Salbei ernten: Alles über das Trocknen, Einfrieren und Konservieren

Simon
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Ich habe Gartenbauwissenschaften studiert und bin ein richtiges Dorfkind. Ich baue Kräuter, Naschobst und Gemüse an, wobei ich ausschließlich biologische Produkte einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur koche ich für mein Leben gern - natürlich am liebsten mit frischem Gemüse aus meinem Garten.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel

Salbei gehört in jedes Kräuterbeet. Wir zeigen alles über das richtige Ernten, Lagern und weitere Konservierungsmethoden. So macht man Salbei haltbar!

nicht-blühender Salbei
Nicht blühender Salbei ist am aromatischten [Foto: Neoellis/ Shutterstock.com]

Salbei zum richtigen Zeitpunkt ernten

Am besten ist der Geschmack des Salbeis vor der Blüte. Bildet die Pflanze die Knospen und Blüten aus, wendet die Pflanze einen Großteil ihrer Energie hierfür auf und büßt dadurch teilweise sein unverkennbares Aromas ein. Der Blütezeit kann man entgegenwirken, in dem man kontinuierlich die jungen Triebe erntet. Mit „No-Flower“ gibt es eine moderne Sorte, die nicht zur Blütenbildung neigt.

erntereifer Salbei
Mit dem Beginn der Blüte verlieren die Salbeiblätter an Aroma und sollten daher vorher geerntet werden [Foto: Victor Jiang/ Shutterstock.com]

Besonders die jungen Blätter sind besonders zart in der Textur und am aromatischsten. Am besten erntet man die jungen Triebe in den Morgenstunden. Generell sollte man lediglich nur so viel ernten, wie auch direkt verbraucht werden kann.

Salbei konservieren

Besonders nach einem Formschnitt hat man meistens mehr Salbeiblätter zur Verfügung als man direkt verbrauchen kann. Im Kühlschrank lassen sich die Blätter etwa zwei Wochen lang lagern. Hierzu schlägt man den gesamten Salbeitrieb in ein feuchtes Küchentuch ein. Will man die Blätter für einen längeren Zeitraum haltbar machen, suchen viele verzweifelt nach Methoden die aromatischen Blätter möglichst schonend zu konservieren.

getrockneter Salbei
Getrockneter Salbei kann als eine Art Räucherstäbchen verwendet werden [Foto: ForeverLee/ Shutterstock.com]

Viele Hobbygärtner denken sofort an Trocknen. Generell ist dies in einem trockenen Raum oder im Ofen bei niedriger Temperatur (max. 60°, Kochlöffel zwischen Ofentürklemmen damit die Feuchtigkeit entweichen kann) möglich. Ein Grund, warum das Trocknen so beliebt ist, dürfte der getrocknete Salbei aus dem Supermarkt sein. Zwar lässt sich Salbei so sehr gut aufbewahren, jedoch verlieren die Blätter einen Großteil ihrer Aromen.

Salbei haltbar machen
Werden die Salbeiblätter nicht frisch verarbeitet, können sie durch Trocknen oder Einfrieren haltbar gemacht werden [Foto: Pam Walker/ Shutterstock.com]

Eine viel bessere Möglichkeit stellt das Einfrieren dar. Besonders zum Anfertigen von Salbeibutter oder Olivenölsaucen bietet sich dies an. Die Blätter brauchen im Gefrierschrank nur wenig Platz und sind somit über ein Jahr haltbar. Kocht man ein Gericht, welches durch den unverkennbaren Salbeigeschmack verfeinert werden soll, kann man ein oder zwei Blätter entnehmen und im gefrorenen Zustand direkt in die Sauce „bröseln“.

Salbei-Parmesan
Salbei macht sich super zusammen mit Parmesan. [Foto: DariaKM/ Shutterstock.com]

Auch kann man Salbei zu einer Kräuterbutter verarbeiten und diese anschließend einfrieren. Hierzu nimmt man auf 100g Blätter etwa 500g Butter. Diese wird auf dem Herd zusammen mit den zerkleinerten Blättern schonend erhitzt. Nach etwa 5 bis 10 Minuten auf mittlerer Stufe, lässt man das Gemisch abkühlen, portioniert es und friert es anschließend ein. Diese Salbeibutter lässt sich problemlos ein halbes Jahr lang im Gefrierschrank lagern.

violetter Salbei
Die verschiedenen Salbei-Arten können sehr zierend sein [Foto: Nita Corfe/ Shutterstock.com]

Auch andere Gewürzpflanzen lassen sich im eigenen Garten anbauen und können nach der Ernte Ihre Gerichte verfeinern. Wir haben eine Liste mit den besten Gewürzpflanzen für Garten und Balkon zusammengestellt.

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