Kapuzinerkresse im Topf & auf dem Balkon pflanzen

Alina
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Seit mehreren Jahren pflanze ich hobbymäßig in meiner Freizeit viel verschiedenes Gemüse an, wodurch ich letztendlich zu dem Studiengang Gartenbau an der Hochschule in Freising gefunden habe. Ich bin davon fasziniert, die Pflanzen vom Samen bis zur Frucht wachsen zu sehen und am Ende die Ernte zu verarbeiten.

Lieblingsobst: Kirschen und Erdbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln, Tomaten und Knoblauch

Nicht nur im Beet, sondern auch in Pflanzgefäßen kommt die aromatische Kapuzinerkresse gut zur Geltung. Selbst auf dem Balkon gibt es vielerlei Möglichkeiten, die Pflanze anzubauen.

Kapuzinerkresse im Topf
Kapuzinerkresse eignet sich auch sehr gut für die Pflanzung in Balkonkästen [Foto: ANGHI/ Shutterstock.com]

Wer gerne gepflanzte Kräuter hin und wieder an anderer Stelle platzieren möchte, der kann die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) im Topf oder im Balkonkasten kultivieren. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche Kapuzinerkresse eignet sich für Topf und Balkon?

Grundsätzlich bieten sich für die Pflanzung der Kapuzinerkresse im Topf oder Balkonkasten kompakte, buschige Sorten an. Sowohl von der Großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) als auch der Kleinen Kapuzinerkresse (Tropaeolum minus) gibt es niedrige und nicht rankende Mischungen und Sorten zu erwerben. Die Wahl solcher Pflanzen ermöglicht sogar im Laufe der Wachstumsperiode noch ein Umstellen des Pflanzgefäßes.
Allerdings können genauso gut die rankenden Sorten und Arten in Töpfen und anderen Gefäßen kultiviert werden. Für diese Exemplare bietet sich eine Pflanzung in einer Ampel an, von der die Triebe herunterhängen. Auf dem Balkon könnte die Kapuzinerkresse eventuell am Geländer entlang ranken oder von dem Balkonkasten herabhängen. Gibt es kein Geländer oder Ähnliches, ist es durchaus sinnvoll, eine kleine Rankhilfe anzubringen.

Rosa Kapuzinerkressen-Blüte
Die Kapuzinerkresse ist in einer Vielzahl an zauberhaften Blütenfarben erhältlich [Foto: aniana/ Shutterstock.com]

Topfgröße und Standort

Ein Pflanzgefäß mit einem Fassungsvermögen von etwa 13 bis 15 Litern reicht für die Kapuzinerkresse auf jeden Fall aus. Je mehr Substrat in dem Topf Platz hat, desto langsamer trocknet dieses zum Beispiel wieder aus. Das Pflanzgefäß sollte außerdem unbedingt über eine Ablaufmöglichkeit für überschüssiges Gießwasser verfügen.
Was den Standort der Kapuzinerkresse betrifft, gilt dasselbe wie auch bei der Pflanzung im Freiland: Je mehr Sonne es gibt, desto mehr Blüten wird die Pflanze ausbilden. Allerdings muss bei zunehmender Sonneneinstrahlung öfter gegossen werden, da dann viel Wasser über die großen Blätter verdunstet.

Kapuzinerkresse mit großen Blättern
Über die große Blattfläche findet an heißen Tagen erhöhte Transpiration statt [Foto: Albin Raj/ Shutterstock.com]

Anleitung: Kapuzinerkresse im Topf pflanzen

Für die Pflanzung der Kapuzinerkresse im Topf können entweder vorgezogene Jungpflanzen hergenommen werden oder man sät sie ab Mitte Mai direkt in das endgültige Pflanzgefäß. Das Einpflanzen der Jungpflanzen sollte auch erst nach dem letzten Frost stattfinden, wenn der Standort ungeschützt ist. Wie Sie bei der Pflanzung vorgehen, lesen Sie folgend Schritt für Schritt:

  • Pflanzgefäß mit 13 – 15 l Fassungsvermögen und Abflusslöchern verwenden
  • Im unteren Bereich eine 2 – 3 cm dünne Drainageschicht aus Blähton einfüllen
  • Den Topf mit durchlässigem, mäßig nährstoffreichem Substrat auffüllen
  • Jungpflanzen so tief wie zuvor in die Erde einsetzen
  • Durchdringend angießen
  • Gegebenenfalls Rankhilfe anbringen

Tipp: Als Pflanzerde eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Blumenerde sehr gut. Bei dieser ist das Nährstoffverhältnis bei diesem Substrat so angepasst, dass vor allem die Blütenbildung unterstützt wird. Ein höherer Stickstoffgehalt in der Erde würde bei der Kapuzinerkresse zur übermäßigen Ausbildung von Blattmasse führen.

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Pflege von Kapuzinerkresse auf dem Balkon

Im Topf oder Balkonkasten gepflanzt benötigt die Kapuzinerkresse etwas mehr Pflege und Aufmerksamkeit. Im Sommer kann es an heißen Tagen notwendig sein, die Pflanze morgens und abends zu gießen. Das Substrat sollte regelmäßig überprüft werden – ist die obere Schicht schon gut angetrocknet, kann wieder gegossen werden.
Bei der Nährstoffversorgung muss etwas achtsam vorgegangen werden: Wer es gut mit der Kapuzinerkresse meint, riskiert schnell eine Überdüngung. Folgen hiervon sind zum Beispiel geringe Blütenbildung, Blattverfärbung oder möglicherweise auch Salzschäden an den Wurzeln bei mineralischer Düngung. Um diesem Risiko aus dem Weg zu gehen, kann schon bei der Pflanzung im Topf in Erwägung gezogen werden, ein Langzeitdüngergranulat wie zum Beispiel unseren Plantura Bio-Blumendünger in das Substrat einzuarbeiten. Dieser Dünger gibt seine Nährstoffe langsam und schonend, meist über mehrere Monate hinweg, ab und genügt somit für längere Zeit. Der enthaltene Phosphor in unserem Blumen-Granulatdünger fördert außerdem die Blütenbildung optimal. Eine einmalige Gabe des Düngers zur Pflanzung reicht bei der Kapuzinerkresse in den meisten Fällen aus. Wer lieber mit einem Flüssigdünger arbeitet, sollte diesen während der Blütezeit nur einmal monatlich verwenden.
Je nach Bedarf werden störende Triebe der Kapuzinerkresse einfach gekappt. Gegebenenfalls kann die Pflanze beim Ranken unterstützt werden, wenn Sie die Triebe aufleiten.

Kapuzinerkresse an einer Rankhilfe
Eine Rankhilfe kann aus Holz- oder Bambusstäben auch selbst gebastelt werden [Foto: Pakhomov Andrey/ Shutterstock.com]

Wenn Ihre würzige Pflanze erstmal richtig in Fahrt gekommen ist, können Sie bald die ersten Blüten und Blätter von der Kapuzinerkresse ernten. Welche verschiedenen Möglichkeiten der Verwendung es für die Pflanzenteile gibt, erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel.

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