Aji Charapita: Der teuerste Chili der Welt

Melissa
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Ich bin Journalistin und Autorin mit großer Begeisterung für grüne Themen. Das schließt für mich eine regionale und tierfreie Ernährung genauso ein, wie Bemühungen um eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft. Ökologische Verantwortung sehe ich vor allem auch im globalen Kontext.

Lieblingsobst: Himbeeren und Blaubeeren
Lieblingsgemüse: Feldsalat, Tomate und Aubergine

Wie viel würden Sie für ein Kilo Chili ausgeben? Wenn Ihre Antwort um die 25.000 US Dollar lautet, dann sind Sie bei der Aji Charapita genau richtig!

Aji Charapita-Chilis
Klein, gelb und eher unscheinbar – Aber die Aji Charapita ist die teuerste Chili der Welt [Foto: Nataly Roque Rojas/ Shutterstock.com]

Vanille, Safran und die Aji Charapita: Sie spielen in der Klasse der teuersten Gewürze dieser Welt ganz oben mit. Es ist wohl nicht ihre Größe, die die Aji Charapita zu den wohl teuersten Gewürzen der Welt zählen lässt. Der kleine Chili ist ungefähr so groß wie eine Erbse. Farblich ist er auch nicht rot, wie man es instinktiv bei Chilis vielleicht vermuten würde. Diese teure Rarität ist intensiv gelb.

Aji Charapita: Herkunft und Eigenschaften

Ursprünglich kommt die Aji Charapita aus dem Norden Perus. Die von Dschungel und tropischen Temperaturen geprägte Region an der Grenze zu Brasilien beherbergt diesen teuren Schatz seit langer Zeit. Kommerziell angebaut wird die Aji Charapita erst seit kürzerem. Die bis jetzt sehr geringen Anbaumengen sind wohl der Hauptgrund für den saftigen Preis.

reife Aji Charapita Chili
Die teure Chili braucht viele warme Tage, um auszureifen [Foto: avoferten/ Shutterstock.com]

Geschmacklich ist die Aji Charapita – wen mag es verwundern – natürlich scharf. Kenner behaupten jedoch, dass sie frisch verwendet Speisen und vor allem natürlich Soßen wie der klassischen lateinamerikanischen Salsa einen fruchtigen Geschmack verleiht. In den meisten Fällen, wird sie aber in Pulverform verwendet, wodurch die fruchtige Note verloren zu gehen scheint.

In Peru und einigen Nachbarländern, ist diese besondere Aji bekannt. Im Rest der Welt kennen sie meist nur echte Kenner und Chili-Fans. Daher ist es auch gar nicht so leicht, überhaupt an die Aji Charapita zu kommen. Grundvoraussetzung ist natürlich, man hat auch das nötige Kleingeld zur Verfügung. Möglich scheint es allerdings auch, die kleine, gelbe Chili selbst anzubauen. Ob man für die Ware aus eigener Hand dann auch solch horrende Summen bekommt, ist allerdings fraglich.

gelbe Aji Charapita
Die anfangs grünen Kugeln färben sich zur Reife leuchtend gelb [Foto: Nowaczyk/ Shutterstock.com]

Aji Charapita anbauen: Saatgut oder Pflanzen

Sowohl Saatgut als auch Jungpflanzen der Aji Charapita sind sehr selten. Bei einigen spezialisierten Anbietern im Internet kann man mit Glück fündig werden. Am besten bestellt man Samen der Aji Charapita Ende Januar, damit man rechtzeitig mit der Aussaat beginnen kann. Die Pflanzen sind sehr wärmeliebend und brauchen viele Tage zum Ausreifen der Früchte. Die Keimtemperatur liegt im Optimalfall zwischen 22 und 28 °C. Halten Sie die Samen während der gesamten Zeit feucht (jedoch nicht nass). Sobald die Samen gekeimt sind, sollten Sie die Sämlinge an einem sehr hellen Standort aufstellen. Spezielle Pflanzenlampen helfen an etwas dunkleren Tagen, für genügend Licht und somit für das optimale Pflanzenwachstum zu sorgen. Kauft man fertige Jungpflanzen der Aji Charapita sollte man beim Auspflanzen ins Freie besonders vorsichtig sein. Die Pflanzen reagieren auf einen Temperaturabfall äußerst sensibel. Der Fachmann spricht hier von einer Wachstumsdepression. Gegen Ende August bis Anfang September können die Früchte dann geerntet und genossen werden.

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Wenn es nicht nur scharf, sondern auch süß sein darf, sollten Sie sich auch unsere Liste der 10 teuersten Früchte der Welt ansehen.

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