Fingeraralie: Blüte, Pflege & Vermehrung der Schefflera elegantissima

Katja
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Ich habe Landschaftsökologie studiert und habe durch mein Studium die Liebe zu Pflanzen entdeckt. Pflanzen sind nicht nur schön, sondern faszinieren mich auch durch ihre unterschiedlichen Überlebensstrategien. Um mir etwas Natur in die Wohnung zu holen, hege und pflege ich meine Zimmerpflanzen und Kräuter auf jeder verfügbaren Fensterbank.

Lieblingsobst: Rhabarber und alle Arten von Beeren
Lieblingsgemüse: Zwiebeln und Knoblauch

Ob sie nun elegant aussieht, oder nicht – schön ist die Fingeraralie auf jeden Fall. Ihr interessanter Blattschmuck ist eine Besonderheit im Reich der Zimmerpflanzen.

Schefflera elegantissima
Ihre schmalen Blätter sind das Merkmal der Fingeraralie [Foto: Sharaf Maksumov/ Shutterstock.com]

Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind das A und O, wenn man sich lange an der Fingeraralie (Schefflera elegantissima) erfreuen möchte. Hier erfahren Sie, was es bei der Pflege sonst noch zu beachten gibt und warum die Fingeraralie manchmal ihre Blätter abwirft.

Fingeraralie: Herkunft, Blüte und Eigenschaften

Die zu den Araliengewächsen (Araliaceae) gehörige Fingeraralie (Schefflera elegantissima) ist in Neukaledonien beheimatet und wird bei uns gern als Zimmerpflanze gehalten. Die bis zu 2 m hohe Pflanze hat einen schlanken, aufrechten Wuchs und ein insgesamt elegantes Erscheinungsbild. Die Fingeraralie besitzt Blätter, die auf langen Stielen sitzen und aus mehreren kleinen Blättchen zusammengesetzt sind. Diese sind schmal mit einem gezähnten Rand, handförmig angeordnet und kommen wie Strahlen aus der Mitte hervor. Die Blätter sind ledrig-derb und von einer dunkelgrünen Farbe. Durch ihre schmale Form und die handförmige Anordnung erinnern sie an Finger, die der Fingeraralie ihren Namen gaben. Einige Fingeraralien-Sorten besitzen eine abgewandelte Blattfarbe, so zum Beispiel die Schefflera elegantissima ‘Bianca’ mit einem cremeweißen Blattrand. Bei optimaler Pflege entwickelt die Fingeraralie Blüten, die jedoch sehr unscheinbar sind.

Schefflera elegantissima Bianca
Der helle Blattrand ist der Sorte ‘Bianca’ zu eigen [Foto: Khairil Azhar Junos/ Shutterstock.com]

Tipp: Wenn die Blättchen austreiben, sind sie zunächst kupferrot gefärbt, bevor sie dann später dunkelgrün werden.

Standort, Erde und Co.

Die Fingeraralie fühlt sich an einem Standort mit Morgen- oder Abendsonne am wohlsten. Das heißt, sie sollte an einem hellen Platz stehen, jedoch keiner prallen Mittagssonne ausgesetzt sein. Im Sommer bevorzugt die Fingeraralie Temperaturen von 19 bis 25 °C. Im Winter sollte sie kühler stehen, wobei die Mindesttemperatur 15 °C beträgt. Optimal sind rund 18 °C, weshalb sich beispielsweise das Schlafzimmer als Winterquartier eignet. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für die Fingeraralie ebenfalls wichtig. Dazu kann eine Schale, gefüllt mit Blähton und Wasser, als Untersetzer für die Pflanze verwendet werden.

Um die Fingeraralie zu pflanzen, bereitet man zunächst den Topf vor. Da Staunässe nicht vertragen wird, sollte eine Drainageschicht für den Wasserabfluss verwendet werden. Tonscherben, Kieselsteine oder Blähton in einer dicken Schicht auf dem Topfboden sind dazu ideal geeignet. Darauf folgt eine Schicht Erde. Für die Fingeraralie eignet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde, denn sie kann Wasser lange speichern und behält dabei ihre lockere Struktur, sodass die Wurzeln gut belüftet werden. Sie ist zudem torffrei und besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen. Durch das Untermischen von 30 % Sand erhöht sich die Durchlässigkeit des Substrats zusätzlich und wird so optimal auf die empfindliche Fingeraralie eingestellt. Nun wird die Aralie eingesetzt und mit dem Erdgemisch eingetopft.

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Fingeraralie: Die wichtigsten Pflegemaßnahmen

Wie alle Zimmerpflanzen verlangt die Fingeraralie bei der Pflege genau das richtige Maß. Gerade beim Gießen darf es nicht zu wenig und nicht zu viel sein.

Gießen Sie immer dann, wenn die Erde an der Oberfläche angetrocknet ist. Das kann man leicht mit der Fingerprobe überprüfen. Kalkfreies Wasser ist für die Zimmerpflanze am besten geeignet. Das Wasser, das sich nach 15 min noch im Untersetzer befindet, muss abgegossen werden. So vermeidet man Staunässe. Im Winter kann die Fingeraralie weniger gewässert werden, sollte aber niemals ganz trocken stehen.

Schefflera elegantissima-Pflege
Das regelmäßige Besprühen mit Wasser ist wichtig, damit die Fingeraralie gesund bleibt [Foto: Kristyk.photo/ Shutterstock.com]

Ein regelmäßiges Besprühen mit abgestandenem Leitungswasser oder Regenwasser hält die Fingeraralie gesund, denn sie mag eine hohe Luftfeuchte.

Gedüngt wird von Frühjahr bis Herbst alle zwei Wochen. Für Blattschmuckpflanzen wie die Schefflera elegantissima eignet sich zum Beispiel unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger. Unser Flüssigdünger wird ins Gießwasser gemischt, sodass die Nährstoffe schnell für die Pflanzen verfügbar sind. Die spezielle Zusammensetzung der Nährstoffe, insbesondere der hohe Kaliumgehalt, unterstützt das Wachstum kräftiger, gesunder Blätter und starker Wurzeln. Im Winter benötigt die Fingeraralie keine Düngung, sondern legt eine Wachstumspause ein.

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Man kann die Fingeraralie zurückschneiden, denn sie wird nach dem Schnitt wieder austreiben. Für einen Rückschnitt eignet sich das Frühjahr am besten. Gerade bei verkahlten Exemplaren, die viele Blätter verloren haben, lohnt sich auch ein großzügiger Rückschnitt. Kürzen Sie die Triebe in diesem Fall bis auf 10 cm. Verwenden Sie, um die Fingeraralie zu schneiden, stets saubere und scharfe Scheren.

Fingeraralie
Der leicht gesägte Blattrand ist typisch für die Fingeraralie [Foto: Sirilak S/ Shutterstock.com]

Fingeraralie verliert Blätter: Was ist zu tun?

Hinter einem Blattverlust stecken in der Regel Pflegefehler oder ein unpassender Standort. Folgende Ursachen kommen in Frage, wenn die Fingeraralie Blätter verliert.

  • Kälte: Die Fingeraralie möchte ganzjährig warm stehen. Temperaturen unter 15 °C sind auch im Winter zu kühl und es kann zum Blattabwurf kommen. In diesem Fall sollte die Fingeraralie an einen wärmeren Platz gestellt werden.
  • Staunässe: Verfärben sich die Blätter zunächst gelblich und fallen später ab, so kann Staunässe das Problem sein. Dann sollte schnell umgetopft und weniger gegossen werden. Außerdem ist eine Drainageschicht im Topf sinnvoll.
  • Trockene Luft: Gerade im Winter ist die Luft in der Wohnung sehr trocken. Achten Sie darauf, die Fingeraralie regelmäßig zu besprühen oder im Winter Wasserschüsseln auf die Heizung zu stellen.

Fingeraralie vermehren

Leider ist es nicht so leicht, die Fingeraralie selbst zu vermehren. Es besteht aber ganzjährig die Möglichkeit, Stecklinge zu schneiden oder eine Anzucht aus Samen vorzunehmen. Allerdings kann man nicht mit einem sicheren Erfolg rechnen.

Fingeraralie im Fachhandel
Da die Vermehrung selbst nur schwer gelingt, greift man meist auf Pflanzen aus dem Fachhandel zurück [Foto: Olga Korica/ Shutterstock.com]

Für die Stecklingsvermehrung werden Gewächshausbedingungen benötigt, denn die Stecklinge bewurzeln in der Wohnung nur selten. Außerdem ist die Verwendung von Bewurzelungspulver empfehlenswert. Als Stecklinge nutzt man halbreife Triebe, die nicht mehr grün sind, aber auch noch nicht verholzen. Es werden dann etwa 10 cm lange Triebstücke schräg abgeschnitten, die unteren Blätter entfernt und der Steckling in Anzuchtsubstrat gesteckt. Hierfür kann beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde verwendet werden, die sich ideal für die Aussaat und Stecklingsvermehrung eignet. Der geringe Nährstoffgehalt fördert die Wurzelbildung und die lockere Struktur sorgt neben einem guten Halt für eine ausreichende Belüftung der jungen Wurzeln. Bei warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gelingt die Bewurzelung meist.

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Auch für die Anzucht aus Samen benötigt man Temperaturen von mindestens 24 °C. Die Verwendung eines Anzuchtkastens erhöht die Chancen auf eine Keimung. Es muss in jedem Fall unbedingt frisches Saatgut verwendet werden.

Ist die Fingeraralie giftig?

Da die Fingeraralie giftig ist, ist beim Umgang mit der Pflanze Vorsicht geboten. Beim Schneiden und Umtopfen sollten vorsichtshalber Handschuhe getragen werden. Durch den Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu Magen-Darm-Problemen kommen. Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte eine Anschaffung dieser Pflanze überdenken, denn die Fingeraralie ist ebenso giftig für Katzen.

giftige Fingeraralie
Wie die nah verwandte Strahlenaralie sollte auch die Fingeraralie für Katzen unerreichbar sein [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Eine etwas robustere Verwandte der Fingeraralie ist die Strahlenaralie (Schefflera arboricola). Wie man sie pflanzt und pflegt, erfahren Sie bei uns.

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