Zierlauch pflanzen, schneiden & richtig pflegen

Laura
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Meine Faszination für die Pflanzenwelt hat mich dazu gebracht, Gartenbau an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu studieren. Seien es Nutzpflanzen oder Ziergewächse, in den Tropen vorkommend oder bei uns heimisch – jede Pflanze birgt ihre eigene Besonderheit.
In botanischen Gärten lasse ich mich gerne von der unglaublichen Vielfalt inspirieren und versuche, möglichst viel Natur in meine Wohnung und auf meinen Balkon zu bringen.

Lieblingsobst: Mango, Banane
Lieblingsgemüse: Knoblauch, Aubergine

Das Zwiebelgewächs lässt sich wunderschön im Garten kombinieren und ziert auch nach der Blütezeit die Beete. Zierlauch zu pflanzen und pflegen, ist einfach und eignet sich daher hervorragend für pflegeleichte Gärten.

Zierlauch-Blüte
Die Zierlauch-Pflege gestaltet sich einfach [Foto: Mariia Boiko/ Shutterstock.com]

Zierlauch (Allium) hebt sich mit seinen markanten Blütendolden deutlich und oft prächtig von seiner Umgebung ab. Wie Sie die Allium-Zwiebeln am besten pflanzen, welcher Standort optimal ist und wie eine erfolgreiche Pflege aussieht, erklären wir Ihnen hier.

Zierlauch pflanzen

So schön das Zwiebelgewächs ist, so einfach ist das Pflanzen der Zierlauch-Gewächse. Wir zeigen Ihnen, wie es problemlos gelingt.

Wann hat Allium Pflanzzeit?

Die am häufigsten verwendeten, frostharten Allium-Zwiebeln werden von September bis November eingesetzt. Sie überdauern durch die speicherfähige Zwiebel den Winter und treiben durch neu entstehende Tochterzwiebeln erneut aus.

Eine Hand voll kleiner Zwiebeln
Die Zwiebel dient als Speicherorgan für Nährstoffe und Energiereserven [Foto: Marina Bakusheva/ Shutterstock.com]

Der richtige Standort für Zierlauch

Die meisten Zierlauch-Arten lieben einen sonnigen und dementsprechend warm liegenden Standort, wobei Halbschatten von gewissen Arten toleriert wird. Bedeutender als die überirdischen Bedingungen sind jedoch die Bodenverhältnisse. Auch hier kommt es sehr auf die verwendete Art an. Die häufigsten Allium-Arten benötigen einen trockenen bis frischen Boden – andere wiederum eine sehr trockene Erde mit hohem Anteil an groben Bodenteilchen wie Sand und Kies. Um einen Überblick zu bekommen, haben wir Ihnen die individuellen Bodenansprüche einiger beliebten Zierlauch-Sorten und Arten zusammengefasst. Außerdem sollte der Boden nur mäßig Stickstoff enthalten, dafür kaliumhaltiger und artspezifisch kalkhaltig sein. Zierlauch-Arten eignen sich auch wunderbar für den Steingarten mit seinem durchlässigen, sandigen bis steinigen Boden. Zu humose, tonige und staunasse Böden fördern Zwiebel-Fäule, welche die Pflanze eingehen lässt.

Tipp: In kleinen Gruppen gepflanzt, wirken Allium-Gewächse besonders eindrucksvoll. Planen Sie daher ausreichend Platz zur Pflanzung ein.

Zierlauch in der Sonne
Allium ist sonnenhungrig und wärmeliebend [Foto: NatalyBit/ Shutterstock.com]

Im Topf oder Kübel kultivierte Allium-Arten sollten im Winter an einen geschützten Ort gestellt werden, da der Frost dort schneller eindringt. Verwenden Sie idealerweise offenporige Töpfe, um Staunässe vorzubeugen. Die Feuchtigkeit kann durch die Wände besser verdunsten.

Vorgehen beim Pflanzen

Haben Sie bei all der Artenvielfalt eine passende Art für Ihren Garten-Standort gefunden, geht es an die Bodenvorbereitung. Diese erfolgt nach den Bedürfnissen der jeweiligen Art. In den meisten Fällen wird das bedeuten, dass zu humose oder tonige Böden mit viel Sand oder Kies abgemagert werden, während besonders sandige Böden vielleicht sogar mit etwas Pflanzerde gemischt werden. Unsere Plantura Bio-Komposterde beispielsweise eignet sich wunderbar zum Beimischen und Anreichern von sandigem Untergrund und ist zudem komplett torffrei.

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Tipp: Wenn der Boden zwischen den Fingern knirscht, ist er für viele Allium-Arten genau richtig.

Verschiedene Allium-Zwiebeln
Verschiedene Allium-Zwiebeln bereit zum Einsetzen [Foto: Sarycheva Olesia/ Shutterstock.com]

Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, indem Sie den Boden tiefgründig lockern und eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton auf der gesamten Pflanzfläche einbauen. Setzen Sie anschließend die Allium-Zwiebeln mit der Spitze nach oben 5 bis 10 cm tief in die Erde ein. Die Tiefe ist abhängig von der Zwiebelgröße, sollte jedoch rund dreimal so tief wie ihre Höhe sein.

Tipp: Markieren Sie die Pflanzstelle, damit Sie diese später nicht versehentlich umgraben.

Junger Zierlauch
Junger Spross des Zierlauch-Gewächses im Frühjahr [Foto: Khaled El-Ashram/ Shutterstock.com]

Eine weniger häufige Methode ist die Aussaat der Allium-Samen. Diese sind kostengünstiger als Zwiebeln und erspart einem das Ausgraben der Mutter- und Tochterzwiebel. In unserem Übersichtsartikel über Zierlauch erklären wir Ihnen unter anderem, wie Sie eigene Allium-Samen erfolgreich ernten.

Allium in wenigen Schritten im Freiland säen:

  • Säen Sie die Samen im Spätsommer.
  • Bereiten Sie den Boden den Bedürfnissen der Art entsprechend vor.
  • Drücken Sie die Samen 1 cm tief in die Erde.
  • Halten Sie einen Samenabstand von ca. 10 cm ein.
  • Sorgen Sie dafür, das Substrat feucht zu halten.

Hinweis: Die Keimung der Samen variiert von Art zu Art und kann von 12 Wochen bis zu 1 Jahr dauern.

Zierlauch-Samen
Die kleinen, schwarzen Samen des Zierlauchs [Foto: Graham Corney/ Shutterstock.com]

Zierlauch kombinieren

Der frühblühende Zierlauch lässt sich wunderbar mit Pflanzen kombinieren, die im Sommer das welke Laub des Alliums überdecken und einen heißen, sonnigen Standort lieben. Wir haben Ihnen ein paar passende Nachbarn zusammengetragen:

Zierlauch im Garten
Zierlauch lässt sich besonders mit niedrigeren Blühstauden und Gräsern kombinieren

Pflege von Allium

Bei passenden Bodenbedingungen stellt die Pflege keine große Herausforderung dar. Gießen Sie Ihre Zwiebelgewächse nur bei anhaltender Trockenheit. Eine übermäßige Wassergabe kann zu Fäule der Zwiebel und damit zum Absterben führen.

Die Zwiebeln nehmen nicht nur während der Blütezeit wichtige Nährstoffe auf, sondern lagern diese im Spätsommer für die neue Pflanze ein. Möchten Sie die Pflanze dabei unterstützen, reicht eine Gabe Dünger im Spätsommer aus. Hier ist der Bedarf am höchsten. Bei der Auswahl des Düngemittels sollte auf einen organischen Dünger zurückgegriffen werden, der weniger stickstoffbetont ist. Unser Plantura Bio-Blumendünger versorgt die Pflanze langanhaltend mit den wichtigsten Nährstoffen und bietet eine kaliumbetonte Zusammensetzung. Das Kalium erhöht die Widerstandskraft und Frosthärte der Zwiebel und damit der Pflanze.

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Mit der Zeit entstehen beispielsweise durch Tochterzwiebeln je nach Art große unterirdische Bestände. Die neuen Pflanzen haben durch den hohen Konkurrenzdruck wenig Chancen, zur Blüte zu kommen. Das betrifft vor allem Arten, die gerne solitär wachsen. Die Bestände sollten gelegentlich aufgelockert werden. Graben Sie dazu zunächst den Bestand aus. Teilen Sie die Mutter- von der seitlich entstandenen Tochterzwiebel und setzen Sie die Zwiebeln je nach Art mit reichlich Abstand wieder ein.

Zierlauch schneiden

Schneiden Sie Ihren Zierlauch frühestens im Herbst, sobald die Blätter vertrocknet und abgestorben sind. Bis dahin werden noch Nährstoffe aus den Blättern und aus dem Spross in die Zwiebel verlagert und dort für den Winter und den Neuaustrieb im Frühjahr gespeichert.

Zierlauch mit grünen Blättern
Solange die Blätter noch grün sind, belässt man sie an der Zierlauch-Zwiebel [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Zierlauch ist verblüht: Was tun?

Die Allium-Blütenstände werden meist nach der Blüte geschnitten, um eine Samenreife und Selbstaussaat zu verhindern. Die Samenreife kostet Kraft und Nährstoffe und kann das Wiederkehren der Zwiebel-Staude hemmen. Falls Sie eine Selbstaussaat begrüßen, lassen Sie den Zierlauch-Samenstand stehen. Diese sehen auch im getrockneten Zustand, ob im Garten oder geerntet im Trockenstrauß, sehr hübsch aus.

Getrockneter Zierlauch
Auch getrocknet ist der Zierlauch schön anzusehen [Foto: Lachlan1/ Shutterstock.com]

Gelbe Blätter am Zierlauch: Was tun?

Gelbe Blätter am Zierlauch sind kein Hinweis auf einen Mangel, sondern völlig normal. Nach der Blüte werden die Nährstoffe der Blätter in die Allium-Zwiebel verlagert, weshalb diese vergilben und später absterben. Mithilfe dieser Nährstoffe überlebt die Zwiebel den Winter und kann im Frühjahr neu austreiben. Schneiden Sie also keine lebenden Blätter ab – der Zierlauch dankt es Ihnen im darauffolgenden Jahr.

Ein bedenkliches Schadbild erzeugt die Minierfliege (Agromyzidae), welche häufig an Allium-Gewächse vorkommt. Die Larven fressen sich durch die Blätter und verursachen somit sichtbare Minengänge. Die Blätter trockenen daraufhin aus und sterben frühzeitig ab. Falls möglich, sollte der Schädling biologisch bekämpft werden. So können Schlupfwespen als natürlichen Gegenspieler oder Neem-Präparate eingesetzt werden. Ein solches ist unser Plantura Schädlingsfrei Neem. Es befreit die Pflanze durch seine teilsystemische Wirkung effizient von den Schädlingen, ist dabei aber schonend für die Umwelt und andere Insekten. Der Wirkstoff wird aus den Samen des Neembaums gewonnen.

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Ist die Pflanze bereits geschädigt und besteht zudem Staunässe, haben pilzliche Erreger ein leichtes Spiel. So tritt häufig Phytophthora porri, auch Papierfleckenkrankheit genannt, an Allium auf. Dieser pilzliche Erreger ist gut an den erst wässrigen, später papierartigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Das Pflanzmaterial sollte schnellstmöglich entfernt werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Bei schwerem Befall könnte sogar ein Bodenaustausch bis hin zu einem Fungizid-Einsatz nötig sein.

Die wohl bekannteste Blumenzwiebel ist die der Tulpe (Tulipa). Lesen Sie hier alles zur Blütezeit und Pflege der Tulpe und verwandeln Sie Ihren Garten in einen Frühlingszauber.

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