Hartriegel-Sorten & -Arten: Die schönsten im Überblick

Regina
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Ich habe Gartenbauwissenschaften am WZW in Freising studiert und pflanze in meiner Freizeit auf einem Stück Acker alles an, was Wurzeln hat. Das Thema Selbstversorgung und saisonale Ernährung liegt mir dabei besonders am Herzen.

Lieblingsobst: Quitte, Kornelkirsche und Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Erbsen, Tomaten und Knoblauch

Hartriegel sind beliebte Sträucher oder Kleinbäume für nahezu alle Standorte mit guter Wasserversorgung. Wir stellen die schönsten Cornus-Arten und -Sorten vor.

Roter Hartriegel
Die vielfältigen Hartriegel zeigen meist eine leuchtende Herbstfärbung [Foto: LSP EM/ Shutterstock.com]

Der Hornstrauch oder Hartriegel (Cornus) gehört zu den wild weit verbreiteten Sträuchern in unseren Breiten, aber auch zahlreiche zierende Arten haben mittlerweile den Weg in unsere Gärten gefunden. Wir geben einen Überblick über die schönsten Hartriegel-Arten und -Sorten.

Hartriegel-Sorten und Arten: Wie viele gibt es?

Zur Gattung der Hartriegel zählt man etwa 50 bis 60 Arten, die vor allem in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet sind. Die sommergrünen, winterharten Sträucher bis Kleinbäume sind im Allgemeinen anspruchslos, was den Standort anbelangt. Außerdem sind sie wüchsig und gut schnittverträglich, weshalb einige Arten gern in blühenden Vogelschutzhecken verwendet werden. Die Blüten sind klein und doldig zusammensitzend oder von großen, weißen oder farbigen Hochblättern, den Brakteen, umgeben. Die weißen, schwarzen oder roten Früchte sind oft essbar und viele Hartriegel-Arten zeigen im Herbst und Winter leuchtende Farben.

Cornus sericea mit weißen Beeren
Im Gegensatz zu vielen anderen Cornus-Arten bildet beispielsweise Cornus sericea weiße Früchte [Foto: Carmen Hauser/ Shutterstock.com]

Die schönsten Hartriegel-Arten und -Sorten im Überblick

Hartriegel können auf unterschiedlichste Weise in den Gärten gepflanzt werden, als Zierde oder essbares Wildobst. Ob als Bodendecker, Strauch oder Kleinbaum, für nahezu jede Wuchsform gibt es verschiedene Hartriegel-Arten und -Sorten zur Auswahl.

Amerikanischer Blumen-Hartriegel (Cornus nuttallii)

Der Amerikanische Blumen-Hartriegel, oder auch Nuttalls Hartriegel, stammt aus dem westlichen Nordamerika. Der hohe, aufrecht wachsende Strauch ist dort als Unterholz in Nadelwäldern verbreitet. In unseren Breiten erreicht er eine Wuchshöhe von 3 bis 6 m, in der Heimat sogar bis zu 15 m. Er bevorzugt frische bis feuchte, aber durchlässige und humose Böden mit saurem bis neutralem pH-Wert. Die gegenständigen, elliptischen Blätter zeigen im Herbst eine leuchtend gelbe bis orangerote Herbstfärbung. Die sehr kleinen Blüten sind von vier bis acht – meist sechs – weißen bis rosafarben behauchten Hochblättern umgeben, sodass der Blütenstand 10 cm und größer erscheint. Rote bis orangefarbene, etwa 1 cm lange Früchte reifen ab Oktober. Die wüchsige und frostharte Sorte ‘Eddie’s White Wonder’ kann 4 bis 6 m hoch und bis 5 m breit werden. Vier bis fünf cremeweiße bis grünlichweiße Hochblätter umgeben die zahlreichen, im Mai erscheinenden Blüten.

Amerikanischer Hartriegel
Der Amerikanische Hartriegel ‘Eddies White Wonder’ bildet große, breite Hochblätter aus [Foto: imageBROKER.com/ Shutterstock.com]

Blumen-Hartriegel (Cornus florida)

Der Blumen-Hartriegel stammt aus den Wäldern Nordamerikas und bildet breit ausladende, aber langsam wachsende Großsträucher bis Kleinbäume von 4 bis 6 m Höhe und Breite. Die großen, eiförmigen, spitz zulaufenden Blätter sitzen gegenständig an grün-purpurnen Trieben. Die prächtige Herbstfärbung des Blumen-Hartriegels erstrahlt in Scharlachrot bis Violett. Zwischen Mai und Juni erscheinen in großer Zahl die weiß eingerahmten, bis 9 cm großen Blüten des Hartriegels. Cornus florida ‘Rubra’ bildet im Mai außergewöhnliche, rosafarbene Blütenhochblätter. Die scharlachroten, eiförmigen Früchte zeigen sich zwischen Spätsommer und Herbst. Der ideale Standort für den Blumen-Hartriegel liegt auf frischen, schwachsauren bis neutralen, humosen und durchlässigen Böden in Sonne bis Halbschatten.

Cornus florida 'Rubra'
Die Hartriegel-Sorte ‘Rubra’ bildet attraktive rosafarbene Hochblätter aus [Foto: MaryShutterstock/ Shutterstock.com]

Blutroter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Der Blutrote oder Rote Hartriegel ist ein bei uns heimisches und weit verbreitetes Wild- und Vogelnährgehölz, weshalb er auch als Gemeiner Hartriegel bezeichnet wird. Bevorzugt gedeiht die völlig anspruchslose, wüchsige und robuste Hartriegel-Art an Waldrändern auf kalkhaltigen bis schwachsauren, feuchten bis trockenen Böden in Sonne bis Halbschatten. Die hohen Sträucher werden im Schnitt 4 m hoch und im Alter breit ausladend. Die im Herbst leuchtend weinroten bis orangefarbenen Blätter sitzen gegenständig an den blutroten Trieben. Die Hartriegel-Sorte ‘Winter Beauty’ begeistert mit orange-gelben Trieben. Zwischen Mai und Juni zeigen sich in Trugdolden zusammensitzende weiße, leicht duftende Blüten. Aus diesen bilden sich schwarze, kugelige Steinfrüchte, die in rohem Zustand leicht giftig sind, aber als Marmelade, Saft oder in der Pflanzenheilkunde genutzt werden.

Blutroter Hartriegel
Der anspruchslose Blutrote Hartriegel kommt in ganz Europa vor [Foto: MacBen/ Shutterstock.com]

Gelber Hartriegel (Cornus sericea)

Der Gelbe Hartriegel wird auch als Gelbholz-Hartriegel oder Seidiger Hartriegel bezeichnet. Namensgebend sind die hellgrünen bis strahlend gelben Triebe, die besonders im Winter nach dem Laubfall ins Auge springen. Die aus Nordamerika stammenden, vieltriebigen Sträucher bevorzugen frische bis feuchte Standorte auf nahezu allen Böden von sauer bis alkalischem pH-Wert. Der Gelbholz-Hartriegel kann 1,5 bis 3 m hoch und im Alter genauso breit werden. Die gegenständig angeordneten Laubblätter treten eiförmig bis lanzettlich geformt und hellgrün gefärbt auf. Im Mai zeigen sich die gelblich-weißen Blüten in großen Schirmrispen und locken zahlreiche Insekten an. Weiße, runde Früchte mit 7 bis 9 mm Durchmesser bleiben bis in den Winter hinein am Strauch hängen. Der robuste Gelbe Hartriegel kann sich stark ausbreiten und sogar Überschwemmungen überstehen. Die Cornus-Sorten ‘Flaviramea’ und ‘Kelseyi’ sind die bekanntesten dieser Art. Während ‘Flaviramea’ durch die leuchtend gelben Triebe auffällt, zeigt sich ‘Kelseyi’ als Zwerg-Hartriegel mit einer nur geringen Wuchshöhe bis 0,75 m, was sie zu einer optimalen Niedrigheckenpflanze macht.

Gelbholz-Hartriegel
Der Gelbholz-Hartriegel fällt mit seiner leuchtenden Farbe besonders im Winter auf [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Japanische Kornelkirsche (Cornus officinalis)

Die Japanische Kornelkirsche kann zu einem stattlichen Baum von 4 bis 7 m Wuchshöhe heranwachsen. Gerade in jungen Jahren legt das in China, Japan und Korea heimische Obstgehölz schnell an Größe zu. Der dekorative Kleinbaum eignet sich besonders als Solitärgehölz auf frischen bis feuchten, durchlässigen Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Zwischen März und April lockt die Japanische Kornelkirsche zahlreiche Bienen und andere Bestäuber zu den hellgelben Blüten, die an noch kahlen Ästen sitzen. Die roten Steinfrüchte reifen ab August und sind Zierde, Nahrung für Vögel sowie Kleinsäuger und zur Verarbeitung als gesundes Wildobst zu Marmeladen oder Kompott geeignet. Die Früchte fallen im Gegensatz zu Cornus mas nicht immer vom Baum ab, sondern können den Winter über hängen bleiben. Im Herbst zeigt dieser asiatische Hartriegel eine rotbraune Herbstfärbung an den eher schmalen, grau-braunen Ästen.

Japanische Kornelkirsche
Die Japanische Kornelkirsche dient auch im Winter als Nahrung für Vögel und Kleinsäuger [Foto: Picmin/ Shutterstock.com]

Japanischer Blumenhartriegel (Cornus kousa)

Der Japanische Blumen-Hartriegel, auch als Fruchthartriegel bekannt, ist ursprünglich in den Bergwäldern Japans und Korea beheimatet. Der Chinesische Hartriegel (Cornus kousa var. chinensis) vergreist langsamer, weshalb zahlreiche Sorten dieser Variante der Art zuzuordnen sind. Die bis 6 m hohen und 4,5 m breiten Sträuchern sind dank ihres formschönen Wuchses mittlerweile in vielen Gärten zu finden. Die elliptisch spitz zulaufenden Blätter sind unterseitig matt blaugrün gefärbt und zeigen im Herbst eine gelbe bis scharlachrote Färbung. Ab Ende Mai bis Juni erscheinen grüngelbe Blüten, umgeben von vier grün-weißen bis rosaroten Hochblättern. Kaum bekannt hierzulande ist jedoch die Nutzung als schmackhaftes Wildobst. Die himbeerartig geformten, lang gestielten Früchte des Japanischen Hartriegels werden auch als Berglitschi bezeichnet und sind in den ostasiatischen Ländern ein beliebtes Obstgehölz. Die Früchte werden roh gegessen oder verarbeitet, wobei nur das cremige, gelborange Fruchtfleisch, nicht aber die derbe rosa Schale genossen werden.

  • ‘Cappuccino’: Großer und kompakt wachsende Sorte von 2010 mit 4 – 6 m Höhe und 2 – 3 m Breite. Neben dem rotbraun überlaufenden Laub zeigen sich auch die cremeweißen bis rosafarbenen Blütenstände äußerst attraktiv.
  • ‘China Girl’: Hoher Strauch mit locker aufrechter Krone und dünnen, hellbraunen Trieben. Die leuchtend rote Herbstfärbung, die weiß-grünlichen Blüten und die aromatisch-süßen Früchte machen ‘China Girl‘ zu einer beliebten Fruchthartriegel-Sorte.
  • ‘John Slocock’: Bis 3,5 m hoher, langsam wachsender, kompakter Großstrauch mit weißen Blütenbrakteen, die sich mit der Zeit durch dunkelrosa Sprenkel und Spitze hervorheben.
Cornus kousa 'China Girl'
Die Früchte von ‘China Girl‘ sind besonders schmackhaft und auch roh verzehrbar [Foto: Paul Wishart/ Shutterstock.com]
  • ‘Satomi’: Hochwachsende, etagenbildende Sorte bis 6 m Wuchshöhe und rosafarbenen Hochblättern um die gelbgrünen Blüten. Die roh essbaren Früchte zeichnen sich durch ihren süßen, cremigen und fruchtigen Geschmack aus.
  • ‘Teutonia’: Fruchthartriegel bis 3 m Wuchshöhe, rosa überhauchten Hochblättern und den bisher größten Früchten mit um die 3 cm Durchmesser.
  • ‘Venus’: Großstrauch bis Kleinbaum mit waagrechten Ästen zwischen 3 – 4 m Endhöhe. Der Hartriegel ‘Venus‘ bildet auffallend große, reinweiße Brakteen aus, sodass die Blütenstände einen Durchmesser bis 13 cm aufweisen.
Hartriegel 'Satomi' mit rosanen Blättern
Cornus kousa ‘Satomi‘ zeigt rosafarbene Hochblätter [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Kornelkirsche (Cornus mas)

Die Kornelkirsche ist ein mittlerweile wieder weit verbreitetes Wildobstgehölz. Es wächst als Großstrauch bis Kleinbaum von 6 – 8 m heran. Im Gegensatz zur Japanischen Kornelkirsche bildet Cornus mas deutlich größere Früchte, die bei Vollreife immer vom Strauch abfallen. Die sonnengelben, in kugeligen sitzenden Trugdolden Blüten erscheinen zwischen Februar und April an den noch winterkahlen Trieben. Ab August bis September reifen die 2 bis 3 cm großen, meist tiefroten, bei manchen Sorten auch gelben Steinfrüchte heran. Das roh essbare, aber saure Fruchtfleisch glänzt als Marmelade oder Mus verarbeitet mit einem außergewöhnlichen, fruchtigen Geschmack. Diese Hartriegel-Art wurde mit Fokus auf Ertrag, Fruchtgröße und Geschmack selektiert. Beliebte Sorten sind beispielsweise ‘Jolico’, ‘Kasanlak’ sowie ‘Yellow’.

Hartriegel-Strauch
Die Kornelkirsche ist ein ertragreiches Wildobstgehölz [Foto: Ruud Morijn Photographer/ Shutterstock.com]

Pagoden-Hartriegel (Cornus controversa)

Auch bekannt als Etagen-Hartriegel fällt der Pagoden-Hartriegel aufgrund seiner etagenweise waagrecht angeordneten Seitentriebe auf. Die Cornus-Art stammt ursprünglich aus Korea und Japan. Der hohe Strauch oder Kleinbaum erreicht eine Wuchshöhe von 5 bis 8 m und kann genauso breit werden. Die wechselständigen Blätter sind elliptisch und kurz zugespitzt, in ihrer Form und Größe jedoch sehr unterschiedlich. Die bis 15 cm großen Schirmrispen zeigen sich im Juni und fassen jeweils Hunderte der kleinen weißen Blüten zusammen. Nach der Bestäubung entstehen zahlreiche, schwarzblaue, dicke und runde Früchte. Der Pagoden-Hartriegel bevorzugt frische bis feuchte Böden mit guter Drainage und saurem bis neutralem pH-Wert. Besonders bekannt sind der panaschierte Hartriegel ‘Variegata’ und ‘Pagoda‘ für einen weit ausladenden Wuchs.

Hartriegel mit hellen Blättern
Der Pagoden-Hartriegel, hier die Sorte ‘Variegata‘ kann zu einem attraktiven Kleinbaum heranwachsen [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Schwedischer Hartriegel (Cornus suecica)

Der Schwedische Hartriegel kommt in den subpolaren Regionen vor und bildet auf sauren, humosen Waldböden im Schatten bis Halbschatten zierliche Teppiche aus. Die standortempfindliche, etwa 10 cm hohe Art ist gegenständig mit ganzrandigen, oval-runden Blättern besetzt. Sie bildet zwischen Juli und August zarte weiße Brakteen mit blaugrauem Zentrum aus. Ab September zeigen sich essbare, aber fad schmeckende rote Früchte aus, deren Samen von Tieren verbreitet werden.

Schwedischer Hartriegel
Der Schwedische Hartriegel wird als Bodendecker auf sauren Böden gepflanzt [Foto: Photoillustrator/ Shutterstock.com]

Teppich-Hartriegel (Cornus canadensis)

Der Teppich-Hartriegel wird auch Kanadischer Hartriegel genannt, wobei er in ganz Nordamerika, Grönland und Japan vorkommt. Die kriechenden, wurzelausläuferbildenden Stauden erreichen eine Wuchshöhe von 10 – 20 cm und eignen sich als Bodendecker-Hartriegel für feuchte, schwachsaure bis neutrale Waldböden im Halbschatten. In milden Wintern zeigt sich der Teppich-Hartriegel wintergrün mit leichter orange-rötlicher Färbung der eher kleinen, eiförmig spitz zulaufenden Blätter. Die von weißen Hochblättern umgebenen Blüten erscheinen im Juni. Die knubbeligen Früchte sind leuchtend rot gefärbt und ähneln dem Schwedischen Hartriegel.

Teppich-hartriegel
Der bodendeckende Teppich-Hartriegel blüht ab Juni [Foto: agatchen/ Shutterstock.com]

Wechselblättriger Hartriegel (Cornus alternifolia)

Der Wechselblättrige Hartriegel stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er im Unterholz sowie am Gewässerrand und in Sumpfgebieten vorkommt. Der optimale Standort liegt sonnig bis halbschattig auf sauren bis neutralen, humosen, frischen bis feuchten Böden mit guter Drainage. Der aufrechte Strauch wird 3 – 6 m hoch und 2 – 5 m breit. Die Wuchsform erinnert an den Pagoden-Hartriegel, da die ausladenden Seitenäste etagenweise abstehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Cornus-Arten stehen die breit eiförmigen Blätter wechselständig an den purpur-braunen bis grauen Trieben. Die Blüten sitzen in breiten Schirmrispen zusammen und blühen zwischen Mai und Juni. Im Herbst bilden sich blauschwarz bereifte Steinfrüchte an roten Stielen aus, welche von Vögeln gefressen werden.

Wechselblättriger Hartriegel
Der Wechselblättrige Hartriegel bevorzugt gewässernahe, aber gut drainierte Böden [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Weißer Hartriegel (Cornus alba)

Der Weiße oder Tatarische Hartriegel stammt ursprünglich aus einem breiten Gebiet von Osteuropa über Sibirien bis Nordkorea. Der Großstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 4 m und wird im Alter meist breiter als hoch. Die Borke junger Triebe erscheint blutrot und dunkelt mit dem Alter zu einer schwarzbraunen Farbe nach. Die grün-bläulichen, eiförmigen Blätter zeigen im Herbst eine gelbe bis orangerote Färbung. Zwischen Mai und Juni öffnen sich gelblichweiße Blüten in Trugdolden, welche nach Bestäubung zu erbsengroßen, weißen bis bläulichen Früchten heranreifen. Der Weiße Hartriegel besitzt keine besonderen Ansprüche an den Boden und ist kalkverträglich. Er bevorzugt jedoch feuchte Standorte, auf welchen er sich mitunter stark ausbreitet.

  • ‘Elegantissima’: Weiß panaschierter Hartriegel. Die Sorte wurde früher unter ‘Argenteomarginata’ geführt. Die Sträucher werden bis 3 m hoch und breit, das Laub ist am Blattrand unregelmäßig cremeweiß panaschiert, bei jungen Blättern gelblich-weiß.
  • ‘Sibirica’: Der Sibirische Hartriegel fällt durch seine korallenroten Triebe auf, welche auch im Winter ein leuchtendes Rot in den Garten bringt. Cornus alba ‘Sibirica’ erreicht eine Wuchshöhe und -breite von 3 m.
Sibirischer Hartriegel
Im Winter begeistert der Sibirische Hartriegel mit seinen leuchtend roten Trieben [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]
  • ‘Sibirica Variegata’: Die Sorte gedeiht ähnlich der ‘Sibirica’ und bietet leuchtend rote Triebe. Cornus alba ‘Sibirica Variegata’ fällt jedoch zudem aufgrund der weiß panaschierten und rötlich bis rosa überlaufenen Blätter auf, die ihm den Beinamen des Weißbunten Hartriegels verschafften.
  • ‘Spaethii’: Gelbbunter Hartriegel mit zitronengelb gerahmten, panaschierten Laubblättern und braun-orangen Trieben. Die Pflanzen werden etwa 3 m hoch und im Alter oft sehr breit.
Tatarischer Hartriegel
Die Früchte des Tatarischen Hartriegels sind im Gegensatz zu den meisten Cornus-Arten weiß gefärbt [Foto: Andrey_Kirillov/ Shutterstock.com]

Der Erdbeerbaum (Arbutus) bildet ähnlich dem Fruchthartriegel runde, rote und essbare Früchte aus. Wie Sie die Rarität im eigenen Garten kultivieren, erfahren Sie bei uns.

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