Limetten pflanzen, pflegen & richtig überwintern

Sebastian
Sebastian
Sebastian
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Als Gartenbaustudent an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf habe ich mich vor allem mit Nutzpflanzen und Anbautechniken auseinandergesetzt. Es fasziniert mich immer wieder, wie sich aus kleinen, oft ähnlich anmutenden Samen so zahlreiche verschiedene Pflanzen entwickeln.

Lieblingsobst: Heidelbeeren, Trauben, Himbeeren, Birnen
Lieblingsgemüse: Pilze, Paprika, Kohlrabi, Zwiebel, Knoblauch

Die Limette ist für Erfrischungsgetränke beliebt, doch ihre Pflege ist – typisch Zitruspflanze – etwas speziell. Wenn Sie das nicht abhält, können Sie sogar in gemäßigten Breiten Limetten pflanzen.

Grüne Limetten an einem Ast
Um solch eine reiche Ernte zu bekommen, müssen Sie auf einige Punkte achten [Foto: IZZ HAZEL/ Shutterstock.com]

Die Limette kommt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen, somit wird es ihr in unseren Breitengraden im winterlichen Freiland garantiert zu kalt. Generell möchte es ein Limettenbaum warm und sonnig. Aber worauf kommt es bei der Pflege noch so an? Und kann man einen Limettenbaum selbst ziehen? Wir beantworten Ihnen diese und viele weitere Fragen.

Limetten pflanzen

Aufgrund ihrer Herkunft und den nicht annähernd so warmen Temperaturen in unseren Wintermonaten muss die Limette wohl oder übel in den Kübel. Im Garten wachsend würde sie erfrieren. Im Topf gepflanzt, können Sie den Limettenbaum zum Überwintern leicht in eine wärmere Umgebung bringen.

Limette im Topf
Zitruspflanzen wie die Limette sollten bei uns im Kübel gepflanzt werden [Foto: nelen/ Shutterstock.com]

Der richtige Standort für einen Limettenbaum

Der ideale Standort für Ihren Limettenbaum ist so sonnig wie möglich. Limetten haben einen noch höheren Wärme- und Lichtanspruch als Zitronen oder Orangen. Die Sonnenenergie stecken die Limettenpflanzen in das Aroma ihrer Früchte. Folglich leidet der Geschmack, wenn die Limettenpflanze zu viel im Schatten steht.

Standortansprüche der Limette im Überblick:

  • Sonniger, warmer Standort
  • Im Sommer im Garten, auf Terrasse oder Balkon

Tipp: Die Limette mag keine warmen Füße. Werden die Wurzeln der Limette zu warm, stellen sie die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen ein. Das bedeutet, dass der Topf nicht zu sehr von der Sonne beschienen werden darf, damit er sich nicht aufheizt. Im Winterquartier sollte deshalb nicht die Fußbodenheizung angestellt werden.

Limetten am Baum
Je mehr Sonne die Limette bekommt, desto mehr Aroma bekommen ihre Früchte [Foto: Midori Photography/ Shutterstock.com]

Substrat und Pflanzgefäß

Bei uns kommt nur die Haltung von Limettenbäumen im Topf in Frage. Um ein Aufheizen der Wurzeln zu vermeiden, kann ein heller Topf verwendet werden. Auf alle Fälle sollte er Löcher haben, damit überschüssiges Wasser abfließt. Auch beim Einfüllen des Substrats sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Drainage gegeben ist. Die Limette liebt zwar einen feuchten Boden und benötigt ihn gerade an heißen Tagen, aber Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden. Neben einem leicht sauren Milieu, sprich einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5, ist vor allem die Beschaffenheit und Strukturstabilität von Zitrus-Erde wichtig, da Limettenbäume nur ungern umgetopft werden. Sie können entweder auf spezielle Erden im Handel zurückgreifen oder Ihre eigene mischen. Dazu nehmen Sie zu etwa 70 Prozent einer geeigneten Erde, zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde, und 30 Prozent gebrochenen Blähton oder Splitt. Die enthaltenen Kokosfasern tragen zum Auflockern des Substrats bei. Es kann Feuchtigkeit zwar speichern, überflüssiges Wasser aber auch schnell abfließen lassen.

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Zu guter Letzt können Sie nach dem Eintopfen die Erde mit Pinienrinde, wie unserer Plantura Bio-Pinienrinde, abdecken – diese schützt den Boden vor zu schnellem Austrocknen und wirkt bei der Zersetzung schwach sauer, was der Limette entgegenkommt.

Limettenbaum selber ziehen

Gerade bei der Mexikanischen Limette (Citrus x aurantiifolia), aber auch bei allen anderen Limettenarten kommt es vor, dass man in einer Frucht Samen findet. Doch kann man die Limette damit vermehren? Ja, aus einem Samen lässt sich ein Limettenbaum ziehen. Hier geht man allerdings das Risiko ein, dass die Pflanzen später ganz andere Früchte tragen, als man erwartet. Denn auf diese Weise ist keine sortenreine Vermehrung möglich. Nicht selten kommt es vor, dass in Limetten Samen aus sogenannter Apomixis stecken. Diese enthalten dasselbe Genom wie die Mutterpflanze, bringen also Klone hervor. Weil ein Limetten-Sämling erst nach mehreren Jahren blüht und fruchtet, braucht es viel Geduld, um dies festzustellen.

Auch eine vegetative Vermehrung per Steckling ist möglich, aber sehr anspruchsvoll.
In jedem Fall ist die richtige Anzuchterde wichtig. Um das Wurzelwachstum zu fördern, sollten Sie eine lockere und nährstoffarme Erde wie unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde verwenden.

Tipp: Jede Art der Vermehrung von Limetten ist anspruchsvoll und erfordert ein bisschen Geschick und Erfahrung. Verzweifeln Sie also nicht, falls es beim ersten Mal nicht sofort klappt.

Limettenbaum selber ziehen:

  • Generative Vermehrung (mit Samen): Diese Methode birgt das Risiko, keine oder ungenießbare Früchte zu erhalten. Zudem dauert es rund 8 Jahre, bis die gezogenen Bäumchen blühen und fruchten.
  • Vegetative Vermehrung (Stecklinge): Kopfstecklinge mit 15 – 20 cm und etwa 5 – 11 Knospen schneiden; Blätter entfernen; Stecklinge mit 3 – 5 Knospen in Anzuchterde stecken; Erde und Stecklinge befeuchten; anwurzeln unter Folie bei 20 – 25 °C; nach etwa 2 bis 3 Jahren kann mit den ersten Blüten gerechnet werden.
Limetten-Keimling
Vom kleinen Sämling bis zur ersten Frucht kann es bis zu 8 Jahre dauern [Foto: Angelkoch/ Shutterstock.com]

Wussten Sie, dass es viele verschiedene Arten von Limetten gibt? In unserem Steckbrief zur Limette erklären wir, woher sie kommt und wie die Früchte richtig gelagert werden.

Limettenbaum pflegen

Um Ihrem Limettenbaum ein langes Leben zu schenken und eine reiche Ernte zu bekommen, sind einige Pflegemaßnahmen für Ihren Limettenbaum notwendig. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps für das Umtopfen, Gießen, Düngen und Schneiden Ihres Limettenbaumes.

Limettenbaum schneiden

Limetten wachsen sehr langsam, daher ist ein regelmäßiger Formschnitt bei Ihrem Limettenbaum nicht nötig. Abgestorbene Zweige sollten Sie entfernen, ebenso die häufig im Sommer auftretenden Wasserschosser. Für einen kompakteren Wuchs ist ein jährlicher Schnitt im Frühjahr möglich. Weil die Limette am einjährigen Holz blüht und fruchtet, sollten abgetragene Früchte bis zum Abzweig eines jungen Seitentriebes zurückgenommen werden. Zu stark und senkrecht wachsende Ästchen sowie alle, die nach innen wachsen und sich mit anderen Zweigen kreuzen, können entfernt oder gekürzt werden. Verwenden Sie zum Limettenbaumschneiden immer eine scharfe Gartenschere.

Limettenbaum schneiden
Eine scharfe Gartenschere empfiehlt sich, um Limetten zu schneiden [Foto: J.NATAYO/ Shutterstock.com]

Richtig gießen und düngen

Der Wasser- und Düngebedarf der Limette richtet sich nach ihrem Wachstum, welches witterungsbedingt sehr stark variiert. Bedarfsgerecht gießen und düngen ist hier die Devise – wässern Sie lieber vorsichtig und nicht zu viel. Zum Gießen können Sie bevorzugt Regenwasser, aber auch Leitungswasser verwenden.

Die Limette hat recht hohe Ansprüche an ihren Dünger. Am besten verwenden Sie hier einen speziellen Dünger wie unseren Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger. Dieser ist ideal auf die Bedürfnisse von Zitruspflanzen angepasst und kann schnell und einfach mit dem Gießwasser angewendet werden. In der Hauptwachstumszeit von März bis Oktober empfehlen wir die Düngergabe etwa einmal pro Woche.

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Tipp: Sehr alte Limetten, die nur noch selten oder gar nicht mehr umgetopft werden, sollten auf jeden Fall auch eine jährliche Gabe von Granulatdünger erhalten, der ausreichend Phosphor bereitstellt. Denn Flüssigdünger enthalten oft nur wenig oder gar kein Phosphor, da dieser in der Formulierung auf ungünstige Weise mit anderen Düngerbestandteilen reagieren kann. Verwenden Sie hierzu zum Beispiel unseren Plantura Bio-Blumendünger, der einfach unter dem Mulchmaterial verteilt und angegossen wird. Im Anschluss entfaltet er seine Langzeitwirkung über mindestens drei Monate.

Limettenbaum umtopfen

Zitruspflanzen wie die Limette sollten nicht allzu häufig umgetopft werden, da sie Wurzelschäden nur schlecht vertragen. Aus diesem Grund sollte beim Umtopfen direkt ein möglichst großes, neues Gefäß gewählt werden. Die Zeit fürs Umtopfen ist dann gekommen, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist. Dies ist bei jüngeren Limetten etwa alle zwei Jahre der Fall. Der beste Zeitpunkt dafür ist im März, bevor die Pflanze neu austreibt. Achten Sie auch hier auf ausreichende Drainage und untersuchen den Wurzelballen auf seine Gesundheit. Abgestorbenes Wurzelmaterial schneiden Sie weg.

Vorgehen beim Umtopfen vom Limettenbaum:

  • Limettenbaum bei vollständiger Durchwurzelung umtopfen
  • Möglichst großes Gefäß wählen
  • Pflanzerde mit 30 % Blähton mischen und mit Pinienrinde abdecken
  • Drainagematerial in den Topf legen
  • Wurzelballen einsetzen und gerade ausrichten
  • Topf mit Erde auffüllen
  • Gut angießen
Limettenbaum im Topf
Verwenden Sie sowohl beim Pflanzen als auch beim Umtopfen die richtige Erde [Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Zitruspflanzen sind vor allem im Winterquartier anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben (Tetranychidae) oder Schildläuse (Coccoidea) und Wollläuse (Pseudococcidae). Deshalb sollten Sie gerade dann einen guten Blick auf Ihre Limettenpflanze haben.

Limettenbaum überwintern

Egal, welche Limettenart Sie haben – eines haben alle gemeinsam: Limettenbäume sind nicht winterhart! Zur Überwinterung der Zitruspflanze benötigen Sie daher einen warmen, geschützten Ort. Die Pflanze hält keine Winterruhe und benötigt auch im Winter möglichst viel Licht. Temperaturen zwischen 8 und 15 °C sind optimal für ein erfolgreiches Überwintern der Limette. Je wärmer das Winterquartier ist, desto heller sollte es sein. Das bedeutet also, dass es an Orten, wo Licht im Winter mangelt, für die Limette nicht zu warm sein darf. Ist das Verhältnis von Licht zu Temperatur nicht optimal, droht der Limette nämlich Blattverlust. Machen Sie sich aber keine Sorgen: Mit zunehmender Wärme, Licht und einer Initialdüngung treibt die Limette im Frühjahr wieder aus. Übrigens benötigt die Limette im Winter deutlich seltener Wassergaben und darf ruhig etwas trockener stehen.

So überwintert man die Limette:

  • Temperaturen von 8 – 15 °C sind ideal.
  • Möglichst warm und hell, oder aber kühl und dunkel.
  • Selten gießen.

Tipp: Unsere Winter sind leider oft bewölkt und dunkel. Deshalb empfiehlt sich gerade für die Echte Limette (Citrus x aurantiifolia) eine Pflanzenbeleuchtung.

Haben wir Ihr Interesse an Zitrusfrüchten geweckt? Bei uns finden Sie Profitipps zum Pflanzen von Zitronen und einen Artikel zu Orangenbäumen.

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