Hanfpalme pflegen: Profi-Tipps zum Düngen, Schneiden & Co.

Sarah
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Auch wenn Pflanzen sich kaum bewegen, gehören sie für mich zu den spannendsten Lebewesen. Sie haben faszinierende Fähigkeiten und unglaublich viel Potential. Deshalb habe ich Biologische Landwirtschaft in Wien studiert. Da in der Stadt Pflanzen allerdings eher dünn gesät sind, zieht es mich am Wochenende zum Wandern häufig in die nahe liegende Berge. In Zukunft möchte ich gern selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb führen.

Lieblingsobst: Erdbeeren und Stachelbeeren
Lieblingsgemüse: Zucchini

Die Hanfpalme ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, benötigt aber trotzdem ein wenig Pflege. Wir geben Ihnen Tipps zum Düngen, Schneiden und Co.

Blätter der Hanfpalme
Mit einer eigenen Hanfpalme können Sie Ihren Garten in eine tropische Oase verwandeln [Foto: jokerpro/ Shutterstock.com]

Bei richtiger Pflege können Hanfpalmen (Trachycarpus) um zehn bis zwanzig Wedel pro Jahr wachsen. Wie Sie erreichen können, dass sich Ihre Hanfpalme wohlfühlt und gedeiht, erfahren Sie im Folgenden.

Generell gelten Hanfpalmen als pflegeleicht, was sie auf der Beliebtheitsskala ganz nach oben gebracht hat. Dennoch haben selbstverständlich auch pflegeleichte Pflanzen Ansprüche und Besonderheiten, auf die Sie Acht geben sollten. In diesem Artikel haben wir für Sie die wichtigsten Hinweise zusammengestellt.

Hanfpalme gießen

Hanfpalmen mögen keine Staunässe. Gießen Sie Ihre Pflanze deshalb erst, wenn die Erde oberflächlich vollständig abgetrocknet ist, dafür dann allerdings gleich etwas mehr. Im Sommer sollte dies etwa alle drei bis fünf Tage der Fall sein, je nach Größe und Standort. Im Winter sollten Sie hingegen das Intervall verlängern. Steht die Palme jedoch nicht im Kübel, sondern – wie häufig in milden Regionen – im Beet, kann auf das Gießen im Winter sogar ganz verzichtet werden.

Hanfpalme schneiden

Einen Schnitt benötigen Hanfpalmen eigentlich nicht. Dieser wird mehr aus ästhetischen Gründen vorgenommen, da braun werdende Blätter nicht einfach abgeworfen werden, sondern an der Pflanze verbleiben. Werden Blätter braun, hat das jedoch vermutlich einen Grund. Überprüfen Sie daher in diesem Fall, ob die Pflanze ausreichend oder zu wenig Wasser beziehungsweise Dünger bekommt.

Grüne Blätter der tropischen Hanfpalme
Auch grüne Blätter der Hanfpalme können vorsichtig geschnitten werden [Foto: Scharfsinn/ Shutterstock.com]

Einzelne Blätter sterben aber natürlich auch aufgrund ihres Alters ab und werden durch neue ersetzt. Abgestorbene Blätter können in diesem Fall problemlos abgeschnitten werden, sobald sie vollständig braun geworden sind. Lassen Sie jedoch jeweils wenige Zentimeter am Stamm stehen.

Möchten Sie grüne Blätter bearbeiten, schneiden Sie zunächst nur einen Teil davon ab. Warten Sie dann, bis der restliche, stängelnahe Teil braun und trocken wird, ehe Sie den Rest des Blattes bis auf wenige Zentimeter abschneiden.

Hanfpalme düngen: Womit und wie viel?

Hanfpalmen sind nicht besonders anspruchsvoll und eine Düngung pro Monat ist vollkommen ausreichend. Ob nun Dünger in Stäbchenform, Flüssigdünger oder Granulatdünger – dies bleibt Ihnen überlassen. Besonders zu empfehlen ist jedoch unser Plantura Bio-Universaldünger, da er überwiegend organisch ist und anders als viele herkömmliche Düngemittel nicht hauptsächlich auf mineralischen Bestandteilen basiert. Durch organische Düngemittel werden Bodenorganismen besonders gefördert. Diese wandeln den Dünger in pflanzenverfügbare Nährstoffe um und erhöhen dadurch die Bodenfruchtbarkeit. Bodenorganismen sind zudem dafür wichtig, abgestorbene Blätter und Pflanzenteile möglichst rasch in wertvolle Nährstoffe umzuwandeln. Auf diese Weise kann auch Krankheiten vorgebeugt werden. Außerdem sorgen sie für eine gute Bodenstruktur – der Regenwurm ist hierfür wohl das bekannteste Beispiel. Mineralische Dünger hingegen sind sofort pflanzenverfügbar, dadurch aber auch auswaschungsgefährdet. Darüber hinaus tragen mineralische Dünger nicht zur Förderung der Aktivität der Bodenlebewesen bei.

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Unser umweltschonender Plantura Bio-Universaldünger eignet sich hervorragend als Düngemittel für die Hanfpalme
Plantura Bio-Universaldünger
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Im Winter brauchen Sie die Pflanze nicht zu düngen, ihre Hauptwachstumsperiode liegt zwischen April und September. In dieser Zeit benötigt sie natürlich auch die meisten Nährstoffe. Alles wichtige über das Düngen der Hanfpalme haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Hanfpalme umtopfen

Eine Pflanze, die oberirdisch fleißig wächst, benötigt selbstverständlich auch unterirdisch ausreichend Platz, um sich zu verankern und ihre Wasser- und Nährstoffversorgung sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, sollten Sie Ihre Hanfpalme etwa alle drei bis fünf Jahre umtopfen. Tun Sie dies vorzugsweise im Frühjahr, denn in dieser Jahreszeit können diese Gewächse gut auf eine sich ändernde Umwelt reagieren. Ein Umtopfen im Spätsommer, Herbst oder Winter kann hingegen zu Stress führen. Verwenden Sie dabei eher tiefe Töpfe, da die Wurzeln der Hanfpalme besonders in die Tiefe wachsen. Als unterste Schicht bietet sich etwas Kies oder Lavatuff an, damit überflüssiges Wasser leicht abfließen kann. Als Substrat eignet sich durchlässige, mit Sand vermengte Erde oder etwas Ähnliches, jedoch sollte ein leicht saurer pH-Wert vorliegen.

Zusammenfassung Hanfpalme pflegen:

  • Hanfpalmen vertragen keine Staunässe, deshalb vor dem nächsten Gießen das Substrat abtrocknen lassen
  • Braune Blätter dürfen abgeschnitten werden. Dabei jedoch 4 cm stehen lassen
  • Grüne Blätter in zwei Schritten abschneiden: Erst wenn das angeschnittene Blatt bereits vertrocknet ist, den Rest bis auf 4 cm abschneiden
  • Düngen: etwa einmal im Monat von April bis September, vorzugsweise mit biologischen Düngemitteln wie dem Plantura Bio-Universaldünger
  • Umtopfen alle drei bis fünf Jahre im Frühjahr
Hanfpalme im Topf
Der Topf für die Hanfpalme sollte tief genug sein, damit die Wurzeln ausreichend Platz haben [Foto: InfoFlowersPlants/ Shutterstock.com]

Ein wichtiges Thema, das der Pflege von Hanfpalmen verbunden ist, stellt natürlich auch das Überwintern der Pflanze dar. Genaueres dazu finden Sie in unserem Spezial-Artikel.

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