Butternut-Kürbis: Anpflanzen, Ernte & Zubereitung

Katja
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Ich studiere Landschaftsökologie und habe durch mein Studium die Liebe zu Pflanzen entdeckt. Pflanzen sind nicht nur schön, sondern faszinieren mich auch durch ihre unterschiedlichen Überlebensstrategien. Um mir etwas Natur in die Wohnung zu holen, hege und pflege ich meine Zimmerpflanzen und Kräuter auf jeder verfügbaren Fensterbank.

Lieblingsobst: Rhabarber und alle Arten von Beeren
Lieblingsgemüse: Zwiebeln und Knoblauch

Man erkennt den Butternut-Kürbis sofort an seiner birnenähnlichen Form und der beigen Schale. Bei uns erfahren Sie alles für den erfolgreichen Anbau vom Butternut-Kürbis.

Der Butternut-Kürbis ist oft birnenförmig und hellgelb oder beige
Der Butternut-Kürbis ist oft birnenförmig und hellgelb oder beige [Foto: nada54/ Shutterstock.com]

Der Butternut-Kürbis lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten und überzeugt sowohl geschmacklich als auch mit seinen Inhaltsstoffen. Da der Winterkürbis gut haltbar ist, kann man ihn über einen langen Zeitraum genießen. Wir geben Tipps zu Anbau, Pflege und Ernte von Butternut-Kürbis im Garten.

Butternut-Kürbis: Aussehen, Eigenschaften und Herkunft

Die beliebten Butternut-Kürbisse bilden eine Untergruppe des Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und sind in verschiedenen Variationen erhältlich. Wie man es von der Zucchini (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) oder anderen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) gewohnt ist, bildet auch die Pflanze des Butternut-Kürbisses große, herzförmige und flaumig bis rau behaarte Blätter aus. Die Laubblätter sind grün, besitzen silbrige Blattadern oder sind oft mit silbrig-weißen Flecken besprenkelt. Die trichterförmigen, orangefarbenen Blüten sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch essbar. Es handelt sich um eine einjährige, krautige Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt, heute aber in weiten Teilen der Erde als beliebtes Gemüse angebaut wird. Die Triebe wachsen rankend über den Boden oder können an Stützen emporklettern. Die Früchte, also der Butternut-Kürbis selbst, sind von hellgelber bis beiger Farbe und länglich, birnen- oder erdnussförmig. Sie besitzen eine eher dünne Schale. Diese enthält das nach Melone duftende, tieforange Fruchtfleisch und nur wenige Kerne. Dieser Kürbis ist im Gegensatz zum Spaghettikürbis (Cucurbita pepo) auch nach dem Kochen nicht faserig, sondern weich, und schmeckt mild-süß. Von seinem buttrig-zarten, nussigen Fruchtfleisch hat der Butternut-Kürbis, Butternuss-Kürbis oder schlicht Butterkürbis wohl auch seinen Namen.

Butterkürbis
Butternut-Kürbisse können rankend am Boden oder an Rankhilfen vertikal und platzsparend angebaut werden [Foto: NOPPHARAT7824/ Shutterstock.com]

Die besten Sorten für den Garten

Der Butternut-Kürbis bildet zwar bereits eine eigene Untergruppe unter den Moschuskürbissen, dennoch gibt es von ihm wiederum zahlreiche Sorten.

  • ‘Butterfly F1‘: Italienische Sorte mit 3 – 4 kg schweren, leicht gerippten Früchten. Die Hybridsorte wächst recht kompakt und reift ab Ende September.
  • ‘Early Nutter F1‘: Ertragreiche Hybridsorte mit schlanken Früchten, die etwa 1,4 kg schwer werden. Die Früchte sind etwa 90 Tage nach der Bestäubung erntereif.
  • ‘Honeynut‘: Idealer Kürbis für ein bis zwei Personen, denn die Früchte erreichen nur knapp 0,5 kg. Die Schale ist hellgelb bis hellbeige gefärbt. Im Inneren befinden sich nur sehr wenige Kerne und viel Fruchtfleisch.
  • ‘Ponca‘: Amerikanische, ertragreiche Butternut-Sorte mit einem Gewicht von 0,5 bis 1 kg. Die zahlreichen, kleinen Früchte reifen auch in kühleren Sommern zuverlässig aus.
  • ‘Tahiti Melon‘: Butternut-Sorte mit rundem Korpus und unvergleichlich langen Hälsen, fast wie ein Schwan. Diese Varietät besitzt einen besonders süßen, fast schon melonenartigen Geschmack.
  • ‘Waltham‘: Birnenförmiger Butternut mit hellbeiger Farbe und bis zu 2 kg schweren Früchten. Die Reife erfolgt spät ab Ende September bis Oktober.
Butternut-Kürbis
Butternut-Kürbis Sorten unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe [Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock.com]

Butternut-Kürbis anpflanzen

Wer selbst einen Butternut-Kürbis anpflanzen möchte, sollte die Samen im Frühjahr auf der Fensterbank vorziehen. Das kann ab April geschehen, denn in der Wohnung ist es dafür dann schon warm genug. Um die Keimung der Butternut-Samen zu vereinfachen, verwenden Sie zu Beginn am besten eine Anzuchterde, wie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Diese ist weniger nährstoffreich als klassische Pflanzenerden, sodass die Keimlinge ein größeres Wurzelsystem ausbilden, um an ausreichend Nährstoffe zu gelangen. Das Saatgut sollte mit Erde bedeckt sein und etwa 3 cm tief im Boden stecken. Halten Sie die Samen gleichmäßig feucht und warm bei etwa 20 bis 24 °C. Nach der Keimung, die nach etwa 7 bis 14 Tagen erfolgt, werden die Pflänzchen an einen sonnigen Platz am Fenster gestellt.

Neben gekauftem Saatgut kann man auch die Samen aus selbstgeernteten Früchten trocknen und im nächsten Frühjahr säen. Da Kürbisse jedoch strenge Fremdbestäuber sind, verkreuzen sie sich leicht mit anderen Kürbissen. Es kann dann passieren, dass auch bitterstoffhaltige und somit giftige Kürbisse entstehen. Auch bei gekauften Samen und Früchten aus dem Supermarkt ist die Entstehung von Bitterstoffen nicht gänzlich auszuschließen. Deshalb sollte man sich immer am Geschmack orientieren und bittere Kürbisse auf keinen Fall essen.

Butternut-Kürbis-Anbau
Sobald das erste echte Laubblatt erscheint, werden die Butternut-Keimlinge in nährstoffreichere Pflanzerde umgesetzt [Foto: NOPPHARAT7824/ Shutterstock.com]

Pikieren Sie die Kürbispflanzen, sobald sie das erste echte, herzförmige Laubblatt gebildet haben, in nährstoffreiche Pflanzerde und größere Töpfe. Nach dem schrittweisen Abhärten der Pflanzen ab Anfang Mai steht einem Umzug ins Freiland nach den Eisheiligen Mitte Mai dann nichts mehr im Wege. Beim Auspflanzen sollte ein Abstand von mindestens einem Meter zwischen den Pflanzen eingehalten werden. Bei ausladenden Sorten veranschlagt man etwa zwei Quadratmeter je Pflanze.

Ein idealer Platz für den Butternut-Kürbis Anbau ist direkt neben dem Kompost oder auf sehr nährstoffreichem und durchlässigem Boden in der Sonne. Um jenen zu verbessern, können Sie entweder Kompost untermischen, oder Sie reichern ihn mit nährstoffreichem Substrat wie unserer Plantura Bio-Komposterde an. Unsere biologische Erde ist hervorragend für Gemüsepflanzen aller Art geeignet, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Der große Anteil organischer Substanz wirkt sich außerdem positiv auf das Bodenleben im Garten aus.

Plantura Bio-Komposterde
Plantura Bio-Komposterde

Bio, torffrei & klimafreundlich:
Ideal auch für Hochbeete geeignet,
sorgt für eine reiche, aromatische Ernte

Tipp: Eine altbewährte Anbaukultur ist das sogenannte Milpa-Beet, in dem Mais (Zea mays), Bohnen (Phaseolus vulgaris) und Kürbis gemeinsam angebaut werden und wo jedes Gemüse von den Eigenschaften der jeweils anderen profitiert.

Butternutkürbis-Keimlinge
Ab Mitte Mai dürfen die vorgezogenen Keimlinge nach draußen gesetzt werden [Foto: Denis Pogostin/ Shutterstock.com]

Pflege des Butternut-Kürbis: Schneiden, düngen und Co.

Kürbispflanzen benötigen für ihr Wachstum viel Wasser. Daher sollten Sie auch den Butternut-Kürbis häufig gießen, vor allem nach dem Auspflanzen und in trockenen Phasen des Sommers. Gießen Sie immer in die Erde und nicht auf die großen Blätter, um Krankheiten wie Mehltau zu verhindern. Staunässe darf dabei nicht entstehen. Ideal zum Gießen sind lauwarmes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser.

Der Nährstoffbedarf von Kürbissen ist ebenfalls recht hoch. Sie gehören wie Tomaten (Solanum lycopersicum) zu den Starkzehrern. Sobald sich erste Blütenansätze zeigen, sollten Sie den Butternut-Kürbis deshalb düngen. Für Pflanzen, die zum Verzehr gedacht sind, empfiehlt sich ein Bio-Dünger, wie zum Beispiel unser Plantura Bio-Tomatendünger. Es handelt sich um einen Langzeitdünger, bei dem die Nährstoffe über einen Zeitraum von drei Monaten langsam freigesetzt werden.

Butternut-Kürbis im Garten
Kürbispflanzen mögen einen sonnigen oder leicht beschatteten Standort [Foto: Anne Stephenson/ Shutterstock.com]

Für eine ansprechende Butternut-Kürbis-Ernte lohnt es sich, die Triebe ab etwa fünf Fruchtansätzen pro Pflanzen abzuschneiden, damit nicht immer mehr gebildet werden. Alternativ suchen Sie sich die fünf vielversprechendsten Kürbisse frühzeitig aus, sobald diese nach der Blüte erkennbar sind. Die restlichen Fruchtansätze werden mitsamt ihren Seitentrieben entfernt.

Butternuss-Kürbis ernten

Im Herbst zwischen September und Oktober können Sie den Butternut-Kürbis ernten. Wichtig ist, dass die Ernte stattfindet, bevor draußen frostige Temperaturen herrschen. Denn Frost verträgt das wärmeliebende Gemüse nicht. Dass der Butternut-Kürbis reif ist, erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

  • Die harte Schale klingt beim Anklopfen hohl
  • Stark verholzter, brauner Fruchtstiel, der schwer zu durchtrennen ist
  • Sortenabhängige Farbe erreicht, in der Regel hellgelb und streifenlos

Ein weicher Stängel ist ein Zeichen dafür, dass der Butternut-Kürbis noch unreif ist. Belassen Sie für Lager-Kürbisse den Stiel bei der Ernte unbedingt an der Frucht, damit an dieser Stelle später keine Fäule eindringen kann.

reifer Butternut-Kürbis
Bei vielen Sorten zeigt das Verschwinden der Streifen die Reife an

Können Butternut-Kürbisse nachreifen? Wie alle Kürbisse können auch Butternut-Kürbisse nachreifen. Das ist vor allem nützlich, wenn Sie aufgrund von nahendem Frost frühzeitig geerntet werden mussten. Dafür lagern Sie den Kürbis trocken und warm, bei 15 bis 20 °C, am besten auf einer trockenen Unterlage wie Stroh. Wenden Sie den Kürbis regelmäßig, um Fäulnis und Druckstellen zu vermeiden und um für Belüftung zu sorgen.

Butternut-Kürbis lagern und haltbar machen

Um den Butternut-Kürbis zu lagern, benötigt man ähnliche Bedingungen wie für die Nachreifung. Es darf etwas kühler sein, jedoch nicht kälter als 10 °C. Rund 15 °C sind ideal. Wichtig ist auch eine lufttrockene Umgebung, damit die Kürbisse nicht faulen. Sie können die Früchte einzeln in Netzen aufhängen, in Kisten oder auf Stroh lagern. Die Kürbisse sollten sich bei der Lagerung nicht berühren. So kann der Butternut-Kürbis auch noch bis ins nächste Frühjahr hinein genossen werden.
Alternativ kann man ihn haltbar machen, indem man ihn klein schneidet und einfriert. In Salzwasser eingekocht hält sich der Butternut-Kürbis sogar bis zu einem Jahr.
Ebenso können Sie den Butternut-Kürbis erst zubereiten, zum Beispiel als Suppe, dann das ganze Gericht einfrieren und es dadurch haltbar machen.

Butternut-Kürbis einfrieren
In Würfel geschnitten lässt sich der Butternut-Kürbis hervorragend einfrieren [Foto: Charlotte Lake/ Shutterstock.com]

Zubereitung des Butternut-Kürbis

Da der Butternut-Kürbis gesund ist und viele wertvolle Inhaltsstoffe enthält, ist er ein sehr beliebtes Gemüse. Der Gehalt an Beta-Carotin, Vitamin A und C wirken sich positiv auf die Sehkraft, sowie auf Haut und Haare aus. Zudem hat der Kürbis einen geringen Fettgehalt. Die oft nur wenigen Butternut-Kürbiskerne sind ebenfalls essbar und sehr gesund. Man kann sie würzen und im Ofen rösten und so eine leckere Knabberei herstellen.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Butternut-Kürbis zuzubereiten. Zum Beispiel als leckere Kürbissuppe, aber auch als Nudelsoße oder als Ofengemüse überzeugt der Kürbis mit seinem buttrig-nussigen Geschmack.

Butternut-Kürbis-Zubereitung
Der Butternut-Kürbis kann zum Beispiel als Ofengemüse zubereitet werden [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Kann man Butternut-Kürbisse mit Schale essen?

Die Butternut-Kürbis-Schale ist zwar essbar, wird jedoch in der Regel entfernt. Sie ist recht hart und weicht auch beim Kochen nicht richtig auf, sodass viele die Konsistenz beim Essen als unangenehm empfinden.

Können Butternut-Kürbisse roh gegessen werden?

Speisekürbisse wie den Butternut-Kürbis kann man roh essen. Allerdings sollte hier vorher die Schale entfernt werden.

Neben Speisekürbissen wie dem Butternut gibt es auch Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Wir haben für Sie eine Übersicht essbarer und giftiger Kürbissorten zusammengestellt.

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