Tomatenpaprika: Pflanzen, Pflege & Sortenwahl

Sebastian
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Als Gartenbaustudent an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf habe ich mich vor allem mit Nutzpflanzen und Anbautechniken auseinandergesetzt. Es fasziniert mich immer wieder, wie sich aus kleinen, oft ähnlich anmutenden Samen so zahlreiche verschiedene Pflanzen entwickeln.

Lieblingsobst: Heidelbeeren, Trauben, Himbeeren, Birnen
Lieblingsgemüse: Pilze, Paprika, Kohlrabi, Zwiebel, Knoblauch

Ein Tomatenpaprika ist keine Kreuzung zwischen einer Tomate und einem Paprika, sondern ein Paprika, der eine ähnliche Form wie eine Tomate hat.

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Diese Früchte, die wie Tomaten aussehen wachsen tatsächlich an einer Paprikapflanze [Foto: Geshas/ Shutterstock.com]

Bei Tomatenpaprika handelt es sich um Sorten des Paprika (Capsicum annuum), die Tomaten (Solanum lycopersicum), oder besser gesagt Fleischtomaten, zum Verwechseln ähnlich sehen. Was den Tomatenpaprika auszeichnet und worauf Sie beim Anbau achten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Tomatenpaprika: Herkunft und Eigenschaften

Auch als Paradeispaprika ist der Tomatenpaprika in manchen Regionen bekannt. Die ursprünglich aus Ungarn stammende Paprikasorte unterscheidet sich in Form, Größe und Geschmack von anderen Paprikasorten.
Viele der Tomatenpaprika-Sorten haben eine etwas dickere Haut und schmecken süßlicher. Die Größe ähnelt einer Fleischtomate.

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Die Größe der Tomatenpaprika entspricht in etwa der einer Fleischtomate [Foto: Masha Gurinovich/ Shutterstock.com]

Die besten Tomatenpaprika-Sorten

Wollen auch Sie sich einen Tomatenpaprika zulegen, werden Sie merken, dass es viele verschiedene Sorten gibt, aber dass die Anbieter von Jungpflanzen und Saatgut oft keine Sortennamen nennen. Wir haben Ihnen hier eine Auswahl an Tomatenpaprika-Sorten zusammengestellt, die allesamt auch für den Anbau im Freiland geeignet sind:

  • ˈTommyˈ: Erntezeit ab etwa Juli; aromatisch-süß im Geschmack; sehr ertragreiche, dickwandige Sorte
  • ˈTopgirlˈ: Ernte ungefähr ab August; mittelgroße Früchte; süß bis pikant
  • ‘Topepo Rosso’: Ab etwa August erntereif; süßer Geschmack; platte, 8 – 10 cm große Früchte
  • ˈSzuszannaˈ: Ernte circa ab Juli; sehr süß; recht kleinwüchsig und daher gut für Topfkultur geeignet
  • ˈTopepo Gialloˈ: Erntezeit ungefähr ab August; eher süß und saftig; gelb-goldenes Ausreifen
  • Chocolateˈ: Etwa ab August erntereif; mild, aromatisch; kleinwüchsig; große, braune Früchte
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Tomatenpaprika kann in einem Topf auf dem Balkon oder der Terrasse angebaut werden [Foto: PT Pictures/ Shutterstock.com]

Tomatenpaprika pflanzen und selbst anbauen

Wie andere Paprikasorten mögen die Sorten des Tomatenpaprika einen sonnigen Standort mit humosem, lockerem, nährstoffreichem Boden. Auch die Topfkultur eignet sich bei Tomatenpaprika besonders gut. Beim Pflanzen verwendet man am besten eine bereits vorgedüngte, hochwertige Erde wie zum Beispiel unsere torffreie Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde, damit Ihre Pflanzen von Anfang an genug Nährstoffe zur Verfügung haben. Achten Sie auf eine ausreichende Drainage, indem Sie Blähton, Kies oder anderes grobes Material zu etwa 30 % zur Erde mischen.

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Tomatenpaprika kann vorgezogen werden, wobei die Aussaat hier etwa zwischen Februar und April erfolgen sollte. Die Saattiefe liegt bei etwa 1 cm. Bei 25 °C und hoher Luftfeuchte keimen die Pflanzen nach 10 bis 14 Tagen. Sobald die Jungpflanzen zwei echte Laubblätter nach den zwei Keimblättern gebildet haben, können sie in eine nährstoffreichere Erde pikiert werden. Gepflanzt werden sie ab Anfang Mai ins Freiland, wobei eine frühere Pflanzung in ein Gewächshaus ebenfalls möglich ist.

Die richtige Pflege

Paprika ist ein Starkzehrer und benötigt dementsprechend etwas mehr Nährstoffe. Je nachdem, ob Sie Ihren Tomatenpaprika in einem Topf oder im Beet anbauen, kann entweder mit Granulat- oder Flüssigdünger gedüngt werden. Unser Plantura Bio-Tomatendünger eignet sich mit seiner Langzeitwirkung zum Beispiel sehr gut, um Ihren Tomatenpaprika direkt beim Pflanzen mit den passenden Nährstoffen zu versorgen und diese Versorgung etwa 3 Monate aufrechtzuerhalten. Hilfreiche Tipps zum Düngen von Paprika erhalten Sie in einem gesonderten Artikel.

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Da Paprika Starkzehrer sind, sollten sie ausreichend gedüngt werden [Foto: eigenes Bild/ Shutterstock.com]

Damit sich die Paprikapflanze etwas mehr in die Breite entwickelt, ist es eine altbewährte Praxis, die Königsblüte – also die erste Blüte – auszubrechen. Achten Sie darauf, den Tomatenpaprika gerade in Trockenperioden regelmäßig zu gießen, aber vermeiden Sie Staunässe. Mehr zum Thema Paprika anbauen und pflegen finden Sie in unserem Spezialartikel.

Ernte und Verwendung

Je nachdem, wann der Tomatenpaprika gepflanzt wurde, können Sie etwa zwischen August und Oktober mit einer Ernte rechnen. Die Früchte sollten dann je nach Sorte komplett rot, gelb oder braun ausgefärbt sein und eine glatte Schale haben.

Der Tomatenpaprika findet Verwendung in verschiedenen Gerichten, so ist er auch häufig eingelegt zu kaufen. Wie normaler Paprika eignet sich der Tomatenpaprika zum Frischverzehr, Kochen, für Salat, Suppe oder Eintopf.

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Die Größe der Tomatenpaprika entspricht in etwa der einer Fleischtomate [Foto: Masha Gurinovich/ Shutterstock.com]

Wenn Sie Ihren Tomatenpaprika geerntet haben und nicht gleich verzehren wollen, ist es sinnvoll, ihn zu lagern. Wie Sie beim Lagern und Haltbarmachen von Paprika am besten vorgehen, haben wir für Sie in einem extra Artikel zusammengefasst.

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