Meerrettich: Richtig ernten und lagern

David
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Ich habe einen Master-Abschluss in Gartenbauwissenschaften und bin zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.

Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

Meerrettich ist bekannt für seine scharfe Wurzel. Doch wie wird diese aus dem Boden geerntet und wie kann man sie frisch halten? Wir zeigen es Ihnen!

Meerrettich-Wurzeln auf einem Tisch
Die Pfahlwurzeln des Meerrettich sollten stets frisch verarbeitet werden [Foto: Kuttelvaserova Stuchelova/ Shutterstock.com]

Meerrettich ernten

Meerrettich (Armoracia rusticana) ist ein bekannter Begleiter bei vielerlei deftigen Speisen. Populär ist er vor allem zu Fischgerichten oder als Sahnemeerrettich in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die charakteristische Schärfe steckt in der Meerrettich-Wurzel. Diese kann bereits im Jahr der Pflanzung wieder aus dem Boden geerntet werden. Sobald die Blätter beginnen zu welken und einzutrocknen, findet auch kein Wurzelwachstum mehr statt. Die begehrte Pfahlwurzel ist dann bereit für die Ernte.

Je nach Wetterlage ist das meistens ab Ende Oktober der Fall. Die Pfahlwurzel kann einfach aus der Erde ausgegraben werden. Da Meerrettich jedoch sehr frosthart ist, muss nicht alles auf einmal geerntet werden. Die Pflanzen können auch zunächst stehen gelassen werden und die Wurzeln werden erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgegraben. Auch konstanter Bodenfrost hat keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der scharfen Wurzel. Sollen die Pflanzen nicht noch ein zweites Jahr im Beet stehen bleiben. So müssen sie zumindest bis zum erneuten Austrieb im nächsten Frühjahr geerntet werden.

Merrettich-Wurzeln gerieben auf einem Tisch
Meist wird der Meerrettich in geriebener Form verwendet [Foto: Eskymaks/ Shutterstock.com]

Meerrettich lagern

Klarer Vorteil des Meerrettichs: Es muss nicht alles auf einmal geerntet werden. So ist eine bedarfsgerechte und frische Ernte über den gesamten Winter möglich. Doch auch über den Winter hinweg kann die Verwendbarkeit der würzigen Wurzel verlängert werden. Bei Temperaturen von -5 bis -2 °C lässt sich die Meerrettichwurzel sehr gut und ohne große Einbußen an Qualität für mehrere Monate lagern. Niedrigere Temperaturen gehen genau wie zu lange Lagerungszeiten auf Kosten der knackigen Konsistenz sowie des scharfen Aromas der Wurzel. Das Trocknen der Wurzel ist leider nicht ohne einen erheblichen Verlust an Aroma möglich. Aber die kühle Lagerung ist eine gute Möglichkeit, um mit Meerrettich aus dem eigenen Garten durch das Jahr zu kommen.

Falls Sie sich für die Vermehrung von Meerrettich interessieren, schauen Sie doch mal hier in unserem Spezial-Artikel vorbei.

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