Schnittlauch pflegen: Gießen, düngen & schneiden

Fredrik
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Als Kind vom Land sind für mich Natur und Selbstversorgung schon immer Teil meines Lebens gewesen. Mein Herz schlägt in und für die Natur - ich konnte dieses Interesse im Studium der Agrarsystemwissenschaften an der TUM noch mehr vertiefen.

Lieblingsobst: Äpfel, Brombeeren und Zwetschgen
Lieblingsgemüse: Kartoffeln, Paprika und Zucchini

Die Pflege von Schnittlauch gelingt mit dem richtigen Hintergrundwissen meist ohne Probleme. Wir zeigen Ihnen die richtigen Kniffe für gesunde und vitale Pflanzen.

Schnittlauch im Hochbeet
Mit der richtigen Pflege wächst der Schnittlauch zu einer kräftigen, saftig grünen Pflanze heran [Foto: Svetlana Monyakova/ Shutterstock.com]

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gehört zu den beliebtesten Kräutern und gibt jedem Brot das gewisse Extra. Der Anbau des Lauchgewächses (Allioideae) ist recht unkompliziert und kann sowohl im Beet als auch im Topf stattfinden. Ist der Schnittlauch gepflanzt, geht es an die Pflege. Wir zeigen Ihnen, was es bei der Pflege des Krauts zu beachten gibt und wie Sie Probleme vermeiden können.

Schnittlauch pflegen: Richtig gießen

Schnittlauch hat grundsätzlich einen hohen Wasserbedarf, der im Freien aber meist durch Regen gedeckt werden kann. Sowohl im Topf als auch im Freiland sollte die Erde permanent leicht feucht gehalten werden. Gießen ist im Sommer häufiger nötig als während des restlichen Jahres, da in dieser Jahreszeit der Pflanzenwuchs am stärksten ist und durch die höheren Temperaturen mehr Wasser von Pflanze und Boden verdunstet wird. Der richtige Zeitpunkt lässt sich am besten durch die Fingerprobe bestimmen. Die Gießmenge sollten Sie der Pflanzengröße anpassen, da es vor allem im Topf durch zu viel Wasser zu einer Übersättigung der Wurzelzone und somit zu Wurzelfäule kommen kann.

Schnittlauch-Beet mit Gießkanne
Wegen seines hohen Wasserbedarfs ist es für Schnittlauch besonders wichtig, regelmäßig gegossen zu werden [Foto: Bleshka/ Shutterstock.com]

Schnittlauch düngen: Braucht Schnittlauch Dünger?

Schnittlauch zählt zu den stark nährstoffzehrenden Pflanzen, weswegen eine regelmäßige Düngung vor allem während der Vegetationsphase wichtig ist. Zur Düngung eignet sich neben Kompost auch Kaffeesatz, der dem Schnittlauch wichtige Nährstoffe liefert und gleichzeitig den Boden leicht sauer hält. Wer zudem einen gesunden Humusgehalt im Boden fördern möchte, kann auf einen organischen Dünger zurückgreifen. Ein Dünger in Granulatform eignet sich hierfür besonders gut, da eine Langzeitwirkung sichergestellt ist und die Kräuter bestmöglich mit Nährstoffen versorgt werden. Eine Düngung ist somit nur zu Vegetationsbeginn im März und einmalig während des Wachstums spätestens im Juli nötig. Unser Plantura Bio-Universaldünger beispielsweise versorgt die Pflanze mit allen wichtigen Nährstoffen – er wird außerdem komplett biologisch und ohne den Einsatz tierischer Bestandteile hergestellt. Der Dünger kann einfach auf die Erde gestreut und leicht eingearbeitet werden, was zusätzlich das Bodenleben anregt. Anschließend sollten die gedüngten Flächen gut gegossen werden, um die Nährstoffe pflanzenverfügbar zu machen.

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Schnittlauch abschneiden: So gehen Sie vor

Ein Pflegeschnitt ist bei Schnittlauch nicht notwendig, solange die Pflanze gesund ist. Soll er dennoch geschnitten werden, gibt es einige Dinge zu beachten, um der Pflanze nicht zu schaden. Wenn Sie einzelne Halme entfernen möchten, können Sie diese mit einer Schere oder einem scharfen Messer kurz oberhalb des Bodens abtrennen.

Wann sollte man Schnittlauch schneiden?

Schnittlauch kann während der gesamten Vegetationsphase geschnitten werden. Man sollte allerdings nicht zu viele Halme auf einmal entfernen, da der Schnittlauch sonst eingehen kann. Bei hohem Verbrauch oder im Fall einer übermäßigen Beanspruchung der Pflanzen lohnt sich daher der Anbau mehrerer Schnittlauch-Pflanzen. Im Herbst beginnen die Blätter einzutrocknen und fallen von der Pflanze ab. Das gehört zur natürlichen Überwinterung des Schnittlauchs, denn er treibt im folgenden Jahr aus den Zwiebeln erneut aus. Wer die Blätter noch nutzen möchte, kann sie verwenden und den Schnittlauch im Herbst bodennah zurückschneiden – das schadet der Pflanze im späten Vegetationsstadium nicht und bereitet sie auf den Winter vor.

Schnittlauch in einem Fass
Schnittlauch wächst sowohl im Topf als auch im Freiland oder Hochbeet [Foto: janet carr/ Shutterstock.com]

Tipp: Wie Sie den Schnittlauch richtig ernten und verwenden, können Sie in unserem Steckbrief zum Schnittlauch nachlesen.

Schnittlauch-Blüten schneiden?

Neben den Halmen sind auch die Blüten des Schnittlauchs essbar und gelten in einigen Ländern als Delikatesse. Sie lassen sich auf Brot essen oder als essbare Dekoration für Salate oder Suppen verwenden. Um die Blüten zu nutzen, sollten Sie sie möglichst weit oben am Blütenstandsschaft mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden. Der Blütenstandsschaft hingegen ist fester als die Laubblätter und geschmacklos.

Schnittlauch im Topf pflegen: Das sollten Sie beachten

Schnittlauch ist neben dem Anbau im Freiland – wie auch andere Kräuter – eine beliebte Topfpflanze und auf vielen Terrassen, Balkonen oder auf der Fensterbank zu finden. In unserem Spezialartikel stellen wir Ihnen die besten Schnittlauch-Sorten für jeden Geschmack vor.

Schnittlauch im Topf gießen, düngen und schneiden

Die Kultur im Topf sorgt insbesondere beim Gießen für spezielle Bedingungen. Anders als im Freiland kann die Feuchtigkeit im Topf schlechter gehalten werden, was eine regelmäßige Wassergabe unverzichtbar macht. Der Boden sollte grundsätzlich nicht komplett austrocknen, sonst droht die Pflanze zu verwelken. Ebenso kann Staunässe der Pflanze schaden. Eine gute Drainage ist daher wichtig, sodass überschüssiges Wasser abfließen kann und die Erde stets ausreichend viel Luft beinhaltet. Dies verhindert einen Wasserstau und senkt somit das Risiko von Wurzelfäule. Zusätzlich zum regelmäßigen Gießen lohnt sich bei der Topfkultur – ebenso wie im Freiland – eine Düngung im Sommer. In kleinen Töpfen ist die Düngung mit Kompost oder Kaffeesatz wegen des geringen Platzes meist etwas schwieriger. Der Einsatz eines hochwertigen Flüssigdüngers wie unseres Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendüngers gestaltet sich hingegen deutlich einfacher.

Töpfe mit Kräutern
Als Küchenkraut kann Schnittlauch auch problemlos im Topf angebaut werden [Foto: Picture Partners/ Shutterstock.com]

Schnittlauch umtopfen

Damit Schnittlauch gut wachsen kann, sollte die Pflanze alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden. Die Erde sackt mit der Zeit zusammen und wichtige Mikronährstoffe können nicht mehr nachgeliefert werden. Die Pflanze kann aus dem alten Topf entnommen und überschüssige Erde leicht abgeklopft werden. Den Topf füllt man anschließend mit Erde und drückt diese leicht an. Abschließendes Angießen ist wichtig für das Anwachsen der Wurzeln.

Das Umtopfen bietet gleichzeitig eine gute Gelegenheit, den Schnittlauch zu teilen. So kann der alte Topf erneut verwendet werden und man gewinnt eine zweite Pflanze. Auch hier sind eine ausreichende Durchlüftung und ein Wasserabfluss wichtig für ein gesundes Pflanzenwachstum. Als Substrat eignet sich eine hochwertige Pflanzenerde, die alle für die Pflanze wichtigen Nährstoffe nachliefert. Eine gute Wasserspeicherkapazität ist ebenfalls entscheidend, um bei der Kultur mit begrenztem Wurzelraum nicht ständig gießen zu müssen. Unsere Plantura Bio-Universalerde beispielsweise bietet durch ihre biologisch nachhaltige Zusammensetzung beste Voraussetzungen für gesunde und kräftige Pflanzen.

Die richtige Pflege von Schnittlauch auf einen Blick:

  • Regelmäßiges Gießen nach der Fingerprobe, wobei Austrocknen des Substrates und Staunässe vermieden werden sollten.
  • Ein Pflegeschnitt ist bei Schnittlauch nicht nötig.
  • Die Blüten gelten in einigen Ländern als Delikatesse und können bedenkenlos gegessen werden.
  • Während der Vegetation sollte regelmäßig gedüngt werden, da Schnittlauch zu den stark nährstoffzehrenden Kräutern zählt.
  • Schnittlauch im Topf sollte alle 1 bis 2 Jahre umgetopft werden, um die Pflanze wieder mit wichtigen Mikronährstoffen zu versorgen und das Bodengefüge zu verbessern.
Schnittlauch wird in größeren Topf umgetopft
Schnittlauch sollte alle 1 bis 2 Jahre umgetopft werden, um der Pflanze mehr Platz zu geben [Foto: Marie C Fields/ Shutterstock.com]

Schnittlauch wächst nicht und wird gelb: Das können Sie tun

Obwohl Schnittlauch eine sehr robuste Pflanze ist, kann es in seltenen Fällen zur Gelbfärbung einzelner Halme oder ganzer Büschel kommen. Neben der satten grünen Farbe verliert der Schnittlauch auch an Aroma und sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. Die häufigste Ursache für gelbe Blätter am Schnittlauch ist Trockenheit, da es durch Wassermangel zur Verwelkung kommt. Einzelne gelbe Halme sind ein guter Indikator für zu wenig Wasser – es sollte dann sofort gegossen werden. Sind große Teile der Pflanze bereits gelb oder vertrocknet, kann den Schnittlauch durch einen kompletten Rückschnitt aller Blätter bis circa zwei Zentimeter über der Zwiebel gerettet werden. Der Schnittlauch fängt anschließend an, erneut auszutreiben, sodass nach etwa vier Wochen die ersten Halme geerntet werden können. Auf eine stetige, ausreichende Wasserversorgung sollten Sie Acht geben. Um die Toleranz gegenüber Trockenperioden zu erhöhen, benötigt der Schnittlauch ein gesundes Wurzelwerk. Das Wachstum der Wurzel – wie auch der gesamten Pflanze – kann durch eine Düngung angeregt und gefördert werden.

Seltener kann zu viel Wasser zu einer Gelbfärbung der Blätter führen. Das Substrat sollte auf zu viel Feuchtigkeit geprüft und für längere Zeit nicht gegossen werden, falls es zu feucht ist.

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