Venusfliegenfalle füttern: Vorgehen & geeignetes Futter
Für eine Pflanze hat die fleischfressende Pflanze einen sehr speziellen Geschmack. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund ums Füttern der Venusfliegenfalle.

Der besondere Reiz in der Haltung einer fleischfressenden Pflanze wie der Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) liegt darin, sie auch beim Fangen der Beute beobachten zu können. Wenn sich längere Zeit kein Insekt blicken lässt, neigt man schnell dazu, selbst auf die Jagd zu gehen und seine Venusfliegenfalle zu füttern. Doch die karnivore Pflanze ist wählerisch und verträgt nicht jedes gut gemeinte Beutestück. Wir erklären Ihnen, ob Sie Ihre Fliegenfalle füttern sollten und wenn ja, was dabei zu beachten ist.
Venusfliegenfalle: Muss man sie füttern?
Die Venusfliegenfalle zeichnet sich durch einen eher geringen Appetit aus. In den meisten Fällen kommt sie auch ohne Ihre Hilfe zurecht und ist ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Eine Fütterung ist jedoch nicht schädlich, solange man einige Dinge beachtet.
Venusfliegenfalle füttern: Geeignetes Futter
Die Fütterung einer fleischfressenden Pflanze wie der Venusfliegenfalle ist eine Attraktion für Groß und Klein. Wenn Sie folgende 3 Tipps beachten, sollte einer erfolgreichen Raubtierfütterung nichts mehr im Wege stehen.

1. Lebende Beute füttern
Es ist wichtig, dass Sie lebende Insekten füttern. Die Bewegung des lebenden Insekts innerhalb der geschlossenen Fangblätter sorgt für einen stimulierenden Reiz, der für die allmähliche Sekretion von Verdauungsenzymen sorgt, die die Beute töten und dann zersetzen. Sollten Sie ein totes Insekt oder gar ein kleines Stück Fleisch füttern, würde dieser Reiz nicht stattfinden und die Fangklappe würde sich nach einiger Zeit wieder öffnen. Das kostet Ihre Venusfliegenfalle viel Energie und verringert die Anzahl der möglichen Schließungen je Fangblatt.
2. Auf die richtige Größe kommt es an
Damit die Venusfliegenfalle ihre Beute effektiv verwerten kann, muss diese die richtige Größe besitzen. Zu kleine Insekten können fliehen, weil die Fangblätter sich nicht bündig schließen. Zu große Insekten schaffen es häufig, sich frei zu kämpfen oder verenden in der Klappfalle, ohne vollkommen zersetzt werden zu können. Die „Verwesung“ des Insektenkörpers kann zur Bildung von Schimmelpilzen und Bakterien führen, die Ihre Venusfliegenfalle stark schwächen und sogar abtöten können. Als Faustregel gilt, dass die Beute ungefähr ein Drittel der Größe der Fangblätter haben darf, damit eine effektive Verdauung stattfinden kann.
3. Nicht zu häufig füttern
Sie können Ihre Venusfliegenfalle getrost im Abstand von vier bis fünf Tagen mit je einem Insekt füttern, viel häufiger sollten Sie das jedoch nicht tun. Zwischen den Fütterungen kann es auch zu natürlichen Fängen kommen, die ebenfalls für einen hohen Nährstoffeintrag sorgen. Wenn Sie es mit der Fütterungsfrequenz übertreiben, kann es zum Nährstoffüberschuss in der Pflanze kommen und damit zum Überwachsen. Außerdem wird die Pflanze anfälliger gegenüber Krankheiten, da sie fleischigeres Gewebe ausbildet. Halten Sie sich also an den Grundsatz: Weniger ist mehr.

Tipp: Es ist völlig nachvollziehbar, dass man neugierig ist, was passiert, wenn man einen Finger in die Klappfalle hält. Sie können Ihrem Forschungstrieb gern nachgehen, doch belassen Sie es am besten bei einem Versuch, da Sie sonst Ihre Venusfliegenfalle nur unnötig schwächen.
Venusfliegenfalle: Weitere Pflege
Das sicherlich größte Alleinstellungsmerkmal der Venusfliegenfalle ist ihre karnivore Ernährung. Aber auch andere Aspekte ihrer Pflegeansprüche heben die Venusfliegenfalle deutlich von herkömmlichen Zimmerpflanzen ab. Sie mag gerne ein dauerhaft feuchtes Pflanzmedium, wobei sie auch Staunässe toleriert. Auf Düngung kann die Venusfliegenfalle im Normalfall komplett verzichten. Diese und weitere Besonderheiten erläutern wir in unseren Spezialartikeln zur richtigen Pflege und Vermehrung der Venusfliegenfalle.
