Weiße Fliegen an Zimmerpflanzen
Sie saugen an den schönen Blättern unserer Pflanzen und verursachen gelbe Flecken – deshalb sollte man die Weiße Fliege an Zimmerpflanzen schnellstens bekämpfen.

Die Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum), auch Gewächshaus-Mottenschildlaus genannt, ist ein kleiner, saugender Pflanzenschädling. Er ist besonders auf wärmere Temperaturen angewiesen und tritt deshalb häufig in Innenräumen, Gewächshäusern oder Wintergärten auf. Ein Befall mit der Weißen Fliege kann Pflanzen stark schwächen und bis zum Absterben führen. Hier erfährst du, wie du die Weiße Fliege an deinen Zimmerpflanzen erfolgreich bekämpfen kannst.
Weiße Fliegen an Zimmerpflanzen erkennen
Die Weiße Fliege gehört zu den Mottenschildläusen und ist mit einer Körpergröße von etwa 1 bis 1,5 mm relativ klein. Die erwachsenen Tiere sind weiß bemehlt und besitzen weiße Flügel, die sie bei Störung kreisförmig auffliegen lassen. Ihre Eier sind gelblich bis weißlich, oval und nur etwa 0,2 mm groß – sie werden kreisförmig auf der Blattunterseite abgelegt. Die daraus schlüpfenden Larven sind hellgrünlich bis gelblich und sitzen flach an der Blattunterseite.

Zu den von der Weißen Fliege stark betroffenen Zimmerpflanzen gehören diverse Zierpflanzen wie Gerbera, Fuchsien, Poinsettien, Peperomia-Arten, Salvien und Zantedeschia. Typische Symptome, die auf einen Befall durch die Weiße Fliege an Zimmerpflanzen hindeuten, sind zuerst kleine gelbe Flecken auf der Blattoberseite. Diese werden verursacht durch den Nährstoffentzug durch die Saugaktivität der Tiere. Im weiteren Verlauf vergilben die Blätter, teilweise fallen sie vorzeitig ab. Oft ist ein klebriger Belag auf den Blättern sichtbar, der sogenannte Honigtau, der von den Weißen Fliegen ausgeschieden wird. Dieser Honigtau begünstigt das Wachstum von Rußtaupilzen, was die Pflanze zusätzlich schwächt. Die befallenen Blätter zeigen meist auch einen weißen, mehligen Belag auf der Blattunterseite.
Weiße Fliege an Zimmerpflanzen bekämpfen
Um die Weiße Fliege an Zimmerpflanzen erfolgreich zu bekämpfen, solltest du zunächst stark befallene Blätter und Pflanzenteile entfernen. So lässt sich die Vermehrung der Schädlinge deutlich einschränken. Gelbtafeln sind ebenfalls sehr hilfreich, denn sie locken die adulten Weißen Fliegen an und fangen sie zuverlässig. So lässt sich ein Befall der Weißen Fliege früh erkennen. Es ist wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und bei einem Befall frühzeitig mit Maßnahmen zu reagieren.

Zur Bekämpfung der Weißen Fliege an Zimmerpflanzen sind Nützlinge wie Schlupfwespen der Gattung Encarsia formosa sehr effektiv. Unsere Plantura Encarsia-Schlupfwespen gegen Weiße Fliegen beispielsweise in Deutschland hergestellt und wirken natürlich und zuverlässig als Mittel gegen die Weiße Fliege an Zimmerpflanzen. Sie parasitieren die Larven der Weißen Fliege und reduzieren so ihre Population auf natürliche Weise. Bei starkem Befall kann eine Insektizidbehandlung notwendig sein. Neem-Präparate wie unser Plantura Schädlingsfrei Neem haben sich hierfür als wirkungsvolle biologische Mittel bewährt. Der Wirkstoff Azadirachtin stört den Lebenszyklus der Weißen Fliege, indem er ihre Entwicklung hemmt und die Saugaktivität der Insekten verringert. Die Behandlung erfolgt durch mehrmaliges Aufsprühen auf den Blattunterseiten, so dass Larven und Eier gut abgedeckt werden.
Vorbeugend sollte man das Klima für die Pflanzen möglichst verbessern, zum Beispiel durch gute Belüftung und das Vermeiden von zu hohen Temperaturen und trockener Luft – diese Bedingungen begünstigen nämlich die Entwicklung der Weißen Fliege. Um eine Einschleppung der Weißen Fliege zu vermeiden, solltest du nur gesunde Jungpflanzen kaufen und diese vor dem Einsetzen eine Zeit lang in Quarantäne stellen. Durch regelmäßige Kontrolle lässt sich ein Befall meist früh erkennen und rechtzeitig passende Gegenmaßnahmen einleiten.
Weiße Schädlinge: Zimmerpflanzen
Neben der Weißen Fliege gibt es noch weitere weiße Schädlinge an Zimmerpflanzen, die beachtet werden sollten. Dazu gehören Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, die durch ihre weißen Beläge auffallen. Ebenfalls können weiße Schildläuse auftreten, die kleine, schuppenartige Beläge an Stängeln und Blättern bilden. Auch Spinnmilben sind manchmal als helle Schädlinge an Zimmerpflanzen wahrzunehmen. Sie sind winzig klein und hinterlassen oft silbrige Sprenkel auf den Blättern sowie feine Gespinste. Diese Schädlinge haben eines gemeinsam: Sie saugen an den Pflanzen.
Falls du es an deinen Zimmerpflanzen doch nicht mit einem Weiße Fliege Befall zu tun hast, könnte es sich auch um einen anderen Schädling handeln. In unserem Spezialartikel zum Thema Schädlinge an Zimmerpflanzen haben wir die wichtigsten Arten zusammengefasst.
















