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Rasennachsaat: Wann ist der beste Zeitpunkt, wie geht man vor und welche ist die beste Mischung?

Ihr Rasen sieht ausgedünnt aus und Sie merken, dass die Gräser nicht mehr nachwachsen? Dann ist es höchste Zeit für eine Nachsaat. Welche Rasennachsaat sich am besten eignet und wie man seinen Rasen richtig nachsät, erfahren Sie in unserem Artikel.

Hand Rasensamen aussäend
Bestehende Rasenflächen benötigen manchmal eine Nachsaat [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Die Rasennachsaat ist eine Maßnahme zur Erneuerung des Rasens, ohne ihn dabei komplett neu anzulegen. Auf einer bestehenden Rasenfläche werden die Rasensamen einer bestimmten Rasennachsaatmischung gleichmäßig ausgebracht, die dafür sorgt, dass der Rasen wieder dicht und regenerationsfähig wird. Eine Nachsaat kann aus verschiedenen Gründen nötig werden. Warum Sie die Nachsaat nicht vergessen sollten, wann man sie idealerweise durchführt und wie man dabei vorgeht, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Warum ist eine Nachsaat so wichtig?

Wollen Sie eine schöne und sattgrüne Rasenfläche haben? Dann ist eine Nachsaat auf den allermeisten Flächen nach einiger Zeit unabdingbar. Bereits wenige Jahre nach einer kompletten Rasenneuanlage kann eine Nachsaat Sinn machen. Rasengräser sind doch recht zarte Pflänzchen, die in unseren Breitengraden recht extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Somit verlieren sie mit der Zeit an Kraft und wachsen nicht mehr so stark. Dann entsteht das Erscheinungsbild des ausgedünnten Rasens. Wenn immer mehr Lücken im vormals dichten Rasen entstehen, können Moos und Unkräuter schnell die Überhand gewinnen. Um das zu verhindern, ist eine Nachsaat eine Pflegemaßnahme, die Sie regelmäßig durchführen sollten.

Was macht eine Rasennachsaat besonders?

Eine Rasennachsaat ist eine spezielle Mischung zur Ausbesserung von bestehenden Rasenflächen. Zur Neuanlage von Rasenflächen ist eine Nachsaatmischung nicht geeignet. Eine gute Nachsaat besteht vor allem aus Deutschem Weidelgras (Lolium perenne). Dieses fehlt am häufigsten auf älteren, ausgedünnten Rasenflächen, denn ihm machen kalte, frostige Winter und trockene Sommer zu schaffen.

Das Deutsche Weidelgras wächst extrem schnell und in kleinen Pulks, den sogenannten Horsten. Einige Sorten sind aber zudem in der Lage, viele Ausläufer zu treiben – die Sorte Lolium perenne ′Corsica′ besitzt beispielsweise diese Eigenschaft. Durch diese Ausläufer und sein insgesamt ausdauerndes Wachstum ist das Weidelgras bei guten Bedingungen in der Lage, Lücken in der Grasnarbe schnell zu verschließen – es steigert also die Regenerationsfähigkeit eines Rasens. Aus diesem Grund verwenden wir die Sorte ′Corsica′ auch in unserer Plantura Rasennachsaat.

Tipp: Das Ausdünnen des Rasens durch Trockenheit und Kälte kann durch eine ausreichende Kalium-Versorgung im späten Sommer oder frühen Herbst abgemildert werden, sodass eine Nachsaat des Rasens seltener nötig ist. Verwenden Sie hierzu einen kaliumbetonten Rasendünger wie unseren Plantura Bio-Herbstrasendünger.

Wann sollte man seinen Rasen nachsäen?

Der richtige Zeitpunkt für die Rasennachsaat liegt zwischen April und Oktober, optimal sind jedoch das späte Frühjahr (Ende April, Mai) oder der frühe Herbst geeignet, da hier ausreichende Feuchtigkeit und mäßige Temperaturen gegeben sind. Es ist sehr wichtig, dass die Temperaturen auch nachts über 12 °C liegen, damit die Samen ideal keimen.

Rasen mit kahlen Stellen
Besteht Ihr Rasen zu 50 % aus Lücken, ist eine Nachsaat zu empfehlen

Wie bereits gesagt, sollte Ihr Rasen nachgesät werden, wenn er licht aussieht, wenn Ihnen nach einem kalten oder nassen Winter kahle Stellen im Rasen auffallen oder nachdem Sie Ihren Rasen vertikutiert haben. Eine Nachsaat des Rasens kann bereits wenige Jahre nach der Anlage nötig werden. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob der Rasen klassisch gesät oder als Rollrasen verlegt wurde, denn ein lückiger Rasen bietet Unkraut und Moos Platz zum Wachsen. Um Unkraut und Moos keine Chance zu lassen, ist eine Nachsaat eine unabdingbare Pflegemaßnahme.

Tipp: Ist Ihr Rasen zwar dicht, doch kaum vital oder von Krankheiten geplagt und wächst kaum noch? Dann greifen Sie lieber zum Vertikutierer und düngen Sie regelmäßig, zum Beispiel mit unserem Plantura Bio-Rasendünger. Hat der Rasen hingegen sehr große, flächige Lücken, ist nicht eine Nachsaat, sondern eine Rasen-Reparatur angebracht.

Wie geht man bei der Rasennachsaat am besten vor?

Rasenpflege ist oftmals nicht trivial – auch bei der Nachsaat gibt es einiges zu beachten. Damit Sie schon bald wieder eine schöne, dichte Rasenfläche im Garten haben, finden Sie nachfolgend eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Rasennachsaat.

  1. Verwenden Sie Ihre Nachsaat wenn möglich im späten Frühling oder frühen Herbst. Die Bodentemperatur sollte durchgängig über 12 °C liegen, damit die Keimung problemlos abläuft.
  2. Mähen Sie Ihren Rasen kurz. Beste Ergebnisse erreichen Sie, wenn Sie Ihren Rasen vor der Nachsaat vertikutieren oder die Grasnarbe aufhaken. Entfernen Sie Unkräuter, Moos und Rasenfilz möglichst vollständig von der gesamten Fläche und düngen Sie die Fläche mit einem organischen Rasendünger wie unserem Plantura Bio-Rasendünger.
  3. Bringen Sie nun auf der ganzen Rasenfläche die Rasennachsaat aus. Sie können dies mit einem Streuwagen oder händisch tun. In jedem Fall ist es ratsam, einmal längs und einmal quer über die Fläche zu gehen und jeweils die Hälfte der Nachsaat zu verteilen. Insgesamt benötigen Sie – je nach Saatgut – in etwa 20 g/m2.
  4. Ist die Saat verteilt, wird sie vorsichtig eingeharkt und anschließend mit Trittbrettern oder einer leichten Walze sanft in den Boden gedrückt.
  5. Extrem wichtig ist in den nächsten Tagen und Wochen das Wässern. Ohne Wasser kann der Keimprozess nicht beginnen und auch die frischen Keimlinge sind gegen Trockenheit extrem empfindlich. Das Austrocknen der keimenden Samen oder der jungen Gräser würde unweigerlich dazu führen, dass die Saat nur unvollständig aufläuft und die Nachsaat somit vergebens war.
  6. Sind die jungen Gräser etwa 10 cm hoch, steht die erste Mahd an, nun werden die Halme auf 5 cm gekürzt. Verwenden Sie ein scharfes Mähwerk, da die Gräser leicht entwurzelt werden können. Bei der zweiten Mahd kann außerdem eine Nachdüngung durchgeführt werden. Setzen Sie beim Düngen stets auf organische Rasendünger in Bioqualität.
Moos aus Rasen gerecht
Vor der Nachsaat des Rasens sollten Moos und Filz, so gut es geht, aus dem Rasen entfernt werden [Foto: philmillster/ Shutterstock.com]

Worauf muss man beim Kauf von Rasennachsaat achten?

Generell sollten Sie auf folgende Punkte achten, wenn Sie eine Rasennachsaat kaufen:

  • Hoher Anteil des sehr wüchsigen Deutschen Weidelgrases (Lolium perenne)
  • Am besten sollten die Rasensamen RSM-zertifiziert sein, diese keimen zuverlässig und sind lange haltbar
  • Empfehlenswert ist auch, eine Mischung mit Mantelsaat zu verwenden, die den Keimerfolg weiter steigert, indem der Austrocknung der Samen vorgebeugt wird

All diese Merkmale treffen auf unsere Plantura Nachsaat zu, die wir gemeinsam mit Rasenexperten entwickelt haben. Unsere Plantura Rasennachsaat enthält die Art Lolium perenne und die ausläufertreibende Sorte Lolium perenne ′Corsica′ für besonders selbstregenerierenden Rasen.

Des Weiteren sind unsere Rasensamen von einer hochwertigen Ummantelung umgeben, die Wasser anzieht und die Samen so vor Austrocknung schützt. Ein weiteres Plus der Mantelsaat: Die Samen werden nach der Keimung ideal mit Nährstoffen versorgt, wodurch auch die Aussaat an trockenen Problemstandorten möglich ist. Und die Mantelsaat hat weitere entscheidende Vorteile: Das einzelne Korn wird dadurch rund und etwas schwerer, was die gleichmäßige Ausbringung erleichtert. Zusätzlich lässt sich das Saatbild besser erkennen, da die einzelnen Körner schlicht größer sind. Vögel sehen Mantelsaat nicht als Futter, selbst wenn sie mal eines der Körner probieren sollten – damit ist Vogelfraß kein Problem mehr bei der Nachsaat von Rasen. Insgesamt ist das Resultat von Mantelsaat eine sehr hohe Keimsicherheit und damit eine gleichmäßige Nachsaat.

Sack mit Rasensamen auf Rasen stehend
Die Rasennachsaat erneuert den Rasen – doch es braucht etwas mehr als nur die Saat [Foto: vladdon/ Shutterstock.com]

Wir von Plantura stehen für nachhaltige Gartenprodukte, nicht nur in der Herstellung, sondern auch indem wir Sie als Leser und Kunden ernst nehmen und uns mit Ihren Fragen beschäftigen – damit die Saat Ihrer Arbeit sicher aufgeht und zu einem sattgrünen Rasen heranwächst. Unsere Plantura Rasenachsaat ist eine RSM-zertifizierte Mantelsaat und damit komfortabel in der Anwendung. Zusätzlich finden Sie bei uns Infos zur Rasenpflege rund ums Jahr in zahlreichen Themenartikeln und natürlich auf Nachfrage.

Weitere Fragen zum Thema Nachsaat

Es gibt einige sehr häufig gestellte Fragen, auf die wir nun am Schluss nochmal eingehen möchten, damit Sie richtig informiert sind.

Kann man gleichzeitig Rasen nachsäen und düngen?

Düngung und Aussaat können grundsätzlich parallel durchgeführt werden, wenn die Düngung vornehmlich organisch vorgenommen wird. Eine organische Düngung sorgt für ein leistungsfähiges, gesundes Wurzelwerk, während eine zu starke mineralische Düngung die Wurzelbildung hemmen kann. Weitere Hinweise finden Sie im Spezialartikel zu dem Thema „Rasen säen und düngen“.

Wie funktioniert die Rasennachsaat ohne Umgraben?

Eine Rasenerneuerung samt Nachsäen und Düngen geschieht in dieser Reihenfolge: Fläche mähen, Vertikutieren, Aerifizieren oder Aufrauen der Fläche mit einer Metallharke, Entfernen von Moos und Unkraut, Düngen mit vornehmlich organischem Rasendünger, Aussäen der Rasennachsaat, Andrücken der Saat und schließlich wässern. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie in der Anleitung weiter oben im Artikel.

Rasen von Gerät gelüftet
Mit einem sogenannten „Plugger“ wird der Rasen aerifziert und anschließend Sand darauf ausgebracht [Foto: Lynn Blue/ Shutterstock.com]

In welchem Fall wird ein Nachsaatgerät zum Erneuern des Rasens verwendet?

Profis können auf großen Flächen zu Nachsaatgeräten (Nachsägeräte/Übersägeräte/Overseeder) greifen. Diese schlitzen den Boden ein, legen das Saatkorn einzeln ab und walzen im Nachgang. Ein Übersägerät lohnt sich allerdings nur bei der Nachsaat großer Flächen.

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