfauen-Korbmarante giftig?

Die Calathea makoyana ist nicht giftig, jedoch nicht zum Verzehr geeignet. Um Haustiere muss man sich in Anwesenheit der Pfauen-Korbmarante keine Sorgen machen.

Pfauen-Korbmarante-Blätter
Auch die Blattunterseite der Pfauen-Korbmarante ist schön gefärbt [Foto: LILLIAN_GZ/ Shutterstock.com]

Ebenso schöne gemusterte, doch deutlich kleinere Blätter bildet die Mosaikpflanze (Fittonia albivenis). Sie ist aber auch pflegeleichter als die Calathea und gut für Anfänger geeignet. Bei uns erfahren Sie, wie Sie die Mosaikpflanze pflanzen und pflegen.

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