Blasenspiere: Sorten, Standort & Schneiden

Laura
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Meine Faszination für die Pflanzenwelt hat mich dazu gebracht, Gartenbau an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu studieren. Seien es Nutzpflanzen oder Ziergewächse, in den Tropen vorkommend oder bei uns heimisch – jede Pflanze birgt ihre eigene Besonderheit.
In botanischen Gärten lasse ich mich gerne von der unglaublichen Vielfalt inspirieren und versuche, möglichst viel Natur in meine Wohnung und auf meinen Balkon zu bringen.

Lieblingsobst: Mango, Banane
Lieblingsgemüse: Knoblauch, Aubergine

Blasenspieren zieren in ganz unterschiedlichen Laubfärbungen den Garten, sind außerdem noch sehr robust und fordern keinen hohen Pflegeaufwand.

Blasenspiere im Garten
Die Blasenspiere ist ein Hingucker in jedem Garten oder Park [Foto: Irina Borsuchenko/ Shutterstock.com]

Die Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) verdankt ihren Namen den aufgeblasen wirkenden Balgfrüchten, die sich im Herbst zeigen und den Garten auch in dieser Jahreszeit schmücken. Wie Sie die vielseitige Zierpflanze erfolgreich pflegen und welcher Standort für sie gewählt werden sollte, erklären wir hier.

Blasenspiere: Herkunft und Eigenschaften

Die Blasenspiere, auch als Teufelsstrauch oder Fasanenspiere bekannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist in den östlichen und zentralen Regionen Kanadas und den USA verbreitet. In ihrem natürlichen Lebensraum wächst die Blasenspiere in feuchten Wäldern, an Flussufern und in Sumpfgebieten. Aufgrund ihrer schönen Blüten und ihres attraktiven Laubes ist sie jedoch auch in vielen Teilen der Welt als Zierpflanze in Gärten und Parks zu finden.

Blühende Blasenspiere
Je nach Sorte entwickelt die Blasenspiere verschiedene Blattfärbungen [Foto: Nemova Oksana/ Shutterstock.com]

Die Blasenspiere ist ein sommergrünes Gehölz, das je nach Sorte eine Wuchshöhe von 2 bis 4 m und eine meist etwas höhere Wuchsbreite erreicht. Sie hat eine breite, aufrechte Wuchsform und bildet viele dünne, bogenförmige Zweige aus, die sich im Winter dekorativ abschälen. Die Blätter der Blasenspiere sind meist dreilappig und haben eine ovale oder runde Form. Sie sind dunkelgrün gefärbt und haben eine leicht raue Oberfläche. Die Blattfarbe kann sich je nach Sorte unterscheiden. Im Herbst verfärben sie sich gelb-orange. Die Blasenspieren-Blüten sind klein und weiß bis rosafarben. Sie stehen in kugeligen Schirmtrauben zusammen und erscheinen je nach Sorte von Mai bis Juli. Nach der Blütezeit bilden sich charakteristische Balgfrüchte, die wie kleine, rote Blasen aussehen und der Pflanze ihren deutschen Namen geben.

Die Blasenspiere produziert außerdem reichlich Nektar, der von verschiedenen Insekten wie Bienen, Schmetterlingen und Hummeln genutzt wird. Die Früchte erfreuen Vögel durch ihren Geschmack, wodurch die Blasenspiere auch den Namen Fasanenspiere erhalten hat. Zusätzlich zeichnet sich die Pflanze durch ihre Anpassungsfähigkeit an städtische Klimabedingungen aus. Sie ist äußerst widerstandsfähig gegenüber Wind, lässt sich mühelos umsetzen und zeigt eine bemerkenswerte Robustheit gegenüber Rauch und industriellen Einflüssen.

Früchte der Blasenspiere
Die dekorativen Balgfrüchte der Blasenspiere zeigen sich im Herbst [Foto: AnnaNel/ Shutterstock.com]

Blasenspieren-Sorten: Diabolo & Co.

  • ‘Diabolo’: Dies ist eine Sorte mit weißen Blütendolden und purpurroten Blättern, die sich im Herbst orange färben. Sie kann eine Wuchshöhe zwischen 3 und 4 m erreichen.
Dunkelrote Blasenspiere 'Diabolo'®
Dunkelrote Blasenspiere 'Diabolo'®
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  • Strahlend weiße Blüten von Mai bis Juni – bienenfreundlicher Zierstrauch
  • Dunkles Laub mit violetter Herbstfärbung – toller Kontrast zu grünen Nachbarpflanzen
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  • ‘Summer Wine’: Die Variante trägt relativ kleine, rosa Blüten und tief purpurrote Blätter. Insgesamt wird sie bis zu 1,5 m hoch und eignet sich auch für kleine Gärten.
Physocarpus opulifolius 'Summer Wine'
Die Blasenspiere ‘Summer Wine’ blüht in Rosa [Foto: photowind/ Shutterstock.com]
  • ‘Dart’s Gold’: Jene Sorte, die bis zu 2,5 m hoch wird, strahlt mit gelben Blättern und weißen Blüten.
Blasenspiere 'Dart's Gold'
Diese dekorative Sorte heißt ‘Dart’s Gold’ [Foto: Ritvars/ Shutterstock.com]
  • ‘Little Devil’: Die Blasenspiere erreicht eine Wuchshöhe von 1,5 m. Sie zeigt rot-grüne Blätter, die im Austrieb leuchtend rot erscheinen. Ihre Blüten sind cremeweiß bis rosa und schmücken die Pflanze von Juni – Juli.
  • ‘Amber Jubilee’: Sie wird bis zu 2 m hoch und trägt zuerst gelbes, später orange-rotes Laub. Im Mai erscheint die cremeweiße Blütenpracht.
Blasenspiere 'Amber Jubilee'
‘Amber Jubilee’ ist als Sorte sehr beliebt [Foto: Sergey V Kalyakin/ Shutterstock.com]
  • ‘Nugget’: Diese 1,5 m hohe Sorte hat grüne Blätter und goldgelbe Blüten, die im Frühsommer erscheinen.
Blasenspiere 'Nugget'
‘Nugget’ kann neben rotlaubigen Blasenspieren einen schönen Kontrast bilden [Foto: Marinodenisenko/ Shutterstock.com]
  • ‘Lady in Red’: Bei einer Wuchshöhe von 3 m trägt sie dunkelrote Blätter, welche im Herbst eine purpurrote Tönung annehmen. Die Frühsommerblüten sind rosa.
Blasenspiere 'Lady in Red'
Eine dunkle Variante für den Garten stellt ‘Lady in Red’ dar [Foto: photoPOU/ Shutterstock.com]
  • ‘Center Glow’: Die Blasenspieren-Sorte ist im Austrieb goldgelb und trägt später rote Blätter sowie rosa Blüten.
  • ‘All Black’: Jene Sorte überzeugt durch dunkelrotes Blattwerk mit weißer Blütenpracht im Mai. Sie erreicht eine handliche Höhe von 1 m.
Blasenspiere 'All Black'
Der Sortenname ist Programm bei der Blasenspiere ‘All Black’ [Foto: Sergey V Kalyakin/ Shutterstock.com]

Blasenspiere pflanzen

Die Schneeball-Blasenspiere zeigt geringe Ansprüche hinsichtlich ihres Standortes und kann daher problemlos an jeder beliebigen Stelle im Garten eingepflanzt werden. Insbesondere die Varianten mit buntem Laub bevorzugen einen sonnigen Platz, vertragen jedoch auch Halbschatten. Die Wildart gedeiht sogar im Schatten. Ein optimaler Boden für Physocarpus opulifolius und ihre Sorten ist durchlässig, reich an Nährstoffen und humusreich. Dennoch wächst die Blasenspiere unter unterschiedlichen Bodenbedingungen gut, da sie äußerst anpassungsfähig ist.

Buntblättrige Blasenspiere 'Amber Jubilee'®
Buntblättrige Blasenspiere 'Amber Jubilee'®
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(4/5)
  • Herrlich schöne Laubfärbung im Herbst von Orangegelb zu Violett
  • Bienenfreundlich: Dekorative, weiße Blütenkugeln von Mai bis Juni
  • Winterhart & pflegeleicht – ideal solitär, als bunte Hecke oder im Kübel
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Haben Sie die Blasenspiere als Ballenware erworben, ist der Herbst der beste Zeitpunkt, um Physocarpus opulifolius zu pflanzen. Topfware können Sie das ganze Jahr über einsetzen, solange der Boden nicht gefroren ist. Hier finden Sie die wichtigen Schritte, welche beim Pflanzen beachtet werden sollten:

  • Standort auswählen: Blasenspieren bevorzugen einen vollsonnigen bis lichtschattigen Platz mit gut durchlässigem und feuchtem Boden.
  • Bodenvorbereitung: Lockern Sie den Untergrund und graben Sie ein Loch, das doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen der Pflanze ist.
  • Pflanzung: Die Pflanze wird in das Loch gesetzt und dieses mit Erde aufgefüllt. Drücken Sie den Boden um die Pflanze herum leicht an und gießen Sie sie gründlich.
Blasenspiere 'Luteus'
Die Blasenspiere ‘Luteus’ dient als schöne Ergänzung im Garten [Foto: Anna Gratys/ Shutterstock.com]

Alternativ kann die Blasenspiere auch in Töpfen oder Kübel gepflanzt werden. Wählen Sie hierfür ein großes Pflanzgefäß mit einem Durchmesser von mindestens 80 cm und Wasserabzugslöcher. Bevor Sie die Pflanze einsetzen, kann eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton angelegt werden, um den Wasserablauf zu optimieren. Dadurch entsteht keine Staunässe und die Blasenspiere fühlt sich auch im Topf wohl. Als Substrat eignet sich hochwertige Blumenerde wie unsere torffreie Plantura Bio-Blumenerde, welche durch den enthaltenen Blähton eine optimal durchlässige Struktur aufweist.

Bio-Blumenerde 40 L
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Tipp: Die Blasenspiere lässt sich gut mit Weigelie (Weigela), Berberitze (Berberis vulgaris), Sonnenhut (Rudbeckia) oder Fächerahorn (Acer palmatum) kombinieren. Achten Sie bei der Wahl der Pflanzennachbarn auf die jeweiligen Standortansprüche – sind diese ähnlich den Blasenspieren, können schöne Kombinationen entstehen.

Die richtige Pflege: Blasenspiere schneiden

Die Blasenspiere ist eine sehr genügsame Zierpflanze und verursacht keinen großen Pflegeaufwand:

  • Bewässerung: Gießen Sie die Blasenspiere während langanhaltender Trockenphasen – Pflanzen im Topf sollten regelmäßig gegossen werden, sodass das Substrat stets frisch ist.
  • Düngung: Zwischen März und August kann gedüngt werden. Verwenden Sie dazu einen hochwertigen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Blumendünger, welcher die Pflanzen bis zu 3 Monaten mit Nährstoffen unterstützt – Blasenspieren im Topf werden am besten alle 2 Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt. Hierfür eignet sich beispielsweise unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger.
  • Rückschnitt: Aufgrund der starken Neigung zur Blüte an jüngeren Trieben und dem merklichen Rückgang an blühender Kraft an älterem Holz empfiehlt es sich, die Blasenspiere alle 4 – 5 Jahre zu verjüngen. Hierzu werden die ältesten Zweige knapp über dem Boden entfernt. Möchten Sie dagegen eine bestimmte Wuchsform erhalten, ist es ratsam, diese nach der Blüteperiode regelmäßig zu schneiden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Blasenspiere im folgenden Jahr erneut üppig blüht.

Tipp: Da die Rinde leicht giftige Stoffe enthält, empfehlen wir, bei einem Rückschnitt sicherheitshalber Handschuhe zu tragen.

Physocarpus opulifolius im Garten
Nach einem Rückschnitt darf man sich auf eine kompakte Wuchsform freuen [Foto: Sergey V Kalyakin/ Shutterstock.com]

Ist die Blasenspiere winterhart?

Ja, die Blasenspiere ist sehr gut winterhart und übersteht Temperaturen bis zu -35 °C. Sogar das Laub kann im Herbst Temperaturen bis zu -8 °C trotzen. Pflanzen im Freiland benötigen daher keinen speziellen Winterschutz. Frisch gepflanzte Blasenspieren im Garten oder in Kübel gepflanzte Exemplare sollten jedoch etwas geschützt werden – stellen Sie die Töpfe an die Hauswand und umwickeln Sie sie mit Jute. Jungpflanzen im Freiland können mit einer Mulchschicht bedeckt werden.

Blasenspiere im Winter
Die Blasenspiere ist nicht nur robust, sondern im Winter auch schön anzusehen [Foto: guppyss/ Shutterstock.com]

Vermehrung

Die einfachste und erfolgversprechendste Methode, Blasenspieren zu vermehren, funktioniert über Stecklinge – und so geht es:

  • Im Juni halb verholzte und 10 – 15 cm lange Stecklinge von einer gesunden Mutterpflanze schneiden.
  • Wählen Sie einen Trieb ohne Blütenansätze.
  • Entfernen Sie die Blätter von der unteren Hälfte des Stecklings.
  • Der Steckling wird in einen Topf mit gut durchlässigem Anzuchtsubstrat wie beispielsweise unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde gesetzt.
  • Halten Sie ihn feucht und an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Ort.
  • Erkennen Sie die ersten neuen Blätter, haben sich Wurzeln gebildet und die Vermehrung war erfolgreich.
  • Nun kann der Steckling je nach Jahreszeit in einen größeren Topf oder direkt in den Garten gepflanzt werden.
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Sind Blasenspieren giftig?

Die Blasenspiere enthält für Menschen und Tiere leicht giftige Bestandteile – alle Pflanzenteile, insbesondere die Rinde, enthalten Triterpensaponine, die bei Hautkontakt Reizungen verursachen können. Bei Verzehr treten schlimmstenfalls Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen auf.

Neben der Blasenspiere zeigt auch der Korkflügelsträucher (Euonymus alatus) eine tiefrote Herbstfärbung. Er ist ebenfalls äußerst robust und pflegeleicht.

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