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Schädlinge an Zimmerpflanzen bestimmen & bekämpfen

Emile
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Ich habe Gartenbauwissenschaften im Bachelor studiert und spezialisiere mich in meinem Master auf Prozess- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau. Ganz besonders interessiere ich mich für moderne und nachhaltige Ansätze beim Anbau von Obst und Gemüse. Meine Faszination für Obst und Gemüse stammt von meiner Leidenschaft fürs Kochen. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, egal ob zu Hause oder auf Reisen. Besuche in Parks und botanischen Gärten sowie Naturspaziergänge auf dem Land sind für mich ein wahrer Genuss.

Lieblingsobst: Erdbeere, Pfirsich und Nektarine
Lieblingsgemüse: Tomate, Pak Choi und grüner Spargel

Besonders im Winter können Schädlinge an Zimmerpflanzen schnell zur Plage werden und uns zur Verzweiflung bringen.

Blattläuse und Marienkäfer auf Zimmerpflanzen-Blatt
Blattläuse lassen sich auch auf natürliche Art und Weise bekämpfen [Foto: JulieK2/ Shutterstock.com]

Schädlinge bei Zimmerpflanzen können zu einer Stresssituation im Haushalt werden – besonders bei Lieblingen, die man seit vielen Jahren pflegt. Deshalb ist es wichtig, sich an zwei Prinzipien zu halten: Vorbeugen und Prüfen. Sollte es trotzdem zu einem Schädlingsbefall bei einer Zimmerpflanze kommen, ist es wichtig, rasch zu handeln. Wir erklären, wie man Schädlinge an Zimmerpflanzen erfolgreich bestimmen und bekämpfen kann.

Schädlinge an Zimmerpflanzen: Befall erkennen

Oft ist es nicht einfach, an seinen Zimmerpflanzen Schädlinge zu erkennen. Die Schadorganismen sind meist sehr klein und verbergen sich an den Blattunterseiten. Deshalb ist es immer gut, während des Gießens nach Schädlingen auf seinen Zimmerpflanzen zu suchen. Hierfür kann man auch Hilfsmaterialien verwenden: Eine Lupe und eine Taschenlampe können beispielsweise die Überprüfung der Pflanzen erheblich erleichtern. Dabei sucht man gezielt nach Bewegungen, klebrigen Stellen und Flecken auf den Blattober- sowie Unterseiten. Vor allem bei kleinen Tieren wie Thripsen oder Spinnmilben kann das sehr hilfreich sein. Auch Triebe, Achsen und die Erde der Zimmerpflanzen sollte man nach Schädlingen untersuchen. Falls man auffällige Symptome an einer Pflanze bemerkt, aber keine Schädlinge erkennen oder bestimmen kann, gibt es mittlerweile auch digitale Hilfsmittel. Unsere Plantura App hat beispielsweise ein durch künstliche Intelligenz gestütztes Hilfsmittel, das es erlaubt, mit wenigen Bildern der Pflanze mögliche Schaderreger zu bestimmen.

Frau untersucht Zimmerpflanze mit Lupe
Mit einer Lupe lassen sich kleine Schädlinge einfacher erkennen [Foto: Esich Elena/ Shutterstock.com]

Die häufigsten Zimmerpflanzen-Schädlinge bestimmen und bekämpfen

Nachfolgend fassen wir zusammen, wie du die häufigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen identifizieren und loswerden kannst.

Blattläuse

Bei kleinen schwarzen oder grünen Schädlingen auf Zimmerpflanzen könnte es sich um Blattläuse (Aphidoidea) handeln. Allein in Mitteleuropa treten etwa 850 Arten an Blattläusen auf, welche viele unterschiedliche Wirtspflanzen befallen. Sie gehören bei uns zu den häufigsten Schädlingen.

Blattlausweibchen mit Nymphe auf Blatt
Blattläuse treten je nach Art sowohl mit als auch ohne Flügel auf [Foto: Frances van der Merwe/ Shutterstock.com]

Größe: Blattläuse sind je nach Art zwischen 1 und 4 mm groß. Trotz ihrer Größe fallen diese Schädlinge auf Zimmerpflanzen meist erst nach einer Massenvermehrung auf, da sie sich an Blattunterseiten geschickt verstecken.

Farbe: Die häufigsten Blattlaus-Arten sind entweder grün oder schwarz gefärbt. Anhand ihrer Farbe und der Wirtspflanze lässt sich mit etwas Recherche oft bereits die genaue Art dieser Schädlinge an Zimmerpflanzen bestimmen.

Aussehen: Geflügelte Blattlaus-Arten haben zwei durchsichtige Flügelpaare und lange Antennen. Ungeflügelte Blattläuse tragen – wie der Name schon vermuten lässt – keine Flügel. Die Länge des Rüssels variiert je nach Art stark. Insgesamt haben Blattläuse sechs Beine.

Schadbild: Häufig treten Kräuselungen oder Einrollungen an jungen Blättern und Trieben auf, gefolgt von Wachstumsstörungen oder dem Absterben betroffener Pflanzenteile. Durch die Ausscheidung von Honigtau, einer klebrigen, zuckerhaltigen Substanz, entsteht oft ein schwarzer Rußtaubelag an der Zimmerpflanze.

Bekämpfung: Durch einen Platz im Schatten, regelmäßigem Lüften und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit können die Bedingungen für Blattläuse bereits verschlechtert werden. Das Abwaschen befallener Blätter mit Wasser ist ebenfalls sinnvoll. Bei einem starken Befall kann es auch hilfreich sein, beschädigte Stellen an der Pflanze komplett abzuschneiden. Allgemein ist es wichtig, befallene Pflanzen zu isolieren, um eine Ausbreitung auf andere Pflanzen zu verhindern. Da es sich um saugende Insekten handelt, eignet sich der Einsatz von biologischen Mitteln auf Neem-Basis gut, um diese Schädlinge an Zimmerpflanzen zu bekämpfen. Unser Plantura Schädlingsfrei Neem wird beispielsweise einfach mit Wasser vermischt und auf die betroffene Pflanze gespritzt.

Schädlingsfrei Neem
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Auch mit Nützlingen können Blattläuse vertrieben werden: Siebenpunkt-Marienkäfer können in Innenräumen das ganze Jahr über gegen Blattläuse angewendet werden. Die gefräßigen Nützlinge können pro Tag bis zu 150 Blattläuse verspeisen.

Trauermücken

Bei weißen Larven in der Erde könnte es sich um die berüchtigten Trauermücken (Sciaridae) handeln. Diese kleinen Ungeziefer fressen bei Zimmerpflanzen gerne die Wurzeln an, was schnell zu unerwünschten Symptomen führt. Man erkennt die Schädlinge an den ausgewachsenen Fliegen, die in der Nähe der Pflanze herumschwirren.

Pflanze mit Trauermücken auf Gelbtafeln
Mit Gelbtafeln lässt sich ein Befall mit Trauermücken schnell erkennen [Foto: MarcOliver_Artworks/ Shutterstock.com]

Größe: Die Larven der Trauermücken fallen mit ihren 6 bis 7 mm Länge besonders auf. Ausgewachsen sind die Fliegen zwischen 1 und 7 mm groß.

Farbe: Adulte Trauermücken sind dunkel, während man die Larven an ihrer glasig-weißen Färbung und dem schwarzen Kopf erkennt.

Aussehen: Die Larven der Trauermücke fallen durch ihre Färbung und Größe besonders gut auf. Sie befinden sich in der Erde der Zimmerpflanzen. Adulte Insekten erkennt man durch ihr hektisches Fliegen, vor allem bei der Bewässerung oder wenn man die Pflanze bewegt.

Schadbild: Trauermücken-Larven fressen gerne die Wurzeln von Sämlingen und Stecklingen an, wodurch Fäulnis hervorgerufen werden kann. Ein Befall bei Jungpflanzen kann rasch zu Welke-Erscheinungen oder sogar zum Absterben der gesamten Pflanze führen.

Bekämpfung: Für die Erkennung eines Befalls von Trauermücken eignen sich Gelbtafeln besonders gut. Diese locken die fliegenden Insekten mit ihrer gelben Farbe zunächst an. Die Tafeln sind mit einem klebrigen Mittel beschichtet, sodass die Trauermücken schließlich an den Gelbtafeln haften bleiben. Wenn man einen starken Befall bemerkt, sollte man die betroffene Pflanze isolieren und Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen. Unser Plantura Trauermückenfrei Neem lässt sich beispielsweise ganz einfach mit Wasser vermischen und anschließend auf die betroffenen Zimmerpflanzen spritzen. Effektiv ist auch der Einsatz von SF-Nematoden gegen Trauermücken. Hierbei handelt es sich um winzige Fadenwürmer, die in die Larven der Trauermücke eindringen und diese parasitieren. Zur Anwendung löst man den Inhalt der Nematoden-Packung einfach in Wasser auf und gibt die Mischung mit einer Gießkanne in die Erde der betroffenen Pflanzen.

Trauermücken bekämpfen mit Plantura

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Thripse

Hier handelt es sich um kleine schwarze Schädlinge an Zimmerpflanzen. Thripse (Thysanoptera) verbreiten sich besonders in Innenräumen mit geringer Luftfeuchtigkeit.

Größe: Diese fliegenden Insekten sind besonders klein, sodass sie mit bloßem Auge schwer zu erkennen sind. Die erwachsenen Tiere sind etwa 1 bis 2 mm groß.

Thripse auf einem Blatt
Thripse sind besonders klein und lassen sich gut durch ihre Schadwirkung erkennen [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Farbe: Thripse sind im ausgewachsenen Zustand hellbraun gefärbt. Die Larven dieses Schädlings haben eine hellgrüne Farbe und lassen sich mithilfe einer Lupe auf den Unterseiten von Blättern finden.

Aussehen: Aufgrund der geringen Größe der Thripse erkennt man diese oft nur durch ihre Bewegungen um die Pflanzen herum. Ausgewachsene Exemplare haben 6 Beine, 4 Flügel und 2 Antennen. Besonders sind ihre Blasenfüße, mit denen sie sich beispielsweise an glatten Oberflächen gut festhalten können.

Schadbild: Zu Beginn eines Befalls zeigen sich auf den Blättern weiße bis gelbe Punkte und Flecken, oft begleitet von kleinen schwarzen Kothäufchen. Bei einem starken Befall kann die Unterseite der Blätter silbrig weiß erscheinen. Junges Pflanzengewebe wie Blätter und Blüten können verkrüppeln und austrocknen.

Bekämpfung: Befallene Pflanzen sollte man unbedingt isolieren, um eine Verbreitung der Schädlinge möglichst zu verhindern. Zum Schutz seiner Zimmerpflanzen vor diesen Schädlingen kann als Hausmittel eine Seifenlauge mit Olivenöl angewendet werden. Bei einem starken Befall sollte man allerdings lieber zu speziellen Präparaten greifen. Auch hier lässt sich unser Plantura Schädlingsfrei Neem gut einsetzen. Wer lieber zu Nützlingen greift, kann Florfliegen gegen Thripse einsetzen. Diese können täglich eine große Menge an Schädlingen verzehren und lassen sich als Larven sehr einfach direkt auf die Pflanze geben.

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Spinnmilben

Bei warmen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit breiten sich die Spinnmilben (Tetranychidae) besonders schnell aus, sodass ein Befall oft nur nach Erscheinen von Symptomen bemerkt wird.

Größe: Spinnmilben sind je nach Art zwischen 0,25 und 0,8 mm groß. Die Schädlinge bleiben an Zimmerpflanzen aufgrund ihrer geringen Größe häufig eine Zeit lang unbemerkt.

Farbe: Je nach Art und Entwicklungsstadium kann die Farbe von Spinnmilben variieren. Meist sind sie rötlich gefärbt. Es gibt aber auch grüne Spinnmilben-Arten. Larven und Männchen haben häufig eine braune Färbung, während die Jungtiere und Eier der Spinnmilbe gelblich erscheinen.

Aussehen: Ausgewachsene Spinnmilben erkennt man an ihren 8 Beinen. Die Larven der Schädlinge haben hingegen nur 6 Beine. Die hinteren Beinpaare der Spinnmilben sind dabei eher unscheinbar, im Gegenzug zu den vorderen, die einfacher zu erkennen sind.

Spinnmilbenbefall an einer Pflanze
Spinnmilben mögen es besonders warm und trocken [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Schadbild: Spinnmilben sind saugende Schädlinge, die sich vom Zellsaft von Pflanzen ernähren. Die Blätter und Blüten von Zimmerpflanzen zeigen bei einem Befall mit Spinnmilben oft einen blassen Farbton. Blattoberseiten sind mit weißgelben Punkten übersät und bei starkem Befall sind sie von feinem Spinngewebe bedeckt.

Bekämpfung: Zimmerpflanzen sollten bei einem Befall mit Spinnmilben zuerst vom restlichen Pflanzenbestand isoliert werden, damit sich die Schädlinge nicht weiterverbreiten können. Mit Hausmitteln sind die kleinen Spinntiere nur schwer zu bekämpfen. Mit etwas Wasser und Rapsöl lässt sich allerdings eine eigene Spritzbrühe herstellen, mit der man seine Pflanze bis zu dreimal täglich behandeln kann. Ansonsten kann durch das Abspritzen mit Wasser die Feuchtigkeit an der Pflanze erhöht werden, um die Verbreitung der Spinnmilben zu bremsen. Ideal ist hier als Bekämpfungsmaßnahme der Einsatz von Nützlingen, genauer gesagt der Einsatz von Raubmilben gegen Spinnmilben. Raubmilben fressen sowohl die Jungtiere als auch die adulten Spinnmilben. So kann bereits nach 10 Tagen ein Befall mit Spinnmilben ohne Chemikalieneinsatz gestoppt werden. Auch mit Florfliegenlarven lässt sich ein Befall mit Spinnmilben bekämpfen.

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Schädlingen an Zimmerpflanzen vorbeugen

Noch viel wichtiger als die Bekämpfung von Schädlingen bei Zimmerpflanzen ist die Ergreifung von vorbeugenden Maßnahmen. Ziel ist es hierbei, den Schadorganismen die Etablierung an den Pflanzen nur schwer zu ermöglichen. Dafür sind unter anderem die Klimabedingungen an den Pflanzen ausschlaggebend. Schädlinge an Zimmerpflanzen präferieren meist trockene und warme Bedingungen. Deshalb ist die trockene Heizungsluft im Winter oft ideal für diese Tiere, um sich schnell zu vermehren und mehrere Pflanzen im Zimmer zu besiedeln. Um hiergegen vorzugehen, kann man mit einem Luftbefeuchter eine höhere Luftfeuchtigkeit im Zimmer erreichen. Alternativ kann man auch mit einer Sprühflasche regelmäßig die Blätter und Erde der Zimmerpflanzen befeuchten. Allgemein ist es auch ratsam, abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen und von Schädlingen betroffene Pflanzenteile mit etwas Wasser abzuwaschen. Die betroffene Pflanze kann dann dank des Entfernen von Staub auch besser Licht aufnehmen, gleichzeitig sorgt das Abwaschen auch für mehr Feuchtigkeit an der Pflanze.

Verschiedene Pflanzen mit einem Luftbefeuchter
Zimmerpflanzen Schädlinge lassen sich durch hohe Luftfeuchtigkeit meist vorbeugen [Foto: NatalyaBond/ Shutterstock.com]

Darüber hinaus ist es wichtig, regelmäßig seine Pflanzen auf einen Schädlingsbefall zu überprüfen. Das kann einfach gleichzeitig mit dem Gießen der Zimmerpflanze erfolgen. Genauso ist auch eine angemessene Pflege der Zimmerpflanzen wichtig. Durch die richtige Anwendung von Düngemitteln und Stärkungsmitteln können Pflanzen natürliche Stoffe bilden, um sich selbst vor einem Befall mit Schädlingen zu schützen. Hier eignet sich für Zimmerpflanzen beispielsweise unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger besonders gut. Der Flüssigdünger kann ganz einfach beim Gießen der Pflanzen verabreicht werden.

Um gegen Schädlinge an Zimmerpflanzen vorzugehen, gibt es viele Methoden. Eine besonders natürliche Methode ist dabei der Einsatz von sogenannten Nützlingen. Was diese genau sind und welche man alles gegen allerlei Schädlinge einsetzen kann, haben wir in einem Spezialartikel über Nützlinge zusammengefasst.