Hortensie einpflanzen: Alles zum Pflanzen in Topf & Beet

David
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Ich habe einen Master-Abschluss in Gartenbauwissenschaften und bin zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.

Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

Alles Wichtige zum Pflanzen von Hortensien: Vom Standort in Topf oder Beet über die richtige Erde bis hin zu passenden Begleitpflanzen für die Hortensie.

Einpflanzen der Hortensie
Hortensien können sowohl ins Beet als auch in einen Topf gepflanzt werden [Foto: SutidaS/ Shutterstock.com]

Die Gattung der Hortensien (Hydrangea) umfasst eine Vielzahl an verschiedenen Hortensien-Arten. Der berühmteste Vertreter in unseren Gärten ist jedoch mit Abstand die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla). Alles, was Sie wissen müssen, um den Star unter den Hortensien im eigenen Garten zu pflanzen, erfahren Sie hier.

Im Folgenden erfahren Sie, welcher Standort und welche Bodenverhältnisse die Hortensie benötigt. Außerdem zeigen wir, welche Unterschiede es beim Einpflanzen von Hortensien in Topf, Beet und als Hecke gibt. Zusätzlich finden Sie Tipps zum Umpflanzen und den richtigen Begleitpflanzen für Hortensien.

Hortensie pflanzen: Der ideale Standort

Eine Vielzahl der verholzenden und zumeist strauchig wachsenden Hortensien stammt aus den gemäßigten Breiten Ostasiens. Ihr natürlicher Wohnraum liegt dort im Unterholz einheimischer Wälder. Ihrem natürlichen Vorkommen nach sind sie also nicht besonders viel Licht ausgesetzt. Und so bevorzugen auch die hier beliebten Hortensien eher einen etwas schattigeren Platz im Garten. Optimal ist jedoch ein halbschattiger Standort. Denn bei zu viel Schatten wird die Wuchsform der Hortensie in Mitleidenschaft gezogen. Über die Jahre entwickeln sich nur lange, dünnbelaubte Triebe und die Blühkraft leidet. An einen sonnigen Standort können sich Hortensien zwar mit der Zeit recht gut gewöhnen, jedoch kann es hier aufgrund des hohen Wasserbedarfs unverhofft schnell zu Trockenschäden kommen.

Hortensie pflanzen: Bodenansprüche

Was den Boden anbelangt, in den die Hortensie ihre Wurzeln schlagen soll, so muss dieser den etwas speziellen Ansprüchen gerecht werden. Es ist nämlich nicht von Nachteil, wenn der pH-Wert des Bodens etwas saurer ist. Liegt er zwischen 4 und 5, so ist er optimal. Über 5,5 sollte er jedoch nicht steigen. Sollen die Hortensien in kräftigem Blau oder Lila erstrahlen, so darf der pH-Wert des Bodens generell etwas niedriger sein als für rosa, rote oder weiße Hortensien-Sorten. Ist der pH etwas alkalischer, so hat dies zwar keine drastischen oder lebensbedrohlichen Auswirkungen auf das Wachstum der Hortensie. Sehr wohl kann es aber zu Mangelerscheinungen oder nicht zu der gewünschten Farbausbildung führen. Hier finden Sie weitere Informationen zu gelben Blättern an Hortensien.

Mit dem richtigen pH-Wert ist es beim Pflanzen von Hortensien noch nicht getan. Bei Hortensien handelt es sich um Pflanzen, deren hoher Wasserbedarf zu decken ist. Ansonsten kann es schnell zu Trockenschäden kommen. Deshalb ist es von Vorteil, einen Standort auszuwählen, an dem der Boden gute Wasserspeicherfähigkeiten aufweist. Allerdings darf der Untergrund auch nicht zu Staunässe neigen, denn das könnte zügig zu Wurzelfäule und dem Absterben der Hortensie führen.

Hortensie im Beet
Hortensien bevorzugen einen halbschattigen Standort ohne Staunässe [Foto: TruePhotography/ Shutterstock.com]

Der optimale Standort zum Pflanzen von Hortensien im Überblick:

  • pH-Wert zwischen 4 und 5,5
  • Gute Wasserspeicherung und -verfügbarkeit
  • Keine Staunässe
  • Halbschattiger Standort

Hortensie einpflanzen

Hortensien können nicht nur im Beet, sondern auch wunderbar als Topfpflanze kultiviert werden. Falls Sie nicht genug von den schönen Hortensien bekommen können, zeigen wir Ihnen außerdem, wie Sie eine Hecke aus Hortensien pflanzen können.

Hortensie im Beet pflanzen

Soll die Hortensie ins Beet ausgepflanzt werden und ist der passende Standort gefunden, so sollte man zunächst das weitere Vorgehen durchdenken. Bei Böden mit einem zu hohen pH-Wert kann es sich nämlich anbieten, ein etwas größeres Loch auszuheben. So ist Platz für etwas Substrat mit passendem pH-Wert wie etwa Rhododendronerde. Natürlich ist auch hier die Hortensie vor dem Pflanzen noch einmal gut zu wässern und im Anschluss anzugießen. Um die Pflanze herum kann der Boden etwas aufgelockert werden, um der Hortensie das Einwurzeln zu erleichtern. Keinesfalls sollte der aufgelockerte Boden um die eingepflanzte Hortensie mit energischen Tritten verdichtet werden, um ihr zu „besserem“ Halt im Boden zu verhelfen.

Zusammenfassung Hortensie im Beet pflanzen:

  • Gegebenenfalls etwas Boden durch Substrat mit passendem pH-Wert ersetzen
  • Hortensie vor dem Pflanzen gut wässern
  • Boden um die Hortensie auflockern
  • Hortensie nicht zu tief pflanzen
  • Substrat leicht andrücken und nicht durch energisches Andrücken mit dem Fuß verdichten
  • Zuletzt Hortensie angießen, damit sich das Substrat setzt

Hortensienbeet anlegen

Möchten Sie gleich ein ganzes Hortensienbeet im Garten anlegen, dann finden Sie in unserer Video-Anleitung alle wichtigen Schritte zusammengefasst. Darunter können Sie das Vorgehen noch einmal genau nachlesen.

Wer ein Hortensienbeet anlegen möchte, sollte einen sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten aussuchen. Idealerweise werden Hortensien im Frühling oder Frühsommer gepflanzt, auch der Herbst ist zum Pflanzen möglich. Bedenken Sie bei der Planung, dass die Hortensien noch wachsen werden und lassen Sie lieber etwas mehr Pflanzabstand. Die Pflanzlöcher sollten jeweils doppelt so breit und tief wie der Topf der Hortensie sein, die an diese Stelle gepflanzt wird. Der Boden am Grund der Pflanzlöcher wird mit einer Hacke etwas aufgelockert, damit sich die Wurzeln besser ausbreiten können. Um den Bodenansprüchen der Hortensie gerecht zu werden, kann etwas spezielle Hortensienerde mit einem niedrigen pH-Wert in das Pflanzloch gegeben werden. Hervorragend geeignet ist die torfreduzierte Floragard Bio-Erde Sauer. Diese enthält zusätzlichen Dünger, der das Anwachsen Ihrer Hortensien erleichtert. So schaffen Sie ideale Bedingungen für das Hortensienbeet. Gartenboden und Pflanzerde werden kräftig durchgemischt, um die Wurzelbildung der Hortensien anzuregen.

Floragard Bio-Erde Sauer
Torfreduzierte Bio-Spezialerde zum Pflanzen
von kalkempfindlichen Moorbeetpflanzen wie
Rhododendren, Heidelbeeren und Azaleen.
 
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Bevor die Hortensien ins Beet kommen, sollten die Ballen gut gewässert werden. Dafür können Sie die Pflanzen solange in einen Eimer mit Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Unmittelbar vor dem Einpflanzen werden dann vorsichtig die Wurzelballen etwas aufgelockert, um ihr Wachstum zu fördern. Stellen Sie die Hortensie in das Pflanzloch und füllen Sie dieses mit dem Gemisch aus Gartenboden und Hortensienerde auf.

Tipp: Pflanzen Sie Ihre Hortensie nicht zu tief ein. Der obere Rand des Topfballens sollte auf einem Level mit dem Boden sein.

Hortensienbeet anlegen
Wer ein Hortensienbeet anlegen möchte, sollte sich schon vorher überlegen, wie viel Platz die Hortensien benötigen (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Hortensie im Topf pflanzen

Hinsichtlich der Standortansprüche macht es keinen Unterschied, ob die Hortensie in ein Gefäß oder ins Beet gepflanzt wird. Gerade im Topf freut sie sich, wenn ihr Wunsch nach einem halbschattigen Standort erfüllt werden kann. Denn bei der Kultur im Topf muss die Hortensie häufiger gegossen werden, als dies im Beet der Fall ist. Deshalb ist das Pflanzgefäß auch nicht zu klein auszuwählen.

Da Hortensien einen etwas saureren pH-Wert im Wurzelraum bevorzugen, empfiehlt es sich, eine Spezialerde für Morbeetpflanzen zu verwenden. Für eine optimale Wasserversorgung wird die Hortensie vor dem Pflanzen in einen mit Wasser gefüllten Eimer getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach dem Einpflanzen sollten Sie die Hortensie nochmals gut angießen, damit sich das aufgelockerte Substrat setzt und die Wurzeln Zugang zu Wasser und Nährstoffen haben.

Zusammenfassung Hortensie im Topf pflanzen:

  • Halbschattiger Standort
  • Pflanzgefäß nicht zu klein wählen
  • Hortensie vor dem Pflanzen gut wässern
  • Sepzialerde zum Pflanzen von kalkempfindlichen Moorbeetpflanzen verwenden
  • Nach dem Pflanzen angießen nicht vergessen

Hortensie als Hecke pflanzen

Oftmals besteht der Wunsch, eine Hortensien-Hecke anzulegen. Die klassische Bauernhortensie eignet sich hierfür leider nicht so gut. Einerseits ist der Wuchs eher unpassend und andererseits können die meisten Sorten nicht unbehelligt geschnitten werden, ohne an Blühkraft einbüßen zu müssen. Grund hierfür ist die bereits im Herbst erfolgte Anlage der Blüten bei den Bauernhortensien. Allerdings kann auf andere Hortensien-Arten ausgewichen werden, um den Wunsch nach einer Hortensien-Hecke zu verwirklichen. Sehr gut eignet sich hierfür beispielsweise die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata). Sie kann durch Schnittmaßnahmen eher in den eckenförmigen Wuchs erzogen werden. Bei der Blütenfarbe stehen Ihnen bei dieser Hortensien-Art leider nur Weiß und ein Hauch von Rosa zur Verfügung. Bei einem Pflanzabstand von einem Meter entsteht zügig eine dichte Hecke. Allerdings muss diese in einem trockenen Sommer durchaus regelmäßig gegossen werden und darf nicht einfach bis zum alljährlichen einmaligen Schnitt im Herbst oder Frühjahr vergessen werden.

Hortensienhecke
Hortensien-Hecken sind ein ganz besonderer Blickfang im Garten [Foto: Ann W. Kosche/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Hortensie als Hecke pflanzen:

  • Am besten geeignet ist die Rispenhortensie
  • Pflanzabstand von 1 m passend
  • Bei Bedarf regelmäßiges Wässern erforderlich
  • Einmal jährlicher Formschnitt im Herbst oder Frühjahr (bis auf die Hälfte der Trieblänge möglich)

Hortensie umpflanzen

Ein Umzug ist immer mit Stress und Mühen verbunden – so auch für Hortensien. Ideal wäre es deshalb, wenn sie erst gar nicht von ihrem Platz weichen müsste. Wenn allerdings ein paar Tricks beachtet werden, meistert die Hortensie auch den Standortwechsel in der Regel unbeschadet.

Hortensie umpflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Am besten werden Hortensien im Herbst umgepflanzt. Dann steht ihnen kein Austrieb der kräfte- und wasserzehrenden Belaubung bevor. Somit bleibt zunächst eine Atempause für die Ausbildung neuer Wurzeln. Natürlich kann eine Hortensie auch im Frühjahr oder Sommer umgepflanzt werden, dann ist allerdings die Gefahr von Trockenschäden erhöht.

Hortensie umpflanzen: Anleitung

Mit dem richtigen Vorgehen haben Sie Ihre Hortensie im Nu erfolgreich umgepflanzt. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Optimaler Zeitpunkt ist der Herbst
  • Zuerst neues Pflanzloch vorbereiten
  • Großzügigen Wurzelballen ausstechen
  • Durchmesser des Wurzelballens sollte sich am Pflanzendurchmesser orientieren
  • Pflanze behutsam lockern
  • Darauf achten, dass der Wurzelballen möglichst intakt bleibt und nichts herausbricht
  • Hortensie an neuem Standort einpflanzen

Tipp: Schon bei der Pflanzung von Hortensien sollte ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung in den Boden eingearbeitet werden. Die langsam freigesetzten Nährstoffe und die Aktivierung des Bodenlebens sind eine gute Grundlage für eine gesunde Hortensie. Besonders im Topf ist eine Düngung wichtig, da die Nährstoffe wegen des kleineren Substratvolumens schneller aufgebraucht werden als im Beet. Ideal geeignet ist unser Plantura Bio-Hortensiendünger. Er basiert auf tierfreien Rohstoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie sowie mineralischen Komponenten, die auch im Biolandbau verwendet werden und versorgt Ihre Hortensie optimal mit allen wichtigen Nährstoffen. Wer hingegen blaue Hortensien anpflanzt, braucht einen speziellen Dünger, der die Blaufärbung erhält. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema „Blaufärbung von Hortensien“.

Plantura Bio-Hortensiendünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Begleiter für Hortensien

Hortensien sind alleine zwar schon ein echter Hingucker im Garten, doch in Kombination mit anderen Schönheiten kann der Wow-Effekt im Beet verstärkt werden. Wir zeigen geeignete Begleitpflanzen der Hortensie für verschiedene Zwecke.

In Kombination mit anderen Pflanzen strahlen Hortensien besonders [Foto: Maria Evseyeva/ Shutterstock.com]

Hortensien und Begleitpflanzen im Beet

Interessant wird ein Beet erst, wenn immer etwas blüht. So ist es zum Beispiel auch in einem Staudenbeet. Daher bietet es sich an, verschiedene Stauden um die Hortensie herum zu pflanzen. Folgende Pflanzen machen sich besonders gut:

  • Kontrastreiche und herbst-/winterfärbende Gräser
  • Farbenfrohe Windröschen (Anemonae)
  • Frauenmantel (Alchemilla epipsila)
  • Christ- oder Lenzrosen (Helleborus niger & Helleborus x hybridus)
  • Sattgrüne Farne
  • Blühfreudiger Wiesenknöterich (Bistorta)

Natürlich kann noch eine Vielzahl anderer Pflanzen mit Hortensien kombiniert werden. Das Wichtigste ist, dass sie die gleichen Standortvorlieben wie die Hortensie haben, wobei der schattige Standort am stärksten berücksichtigt werden sollte.

Begleitpflanzen unter der Hortensie pflanzen

Denkbar ist es außerdem, im Schatten der Hortensie zu pflanzen. Vor allem bei großen, ausladenden Exemplaren, bietet sich viel Raum, der nicht ungenutzt bleiben muss. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Frühjahrstreibende und -blühende Zwiebel- und Knollenpflanzen wie Narzissen, Tulpen oder Krokusse
  • Schattenverträgliche Bodendecker wie Efeu (Hedera helix) oder Günsel (Ajuga) im Schatten der laubtragenden Hortensie gedeihen lassen

Wie Sie nach dem Pflanzen Ihre Hortensien pflegen, erfahren Sie in unserem Spezial-Artikel.

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