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Lilien: Giftig oder nicht?

Lilien zählen zu den beliebtesten Zierblumen. Doch viele Gärtner fragen sich, ob Lilien giftig sind, besonders auch für Hund, Katze & Co. Wir klären auf.

Katze riecht an Lilien pink

Sind Lilien für Katzen giftig? [Foto: Yuliia Hurzhos/ Shutterstock.com]

Lilien (Lilium) sind ein unschuldiger Traum in Weiß. Für den ausgewachsenen Hobbybotaniker mag das auch auf allen Ebenen zutreffen. So können sie mit imposanten Blüten jeden Fertigsalat aufwerten oder beim nächsten Survivaltraining nach schmackhaften Zwiebeln graben. Hier finden Sie alles über den Anbau und die symbolträchtigen Bedeutung der eleganten Pflanzen. Doch für Kleinkinder und ganz besonders für Katzen, kann der Traum schnell zum Albtraum werden.

Lilien: Giftig für Menschen?

Nicht selten locken extravagante Salate mit exotisch aussehenden Lilienblüten – denn die meisten Lilienarten sind essbar. Nur der Stamm sollte nicht in den Speiseplan aufgenommen werden. In China sind die Zwiebeln von Lilium brownii, Königs-Lilie (Lilium regale), Tiger-Lilie (Lilium lancifolium) und Pracht-Lilie (Lilium speciosum) fester Bestandteil der heimischen Küche. In Nordost-Asien dienen Zwiebeln von Lilium debile und Türkenbund-Lilie (Lilium martagon) schon seit Jahrhunderten als Gemüse. Außerdem dienten Zwiebeln verschiedener Arten nordamerikanischen Ureinwohnern als Nahrungsmittel. Bei uns sind die bunten Blüten vor allem besonders schöne Hingucker im Salat für die nächste soziale Zusammenkunft. Doch abgesehen vom Nährwert werden den Blüten und Zwiebeln der Lilie auch medizinische Wirkungen zugesprochen:

  • Blutreinigende Wirkung
  • Hustenlindernde Wirkung
  • Narbenbildungsfördernde Wirkung
  • Muskelentspannende Wirkung
  • Schmerzlindernde Wirkung insbesondere bei Menstruationsschmerzen
  • Wundheilende Wirkung

Allerdings kann gerade bei Kleinkindern, die sich durch ihr unbändiges Verlangen etwas in den Mund zu stecken auszeichnen, der Verzehr größerer Mengen gefährlich werden. Denn Kleinkinder wiegen sehr wenig. Bei einer Vergiftung muss man eine bestimmte Menge des Giftstoffes pro Kilogramm Körpergewicht zu sich genommen haben. Wie viel von etwas gegessen werden muss, hängt demnach vom Gewicht ab. Kleinkinder zeigen so schon nach dem Vertilgen von wenig Pflanzenmaterial Vergiftungssymptome. Trotzdem gelten Lilien als Pflanzen für einen familienfreundlichen Garten.

Lilien: Giftig für Katze, Hund und Co.?

Die Tierschutzorganisation Peta zählt Lilien zu den Top 20 giftigsten Zimmerpflanzen für Tiere. Denn sämtliche Pflanzenteile aller Arten dieser so hübsch blühenden Pflanzen sind hoch giftig, zumindest für Katzen. Selbst kleinste zugeführte Mengen können tödlich enden. Aufgenommene Pollen, Blumenwasser oder Erde, in der Lilien wachsen, führen mitunter schon zu Vergiftungssymptomen. Hunde und Nagetiere befinden sich auch nach dem Verzehr größerer Mengen nicht in Lebensgefahr. Die Wirkung auf Schildkröten ist nicht bekannt.

Hund riecht an Lilien

Für Hunde sind Lilien nicht giftig [Foto: Reddogs/ Shutterstock.com]

Lilienvergiftung bei Katzen: Symptome

Eine Katze, die in Kontakt mit Lilien gekommen ist, sollte sofort zum Tierarzt gebracht werden. Bei einer Vergiftung durch Lilien können bei Katzen folgende Symptome auftreten:

  • Gesteigerter Durst
  • Häufiges Urinieren
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Dehydration gekennzeichnet durch Antriebslosigkeit

Diese Symptome wirken erst einmal nicht lebensbedrohlich, doch das Gift der Lilie ist heimtückisch. Denn das Nierenversagen, das durch die Vergiftung verursacht werden kann, tritt erst ein bis drei Tage später ein. Es gibt noch keine spezifischen Gegenmittel bei einer Lilienvergiftung. Der Tierarzt behandelt die Vergiftung durch Entgiftung oder Kohlegabe. Danach wird nur etwa jede zweite Katze wieder ganz gesund. Lilien haben in Haushalten mit Katzen also wirklich nichts zu suchen.

Katze hinter Lilienstrauß versteckt auf holztisch

Bei Katzen können geringe Mengen tödlich sein [Foto: Ayagao/ Shutterstock.com]

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