Rosmarin pflegen: Gießen, Umtopfen & häufige Krankheiten

Franziska
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Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der BOKU in Wien und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Ein gut gepflegtes Kräuterbeet mit duftenden Gewächsen ist der Traum eines jeden Gärtners. Alles, was Sie beachten müssen, damit Ihr Rosmarin eine gute Figur abgibt, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Pflege von Rosmarin
Blühender Rosmarin ist ein Blickfang im Kräuterbeet [Foto: Maren Winter/ Shutterstock.com]

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) sorgt mit seinen duftenden ätherischen Ölen für ein mediterranes Flair. Zusätzlich ziehen die blauen Blüten des pflegeleichten Krautes viele verschiedene Insekten an. Wie Sie Ihren Rosmarin richtig pflegen und vor Krankheiten schützen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Rosmarin pflegen: Richtig gießen

Rosmarin kommt gut mit Hitze und kurzen Trockenperioden zurecht. Auf zu feuchte Bedingungen oder Staunässe reagiert er hingegen äußerst empfindlich. An Standorten mit zu viel Feuchtigkeit kommt es deshalb schnell zur Wurzelfäule.

Da Rosmarin ein sehr ausgeprägtes und tiefes Wurzelsystem besitzt, ist er in der Lage, auch unter trockenen Bedingungen noch Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Trotzdem sollte man Rosmarin regelmäßig gießen, denn bei einer zu langanhaltenden Durststrecke wirft er seine aromatischen Nadeln ab.

Gießen von Rosmarin
Rosmarin hat einen geringen Wasserbedarf [Foto: Bogdan Sonjachnyj/ Shutterstock.com]

Rosmarin-Pflege im Topf

Rosmarin kann im Topf genauso wie im Beet kultiviert werden. Achten Sie darauf, dass Sie einen ausreichend großen Blumentopf mit einem guten Wasserabfluss wählen. Der Topf sollte mindestens um ein Drittel größer sein als die Pflanze, damit die weitläufigen Wurzeln genügend Platz haben, sich auszubreiten. Als Pflanzsubstrat eignet sich eine gut strukturierte und nährstoffarme Erde wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Sie bietet dem anspruchslosen Kraut alles, was es braucht, und unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum. Um den Wasserabfluss zu erleichtern, kann man zusätzlich noch Sand unter die Erde mischen.

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Außerdem gibt eine geringe Düngergabe beim Einpflanzen zusätzliche Energie. Auch jährlich im Frühjahr, wenn nicht gerade umgetopft worden ist, tut Ihrem Rosmarin eine Düngung gut. Hierfür eignet sich zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger. Der vornehmlich organische Langzeitdünger stellt seine Nährstoffe nach und nach zur Verfügung, sodass die Pflanze über einen langen Zeitraum davon profitiert. Weitere Tipps zur Düngung von Rosmarin erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Rosmarin umtopfen

Ab und zu sollte Rosmarin umgetopft werden, um dem weitläufigen Wurzelwerk genügend Platz zu bieten. Die Jungpflanzen aus dem Gartencenter müssen so schnell wie möglich in größere Töpfe oder ins Beet umgepflanzt werden, da die kleinen Pflanztöpfe nicht genügend Platz und Nährstoffe bieten.

Umtopfen wird beim Rosmarin immer dann fällig, wenn der Topf völlig durchwurzelt ist. Der am besten geeignete Zeitpunkt zum Umtopfen ist zum Wachstumsbeginn im Frühjahr vor der Blüte. Beachten Sie, dass der Rosmarin mit zunehmendem Alter seltener umgetopft werden sollte. Wählen Sie dann einen ausreichend großen Topf, sodass rund um die mittig platzierte Pflanze noch etwa 2 cm Raum für frisches Substrat bleibt. Wird der Rosmarin regelmäßig in einen neuen Topf verpflanzt, ist eine zusätzliche Düngung nicht nötig. Die Nährstoffe in der frischen Erde sind ausreichend für das genügsame Kraut.

Tipp: Eine Anleitung zum richtigen Schneiden und Ernten von Rosmarin finden Sie in unserem Spezialartikel.

Rosmarin-Umtopfen
Wenn Rosmarin regelmäßig umgetopft wird, braucht er keine Düngung [Foto: encierro/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten an Rosmarin

Rosmarin ist wenig anfällig gegenüber Krankheiten und auch Schädlinge werden durch die ätherischen Öle ferngehalten. Besonders im Freiland ist Rosmarin eine sehr gesunde Pflanze. Im Topf auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann es hin und wieder zu Schädlings- oder Krankheitsbefall kommen.

  • Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse, Spinnmilben: Behandeln Sie befallene Rosmarinstöcke drei- bis viermal mit Seifenlauge oder schneiden die betroffenen Stellen raus. Im Freien können auch Nützlinge gegen die Schädlinge eingesetzt werden.
  • Mehltau: Die Pilzkrankheit droht, wenn die Pflanzen zu eng stehen. Halten Sie danach einen größeren Pflanzabstand ein.
  • Grauschimmel (Botrytis cinerea): Diese Pilzkrankheit tritt oft im Winterquartier unter zu feuchten Bedingungen auf.
  • Gelbe Nadeln und Wurzelfäule: Diese Erscheinungen kommen vor, wenn es dem Rosmarin zu nass ist. Pflanzen Sie den Rosmarin an einen wärmeren, sonnigeren Standort und gießen Sie weniger.
Rosmarin-Schädlinge
Blattläuse können Ihrem Rosmarin zu schaffen machen [Foto: schankz/ Shutterstock.com]

Rosmarin ist eine sehr wärmeliebende Pflanze und muss dementsprechend im Winter vor Frost geschützt werden. Alles, was Sie zum Überwintern von Rosmarin beachten sollten, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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