Eukalyptus überwintern: Die besten Tipps
Wussten Sie, dass der dekorative Eukalyptus auch in unseren Breiten kultiviert werden kann? Wir zeigen, wie man den Eukalyptus erfolgreich überwintert.

Der Eukalyptus (Eucalyptus) ist eine schnellwachsende Pflanze, die aus Australien stammt. Generell bevorzugt er deshalb ein warmes, gemäßigtes Klima. Insgesamt gibt es über 600 Eukalyptus-Arten – wir geben Infos zu der Winterhärte der verschiedenen Sorten und stellen die Sorten mit der ausgeprägtesten Kältetoleranz vor. Da keine Sorte sehr kalten Wintern trotzt, geben wir Tipps wie Ihr Eukalyptus gut durch den Winter kommt.
Inhaltsverzeichnis
Ist Eukalyptus winterhart?
Der Eukalyptus gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Er bevorzugt warme Standorte und die meisten Arten sind nicht winterhart. Insbesondere die Wurzeln des Eukalyptus sind dabei empfindlich. Außer in besonders milden Klimaten müssen also meist zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit die Pflanzen den Winter gut überstehen. Temperaturen von bis zu -5 °C werden von den meisten Arten aber kurzzeitig vertragen.

Es gibt aber auch eine Art mit einer ausgeprägteren Winterhärte: Der Mostgummi-Eukalyptus (Eucalyptus gunnii), der auch unter dem Namen Tasmanien-Eukalyptus bekannt ist, gilt als bedingt winterhart. Diese Art verträgt generell Temperaturen von bis zu -10 °C. Aufgrund seiner höheren Kältetoleranz ist Eucalyptus gunnii die in Europa am meisten verbreitete Eukalyptus-Art. Die Sorte Eucalyptus gunnii ‘Azura’ ist sogar winterhart bis zu -20 °C und ihre Blätter haben eine attraktive, silbrig-blaue Farbe.
Eukalyptus überwintern: So geht’s
Wenn man einen Eukalyptus fürs Freie anschaffen möchte, sollte man sich für eine Pflanze mit möglichst guter Winterhärte entscheiden. Zudem spielt der Wohnort eine entscheidende Rolle: Während in den milderen Regionen auch manch andere Sorten geeignet sein können, ist man mit Eucalyptus gunnii ‘Azura’ auf der sichersten Seite. Allerdings sollte man beachten, dass frisch gepflanzte Exemplare immer geschützt werden sollten – auch, wenn es sich um eine eigentlich winterharte Sorte handelt. Möchte man hingegen weniger, beziehungsweise nicht winterfeste Arten anbauen, ist der Anbau im Topf zu empfehlen. Generell sollte der Eukalyptus geschützt werden, sobald es zu Frost kommen kann. Somit sollte die Pflanze ab Oktober bis zu den Eisheiligen Mitte Mai geschützt werden.
Eukalyptus im Topf überwintern
Um Eukalyptus im Topf zu überwintern, benötigt man einen frostfreien, sehr hellen Ort, an dem man den gesamten Topf unterbringen kann. Eine Temperatur von 10 bis 15 °C ist hier optimal. Dabei sollte Staunässe vermieden, aber gegossen werden, bevor das Substrat vollständig austrocknet. Der Eukalyptus mag zudem keine trockene Heizungsluft. Ein Besprühen mit kalkfreiem Wasser kann helfen, da so die Luftfeuchtigkeit erhöht wird.

Wenn Sie eine Eukalyptus-Pflanze, die eigentlich winterhart ist, im Topf im Freien überwintern möchten, ist ein zusätzlicher Schutz notwendig. Da sich in einem Topf nur eine geringe Menge an Substrat befindet, wird den empfindlichen Wurzeln hier kaum Schutz geboten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sucht für alle Eukalyptus-Sorten ein frostfreies Winterquartier.
Tipp: Eukalyptus bevorzugt ein Substrat mit eher saurem pH-Wert. Unsere Plantura Bio-Saure Erde eignet sich deshalb als Substrat im Topf besonders gut und ist zudem torfreduziert.
Eukalyptus draußen überwintern
Um einen Eukalyptus im Beet zu überwintern, sollte insbesondere der Wurzelbereich gut geschützt werden. Dafür eignet sich Mulch, Laub, oder Stroh, das mit Tannenzweigen bedeckt wird. Die Tannenzweige sorgen dabei dafür, dass das Material nicht vom Wind verweht wird. Da der Stamm Frostrisse bekommen kann, sollte dieser aber ebenso geschützt werden. Er kann mit einer Matte aus Jute, Stroh oder Schilf umwickelt werden. Auch im Winter muss der Eukalyptus gelegentlich mit Wasser versorgt werden. Es sollte an frostfreien Tagen gegossen werden, sodass die Erde nie vollständig austrocknet.

Ein weiteres Gehölz, das bei uns nicht heimisch ist, aber einiges hermacht ist der Taschentuchbaum (Davidia involucrata). Wir stellen ihn in unserem separaten Artikel vor.
















