Mandelbäumchen: Schneiden, Winterhärte & Sorten von Prunus triloba

Alina
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Seit mehreren Jahren pflanze ich hobbymäßig in meiner Freizeit viel verschiedenes Gemüse an, wodurch ich letztendlich zu dem Studiengang Gartenbau an der Hochschule in Freising gefunden habe. Ich bin davon fasziniert, die Pflanzen vom Samen bis zur Frucht wachsen zu sehen und am Ende die Ernte zu verarbeiten.

Lieblingsobst: Kirschen und Erdbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln, Tomaten und Knoblauch

Die Blütenpracht des Mandelbäumchens sorgt für einen echten Hingucker im Garten. Die teils gefüllten Blüten zeigen sich dabei schon recht früh im Jahr.

Mandelbaum in Blüte
Die Blüten des Mandelbäumchens sind meist zartrosa gefärbt [Foto: IrynaL/ Shutterstock.com]

Obwohl der Name des Mandelbäumchens (Prunus triloba) eine kleiner wachsende Form des Echten Mandelbaums (Prunus dulcis) vermuten lassen könnte, handelt es sich dabei um zwei klar unterscheidbare Arten, die lediglich derselben Gattung angehören. Damit Ihnen beim Pflanzen, Pflegen und Schneiden des mittelhohen Strauches keine Fehler unterlaufen, erläutern wir das Vorgehen in diesem Artikel ausführlich. Außerdem stellen wir die schönsten Sorten des Strauches vor.

Mandelbäumchen: Herkunft und Eigenschaften

Seine Heimat hat das sommergrüne Mandelbäumchen im östlichen China. Es gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). In der Gattung Prunus gibt es einige weitere Vertreter, die jedem bekannt sein sollten, darunter zum Beispiel die Süßkirsche (Prunus avium), die Sauerkirsche (Prunus cerasus), der Pfirsichbaum (Prunus persica), der Aprikosenbaum (Prunus armeniaca) oder auch der immergrüne Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus).

Das Mandelbäumchen erreicht üblicherweise eine Wuchshöhe von 150 bis 200 cm. Seine aufstrebenden Triebe bilden eine breitbuschige Form. Auch als Halb- oder Hochstamm gezogen wird das Mandelbäumchen gern verwendet. Die dunkelgrünen, breit-oval geformten Blätter sind wechselständig an den Zweigen angeordnet und am Rand leicht gezähnt. Im Herbst verfärbt sich das Laub des mittelhohen Strauches teils in ein Gelb-orange. Die meist zartrosa gefärbten Blüten sind je nach Sorte mehr oder weniger gefüllt. Sie befinden sich an den einjährigen Trieben und blühen von April bis Mai, also meist noch vor dem oder zum Laubaustrieb. Früchte sind am Mandelbäumchen meist nicht zu finden, da die Blüten in der Regel steril sind.

Prunus triloba
Das neu ausgetriebene Laub ist frisch und leuchtend grün [Foto: svf74/ Shutterstock.com]

Ist das Mandelbäumchen bienenfreundlich? Aufgrund des mäßigen Angebots an Nektar und Pollen stellt das Mandelbäumchen für die Bienen keine außerordentlich wertvolle Nahrungsquelle dar.

Die schönsten Mandelbäumchen-Sorten

Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich eigentlich nur in ihrer Blüte, der Blütezeit und der Wüchsigkeit. Folgend stellen wir die schönsten Sorten vor:

  • Prunus triloba ˈAlbaˈ: Die Blüten dieser Mandelbäumchen-Sorte sind weiß und gefüllt. Die Blütezeit liegt im Mai.
  • Prunus triloba ˈRosenmundˈ: Von März bis April trägt diese Sorte gefüllte rosa Blüten, die einen herrlichen Duft verströmen. ˈRosenmundˈ ist außerdem eine wüchsige Sorte.
  • Prunus triloba var. simplex: Diese Varietät des Mandelbäumchens findet man eher selten. Durch die ungefüllte, rosa Blüte grenzt sie sich etwas von dem typischen Erscheinungsbild ab.
Mandelbaum
Die gefüllten Blüten ähneln kleinen Rosenblüten [Foto: maya_parf/ Shutterstock.com]

Tipp: Die Zwerg-Mandel (Prunus tenella) ähnelt der Varietät mit den ungefüllten Blüten optisch und ist leichter erhältlich, allerdings auch deutlich weniger wüchsig.

Prunus triloba pflanzen: Standort, Pflanzzeit und Co.

Wer einen sonnigen und geschützten Standort für das wärmeliebende Mandelbäumchen wählt, wird mit einer reichen Blütenpracht belohnt. Doch auch an halbschattigen Orten kommt das Ziergehölz noch zurecht. Der mittelhohe Strauch toleriert jeden normalen Gartenboden, allerdings steht er bevorzugt in frischen bis mäßig feuchten, sandig-lehmigen Böden, die schwach sauer bis leicht alkalisch sind. Der Untergrund sollte auf jeden Fall gut durchlässig sein, aber auch über eine gleichmäßig gute Wasserversorgung verfügen. Anhaltende Staunässe oder Trockenheit bereiten dem Strauch Schwierigkeiten.

Kann das Mandelbäumchen auch im Kübel kultiviert werden? Für eine Pflanzung des Mandelbäumchens im Kübel eignet sich vor allem ein Stämmchen. Das Pflanzgefäß sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 30 l aufweisen und eine Abflussmöglichkeit für überschüssiges Gießwasser besitzen. Als Substrat eignet sich eine hochwertige, durchlässige Kübelpflanzenerde. Dieser können für eine noch längere Strukturstabilität noch etwa 1/3 des Volumens Sand oder Perlite untergemischt werden. Um das optimale Abfließen des Wassers zu gewährleisten, sollte noch eine Drainageschicht aus Blähton am Gefäßboden eingefüllt werden.

Mandelbäumchen an sonnigem Standort
An sonnigen Standorten blüht das Mandelbäumchen besonders schön [Foto: Malinovskaya Yulia/ Shutterstock.com]

Als Pflanzzeitpunkt für das Mandelbäumchen bietet sich am besten das zeitige Frühjahr an, denn dadurch hat es den ganzen Sommer über Zeit, sich gut an seinem neuen Platz zu etablieren, und übersteht den ersten Winter besser. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen der Pflanze ausgehoben werden. Idealerweise wird der Aushub dann mit etwas Kompost angereichert und vermischt. Dafür können Sie beispielsweise unsere Plantura Bio-Komposterde sehr gut verwenden. Durch ihren hohen Humusgehalt wird nicht nur die Fruchtbarkeit des Bodens, sondern auch der Wärme- und Wasserhaushalt verbessert.

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Nun wird das Mandelbäumchen so tief, wie es zuvor im Topf stand, eingesetzt und das Pflanzloch mit dem Aushub eben aufgefüllt. Nach dem Andrücken der Erde muss noch durchdringend gewässert werden.

Mandelbäumchen pflegen

Um sein Mandelbäumchen in voller Pracht erstrahlen zu lassen, sollte man die ein oder andere Pflegemaßnahme regelmäßig anwenden. Wie Sie dabei vorgehen, erläutern wir folgend.

Mandelbäumchen schneiden, gießen und düngen

Auf eine ausgeglichene Wasserversorgung ist vor allem bei Kultur des Mandelbäumchens im Topf zu achten. Dabei ist es sinnvoll, öfter zur Gießkanne zu greifen, anstatt Staunässe durch seltene, aber reichliche Wassergaben zu riskieren. Gut etablierte Exemplare im Freiland überstehen auch vereinzelte Trockenphasen ohne Schäden.

Ein alljährlicher, kräftiger Rückschnitt des Mandelbäumchens nach der Blüte stellt eine sehr wichtige Pflegemaßnahme dar. Dabei werden alle Triebe des Strauches auf etwa 10 bis 20 cm eingekürzt und dünne Triebe werden ganz entfernt. Dies trägt zur Vitalisierung, Verjüngung und Gesunderhaltung des Mandelbäumchens bei.

Mandelbäumchen im Topf werden am besten mit einem praktischen Granulatdünger versorgt. Verwenden Sie einen vornehmlich organischen Dünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger, um Ihre Topferde so lange wie möglich belebt und damit locker zu halten. Denn ein organischer Dünger liefert nicht nur der Pflanze, sondern auch dem Boden wichtige Komponenten zur Gesunderhaltung.

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Mandelbäumchen umpflanzen

Wer sein Mandelbäumchen umpflanzen möchte, kann das bei jungen Exemplaren problemlos im Frühjahr tun. Bei älteren Pflanzen sollte etwas mehr Zeit mit einberechnet werden. Im Mai wird dafür der Wurzelballen der Pflanze mit einem Spaten umstochen. Bis zum nächsten Frühjahr haben sich dann genug Feinwurzeln innerhalb des umstochenen Bereiches gebildet, um ihn auszugraben und umzusetzen. Zur Unterstützung des Wachstums kann im Frühjahr etwa 2 bis 3 l Kompost pro Quadratmeter ausgebracht werden.

Mandelbaum im Garten
Prunus triloba ist sehr schnittverträglich [Foto: APugach/ Shutterstock.com]

Tipp: Die Triebe des Mandelbäumchens eignen sich ideal zum Vortreiben. Sie können zum Beispiel Anfang Dezember geschnitten werden zur Verwendung als Barbarazweige.

Häufige Krankheiten und Schädlinge

Ein Befall mit der Pilzkrankheit Monilia, auch als Spitzendürre bekannt, tritt des Öfteren bei Mandelbäumchen auf. Eine wichtige vorbeugende Maßnahme gegen einen solchen Befall ist der kräftige Rückschnitt im Frühjahr. Dadurch werden die potenziell befallenen Triebspitzen entfernt. Auch die Schrotschusskrankheit (Stigmina carpophila) kann im Frühjahr nach häufigen Niederschlägen auftreten. Zur Vorbeugung oder Abhilfe des Befalls mit dem pilzlichen Erreger sollte das Falllaub entfernt und der Strauch gegebenenfalls leicht ausgelichtet werden, um für ein schnelleres Abtrocknen der Blätter zu sorgen.

Ein Schädling, der gelegentlich am Mandelbäumchen beobachtet werden kann, ist der Frostspanner (Operophtera brumata). Wie Sie den Schädling identifizieren, bekämpfen und ihm vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Eine weitere Gefahr, die vor allem die Blüten des Mandelbäumchens betrifft, ist später Frost. Was zum Schutz hiergegen unternommen werden kann, beschreiben wir im Folgenden.

Mandelbäumchen mit Pilzerkrankung
Bei der Schrotschusskrankheit handelt es sich um eine Pilzerkrankung [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Ist das Mandelbäumchen winterhart?

Das Mandelbäumchen ist ausreichend winterhart und kommt problemlos mit den kalten Temperaturen zurecht. Allerdings sind frühe Blüten der Gefahr von Spätfrösten ausgesetzt. Sie können durch die Wahl eines geschützten Standortes oder – in rauen Lagen – durch das Umwickeln des Strauches mit einem Frostschutzvlies geschützt werden. Bei Mandelbäumchen in Kübeln sollte ein Schutz aus Laub auf der Oberfläche angebracht werden und Jutesäcke oder Vlies um das Gefäß gewickelt werden, um das Durchfrieren zu vermeiden. Ein windgeschützter Platz an einer Hauswand ist im Winter gut geeignet.

Ist das Mandelbäumchen giftig?

Im Gegensatz zu der Bittermandel (Prunus dulcis var. amara), deren Früchte sehr giftig sein, ist bei dem Mandelbäumchen keine besondere Vorsicht geboten, da dieser sowieso meist keine Früchte trägt. Trotzdem handelt es sich um ein Ziergehölz, dessen Pflanzenteile nicht zum Verzehr geeignet sind.

Ein weiterer Zierstrauch, der bereits sehr früh im Jahr Blüten trägt und ein farbenfrohes Laubkleid trägt, ist die Riemenblüte. Mehr über das prächtige Zaubernussgewächs erfahren Sie in unserem Artikel.

Die Plantura Garten-Post