Chinakohl: Herkunft, Ursprung und Synonyme

Simon
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Ich habe Gartenbauwissenschaften studiert und bin ein richtiges Dorfkind. Ich baue Kräuter, Naschobst und Gemüse an, wobei ich ausschließlich biologische Produkte einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur koche ich für mein Leben gern - natürlich am liebsten mit frischem Gemüse aus meinem Garten.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel

Chinakohl wird seit Jahrhunderten angebaut. Wir informieren Sie über den Ursprung, die Herkunft und die Geschichte dieses gesunden Gemüses.

Chinakohl in Küche
Chinakohl ist ein Alleskönner in der Küche [Foto: goodbishop/ Shutterstock.com]
Der allseits beliebte Chinakohl ist ein echter Alleskönner: von Salaten über gebratenen Reis oder Nudeln aus dem China-Restaurant bis hin als Zutat für einen Gemüseeintopf oder einfach als Beilage in gebratenen oder gedünsteten Gemüse – Chinakohl verleiht so manchem Gericht eine feine Note. Jedoch hat diese besondere Kohlart erst im Laufe des letzten Jahrhunderts ihren Weg nach Europa und Amerika gefunden. Der Ursprung des Blätterkohls liegt (der Name lässt es einen wohl vermuten) natürlich in China. Allerdings wird er ebenso lange schon in Japan und Korea kultiviert. Eine Chinakohl-Spezialität aus Korea ist zum Bespiel das so genannte Kimchi, wofür das Kraut pikant eingelegt wird. Ausgrabungen brachten hervor, dass diese spezielle Art des Kohleinlegens bereits vor über 2000 Jahren praktiziert wurde. Es ist zwar bis heute nicht bewiesen, jedoch vermutet man, dass der uns bekannte Chinakohl wohl eine Kreuzung aus der Speiserübe und dem Pak Choi ist.

Chinakohl wird immer beliebter, die Anbauflächen nehmen zu

Heutzutage wird in den USA und auch in Deutschland Chinakohl im großen Stil angebaut. Außerdem zählen die Niederlande, Polen, Ungarn, Israel, Italien, Österreich und Spanien zu den Hauptanbaugebieten. Ein Grund für den Anbau-Boom dieses Kohls im Westen ist wohl die wachsende Beliebtheit der asiatischen Küche, die ohne den Chinakohl kaum auskommt. Die größten Anbaugebiete in Asien liegen in China, Korea und Taiwan. Der knackige asiatische Kohl wird auch als Blätterkohl, Pekingkohl, Japankohl und Selleriekohl bezeichnet. Je nach Herkunft unterscheidet sich der jeweilige Kohl auch etwas im Geschmack: So ist der Japankohl noch milder und zarter als sein Verwandter aus China.

Chinakohl auf Feld
Die Chinakohlpflanzen brauchen viel Platz [Foto: High Mountain/ Shutterstock.com]

Der Chinakohl wächst und gedeiht ganz hervorragend in deutschen Gärten

Im heimischen Garten hierzulande kann der knackige und köstliche Chinakohl ganz leicht angebaut werden. Ein nährstoffreicher Boden, eine ausreichende Wasserversorgung, ein windgeschützter Standort und etwas Sonne sind vollkommen ausreichend, um Anbauerfolge zu erzielen. In Deutschland liegen die großen Anbaugebiete in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Sehr beliebt aufgrund seiner zarten Blätter und dem milden Aroma

Im Gegensatz zu den meisten uns bekannten europäischen Kohlsorten, besitzt der Chinakohl keinen Strunk und seine Blätter sind angenehm zart mit einem milden Kohlaroma. Das macht diese asiatische Kohlsorte so beliebt zum Einlegen und Braten. Durch seine kurze Garzeit ist er auch bestens für asiatische Wok-Gerichte geeignet.

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