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Elfenblume: Pflanzen, Pflege & die schönsten Epimedium-Sorten

Die schattenverträgliche Elfenblume eignet sich besonders als Unterpflanzung und als Bodendecker. Wir geben Tipps zur Sortenwahl, Pflanzung und Vermehrung der Elfenblume.

Epimedium
Elfenblumen sind hübsche, blühende Stauden für schattige Lagen [Foto: High Mountain/ Shutterstock.com]

Eine der bekanntesten Schattenpflanzen ist die Elfenblume. Wir stellen Ihnen die schönsten Epimedium-Arten und -Sorten vor und geben Tipps zu Pflanzung und Pflege.

Elfenblume: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Die Elfenblume (Epimedium), auch Sockenblume genannt, gehört zur Familie der Berberitzen-Gewächse (Berberidaceae). Ihre circa 60 Arten und natürlichen Hybriden kommen in Asien, Afrika und Europa auf der nördlichen Hemisphäre vor. Die sommer- oder immergrünen Stauden überwintern mithilfe ihrer teils ausläuferbildenden Rhizome. Elfenblumen erreichen eine Wuchshöhe zwischen 15 und 40 Zentimetern. Ihre Blätter sind eiförmig, herzförmig, lanzettartig länglich oder nahezu rund geformt. Der Blattrand kann dabei gezähnt oder leicht stachelbewehrt sein. Der Austrieb im Frühjahr präsentiert sich oft bronzefarben oder rötlich, im Herbst zeigt sich meist eine weinrot-grüne bis violettrote Laubfärbung. Die Blütezeit der Elfenblume beginnt im April, teils noch vor oder während des Blattaustriebs. Die vierzähligen Blüten bestehen insgesamt aus vier inneren sowie vier äußeren Blütenblättern und können je nach Art längliche Sporne bilden. Nach der Bestäubung bilden sich Kapselfrüchte, in deren Inneren sich zahlreiche Samen mit auffälligem Samenmantel befinden. Ameisen ernähren sich mit Vorliebe von dem nahrhaften Mantel und verbreiten die Elfenblumen-Samen dabei in der Umgebung.

Ist die Elfenblume bienenfreundlich? Die Elfenblume zählt zu den Bienenstauden. Vor allem kleinere Wildbienen nutzen das Nektar- und Pollenangebot der oft zierlichen Elfenblumen. Großblütige Arten wie Epimedium versicolor werden auch von Honigbienen besucht.

Blüte der Elfenblume
Die Blüten der alpinen und der roten Elfenblume ähneln sich stark [Foto: mizy/ Shutterstock.com]

Die schönsten Elfenblumen-Sorten

Elfenblumen gibt es in verschiedenen Arten und Sorten, die sich in Wuchs, Blütengröße und Färbung unterscheiden. Wir stellen Ihnen die 10 schönsten Arten und Sorten des Epimedium vor.

  • Epimedium alpinum: Alpen-Elfenblume aus Südosteuropa mit sommergrünem Laub und einer Wuchshöhe bis 40 cm. Die ausläufertreibende Wildart bildet zierliche Rispen mit bis zu 25 rot-gelb gefärbten Einzelblüten.
  • Epimedium grandiflorum: Die Großblütige Elfenblume stammt ursprünglich aus Japan. Sie zeigt einen sommergrünen, horstigen Wuchs bis 25 cm und lang gespornte, große, orchideenartige Blüten. Die Elfenblume ‘Lilafee’ zeigt sich im Austrieb bronzefarben und ab April zartviolette, filigrane Blüten.
  • Epimedium pauciflorum: Wenigblütige Elfenblume mit niedrigem Wuchs und 15 – 20 cm Höhe. Als Bodendecker beliebt, da die kurzen Ausläufer einen dichten, immergrünen Teppich bilden. Die eher konkurrenzschwache Art zeigt zartrosa bis cremeweiße Blüten.
  • Epimedium x perralchicum: Hybrid-Art mit dichtem Wuchs bis 30 cm und beinahe immergrünen Blättern. Elfenblume ‘Frohnleiten’ ist die bekannteste Sorte und lässt sich bodendeckend anpflanzen. Die Blätter zeigen im Herbst eine hübsche Rotfärbung, während die Blattadern hellgrün bleiben. Die zarten Blüten des Hybrid-Epimedium ‘Frohnleiten’ setzen gelbe Akzente.
Elfenblume Frohnleiten
Die Hybrid-Elfenblume ‘Frohnleiten’ eignet sich gut zur Bodendeckung [Foto: R. Knapp/ Shutterstock.com]
  • Epimedium pinnatum ssp. colchicum: Schwarzmeer-Elfenblume mit starkem Wuchs und nahezu immergrünen Blättern. Die zarten, hellgelben Blüten zeigen sich ab April. Die Sorte ‘Black Sea’ verfärbt ihre Blätter im Herbst und Winter dunkelviolett. Sie eignet sich besonders für die breitflächige Verwendung, auch unter Sträuchern und Bäumen.
  • Epimedium pubigerum: Flaumige Elfenblume mit wintergrünen, derben Blättern und horstigem Wuchs bis 25 cm Höhe. Die kurzspornigen, hellgelben Blüten sitzen an langen Blütenstielen.
  • Epimedium rubrum: Rote Elfenblume, entstanden aus einer Kreuzung von E. alpinum und E. grandiflorum. Die horstigen, sommergrünen Pflanzen besitzen rotbraun gezeichnete Blätter und zweifarbige rot-weiße Blüten. Die besonders reichblühende Sorte ‘Galadriel’ lässt sich gut als Bodendecker nutzen.
Elfenblume Versicolor
Viele Elfenblumen-Arten, wie hier Epimedium versicolor, zeigen rot-grün gezeichnete Blätter [Foto: J Need/ Shutterstock.com]
  • Epimedium versicolor ‘Sulphureum’: Sehr wüchsige Schwefel-Elfenblume bis 35 cm und mit starker Ausbreitung. Die schwefelgelben Blüten erscheinen von April bis Mai. Im Herbst verfärbt sich das Laub der Elfenblume ‘Sulphureum’ bronzefarben.
  • Epimedium x warleyense: Die bis 30 cm hohe, sommergrüne Hybrid-Elfenblume bildet Ausläufer und ist daher bodendeckend. Epimedium ‘Orangekönigin’ wird auch als Elfenblume ‘Orange Queen’ angeboten und zeigt zahlreiche zartorange-rote Blüten.
  • Epimedium x youngianum: Niedrige, sommergrüne Hybride aus E. grandiflorum x E. diphyllum, zwischen 15 und 20 cm hoch. Die Sorte des Epimedium x youngianum ‘Niveum’ zeigt spornlose, weiße Blüten sowie einen zierlichen Wuchs und ist ideal für Unterpflanzungen.
Elfenblume Orangekönigin
Die Hybrid-Elfenblume ‘Orangekönigin’ bildet zartorange Blüten [Foto: Andrew Fletcher/ Shutterstock.com]

Elfenblumen als Bodendecker: Speziell als Bodendecker eignen sich folgende Elfenblumen-Arten: Epimedium pauciflorumEpimedium x perralchicum ‘Frohnleiten’, Epimedium pinnatum ssp. colchicum und Epimedium x warleyense.

Elfenblume pflanzen: Standort, Zeitpunkt & Vorgehen

Epimedium ist allgemein eine anpassungsfähige Staude für halbschattige bis schattige Lagen. Zu helle Standorte gefährden durch Spätfröste die Auswinterung, an zu dunklen Plätzen werden wenige Blüten gebildet. Der ideale Standort für Elfenblumen liegt auf frischen, lockeren, kalkarmen und schwach sauren, humosen Böden. Zu schwere oder sandige Böden können mithilfe einer hochwertigen Pflanzerde, wie unserer Plantura Bio-Blumenerde, aufgebessert werden. Zusätzlich erhöht Tonmehl die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens.

Elfenblumen pflanzt man im Spätherbst, zwischen Oktober und Ende November vor den ersten Frösten oder im zeitigen Frühjahr ab Anfang März. Sie können als Unterpflanzung von Gehölzen und Bäumen oder in Schattenbeete gesetzt werden. Epimedium bevorzugt die Pflanzung in kleinen Gruppen von drei bis zehn Pflanzen und wirkt so auch am ansprechendsten. Der Pflanzabstand für Elfenblumen beträgt etwa 30 bis 40 cm. Für die Bodendeckung benötigen Sie etwa 15 bis 17 Pflanzen je Quadratmeter. Die Stauden werden ebenso tief gepflanzt wie sie zuvor im Topf saßen. Im Laufe von drei bis vier Jahren haben die Ausläufer wüchsiger Arten den neuen Standort eingenommen. Elfenblumen blühen meist schon im ersten Frühjahr nach der Pflanzung.

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Pflege der Elfenblume: Schneiden, gießen und düngen

Schneiden muss man die Elfenblume nicht zwingend. Es kann jedoch Platz für den Neuaustrieb schaffen, wenn die alten Blätter nach dem Winter, etwa im März, entfernt werden.

Die Elfenblume ist eine pflegeleichte Staude, die nach der Pflanzung kaum Aufmerksamkeit benötigt. Eine Mulchschicht zwischen den frisch gepflanzten Stauden schützt sie vor Trockenheit und Hitze. Empfindlichere Arten aus Asien, wie E. grandiflorum und E. pubescens, sollten in der heißen Jahreszeit regelmäßig gewässert werden. Südliche Arten, wie E. perralchicum und E. pinnatum, sind robuster und ertragen Hitze und Trockenheit gut.

lila Elfenblume
Eine bedarfsgerechte Düngung entlohnt die Elfenblume mit einer prächtigen Blüte [Foto: Kirsanov Valeriy Vladimirovich/ Shutterstock.com]

Eine Düngung kann nach Bedarf jährlich im Frühjahr erfolgen. Ein vorwiegend organischer Langzeitdünger, wie unser Plantura Bio-Blumendünger, sollte bei frostfreiem Boden ab März locker über dem Bestand der Elfenblumen verstreut werden. Wässern Sie optimalerweise danach gut, sodass die Freisetzung der Nährstoffe schnell in Gang gebracht wird.

Elfenblume vermehren

Die einfachste Methode der Vermehrung ist die Teilung vorhandener Horste. Im späten Frühjahr nach der Blüte können die Wurzelstöcke der Elfenblumen mithilfe eines Spatens geteilt, ausgegraben und an der passenden Stelle neu eingesetzt werden.
Alternativ lassen sich Elfenblumen auch über Rhizomschnittlinge vermehren. Hierfür werden die Rhizome ausgegrabener Pflanzen mit einem scharfen Messer in etwa 5 cm lange Teilstücke geschnitten. Anschließend werden die Rhizomstücke horizontal in nährstoffarme Anzuchterde gesetzt und etwa 1 bis 2 cm dick mit Substrat bedeckt. In den kommenden Wochen sollten sich die Schnittlinge feucht, aber nicht nass an einem hellen, kühlen Standort bewurzeln dürfen. Es zeigen sich bald auch die ersten Triebe und Blätter. Haben sich kräftige Pflänzchen entwickelt, können die Elfenblumen umgesetzt oder ausgepflanzt werden.

Elfenblume
Elfenblumen sollten im Winter einen leichten Winterschutz aus Laub oder Ähnlichem bekommen [Foto: Eileen Kumpf/ Shutterstock.com]

Überwinterung

In unseren Breiten sind die gängigen Arten der Elfenblume gut winterhart. Frisch gepflanzte und sommergrüne Elfenblumen sollten in rauen Lagen einen leichten Winterschutz, etwa eine dicke Laubschicht, bekommen. Die Rhizome breiten sich nur knapp unterhalb der Bodenoberfläche aus und können daher bei starken Minusgraden Schaden nehmen.

Ist die Elfenblume giftig?

Die Elfenblume gilt als leicht giftige Pflanze. In manchen Ländern werden Teile jedoch gegart und somit essbar gemacht. In der Volksheilkunde wurden Extrakte des E. grandiflorum bei bestimmten Krebserkrankungen eingesetzt.

Tipp: Die beiden Elfenblumen-Arten Epimedium macun und Epimedium brevicornum werden in der traditionellen chinesischen Medizin und Pflanzenheilkunde als Arzneimittel bei Schilddrüsenproblemen, Bluthochdruck und Errektionsstörungen eingesetzt.

Bodendeckende Pflanzen eignen sich in vielen Gärten als Unterpflanzung oder ergänzende Begrünung von Beeten. Bei uns entdecken Sie weitere bienenfreundliche Bodendecker für jeden Standort.

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