Brokkoli-Sprossen: Anleitung zum Keimen & gesundheitliche Vorteile

Nicolas
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Pflanzen waren schon immer eine Faszination für mich. Es gibt noch einiges im Pflanzenreich zu entdecken und zu erforschen und ich möchte einen Beitrag dazu leisten. Im Moment studiere ich mit voller Leidenschaft Gartenbau in Freising. Am liebsten beschäftige ich mich mit allem rund um Gemüse und Zierpflanzen.
Nachhaltiges Arbeiten und integrierter Pflanzenschutz liegen mir am Herzen.

Lieblingsobst: Himbeere
Lieblingsgemüse: Tomate

Brokkoli-Sprossen sind gesund, schmecken gut und sind leicht anzubauen. Die scharf-würzigen Brokkoli-Keimlinge sind besonders im Winter eine schöne Ergänzung zu vielen Gerichten.

Brokkoli und Brokkoli-Sprossen
Brokkoli kann man auch als Sprossen genießen [Foto: CGissemann/ Shutterstock.com]

Neben den bekannteren Sojasprossen eignet sich auch eine Vielzahl anderer Pflanzen für die Sprossenanzucht. Beliebt sind vor allem Brokkoli-Sprossen. Sie sind gesund und leicht zu kultivieren. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Brokkoli-Sprossen selber ziehen können und welche gesundheitlichen Vorteile diese mit sich bringen.

Was sind Brokkoli-Sprossen?

Als Sprossen oder Keimlinge bezeichnet man Samen, die gerade erst gekeimt sind. Zur Keimung wird kein Licht benötigt, wodurch die Sprossen meist eine gelbe bis weiße Farbe bekommen. Die Keimblätter sind schon zu erkennen, jedoch noch nicht voll entwickelt. Nach wenigen Tagen sind die Sprossen fertig zum Verzehr. In der Küche lassen sich die Brokkoli-Keimlinge vielseitig in Salaten, Wraps, Suppen oder auf dem Brot einsetzen. Sie sind leicht scharf und schmecken kohlartig. 

Brokkoli-Keimlinge
Brokkoli-Sprossen keimen ohne viel Licht [Foto: yMediaPhotography/ Shutterstock.com]

Tipp: Neben Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) können Sprossen zum Beispiel auch aus Soja (Glycine max), Linsen (Lens culinaris), Senf (Sinapsis) oder Alfalfa (Medicago sativa) hergestellt werden. Einen Überblick über geeignete Sprossen-Arten und deren gesundheitliche Vorteile finden Sie in unserem Artikel über Sprossen.

Brokkoli-Sprossen selber ziehen

Für die Anzucht der eigenen Brokkoli-Sprossen braucht man ein Gefäß zum Keimen, Saatgut, Wasser und etwas Geduld. Im Handel findet man Keimschalen oder Sprossengläser, die das Keimen erleichtern – mit einem sauberen Einmachglas und einem Filtertuch zum Abdecken funktioniert es aber ebenso. Die optimale Keimtemperatur für Brokkoli-Keimlinge liegt zwischen 18 bis 22 °C. Wichtig ist, bei allen Arbeiten stets auf die Hygiene zu achten. Die feuchten und warmen Bedingungen sind nämlich auch optimal für das Wachstum von Pilzen und Bakterien.

Anleitung: Brokkoli-Sprossen keimen lassen

  1. Waschen Sie die Brokkoli-Samen mit reichlich Leitungswasser, zum Beispiel in einem Küchensieb.
  2. Anschließend werden die Samen für 6 – 8 Stunden in Wasser zum Quellen gebracht. Wenn ein Sprossenglas verwendet wird, kann man das Saatgut in dem Glas quellen lassen.
  3. Gießen Sie das Wasser ab. Wenn eine Keimschale genutzt wird, verteilt man nun die Samen in der Schale.
  4. Stellen Sie das Sprossenglas oder die Keimschale an einen dunklen, 18 – 22 °C warmen Ort und wässern Sie die Samen mindestens zweimal am Tag. Dabei wird Leitungswasser für ein paar Minuten in das Glas gegossen und im Anschluss lässt man es wieder abtropfen.
  5. Nach 3 – 5 Tagen sind die Brokkoli-Sprossen fertig. Die ersten Keimblätter sollten sichtbar, aber nicht voll entwickelt sein.

Tipp: Sprossen sind nicht sehr lange haltbar und sollten zügig verzehrt werden. In einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank halten die Sprossen nur etwa zwei Tage.

Brokkoli-Sprossen im Sprossenglas
Mit einem Sprossenglas ist die Anzucht von Sprossen besonders einfach [Foto: Marie Shark/ Shutterstock.com]

Wie gesund sind Brokkoli-Sprossen?

Brokkoli-Sprossen enthalten vergleichsweise hohe Mengen an Sulforophan, einem sogenannten Senföl, das eine hohe antioxidative Wirkung besitzt. Diese Stoffe helfen dem Körper, Krankheiten vorzubeugen. Daneben enthalten die Sprossen Eisen, Phosphor, Calcium und Zink sowie die Vitamine B1, B2, C und E. Da Sprossen aber meist nur in geringen Mengen verzehrt werden, können sie eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

Kann man Brokkoli-Sprossen roh essen? Ja, kann man. Im Gegensatz zu Sprossen aus Hülsenfrüchten wie Linsen oder Soja müssen Brokkoli-Keimlinge und andere Pflanzen der Kreuzblütler (Brassicaceae) nicht erhitzt werden, um besser bekömmlich zu sein.

Brokkoli-Sprossen auf Tacos
Sprossen sind eine leckere Ergänzung für gesunde Gerichte [Foto: Magdanatka/ Shutterstock.com]

Neben Brokkoli-Samen eignen sich auch noch viele weitere Sämereien zur Anzucht von Sprossen. Alfalfa-Sprossen sind zum Beispiel sehr filigran, dekorativ und enthalten Saponine, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken.

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