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Glanzmispel: Pflanzen, Pflege & Giftigkeit

Max
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Pflanzen und deren Vielfalt in der Natur fand ich schon immer faszinierend. Daher habe ich nach meiner Ausbildung zum Schreiner das Studium der Gartenbauwissenschaften an der Hochschule in Weihenstephan begonnen. Zuhause kultiviere ich in Garten, Wald und Haus verschiedenstes; von kleinen Zimmerpflanzen bis hin zu großen Forstbäumen, wobei mein besonderes Interesse den Obstgehölzen gilt. Auch nach der Ernte verarbeite ich gerne die Früchte weiter zu Marmeladen, Wein oder diversen anderen Produkten.

Lieblingsobst: Apfel
Lieblingsgemüse: Paprika

Glanzmispeln finden in vielen heimischen Gärten Verwendung – und das nicht ohne Grund. Ihre oft rot glänzenden Laubblätter sowie ihre attraktiven Blüten und Früchte bieten einen hohen Zierwert.

Glanzmispel in Wiese
Die Rotfärbung bildet einen schönen Akzent im Garten [Foto: Konstantinos Livadas/ Shutterstock.com]

Als Glanzmispeln werden Pflanzen der Gattung Photinia bezeichnet, wobei es innerhalb dieser Gattung viele verschiedene Glanzmispelarten gibt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Infos zur Pflanzengattung vor.

Glanzmispel: Herkunft und Eigenschaften

Glanzmispeln stammen ursprünglich aus weiten Teilen Asiens. Dabei handelt es sich um Sträucher und Bäume, die teilweise bis über 10 m Höhe erreichen. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort „photeinos“ ab, was so viel wie „glänzend“ bedeutet. Alle Arten der Glanzmispel gehören botanisch zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Unterfamilie der Kernobstgewächse (Spiraeoideae). Dadurch sind sie beispielsweise mit dem Apfelbaum (Malus domestica) oder dem Birnbaum (Pyrus communis) verwandt. Je nach Art können Glanzmispeln ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild haben, so gibt es beispielsweise immergrüne sowie laubabwerfende Exemplare. Die Blätter sind meist länglich und spitz zulaufend. Glanzmispeln zeigen von Mai bis Juni bienenfreundliche, weiße bis zartrosa Blüten. Später entwickeln sich daraus kleine, rundliche und rote Früchte, die Vögeln eine gute Nahrungsquelle bieten.

Blüte der Glanzmispel
Die Blüten der Glanzmispel sind nicht nur für Insekten attraktiv [Foto: Konstantinos Livadas/ Shutterstock.com]

Glanzmispel pflanzen

Bei der Pflanzung von Gehölzen wie Glanzmispeln sollten einige Dinge beachtet werden. So gibt es beispielsweise Unterschiede bezüglich des Standortes – wie bei der Pflanzung im Freiland oder im Topf.

Der richtige Standort

Fast alle Glanzmispeln bevorzugen einen sonnigen bis absonnigen Standort mit gut durchlässigen, nährstoffreichen Böden und einem neutralen pH-Wert. Allgemein sind sie jedoch recht anpassungsfähig, was den Untergrund angeht.

Glanzmispel pflanzen: Vorgehen

Die beste Pflanzzeit für Glanzmispeln ist das Frühjahr. Bis zum Winter gut eingewurzelte Exemplare leiden weniger unter einem oberflächlich gefrorenen Boden und der damit einhergehenden eingeschränkten Wasserversorgung. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen der Pflanze sein, welchen man am besten etwas auflockert, um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten. Außerdem ist es von Vorteil, den Aushub zu gleichen Teilen mit etwas frischer Blumenerde oder Kompost zu vermischen, um der Pflanze Nährstoffe für einen guten Start zu bieten. Zu beachten ist, dass das Gehölz nicht tiefer in die Erde gepflanzt werden sollte, als es vorher im Verkaufstopf war. Bei ballierter oder wurzelnackter Ware sollte ebenfalls nur der Wurzelbereich im Boden vergraben werden. Anschließend wird das Substrat gut angedrückt und angegossen.

Glanzmispeln im Kübel
Die Glanzmispel lässt sich häufig als Containerware erwerben [Foto: Yuriy Meleshko/ Shutterstock.com]

Die Glanzmispel kann auch in einem Kübel getopft werden, hierbei ist allerdings zu beachten, dass überschüssiges Wasser unten ablaufen kann und eine ausreichende Drainage gewährleistet ist. Hierfür sollte man in den unteren Teil des Topfes grobes, mineralisches Substrat wie etwa Kies oder Blähton geben, über dem sich dann das eigentliche Pflanzsubstrat befindet. Außerdem muss das Gefäß an die Größe der entsprechenden Glanzmispelart angepasst sein und sollte mindestens 40 cm hoch und breit sein. Vor allem im Topf ist ein gutes Pflanzsubstrat sehr wichtig, da der Wurzelraum hier begrenzt ist. Geeignet ist dafür beispielsweise unsere Plantura Bio-Blumenerde, welche die Erde durch die Beimischung von gebrochenem Blähton durchlässig und luftig hält.

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Geeignete Pflanznachbarn

Pflanzen, die ebenfalls einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen, eignen sich als Nachbarn für Glanzmispeln. So bieten sich beispielsweise Stauden wie Lavendel (Lavandula angustifolia), Astern-Arten, Taglilien (Hemerocallis-Arten) oder Igelköpfe (Echinacea purpurea) an.

Pflege der Glanzmispel

Drei Faktoren sind für das Gelingen der Glanzmispel-Pflege von zentraler Wichtigkeit: Schnitt, Wasser und Düngung. Jährlich im Frühjahr sollten alte, kranke und überflüssige Äste entfernt werden, um den Baum luftig zu halten und so pilzlichen Krankheiten vorzubeugen. Auch für eine Erhaltung der gewünschten Form ist ein regelmäßiger Schnitt der Glanzmispel unumgänglich. Genügend Wasser ist insbesondere in den heißen Sommermonaten bedeutsam. In langanhaltenden Trockenperioden kann es oftmals nötig sein, die Glanzmispel mehrmals pro Woche zu gießen. Kurze Trockenphasen können dagegen durchaus überstanden werden. Bei der Nährstoffversorgung gilt: Stehen die Gehölze auf kargen Böden, so ist eine gelegentliche Düngung der Glanzmispel fast unerlässlich. Hierfür bieten sich vor allem vornehmlich organische Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger an, welche nach und nach Nährstoffe freigeben. Gedüngt wird allerdings nur während der Vegetationsperiode von Frühling bis Herbst. Für Pflanzen im Topf empfiehlt sich hingegen eher ein Flüssigdünger wie unser Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger, welcher durch seine einfache Gießanwendung leicht in den Pflanztopf zu bringen ist.

Glanzmispel als Hecke
Oft finden Glanzmispeln als Hecke Verwendung [Foto: LFO62/ Shutterstock.com]

Glanzmispel-Krankheiten und häufige Schädlinge

Als Kernobstgewächse sind Glanzmispeln ebenfalls anfällig für den bakteriellen Erreger des Feuerbrandes (Erwinia amylovora). Manche Arten wie das Funkenblatt (Photinia davidiana) gelten sogar als Hauptwirtspflanzen. Bei einem Befall beginnen Blätter zu welken, sich zu kräuseln und wirken verbrannt. Da Feuerbrand als Quarantäneerreger gilt, müssen infizierte Pflanzen beim zuständigen Pflanzenschutzamt gemeldet und vernichtet werden. Als weitere häufige Glanzmispel-Schädlinge sind noch Blattläuse (Aphidoidea) zu vermerken. Besonders im Frühsommer können sich deren Populationen schlagartig vermehren und ausbreiten. Oft sind die Tierchen eine Folge von zu starker Düngung. Zum Glück können sie leicht bekämpft werden, indem man sie einfach mit Seifenlauge abputzt.

Ist die Glanzmispel winterhart?

Die Winterhärte der Glanzmispel hängt von der jeweiligen Art ab. So ist beispielsweise die Purpur-Glanzmispel (Photinia fraseri) bis etwa -23 °C frostresistent und damit etwas anfälliger als die Scharlach-Glanzmispel (Photinia villosa), welche Temperaturen bis -26 °C problemlos verträgt. Photinia serratifolia ist hingegen mit einer Resistenz bis -15 °C oft nicht ausreichend winterhart.

Schneebedeckte Glanzmispel
Vielen Glanzmispelarten können Schnee und Frost nichts anhaben [Foto: caseyjadew/ Shutterstock.com]

Vermehrung

Glanzmispeln können einfach durch Stecklinge vermehrt werden. Hierfür schneidet man im Juli bis August halb verholzte Triebe mit etwa 15 cm Länge ab und entfernt das untere Laub, sodass nur noch die obersten zwei bis drei Blätter stehen bleiben. Anschließend entfernt man im unteren Viertel etwas der äußersten Rindenschicht, sodass das Kambium zum Vorschein kommt. Hierbei handelt es sich um die grüne Gewebeschicht, welche sich unter der Borke und dem Bast eines Gehölzes befindet. Der Steckling wird dann zu zwei Dritteln in ein geeignetes Substrat gesteckt. Dazu eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, welche speziell für Pflanzenstecklinge entwickelt wurde. Das Substrat muss dann bis zur Bewurzelung konstant feucht gehalten werden. Gut geeignet sind auch kleine Zimmergewächshäuser, da die Luftfeuchtigkeit in diesen ebenfalls hochgehalten werden kann. Im folgenden Frühjahr sollten dann genügend Wurzeln gebildet worden sein, um die Stecklinge in ein nährstoffreicheres Substrat pflanzen zu können. Ob die Pflanze schon Wurzeln gebildet hat, lässt sich leicht erkennen, wenn neue Blätter am Trieb entstehen.

Rote Blätter der Glanzmispel
Die Glanzmispel lässt sich am Besten über Stecklinge vermehren [Foto: okazaki hayato/ Shutterstock.com]

Ist die Glanzmispel giftig?

Glanzmispeln gelten als leicht giftig und sollten daher weder von Menschen noch von Tieren verzehrt werden. Um merkbare Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit oder Magenkrämpfe zu bekommen, müssten jedoch sehr große Mengen der Pflanze eingenommen werden.

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Passend zum Laubaustrieb der Glanzmispel bieten sich noch andere Pflanzen mit roten Blättern an, um das Gesamtbild im Garten etwas abzurunden. Wir stellen Ihnen im entsprechenden Artikel einige Möglichkeiten vor.