Weigelien: Standort, Blütezeit & Pflege

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Die pflegeleichte Weigelie bezaubert mit ihrem bunten Blütenreichtum. Dieser robuste Zierstrauch braucht nicht viel, um erfolgreich zu gedeihen.

Blüten der Weigelie
Die Weigelie bezaubert mit ihrer auffälligen Vielzahl an Blüten

Die sommergrüne Weigelie (Weigela) ist sowohl im Garten als auch im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon ein echter Hingucker. Sie besticht vor allem durch zwei Eigenschaften: Durch ihre Schönheit und ihre Genügsamkeit. Was die Weigelie braucht, um ihren Blütenreichtum entfalten zu können, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Weigelien: Herkunft und Eigenschaften

Das laubabwerfende Ziergehölz gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und stammt ursprünglich aus dem Nordosten Asiens, genauer gesagt aus Japan, Korea, China sowie Teilen Russlands. Dort wachsen Weigelien vor allem in Mischwäldern und Gebüschen. Bereits seit dem 19. Jahrhundert werden sie als Ziergehölz in europäischen Park- und Gartenanlagen kultiviert. Die Gattung Weigelia mit ihren rund 12 Arten und den daraus entstandenen Sorten bietet Gehölze mit unterschiedlichen Blattfärbungen – von grünen über mehrfarbige Blätter bis hin zu rötlichem Laub.

Ähnlich verhält es sich mit den Blüten, welche weiß, blassrosa oder auch in einem zarten Gelb gefärbt sein können. Die Wuchsform der Weigelien-Sorten und -Arten ist jedoch ähnlich – meist sparrig mit lang überhängenden Blütentrieben und einem insgesamt aufrechten Wuchs. Ihre sommergrünen Blätter sind elliptisch geformt, gegenständig angeordnet und kurz- bis ungestielt. Die Form der Blüten ist kelch- bis trichterförmig und erinnert an eine Glocke. Aus diesem Grund wird die Weigelie auch Glockenstrauch genannt.
In unserem Online Shop können Sie übrigens verschieden Weigelien kaufen – die Pflanzen werden von der Baumschule direkt zu Ihnen nach Hause geliefert.

Zum Verwechseln ähnlich sieht die Weigelie der Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis). Die Unterscheidung gelingt durch einen Blick auf die Blüten:

  • Blütenform: Die Blüten der Weigelie sind trichterförmig während die Kolkwitzie länglichere, trompetenförmige Blüten besitzt die im inneren gelb gefärbt sind.
  • Blütezeit: Beide Pflanzen blühen im Mai. Allerdings kann die Weigelie noch später im Jahr nachblühen.
  • Blütenblätter: Die Blütenblätter der Weigelie sind spitzzulaufend und gleichmäßig angeordnet. Die Kolkwitzie hat dagegen fünf abgerundete Blütenblätter, zwei eher im oberen und drei im unteren Bereich.

Wann haben Weigelien Blütezeit?

Die Hauptblütezeit der Weigelien liegt zwischen Mai und Juni. Verschiedene Sorten blühen sogar bis in den August hinein. Ist die erste Blüte vorüber, kann es außerdem zu einer etwas schwächeren Nachblüte kommen. Um den zweiten Blütenflor zu fördern, werden die alten Blütenbüschel zurückgeschnitten.

Nach der Blütezeit reifen die Kapselfrüchte der Weigelie, welche geerntet und für eine Aussaat verwendet werden können. Alternativ gibt es noch zwei sehr viel einfachere Vermehrungsmethoden – wir erklären in unserem Spezialartikel, wie Sie die Weigelie vermehren können.

Weigelie 'Bristol Ruby' Rubinrot
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Sind Weigelien bienenfreundlich?

Ja, die glockenförmige Blütenpracht der Weigelie zieht Bienen förmlich an. Sie dient während der Blütezeit als wichtige Nahrungsquelle für Insekten.

Insektenfreundliche Weigelie
Neben Bienen zieht sie auch Hummeln an [Foto: matunka/ Shutterstock.com]

Weigelien pflanzen: Standort und Vorgehen

Weigelien haben keine hohen Ansprüche und sind daher pflegeleichte Gartenbewohner. Wann, wo und wie man den Zierstrauch anpflanzt, erfahren Sie im Folgenden.

Der optimale Standort für Weigelien

Die Weigelie ist sehr genügsam, was ihren Standort angeht. Bevorzugt steht sie an einem Platz mit viel Sonneneinstrahlung und einem humosen, nährstoffreichen und wasserdurchlässigen Boden, welcher schwach sauer bis alkalisch sein darf. Achten Sie darauf, dass der Untergrund weder austrocknet noch zu Staunässe neigt. An einem halbschattigen Standort kann sie ebenso gut wachsen, blüht dort aber weniger prachtvoll.

Weigelie als Hecke pflanzen
Als Hecken- oder Solitärpflanze – die Weigelie begeistert durch ihr Blütenmeer [Foto: MirSiwy/ Shutterstock.com]

Weigelien pflanzen: So geht man vor

Der optimale Zeitraum für die Pflanzung ist im Frühjahr. Graben Sie dazu ein Pflanzloch, welches circa anderthalbmal so tief wie die Größe des Ballens ist. Bei einer Solitärpflanzung sollte dem Zierstrauch etwas mehr Platz geboten und circa 2 m Abstand zu den benachbarten Gewächsen eingeplant werden. Neigt der gewählte Standort zu Staunässe, empfiehlt es sich, vor dem Einsetzen der Pflanze eine Drainageschicht aus Kies oder Splitt anzulegen. Ist die Weigelie platziert, können die Zwischenräume mit dem Mutterboden aufgefüllt und die frisch gepflanzten Weigelien gegossen werden. Passende Pflanznachbarn sind beispielsweise Prachtspieren (Astilbe), Kolkwitzien (Kolkwitzia amabilis) oder Pfeifensträucher (Philadelphus coronarius). Als Unterpflanzung eignen sich Storchschnabel (Geranium), Schaumblüten (Tiarella), Funkien (Hosta), Nelkenwurz (Geum) und Buschwindröschen (Anemone nemorosa).

Pflanznachbarn der Weigelie
Beim Kombinieren von Pflanzen sollte auf ähnliche Standortansprüche geachtet werden [Foto: speakingtomato/ Shutterstock.com]

Weigelien-Hecken pflanzen

Die Weigelie eignet sich besonders als informelle, locker wachsende Hecke, beispielsweise als Abgrenzung zwischen Gärten. Idealerweise wird der Strauch im Frühjahr zwischen April und Mai gepflanzt, damit das Ziergehölz bis zum Winter gut einwurzeln kann. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie die Weigelie als Hecke pflanzen können:

  • Furche an gewünschtem Standort graben, ungefähr 1 ½-mal so tief wie der Ballen
  • Boden großzügig lockern, beispielsweise mit einer Grabgabel
  • Weigelien in einem Abstand von 1 – 1,5 m zueinander pflanzen
  • Zwischenräume mit Erde füllen
  • Gut angießen
Zwerg-Weigelie 'Pink Poppet' Rosa
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Weigelie im Kübel pflanzen

Nicht nur als Heckenpflanze macht sich die Weigelie hervorragend, auch im Kübel kann das mehrjährige Ziergehölz kultiviert werden. Hierfür eignen sich besonders kleinwüchsige Arten und Sorten. Als Substrat empfehlen wir eine hochwertige Blumenerde wie beispielsweise unsere torffreie Plantura Bio-Blumenerde. Durch den enthaltenen Blähton wird für eine optimale Struktur und Durchlässigkeit gesorgt – Kalium und Phosphor regen eine üppige Blütenbildung an.

Je nach Pflanzengröße sollte auf eine entsprechende Topfgröße geachtet werden, wobei der Topf einen Durchmesser von mindestens 40 cm aufweisen sollte.

Wichtige Pflegemaßnahmen

Weigelien sind sehr robust und pflegeleicht. Pflanzen im Topf sollten regelmäßig, jedoch ausschließlich von März bis August, mit einem Flüssigdünger wie beispielsweise unserem Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger versorgt werden. Die enthaltenen Nährstoffe sorgen nicht nur für ein gesundes Pflanzenwachstum, sondern auch für eine üppige Blütenbildung.

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Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt notwendig. Um einen kompakten Wuchs zu erhalten, empfiehlt sich ein zarter Formschnitt nach dem Abblühen des Strauches. Dabei können Sie die abgeblühten Triebe bis zur nächsten Astgabelung oder schlafenden Knospe zurückschneiden. Die Nachblüte im Herbst wird dabei nicht gefährdet, denn diese erfolgt am diesjährigen Holz. In unserem Spezialartikel erklären wir, welche Schnittmaßnahmen möglich sind und was Sie außerdem beim Schneiden der Weigelie beachten sollten.

Weigelie zurückschneiden
Durch den jährlichen Formschnitt bleibt sie buschig und kompakt [Foto: Ritta Rina/ Shutterstock.com]

Ist die Weigelie winterhart?

Ja, die Weigelie ist an sich winterhart und braucht im Garten keinen Schutz im Winter. Im Kübel benötigt die Pflanze allerdings etwas Zuwendung, da ihre Wurzeln im Topf nicht genug geschützt sind. Am besten stellen Sie Ihre Weigelie an die Hauswand und wickeln die Pflanze mit Vlies oder Jute ein. Zusätzlich schützt eine Mulchschicht auf dem Boden vor starken Frösten. Sind die letzten Spätfröste im Mai vorüber, können Sie die Pflanze an ihren gewohnten Ort zurückstellen.

Ist die Weigelie giftig?

Die Weigelie ist in allen Pflanzenteilen weder für den Menschen noch für Hunde oder Katzen giftig und kann daher bedenkenlos in den Garten oder auf den Balkon gepflanzt werden. Trotzdem handelt es sich um ein Ziergehölz, weswegen vom Verzehr von sämtlichen Pflanzenteilen abzuraten ist.

Eine weitere prächtig blühende Zierpflanze, die sich als schöne Hecke eignet, ist der Perückenstrauch (Cotinus coggygria) – welche Sorten diese Art bietet und wie der Strauch geschnitten wird, haben wir Ihnen kurz und knapp zusammengefasst.

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