Knoblauch: Blüte, Pflege & Nährwerte

Jelka
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Ich studiere Biologie und lebe in einem kleinen Dschungel in meiner Wohnung in Köln. In meiner Freizeit liebe ich es, mit meinem Hund lange Spaziergänge in der Natur zu machen und dabei verschiedene Pflanzen zu finden und zu bestimmen. Im Frühjahr wird dann auf dem Balkon alles angepflanzt, was essbar ist, sodass ich beim Kochen frische Zutaten verwenden kann.

Lieblingsobst: Jede Art von Beeren
Lieblingsgemüse: Gurken, Tomaten

Die viel verwendete Knoblauchpflanze kann noch mehr, als nur gut schmecken. Knoblauch ist gesund und kann sogar Pflanzenkrankheiten bekämpfen.

Knoblauch-Knollen
Knoblauch findet man in beinahe jeder Küche [Foto: Marian Weyo/ Shutterstock.com]

Wer gerne kocht, kommt kaum um Knoblauch (Allium sativum) herum. Während die Supermarktware teilweise weite Strecken zurücklegt, bis die Knolle schließlich in unserer Küche landet, ist das Knoblauch-Pflanzen umweltfreundlicher und gar nicht so schwer. Erfahren Sie hier, wo die Knoblauchpflanze ursprünglich herkommt, wie Sie Knoblauch düngen, gießen und vermehren, und wie viel Knoblauch am Tag gesund ist.

Knoblauch: Herkunft und Eigenschaften

Die Knoblauchpflanze gehört zur Gattung Lauch (Allium) und ist ursprünglich in Zentralasien und Persien beheimatet. Von dort aus verbreitete sich der Knoblauch schnell und mittlerweile wird er in zahlreichen Ländern weltweit angebaut. Durch diesen jahrhundertelangen Anbau existieren in etlichen Regionen bereits verwilderte Knoblauchpflanzen und dutzende Sorten.

Blätter von Knoblauch
Das Laub des Knoblauchs ist bläulich-grün und läuft spitz zu [Foto: motorolka/ Shutterstock.com]

Der Teil des Knoblauchs, der bei uns hauptsächlich verwendet wird, ist das Vermehrungsorgan der Pflanze. Es ist eine Zwiebel, die aus 5 bis 20 Beiknospen der Blätter besteht. Diese Knoblauch-Knollen werden bei uns auch als Zehen oder Klauen bezeichnet. Jede ganze Zwiebel ist von einer dünnen, weißen bis rötlichen Tunika, also einer trockenen Hülle, umgeben. Die bläulich grünen Laubblätter der krautigen Pflanze sind flach, schmal und laufen spitz zu. Je nach Knoblauchsorte taucht ungefähr ab Juni die grünlich weiße oder rosarötliche Knoblauchblüte auf. Ihr Blütenstand ist kugelig, scheindoldig und besteht aus vielen kleinen Blüten. Er sitzt auf einem 50 bis 100 cm langen Stiel und ist meist unfruchtbar. Der Knoblauchstiel ist meist gerade – es gibt aber beispielsweise den sogenannten Schlangenknoblauch, bei dem er sich kunstvoll schlängelt. Zur Vermehrung bilden sich bei manchen Knoblauchsorten runde Brutzwiebeln aus der Blüte, die Bulbillen genannt werden. Sie sind genetisch identisch zu ihrer Mutterpflanze. Selten bilden sich Kapselfrüchte mit schwärzlichen Knoblauch-Samen aus.

Blüte einer Knoblauchpflanze
Die Knoblauchblüten werden im Sommer gebildet [Foto: Alexander Prokopenko/ Shutterstock.com]

Pflege: Knoblauch gießen und düngen

Die Knoblauch-Pflege ist nicht sehr anspruchsvoll. Regelmäßig sollten unerwünschte Beikräuter entfernt werden. Eine Knoblauchpflanze benötigt nur an heißen Tagen viel Wasser, weshalb ansonsten sparsam gegossen werden sollte. Vor allem, wenn das Laub langsam vergilbt, sollte weniger gewässert werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Knoblauchzwiebeln langsam reifen.

Um der Pflanze genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen und das Substrat aufzulockern, sollte man vor der Pflanzung ungefähr ein Drittel gut abgelagerten Kompost unter die Erde mischen. Stattdessen kann auch ein kaliumreicher Langzeitdünger wie unsere Plantura Bio-Tomatendünger verwendet werden. Dieser ist vornehmlich organisch und enthält die optimale Nährstoffzusammensetzung für Knoblauchpflanzen. Außerdem kann der Boden durch Mulchen vorbereitet werden. Eine weitere Düngung ist nicht notwendig. Insbesondere sollte bei einer Pflanzung im Herbst nach Mai nicht mehr gedüngt werden, sonst kann der stickstoffreiche Dünger den Geschmack des Knoblauchs und dessen Lagerfähigkeit vermindern.

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Bei Anlage des Beetes ist es wichtig zu beachten, welche Pflanzen gute Pflanznachbarn für Knoblauch sind. Erdbeeren (Fragaria), Tomaten (Solanum lycopersicum) und Karotten (Daucus carota subsp. sativus) sind zum Beispiel gute Pflanznachbarn für den Knoblauch. Dahingegen stehen Gräser und andere Zwiebelgewächse in Konkurrenz zum Knoblauch. Außerdem sollte nach der Pflanzung von Zwiebelgewächsen eine dreijährige Anbaupause gemacht werden, damit sich auf Zwiebelgewächse spezialisierte Schädlinge und Krankheiten weniger ausbreiten können.

Pflanzen der Allium sativum
Die Knoblauchpflanze ist pflegeleicht [Foto: Alexey Krav/ Shutterstock.com]

Häufige Krankheiten und Schädlinge

Knoblauch kann von verschiedenen Krankheiten betroffen sein oder von Schädlingen befallen werden. Die häufigsten sind hier benannt und mit Bekämpfungsmaßnahmen versehen:

  • Zwiebelfliege (Delia antiqua): Hier hilft es, Kulturschutznetze über Saat und Jungpflanzen zu legen, um die Eiablage zu verhindern. Die Fruchtfolge sollte beachtet werden, außerdem können Sie Karotten und Knoblauch nebeneinander pflanzen – sie halten sich gegenseitig die Zwiebel- und Möhrenfliege (Psila roase) fern.
  • Nematoden: Auch hier ist die Fruchtfolge relevant, denn es muss dafür gesorgt werden, dass die Fadenwürmer keine Nahrung mehr haben. Lesen Sie in unserem Spezial-Artikel mehr dazu, wie Sie pflanzenschädigende Nematoden bekämpfen.
  • Knoblauchrost (Puccinia allii): Am besten lässt sich Knoblauchrost in seinen Anfangsstadien bekämpfen, indem befallene Blätter sofort abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden.
  • Gelbstreifigkeitsvirus: Dieser Virus wird hauptsächlich von Narzissen (Narcissus) und Tulpen (Tulipa) übertragen. Achten Sie also darauf, diese Pflanzen nicht in der Nähe des Knoblauchs zu platzieren. Wenn Knoblauch mit dem Virus befallen ist, kann er nicht bekämpft werden.

Davon abgesehen können die Knollen in regnerischen Jahren bereits im Beet faulen. Dasselbe tritt an Standorten mit Staunässe auf. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich ein Anbau auf Hügelbeeten oder geschützt unter einem Dach.

Knoblauchpflanzen
Allium sativum ist robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten [Foto: Maks Tarkivskyi/ Shutterstock.com]

Sind Knoblauchpflanzen winterhart?

Ja, Knoblauchpflanzen sind sehr kältetolerant. Manche Knoblauchsorten brauchen sogar Frost, um im nächsten Jahr ihre Zwiebeln bilden zu können. Diese Eigenschaft heißt Vernalisation und ist hauptsächlich bei Hardneck-Knoblauch verbreitet.

Knoblauch vermehren

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Knoblauch zu vermehren. Die klassische Methode ist, Knoblauchzehen zu stecken. Davon abgesehen können auch die Brutzwiebeln des Knoblauchs gesteckt werden. Die Methode, Knoblauch zu säen, ist eher selten, da kaum je lebensfähige Samen gebildet werden. Wie Sie bei all diesen Methoden vorgehen, erfahren Sie im Artikel zum Knoblauch-Pflanzen. Lernen Sie außerdem, wie Sie diesen Knoblauch ernten und lagern können.

Brutzwiebeln von Knoblauch
Knoblauch lässt sich mithilfe der sogenannten Bulbillen vermehren [Foto: SUBAS CHANDRA MAHATO/ Shutterstock.com]

Inhaltsstoffe und Verwendung: Ist Knoblauch gesund?

Besonders die schwefelhaltigen sekundären Pflanzstoffe wie Alliin sind für den typischen scharfen Knoblauchgeruch und Geschmack verantwortlich. Genau diesen Stoffen wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben. Kalium und Phosphate sind zwei der enthaltenen Mineralstoffe. Bezüglich der dem Knoblauch zugeschriebenen Effekte ist sich die Forschung nicht einig. Einige Studien zeigen einen positiven Einfluss von Knoblauch auf Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutfett auf, jedoch gibt es auch Forschungsergebnisse, die dem widersprechen.

Nichtsdestotrotz ist Knoblauch äußerst lecker und darf zum Beispiel in mediterranen und asiatischen Gerichten nicht fehlen. Beim Anbraten sollte man jedoch aufpassen, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind und der Knoblauch nicht zu dunkel wird, denn dann schmeckt er bitter.

Wie viel Knoblauch am Tag ist gesund? Wie viel Knoblauch am Tag gesund ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Studien zeigten, dass ungefähr 3 bis 6 g täglich für die meisten Personen gut verträglich sind. Natürlich kommt es hierbei sehr auf das Individuum an. Um die antibakterielle Wirkung des Knoblauchs nicht zu verlieren, sollte er allerdings nicht jeden Tag verzehrt werden. Außerdem kann ein zu hoher Konsum vor allem in roher Form den Magen-Darm-Trakt reizen. Wenn Sie Anzeichen von Unwohlsein oder Magenreizung feststellen, sollten Sie Ihren Konsum am besten reduzieren.

Knoblauchknollen
In der richtigen Dosis ist Knoblauch gesund [Foto: Starikov Pavel/ Shutterstock.com]

Tipp: Knoblauch kann gegen die Kräuselkrankheit an Pfirsich-, Nektarinen- oder Mandelbäumen helfen. Diese wird durch den Befall des Pilzes Taphrina deformans ausgelöst. Um die Krankheit zu bekämpfen, können Sie ungefähr 50 g zerquetschten Knoblauch in einen Liter kochendes Wasser geben und das Ganze eine halbe Stunde ziehen lassen. Nachdem das Gemisch abgekühlt ist, wird es auf die betroffene Pflanze gespritzt.

Knoblauch kann natürlich nicht nur im Beet kultiviert werden. Wenn Sie Knoblauch im Topf pflanzen, gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten.

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