Ballaststoffreiche Lebensmittel: Nutzen & Quellen

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Ballaststoffe sind wichtig für eine gesunde Ernährung und eine gute Verdauung. Wie Ballaststoffe wirken und welche Lebensmittel besonders ballaststoffreich sind, kannst du hier lesen.

Beispiele ballaststoffreicher Lebensmittel
Besonders in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sind viele Ballaststoffe enthalten [Foto: Vibe Images/ Shutterstock.com]

Ballaststoffe sind, im Gegensatz dazu, was ihr Name über sie aussagt, kein Ballast für den Körper. Ganz im Gegenteil sind Ballaststoffe ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Wie Ballaststoffe deiner Darmgesundheit helfen, deine Verdauung unterstützen können und durch welche Lebensmittel du deinen Bedarf an Ballaststoffen decken kannst, erfährst du hier.

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Erklärung

Ballaststoffe sind meist unverdauliche, langkettige Kohlenhydrate, die überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden sind. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil pflanzlicher Strukturen von Obst- und Gemüse, Blättern und Stängeln. Der menschliche Darm kann sie kaum oder gar nicht verdauen. Dennoch sind Ballaststoffe wichtig für unsere Gesundheit, da sie nachhaltig sättigen, die Darmtätigkeit unterstützen und dabei helfen, Verstopfungen vorzubeugen.

Ballaststoffreiches Obst im Frühstück
Es wird empfohlen, täglich rund 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen [Foto: Vladislav Noseek/ Shutterstock.com]

Welche Lebensmittel sind ballaststoffreich?

Worin sind Ballaststoffe enthalten?

Man unterteilt Ballaststoffe in zwei Gruppen: Lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Lösliche Ballaststoffe sind wasserlöslich und bilden beim Kontakt mit Flüssigkeiten eine gelartige Masse. Diese wird im Darm von den Bakterien in kurzkettige Fettsäuren weiterverarbeitet, welche als Energiequellen für den Körper dienen. So fördern lösliche Ballaststoffe das Wachstum von guten Darmbakterien. Lebensmittel mit häufig vorkommenden löslichen Ballaststoffen sind Pektin, Inulin oder Beta-Glucan. Man findet lösliche Ballaststoffe vor allem in Obst und Gemüse. Unlösliche Ballaststoffe lösen sich beim Verdauen nicht auf und können nur begrenzt aufquellen. Deshalb werden sie nur teilweise oder gar nicht abgebaut und zumeist unverändert wieder ausgeschieden. Unlösliche Ballaststoffe unterstützen die Darmtätigkeit und sorgen für eine bessere Füllung des Darms. Außerdem bewirken sie durch ihre grobe Faserstruktur, dass Lebensmittel länger und intensiver gekaut werden müssen, was die Speichelproduktion anregt. Beispiele für unlösliche Ballaststoffe sind Zellulose, Hemizellulose und Lignin, diese findet man vor allem in Getreideprodukten, aber auch in Obst und Gemüse. Um dir einen Überblick zu geben, welches Obst und Gemüse viele Ballaststoffe enthält, haben wir für dich eine Liste zusammengestellt.

Obst mit vielen Ballaststoffen:

Gemüse mit vielen Ballaststoffen:

Bei Obst und Gemüse gilt häufig: Je höher der Wassergehalt, desto geringer ist meist der Ballaststoffgehalt, da das viele Wasser die Ballaststoffe gewissermaßen verdünnt.

Gemüse mit viel Ballaststoffen
Kohl eignet sich hervorragend für eine ballaststoffreiche Ernährung [Foto: New Africa/ Shutterstock.com]

Andere ballaststoffreiche Lebensmittel

Neben Obst und Gemüse gibt es außerdem noch einige andere Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen, die man gut in seine Ernährung mit einbringen kann. Getreide wie Hafer, brauner Reis oder Quinoa, sowie Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe. Ebenso sind Hülsenfrüchte, wie Bohnen, Erbsen und Linsen eine gute Ergänzung für eine ballaststoffreiche Ernährung. Auch Nüsse und Samen enthalten viele Ballaststoffe, besonders hoch ist der Gehalt in Chia- und Leinsamen. Auch in Sprossen stecken viele Ballaststoffe. Besonders geeignet für eine ballastreiche Ernährung sind Rettich-Sprossen, Bohnen-Sprossen oder Brokkoli-Sprossen. Mit unserem Plantura Bio-Sprossen Anzucht-Set kannst du dir ganz leicht deine eigenen Sprossen selbst ziehen und so den Ballaststoffgehalt in deiner Ernährung erhöhen.

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Nutzen von ballaststoffreichen Lebensmitteln

Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, da sie maßgeblich zur Darmgesundheit beitragen und wichtig für die Verdauung sind. Ballaststoffe quellen im Magen auf und vergrößern das Nahrungsvolumen, so wirken sie als Füllstoffe und erhöhen das Sättigungsgefühl bei der Nahrungseinnahme. Außerdem hat eine ballaststoffreiche Ernährung einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Ballaststoffe verzögern nämlich die Aufnahme von Kohlenhydraten im Darm, so dass der Blutzucker nur langsam ansteigt. Zudem regen sie die natürliche Darmbewegung an und unterstützen das Wachstum von nützlichen Darmbakterien. Durch diese positiven Einflüsse auf den Darm und die Verdauung hilft eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung nachhaltig dabei Magen-Darm-Krankheiten und Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Bei einem Umstieg einer ballaststoffarmen Diät auf eine ballaststoffreiche Nahrung sollte man jedoch vorsichtig sein und nur schrittweise in Menge erhöhen, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden. Empfohlen wird eine Menge von ungefähr 30 Gramm Ballaststoffe am Tag. Um deine Ernährung ballaststoffreicher zu gestalten, kannst du damit beginnen, auf Vollkornprodukte umzusteigen und in deinen Mahlzeiten vermehrt ballaststoffreiches Obst und Gemüse einzubauen. Nur solltest du beachten, dass bei einer erhöhten Aufnahme von Ballaststoffen auch der Wasserbedarf steigt. Besonders bei sehr ballaststoffreichen Lebensmitteln, wie Leinsamen oder Weizenkleie solltest du ausreichend Wasser trinken, da es sonst Verstopfungen begünstigen kann.

Ballaststoffreiche Nahrung im Teller
Ballaststoffe lassen sich ganz einfach in die tägliche Ernährung integrieren [Foto: Baba.Images/ Shutterstock.com]

Wofür braucht man Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind wichtig, um eine gesunde Verdauung zu fördern, die Darmtätigkeit anzuregen, ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl zu erzeugen und die allgemeine Darmgesundheit zu unterstützen.

Weil in Sprossen ebenfalls viele Ballaststoffe enthalten sind, eignen sie sich hervorragend als eine gute Ergänzung in einer ballaststoffreichen Ernährung. Wie du dir ganz einfach selbst Sprossen ziehen kannst, kannst du in diesem Artikel erfahren.