Lauchmotte bekämpfen & Schadbild erkennen

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Die Lauchmotte zählt zu den wichtigsten Schädlingen an Zwiebelgewächsen. Wie du einen Befall erkennen und die Lauchmotte erfolgreich bekämpfen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Adulte Lauchmotte
Die Lauchmotte kann man gut an dem weißen Fleck auf ihren Flügeln erkennen [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Wer Zwiebelgewächse (Allioideae) im Garten anbauen will, hat häufig mit verschiedenen Schädlingen zu kämpfen. Besonders die Larven der Lauchmotte (Acrolepiopsis assectella) können erhebliche Schäden verursachen, indem sie sich in die Pflanzen fressen und deren Wachstum beeinträchtigen oder die Pflanzen sogar vollständig zerstören. Wie du die Lauchmotte erkennst, einem Befall vorbeugen und den Schädling wirksam bekämpfen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Schadbild eines Lauchmottenbefalls
Befallene Pflanzen weisen meist einen auffälligen Fensterfraß auf [Foto: Arif Rahman Awahab/ Shutterstock.com]

Lauchmotte bekämpfen: So geht’s

Bevor es überhaupt zu einem Befall mit der Lauchmotte kommt, können verschiedene vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Besonders sinnvoll ist das Anbringen von Kulturschutznetzen über den betroffenen Beeten. Diese verhindern, dass die ausgewachsenen Falter die Pflanzen erreichen und dort ihre Eier ablegen. Gleichzeitig bieten die Netze auch Schutz vor weiteren Schädlingen wie zum Beispiel der Zwiebelfliege (Delia antiqua). Darüber hinaus sollte beim Anbau von Zwiebelgewächsen auf eine konsequente Fruchtfolge geachtet werden. Auf derselben Fläche sollten für mindestens drei Jahre keine Zwiebelgewächse angebaut werden. Ebenso wichtig ist die gründliche Entfernung von Ernteresten nach der Saison. In abgestorbenem Pflanzenmaterial können die Schädlinge überwintern und so im folgenden Jahr erneut auftreten. Ergänzend kann der Einsatz von Pheromonfallen dabei helfen, einen Befall frühzeitig zu erkennen und den richtigen Zeitpunkt für Bekämpfungsmaßnahmen zu bestimmen.

Verpuppte Lauchmotte
Die Larven der Lauchmotte verpuppen sich in einem Netzartigen Kokon [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Lauchmotte biologisch bekämpfen

Bei einem ersten, leichten Befall sollten zunächst alle stark betroffenen Pflanzen oder Pflanzenteile entfernt werden. Wichtig ist es, das befallene Material nicht auf dem Kompost, sondern im Restmüll zu entsorgen. Einzelne Raupen lassen sich zudem von Hand absammeln oder direkt im Blatt zerdrücken. Diese Maßnahme ist besonders bei einem geringen Befall wirksam. Die Lauchmotte besitzt verschiedene natürliche Gegenspieler, die im Garten gezielt gefördert werden können. Nützlinge können gezielt unterstützt werden, indem man eine Blumenwiese anlegt oder einen insektenfreundlichen Garten gestaltet. Zur biologischen Bekämpfung der Lauchmotte können auch biologische Mittel basierend auf Neem eingesetzt werden, wie unser Plantura Schädlingsfrei Neem. Der Wirkstoff ist rein biologisch und für Bienen vollkommen ungefährlich. Eine weitere besonders effektive Möglichkeit zur Bekämpfung der Lauchmotte ist der Einsatz von Nematoden. Unser Plantura Nematoden-Mix Gemüsebeet wird mit Wasser ausgebracht und auf die Raupen gesprüht. Die Nematoden dringen in die Schädlinge ein und töten sie innerhalb weniger Tage ab. So kann die Lauchmotte effektiv und biologisch bekämpft werden.

Nematoden-Mix Gemüsebeet - gegen Erdflöhe, Kohlfliegen & Co.
PLANTURA SHOP
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(5/5)
19,99 €
  • Rundum-Schutz: Bekämpft Erdflöhe, Kohlfliegen, Erdraupen, Möhrenfliegen & mehr
  • Inkl. zwei Anwendungen: Maximale Wirksamkeit für dein Gemüsebeet
  • 100% biologisch mit Nützlingen: Unbedenklich & ohne Wartezeit

Lauchmotte chemisch bekämpfen

Auch wenn für Hobbygärtner teilweise chemische Pflanzenschutzmittel gegen die Lauchmotte zugelassen sind, dürfen diese nicht an den verschiedenen Zwiebelgewächsen eingesetzt werden. Außerdem können viele chemische Pflanzenschutzmittel auch nützliche Insekten schädigen. Deshalb sollte man sie möglichst vermeiden und lieber biologische Alternativen nutzen.

Lauchmotte bekämpfen mit Hausmitteln

Hausmittel, die direkt gegen die Lauchmotte wirken, gibt es nur wenige. Selbstgemachte Brennnesseljauche oder Schachtelhalmextrakt können jedoch zur Stärkung der Pflanzen eingesetzt werden. Sie fördern das Wachstum und können dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Zwiebelgewächse gegenüber Schädlingen zu verbessern. Die wirksamste vorbeugende Maßnahme bleibt jedoch, wie schon zuvor erwähnt, das Ausbringen von Kulturschutznetzen.

Bienenweide 150 g
PLANTURA SHOP
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.8/5)
9,99 €
Grundpreis: 66,60 €/ kg
  • Pflegeleichte Blumenmischung aus über 20 ein- & mehrjährigen Arten
  • Bietet Bienen, Hummeln & Co. ein reiches Nahrungsangebot
  • Premium-Bienenweide mit Imkern entwickelt

Lauchmotte: Schadbild & Schädling erkennen

Von der Lauchmotte werden verschiedene Zwiebelgewächse befallen, darunter Lauch (Allium porrum), Zwiebeln (Allium cepa), Schalotten (Allium ascalonicum), Knoblauch (Allium sativum) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum). Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 14 mm. Seine Vorderflügel sind gelblich-grau bis braun gefärbt und weisen einen charakteristischen weißen Mittelfleck auf, während die Hinterflügel etwas heller erscheinen. Die nachtaktiven Falter treten meist zuerst im Frühjahr auf. Die Eier werden direkt auf den Wirtspflanzen abgelegt. Sie sind cremefarben bis weißlich und nur etwa 0,5 mm groß, weshalb sie leicht übersehen werden können. Nach dem Schlupf beginnen die Larven mit dem Fraß an den Blättern, wobei sich das Schadbild je nach Wirtspflanze unterscheiden kann. Bei Lauch und Knoblauch wird vor allem die Blattoberfläche der jungen Blätter geschädigt. Bei Pflanzen mit hohlen Blättern, wie Zwiebeln oder Schnittlauch, befinden sich die Raupen häufig im Inneren der Röhren, wo sie den größten Schaden anrichten. Typisch für das Schadbild ist der auffällige Fensterfraß sowie Kotkrümel an den Blättern. Die frisch geschlüpften Larven sind etwa 1 mm groß und wachsen im Verlauf ihrer Entwicklung auf bis zu 12 mm heran. Ihr Körper ist gelblich bis grün gefärbt und mit graubraunen Punkten versehen, aus denen feine Borsten entspringen. Der Kopf ist braun gefärbt. Die Verpuppung erfolgt in einem netzartigen Kokon direkt auf der Wirtspflanze. Der Fraßschaden der Lauchmotte kann zusätzlich Fäulnisprozesse an den Pflanzen begünstigen.

Schädlingsfrei Neem gegen Blattläuse, Kartoffelkäfer & Co.
PLANTURA SHOP
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.7/5)
7,99 €
Grundpreis: 887,78 €/ l
  • Hochwirksames Mittel gegen Blattläuse, Weiße Fliegen, Thripse & Co.
  • Natürlicher Wirkstoff, gewonnen aus den Samen des Neembaums
  • Nicht bienengefährlich (B4) sowie nützlingsschonend

Du möchtest in deinem eigenen Garten Lauch anbauen? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zur Aussaat, Pflege und Ernte, um deine Pflanzen gesund und ertragreich zu halten.