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Thuja düngen: Wann, wie & mit welchem Dünger?

Virginia
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Ich habe Pflanzenbiotechnologie studiert und habe mich im Studium häufig mit den schwerwiegenden Folgen konfrontiert gesehen, die Unwissenheit und Fehlinformationen für die Natur haben können. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, Mensch und Natur wieder näher zusammenzubringen.

Lieblingsobst: Himbeeren, Erdbeeren und Ananas
Lieblingsgemüse: Zucchini, Brokkoli und Gurken

In der Pflege einer gesunden Thuja-Hecke ist die richtige Düngung von entscheidender Bedeutung. Unser Artikel gibt einen umfassenden Einblick darüber, wann, wie und mit welchem Dünger man die Thuja düngen kann.

Thuja-Hecke
Für kräftige Thujen sollte man nicht auf die Düngung verzichten [Foto: Tomas Urbelionis/ Shutterstock.com]

Die Thuja (Thuja), auch Lebensbaum genannt, gehört wie die Eibe (Taxus) zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Innerhalb der Gattung Thuja wird zwischen mehreren Thuja-Arten und -Sorten unterschieden. Die Nadelgehölze mit den Schuppenblättern sind robust, immergrün und recht anspruchslos. Dies macht sie zu gern gesehenen Gästen in deutschen Gärten, wo sie als Hecke für einen ganzjährigen Sichtschutz sorgen. Doch gerade als Hecke gepflanzt, streiten die Wurzeln sich auf dem engen Raum schnell um die im Boden vorhandenen Nährstoffe. Eine ausreichende Düngung ist demnach ausgesprochen wichtig. Andernfalls setzen sich nur die stärksten Pflanzen durch und es entstehen unschöne Lücken in Ihrer grünen Blätterwand.

Thujen erfreuen sich als Heckenpflanze großer Beliebtheit, denn sie bieten alles, was einen guten botanischen Sichtschutz ausmacht. Sie bilden schnell und ganzjährig blickdichte Blätterwände und sind bei uns wunderbar winterhart. Zumindest bieten sie diese Vorteile, wenn sie eine angepasste Auswahl hochwertiger Nährstoffe zu Verfügung haben. Ansonsten kann auch die robusteste Thuja ihr Potenzial nicht nutzen. Damit die Thuja-Hecke in sattem Grün erstrahlt, gilt es zu wissen, wann man eine Thuja düngen muss, wie oft sie gedüngt wird und welcher Dünger für die Thuja optimal ist.

Der beste Zeitpunkt zur Thuja-Düngung

Du möchtest eine Thuja pflanzen? Dann wähle am besten einen sandig-lehmigen Boden aus. Werden wurzelnackte Exemplare gepflanzt, ist eine ordentliche Pflanzdüngung von besonderer Bedeutung. Denn diese Pflanzen haben durch das Ausgraben aus den Anzuchtfeldern häufig beschädigte Wurzeln. Für die Pflanzdüngung wird der Gartenerde Kompost untergemischt.

Eine zusätzliche Ladung Gesteinsmehl liefert nicht nur wichtige Spurenelemente, sondern auch Kalk. Die genaue Menge an Gesteinsmehl ist individuell und hängt von dem Bodentyp, dem pH-Wert und auch dem ausgewählten Gesteinsmehl ab. Bei Containerware ist eine Pflanzdüngung hingegen nicht nötig, da die Erde im Topf bereits Langzeitdünger enthält. Nach der Pflanzung wird frühestens nach vier Wochen das erste Mal gedüngt.

Thuja pflanzen
Besonders bei kargem Boden darf ein Dünger für Lebensbäume nicht fehlen [Foto: Dmitry Trubitsyn/ Shutterstock.com]

Wann kann man die Thuja düngen? Thujadünger wird zwischen dem Frühjahr und Mitte Juli ausgebracht. Bei Verwendung eines Langzeitdüngers reicht eine einmalige Düngung im März/ April. Danach sollte nur noch Thujadünger ausgebracht werden, der sehr wenig bis keinen Stickstoff enthält. Ansonsten wird das Triebwachstum zu lange gefördert. Die neuen Triebe haben dann keine Zeit mehr, vor dem ersten Frost auszureifen und sind den eisigen Wintertemperaturen schutzlos ausgeliefert. Mit einem Magnesiumdünger sollte man im Juli die Thuja düngen. Das Magnesium ist wichtig für den grünen Blattfarbstoff, das Chlorophyll. So unterstützt du ein ganzjähriges Grün und kurbelst die Photosynthese an. Ende August folgt schließlich die letzte Düngung im Jahr. Bei der Herbstdüngung wird den Pflanzen eine Extraportion Kalium zur Verfügung gestellt. Dieses hilft bei der Aushärtung der übers Jahr mühsam gewachsenen Triebe. Das führt zu weniger Frostschäden im nächsten Frühjahr.

Thuja wird mit Bittersalz gedüngt
Thujadünger gibt es in fester und in flüssiger Form [Foto: Mariia Boiko/ Shutterstock.com]

Thuja bei braunen Trieben düngen?

Häufig werden Thujen vor dem Winter mehr oder weniger stark braun. Dies macht die Pflanze, um sich auf frostige Minusgrade vorzubereiten. Eine Braunfärbung muss also nicht immer der Vorbote einer eingehenden Pflanze sein. Allerdings können die braunen Triebe auch die Folge einer zu geringen Nährstoffverfügbarkeit, einer Überdüngung, von Streusalz, Wassermangel, Sonnenbrand oder einem Befall mit Krankheiten oder Schädlingen sein. Steht der Pflanze genug Wasser und Licht zur Verfügung, kann auch eine Gelbfärbung oder ein geringes Wachstum auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Die braune Thuja düngt man bei Nährstoffmangel mit einem mineralischen Dünger. Dieser versorgt die Pflanzen schnell mit den Nährstoffen, die ihr fehlen. Meist fehlt in diesem Fall Magnesium. Dieser wird für die Bildung der grünen Farbpigmente gebraucht. Allerdings sollte auch bei einer Notfalldüngung auf die richtige Dosierung geachtet werden. Mehr ist nicht immer automatisch besser. Statt die Erholung der Pflanze einzuleiten, wird diese wegen der Überdüngung nur noch brauner.

Thuja mit braunen Trieben
Braune Triebe an der Thuja können verschiedene Ursachen haben [Foto: Marinodenisenko/ Shutterstock.com]

Was ist der beste Thujadünger?

Für die Versorgung der Thuja eignet sich als Thujadünger besonders gut spezieller Koniferendünger. Dieser ist perfekt an die Ansprüche dieser immergrünen Nadelgehölze angepasst. Der Dünger bietet dabei Stickstoff, Kalium, Phosphat, Kalk, Magnesium, Eisen sowie die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink. Es kann auch auf einen anderen Universaldünger für Grünpflanzen zurückgegriffen werden. Achte nur darauf, dass insbesondere bei sandigem Boden auf eine zusätzliche Zufuhr der genannten Mineralstoffe und Spurenelemente geachtet werden sollte.

Thuja organisch düngen

Am besten wird ein vornehmlich organischer Dünger verwendet. Dieser muss aufgrund seiner Langzeitwirkung nur einmal jährlich ausgebracht werden. Unser Plantura Bio-Universaldünger bietet diesen Langzeiteffekt, da er überwiegend aus organischen Bestandteilen in Bioqualität hergestellt wird. Dies spart Ressourcen während der Produktion, denn mineralische Dünger müssen aufwändig prozessiert werden. Doch auch hinsichtlich der Anwendung gibt es Vorteile:

  • Das Bodenleben wird gefördert.
  • Die Gefahr einer Überdüngung wird minimiert.
  • Es gelangt weniger Dünger durch Ausschwemmung ins Grundwasser.

Befindet sich der Boden-pH-Wert unterhalb der Wohlfühlzone von 6 bis 8, sollte außerdem zusätzlich Kalk ausgebracht werden.

Plantura Bio-Universaldünger
Bei einem organischen Dünger mit Langzeitwirkung, wie unserem Plantura Bio-Universaldünger, ist die Gefahr der Überdüngung minimiert

Thuja-Hecken mineralisch düngen: Blaukorn, Bittersalz & Co

Auch mit mineralischem Dünger kann man die Thuja düngen. Die Düngung mit Blaukorn ist eine mögliche Variante. Blaukorndünger für Thuja wird zwischen Frühjahr und Mitte Juni verwendet, vorzugsweise zwei bis drei Mal in geringen Dosen, während der Vegetationsphase. Im Herbst empfiehlt sich Kaliumdünger wie Patentkali, um die neuen Triebe auszuhärten. Die Düngung mit Bittersalz ist ebenso möglich. Der Stickstoff-Magnesium-Dünger sorgt für sattes Grün und macht die Pflanze im Ganzen widerstandsfähiger gegen ungünstige Wetterlagen und Krankheiten.

Thuja-Dünger wird ausgebracht
Blaukorn enthält als Volldünger eine Vielzahl an Nährstoffen [Foto: Kym McLeod/ Shutterstock.com]

Thuja mit Hausmitteln düngen

Eine weitere Möglichkeit zum Thuja düngen ist die Verwendung von Hausmitteln. Eine bewährte Methode ist die Verwendung von Kompost, der aus Gartenabfällen und Küchenresten entsteht. Dieser reichhaltige organische Dünger liefert eine Vielzahl von Nährstoffen und ist somit ein guter Thujadünger. Eine weitere Möglichkeit ist es, Brennnesseljauche herzustellen. Für die Erzeugung von Brennnesseljauche werden Brennnesseln in Wasser vollständig untergetaucht und unter Sauerstoffabwesenheit fermentiert. Die Brennnesseln fangen an zu gären und bilden eine konzentrierte Flüssigkeit, die reich an Nährstoffen ist. Kaffeesatz, ein Nebenprodukt des Kaffeebrauens, enthält ebenfalls wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Obwohl er als Dünger verwendet werden kann, sind die Mengen für größere Thujahecken oft nicht ausreichend. Es ist ratsam, Kaffeesatz und Brennnesseljauche vor der Anwendung angemessen zu verdünnen und sparsam zu verwenden, um das Risiko einer Überdüngung zu vermeiden. Im Vergleich zu gekauften Düngemitteln sind die genauen Nährstoffgehalte von Hausmitteln oft nicht bekannt. Daher ist eine sorgfältige Anwendung der Pflanzen wichtig.

Kaffeesatz als Thuja-Dünger
Kaffeesatz kann genutzt werden, um viele verschiedene Pflanzen zu düngen [Foto: DGLimages/ Shutterstock.com]

Thuja düngen: Anleitung

Natürlich kommt es nicht nur auf die richtige Wahl des Düngemittels an. Auch die Dosierung und Ausbringung sollten wohlüberlegt sein. Damit die Düngung ein voller Erfolg wird, haben wir nachfolgend eine kleine Anleitung für unseren Plantura Bio-Universaldünger parat:

  1. Vor der Pflanzung 100 – 150 g/m² (gut gefülltes 0,2-Liter-Glas) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten.
  2. Boden und frisch eingesetzte Thuja gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann.
  3. Bei der Pflegedüngung im Frühjahr werden nochmals 80 – 120 g/m² (0,2-Liter-Glas) pro Pflanze gedüngt.

Es gilt zu beachten, dass der Düngebedarf bei Thuja-Hecken höher als bei Solitärpflanzen ausfällt, denn Letztere haben mehr Platz im Wurzelbereich. Eng gepflanzt kommt es schnell zur Konkurrenz unter den Wurzeln, aber auch zu anderen umliegenden Pflanzen, denn Thujen haben ein recht schwach ausgebildetes Wurzelwerk und sind entsprechend konkurrenzschwach. Eine etwas höhere Düngergabe verhindert einen solchen Futterneid unter den Pflanzen.

Das Schneiden von Thujen ist eine weitere wichtige Pflegemaßnahme. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du gerne unseren Artikel Thuja schneiden lesen.