Wollläuse bei Zimmerpflanzen bekämpfen & Ursachen

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Wollläuse befallen gerne Zimmerpflanzen und können sich unter den richtigen Bedingungen rasant vermehren. Wie du Wollläuse an Zimmerpflanzen bekämpfen kannst, erfährst du hier.

Wollläuse am Trieb einer Zimmerpflanze
Wollläuse vermehren sich schnell und treten oft in großen Mengen auf [Foto: wk1003mike/ Shutterstock.com]

Wollläuse oder auch Schmierläuse (Pseudococcidae) genannt, sind häufige Schädlinge, die an Zimmerpflanzen vorkommen können. Gerade im Winter fühlen sich Wollläuse im warmen Klima im Haus wohl und werden zum Problem von Zimmerpflanzen. Aber wie kann man Wollläuse an Zimmerpflanzen bekämpfen und was sind überhaupt die Ursachen dafür, dass sie sich verbreiten? Dies und noch mehr kannst du in diesem Artikel über die lästigen Schädlinge erfahren.

Wollläuse an Zimmerpflanzen erkennen

Wollläuse lassen sich aufgrund ihres auffälligen Erscheinungsbildes relativ leicht erkennen. Typisch für Wollläuse ist ihre weiße Wachsschicht, die je nach Art unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Viele Arten sind zusätzlich von feinen, haarähnlichen Fäden umgeben, die in der Länge stark variieren können. Außerdem auffällig sind die weißen, watteartigen Gespinste, welche die Wollläuse hinterlassen, um ihre Eier abzulegen.

Wie auch andere Lausarten hinterlassen die Wollläuse Honigtau auf den Blättern, was eine Erkrankung durch den Rußtaupilz begünstigen kann. Weil sie Phloemsauger sind, können Wollläuse grundsätzlich jeden Pflanzenteil befallen. Einige Arten befallen ausschließlich die Wurzeln und sind nur unterirdisch anzutreffen, weshalb sie lange unentdeckt bleiben. Beim Umtopfen fallen sie dann häufig durch weiße, schmierige Rückstände im Topf oder an den Wurzeln auf. Besonders häufig sind Zimmerpflanzen wie Sukkulenten, Kakteen und Orchideen von einem Wolllausbefall betroffen.

Weiße Läuse auf Zimmerpflanze
Wollläuse bevorzugen ein warmes und trockenes Klima [Foto: Protasov AN/ Shutterstock.com]

Wollläuse an Zimmerpflanzen bekämpfen – Was hilft am besten?

Tritt ein Befall mit Wollläusen auf, sollte dieser möglichst sofort bekämpft werden, da sich die Schädlinge schnell vermehren und den Pflanzen schaden können. Bei einem leichten Befall reicht es oftmals aus, die Wollläuse einfach abzusammeln oder sie mithilfe eines feuchten Tuchs oder Wattestäbchen zu entfernen. Je nach Pflanzenart können die Pflanzen auch unter der Dusche oder in der Badewanne gründlich mit Wasser abgebraust werden, um die Wollläuse zu entfernen. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, die Pflanze umzutopfen und das alte Substrat sorgfältig von den Wurzeln zu entfernen, falls sich dort Wollläuse festgesetzt haben.

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Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können zunächst einfache Hausmittel eingesetzt werden. Bewährt haben sich zum Beispiel Lösungen aus Spiritus oder Schmierseife, die auf die betroffenen Pflanzenteile gesprüht werden. Bei einem hartnäckigen Befall ist es jedoch ratsam, auf Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen. Besonders Präparate auf Neem-Basis gelten als wirksam gegen Wollläuse. Unser Plantura Schädlingsfrei Neem kann auch bei Zimmerpflanzen zuverlässig als Bekämpfungsmittel gegen Wollläuse ausgebracht werden. Alternativ können auch Nützlinge wie Florfliegenlarven zur Bekämpfung eingesetzt werden. Die Larven unserer Plantura Florfliegen gegen Blattläuse, Thripse & Co. ernähren sich von Wollläusen und tragen so auf natürliche Weise effektiv zur Eindämmung eines Befalls bei.

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Wollläusen vorbeugen & Ursachen für einen Befall

Damit es gar nicht erst zu einem Befall kommt, gibt es Maßnahmen, um eine Verbreitung von Wollläusen zu verhindern. Zunächst sollten alle neuen Pflanzen immer auf Schädlinge kontrolliert und wenn möglich in Quarantäne gestellt werden. Oft werden Wollläuse von außerhalb durch neue Pflanzen eingeschleppt. Damit das nicht passiert, sollten alle neuen Pflanzen gründlich auf Schädlinge abgesucht werden. Befallene Pflanzen sollten, wenn möglich, in Quarantäne gebracht werden, damit die Wollläuse nicht auch auf benachbarte Zimmerpflanzen übergehen können. Auch kann die richtige Standortwahl entscheidend sein, um einem Befall vorzubeugen. Wollläuse bevorzugen dunkle und warme Standorte. Wenn deine Zimmerpflanze dies gut verträgt, sollte sie gerade im Winter möglichst an einem hellen und kühlen Standort stehen. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft dabei Wollläuse vorzubeugen. Pflanzen an trockenen und warmen Standorten, wie etwa vor einer Heizung, sind damit besonders anfällig für Wollläuse. Auch die richtige Pflege der Pflanzen ist entscheidend. Eine gesunde, gut wachsende Pflanze ist allgemein weniger anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Achte also auf die angemessene Wassergabe, das richtige Substrat und die richtige Düngung. Jedoch kann eine zu starke Stickstoffdüngung im Winter dazu führen, dass die Pflanze anfälliger für einen Befall wird.

Woher kommen Wollläuse an Zimmerpflanzen?

Oft werden Wollläuse durch neue Pflanzen in die Wohnung eingeschleppt. Deshalb sollten neue Pflanzen zuvor immer gründlich abgesucht und bei einem Befall behandelt werden. Aber auch von draußen durch offene Fenster oder Türen können Wollläuse ins Haus oder die Wohnung kommen.

Aber nicht nur Wollläuse machen Probleme bei Zimmerpflanzen. Trauermücken vermehren sich in der Pflanzenerde und werden oft als sehr störend empfunden. Wie du Trauermücken an Zimmerpflanzen erkennen und bekämpfen kannst, erfährst du hier.