Thymian pflegen: Gießen, düngen & schneiden

Franziska
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Franziska
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Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der Uni Hohenheim und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Thymian ist neben weiteren mediterranen Kräutern ein beliebtes Gewächs in unseren heimischen Gärten. Wir erklären, was man bei der Thymian-Pflege beachten sollte.

Thymian an sonnigem Standort
Thymian fühlt sich auf warmen, durchlässigen Böden wohl [Foto: JurateBuiviene/ Shutterstock.com]

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist ein echtes Sonnenkind. Er benötigt viel Licht und einen leichten, durchlässigen Boden. Doch ist der richtige Standort erst einmal gefunden, kann Thymian ganz einfach angebaut werden, da er außerordentlich pflegeleicht ist. Alle nötigen Tipps und Tricks zur Pflege von Thymian erfahren Sie hier.

Thymian pflegen: Richtig gießen

Haben Sie den passenden Platz ausgewählt und ist auch das Pflanzen des Thymians erledigt, sollten Sie ihn regelmäßig pflegen. Thymian bevorzugt einen sonnigen und durchlässigen Standort. Dementsprechend muss er nicht allzu oft gegossen werden. Das mediterrane Kraut verzeiht es sogar, wenn man es selbst bei Sommerhitze mal ein paar Tage vergisst. Lediglich mit dem Einstellen seines Wachstums bestraft er den Gärtner in diesem Fall. Auch bei einer Kultur im Topf sollten die Wassergaben nicht übertrieben werden. Gießen Sie Ihren Thymian daher je nach Bedarf und achten Sie auf jeden Fall darauf, Staunässe zu vermeiden.

Thymian-Anbau
Das mediterrane Kraut kommt auch gut mit Trockenheit zurecht [Foto: Nahhana/ Shutterstock.com]

Thymian düngen

Thymian ist sehr genügsam, was den Nährstoffbedarf angeht. Vor allem Stickstoff muss dem Thymian eigentlich gar nicht nachgereicht werden. Bei Überdüngung neigt das Heil- und Gewürzkraut schnell dazu, aufzuschießen und seine kompakte, kriechende Wuchsform zu verlassen. Um die Nährstoffversorgung sicherzustellen, reicht es vollkommen aus, beim Einpflanzen ins Beet oder in den Topf eine Handvoll Kompost unter das Substrat zu mischen. Auch unser Plantura Bio-Bodenaktivator ist dafür geeignet, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Die enthaltenen lebenden Mykorrhiza-Pilze verbessern und aktivieren den Boden nachhaltig.

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Thymian schneiden

Thymian wird zum Großteil durch regelmäßiges Ernten in Form gehalten. Die aromatischsten Blätter lassen sich im Sommer kurz vor der Blüte ernten. Im Frühjahr kann zusätzlich ein Rückschnitt erfolgen. Der optimale Schnittzeitpunkt ist vor dem Wiederaustrieb der Pflanze. Zu diesem Zeitpunkt können auch erfrorene, abgestorbene und vertrocknete Triebe an der Basis herausgeschnitten werden. Um den Thymianstrauch zu verjüngen, schneiden Sie die Triebe knapp über dem verholzten Teil der Stängel ab. Das verhindert die Verholzung der Zweige, regt die Bildung neuer Triebe an und unterstützt so ein kompaktes, verzweigtes Wachstum. Der beste Zeitpunkt hierzu ist im Februar oder März, noch vor dem Wiederaustrieb der Pflanze. Bei zu frostigen Temperaturen ist jedoch Vorsicht geboten: Die Kälte kann über die offenen Schnittstellen einfach eindringen und noch für einen späten Frostschaden sorgen. Dieser ist an der bereits beschnittenen Pflanze wesentlich tragischer als für einen noch nicht geschnittenen Thymian.

Tipp: Die Thymiane bieten eine große Arten- und Sortenvielfalt. Die beliebtesten Thymian-Sorten stellen wir Ihnen in unserem Spezialartikel vor.

Thymian nach Schnitt
Durch den richtigen Schnitt behält der Thymian seine kompakte Wuchsform [Foto: Svetlana Zhukova/ Shutterstock.com]

Umtopfen

Wird es Ihrem Thymian in seinem Blumentopf zu eng, ist es Zeit, ihn umzutopfen. Hierfür ist es wichtig, dass Sie einen ausreichend großen Topf mit einem guten Wasserablauf wählen. Bedenken Sie, dass Thymian ein weitläufiges und gut verzweigtes Wurzelwerk bildet und dementsprechend viel Platz braucht. Daher sollte der neue Topf mindestens ein Drittel größer als der Wurzelballen der Pflanze sein. Als Substrat eignet sich beispielsweise unsere torffreie Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Besonders durch die lockere Struktur und den geringen Nährstoffgehalt ist dieses Pflanzsubstrat optimal für die Bodenansprüche des Thymians geeignet.

Bio-Kräuter- & Aussaaterde 20 L
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Zusätzlich kann die Erde noch mit bis zu 30 % Sand gemischt werden, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern, und eine Handvoll Kompost dient als langfristiger Nährstoffspeicher. Um Staunässe zu verhindern, sollten Sie im unteren Bereich des Blumentopfes eine circa 5 cm dicke Drainageschicht einbauen, beispielsweise aus Tonscherben.

Thymian im Topf
Thymian ist auch wunderbar als Topfpflanze geeignet [Foto: Morinka/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge an Thymian

Thymian ist eine sehr robuste Pflanze und dementsprechend wenig anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Zudem schützen die enthaltenen ätherischen Öle vor hungrigen Fraßfeinden. Höchstens Blattläuse und Mehltau können Thymian gelegentlich zu schaffen machen.

  • Blattläuse (Aphidoideae): Häufig ist es ausreichend, die Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl von der Pflanze herunterzuspritzen.
  • Vögel: Auch Vögeln schmeckt das mediterrane Kraut gut. Um den Vogelfraß zu verhindern, kann der Thymian mit einem Netz geschützt werden.
  • Mehltau: Mehltau tritt häufig bei einer schlechten Luftzirkulation zwischen den Pflanzen auf. Hier ist es ratsam, den Pflanzabstand zu vergrößern.

Tipp: Thymian ist eine mehrjährige Pflanze, die nach der Winterpause im Frühjahr wieder austreibt. Wie Sie beim Überwintern von Thymian richtig vorgehen, lernen Sie hier.

Thymian im Garten
Das pflegeleichte Kraut ist nur wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge [Foto: STUDIO GRAND WEB/ Shutterstock.com]

Thymian ist vielseitig einsetzbar – egal, ob frisch oder getrocknet, als Gewürz oder als Heilkraut. Alles, was Sie zum Ernten und Lagern von Thymian wissen müssen, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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