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Ranunkel: Pflanzen, Pflegen & winterharte Sorten

Wann ist die Blütezeit der Ranunkel? Was muss man beim Pflanzen und Pflegen von Ranunkeln im Garten oder auf dem Balkon beachten? Wir geben Tipps und stellen die schönsten winterharten Ranunkel-Sorten vor.

Blühende Ranunkeln im Balkonkasten
Die Farben- und Formenvielfalt der Ranunkel ist groß [Foto: Derya Ozkalyoncu/ Shutterstock.com]

Die Ranunkel erblüht im Frühsommer und bringt mit ihren facettenreichen rundlichen Blüten prächtige Farbtupfer in Ihren Garten oder auf den Balkon.

Ranunkel: Blütezeit, Eigenschaften und Herkunft

Die Ranunkel (Ranunculus asiaticus), auch Asiatischer Hahnenfuß genannt, ist eine Zierpflanze aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie eignet sich sowohl fürs Blumenbeet als auch als Kübelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse. Ursprünglich stammt die Ranunkel aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien. Ihre Wildform wächst häufig in sumpfigen Gebieten. Daher rührt wahrscheinlich ihr lateinischer Name, der übersetzt „Fröschlein“ bedeutet. Die krautige Ranunkelpflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40 cm und wächst leicht buschig. Ihre gering verzweigten, fein behaarten Stängel tragen eingeschnittene, meist ebenfalls leicht behaarte Laubblätter mit einem gezähnten bzw. gesägten Rand. Unterirdisch besitzt die Ranunkel Knollen als Überdauerungsorgane.

Gelb und weiß blühende Ranunkeln
Die Ranunkel wird auch Asiatischer Hahnenfuß genannt [Foto: liu yu shan/ Shutterstock.com]

Ab April, spätestens jedoch Mitte Mai öffnen sich die kugeligen, je nach Sorte gefüllten oder nicht gefüllten Blüten der Ranunkel in Weiß, Rosa, Rot, Gelb oder Orange und in vielen Zwischentönen. Sie blühen meist mehrere Wochen, bis sie gegen Ende Juli verblühen. Die Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 5 cm und erinnern in ihrer Form an Rosen oder Pfingstrosen. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt: Ist die Ranunkel bienenfreundlich? Die prall gefüllten Sorten sind leider nicht bienenfreundlich, da die vielen Blütenblätter den Zugang zu Nektar und Pollen versperren. Nur die ungefüllten Ranunkeln werden von Insekten besucht.

Ranunkel-Sorten

Ranunkeln existieren in vielen verschiedenen Formen und Farben. Anders als bei den meisten Zierpflanzen gibt es bei Ranunkeln keine offiziellen Sortenbezeichnungen. Im Handel werden die Ranunkelknollen meist nach Farbe sortiert angeboten. Darüber hinaus findet man manchmal auch folgende Einteilung:

  • Türkische Ranunkeln (auch Turban-Ranunkeln; alte Züchtung mit prall gefüllten Blüten)
  • Persische Ranunkeln (Züchtung mit späterer Blütezeit; Blüten sind weniger gefüllt)
  • Französische Ranunkeln (Züchtung aus Frankreich; große Blüten, Stängel nahezu blattlos)
  • Päonienblütige Ranunkeln (Züchtung aus Italien; große Blüten, Ähnlichkeit mit Pfingstrosen)
Gefüllte Ranunkel-Blüte
Neben ungefüllten und gefüllten Ranunkeln existieren auch mehrfarbige Sorten mit gesprenkelten Blütenblättern oder farbigem Rand [Foto: Quang Ho/ Shutterstock.com]

Ranunkeln pflanzen: Zeitpunkt, Standort & Co.

Ranunkeln bevorzugen halbschattige Standorte, doch auch an sonnigen Plätzen fühlen sie sich wohl. Auf zu viel direkte Mittagssonne reagieren sie jedoch mit schnell welkenden Blüten. Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen der Ranunkelknollen ist im Frühling (März bis April), sobald keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind.

Ranunkeln im Garten pflanzen

Der Boden sollte durchlässig, humus- und nährstoffreich sein. Bei einem undurchlässigen, lehmigen Gartenboden sollte das Substrat gut aufgelockert werden. Zusätzlich kann etwas Sand in das Pflanzloch gegeben werden, um die Drainagefähigkeit zu erhöhen. Vor der Pflanzung sollten die Knollen für einige Stunden in lauwarmes Wasser gelegt werden. Anschließend können Sie die Ranunkeln 4 cm tief und mit einem Pflanzabstand von ca. 20 cm mit den Wurzeln nach unten in den Boden pflanzen. Gießen Sie die Ranunkeln gut an.

Ranunkeln auf dem Balkon pflanzen

Ranunkeln gedeihen auch im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse. Als Substrat eignen sich torffreie Pflanzerden wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Blumenerde optimal. Wählen Sie unbedingt ein Pflanzgefäß mit Ablaufmöglichkeit, damit keine Staunässe entstehen kann. Um den Wasserabzug zusätzlich sicherzustellen, können Sie etwas Sand unter die Pflanzerde mischen und Tonscherben auf den Gefäßboden legen.

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Tipp: Alternativ zur Direktpflanzung können Ranunkeln auch an einem geschützten Ort vorgezogen und als Jungpflanzen ausgepflanzt werden.

Ranunkel-Pflege

Neben gelegentlichen Düngergaben, regelmäßiger Bewässerung und dem Entfernen verwelkter Blüten und Blätter während der Blütezeit, bedarf die Ranunkel keiner besonderen Pflege.

Pink und weiß blühende Ranunkeln
Verwelkte Blüten und Blätter sollten bei der Ranunkel entfernt werden [Foto: yul38885/ Shutterstock.com]

Ranunkeln gießen

Ranunkeln haben einen hohen Wasserbedarf und sollten während der Vegetationszeit regelmäßig gegossen werden, sodass das Substrat nicht austrocknet. Gießen Sie jedoch nicht zu viel auf einmal, da sonst unter ungünstigen Bedingungen Staunässe entsteht, die den Knollen schadet.

Ranunkeln düngen

Für eine üppige Blütenpracht sollte die Ranunkel während der Blütezeit regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden. Dazu eignet sich sowohl für das Blumenbeet als auch für die Balkonbepflanzung ein Blumendünger in flüssiger Form, wie z.B. unser rein organischer Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger ideal. Düngen Sie die Ranunkel alle 1 bis 2 Wochen über das Gießwasser. Die Dosierung beträgt 3 bis 5 ml pro Liter Wasser.

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Ranunkeln im Topf pflegen: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie Ranunkeln im Topf kultivieren, sollten Sie verstärkt auf ein bedarfsgerechtes Gießmanagement achten. Bei Topfpflanzen besteht in der Regel ein höheres Risiko für Staunässe oder Unterversorgung als auf einem gewachsenen Gartenboden.

Tipp: Entfernen Sie verwelkte Blüten der Ranunkel, um die Pflanze zur Bildung neuer Blüten anzuregen.

Ranunkeln überwintern

Die Ranunkel ist unter den richtigen klimatischen Bedingungen mehrjährig. In Regionen, in denen die Temperaturen im Winter nur wenige Grade unter null fallen, können die Knollen der Ranunkel, mit einer Laubschicht bedeckt, die Wintermonate über im Boden gelassen werden. Insbesondere junge Knollen und Ranunkeln in Pflanzgefäßen sollten zur Sicherheit im Herbst ausgegraben und an einem frostfreien Ort überwintert werden, um sie vor Frostschäden zu schützen.

Ranunkeln vermehren

Ranunkeln lassen sich auf zwei verschiedene Arten vermehren. Eine Möglichkeit ist die Vermehrung über Brutknollen. Ranunkeln vermehren sich von Jahr zu Jahr quasi selbstständig, indem sie seitliche Brutknollen ausbilden. Diese können im Spätherbst, nachdem die Knollen ausgegraben wurden, mit einem scharfen Messer von den Mutterknollen abgeschnitten oder vorsichtig von Hand abgetrennt werden. Dabei ist es wichtig, die Knollen so zu trennen, dass die Schnitt- bzw. Bruchflächen möglichst klein bleiben. Die so gewonnenen Ranunkelknollen können im nächsten Frühling wieder eingepflanzt werden.

Ranunkel-Knollen zur Vermehrung
Die Knollen der Ranunkeln bilden seitliche Brutknollen aus, die zur Vermehrung abgetrennt werden können [Foto: Tanya Hamster/ Shutterstock.com]

Die zweite Möglichkeit ist die Vermehrung durch Aussaat. Säen Sie die Ranunkelsamen im Herbst oder alternativ im Frühling direkt ins Freiland oder in Anzuchtgefäße aus. Um die Keimung zu induzieren, müssen die Samen zuerst einem Kältereiz ausgesetzt werden (Stratifikation). Lagern Sie die Samen deshalb etwa 1 bis 2 Wochen bei 5 bis 7 °C. Anschließend können die stratifizierten Samen auf ein geeignetes Substrat wie unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde gestreut werden. Die Ranunkel gehört zu den Lichtkeimern und darf deshalb nur minimal mit Erde bedeckt oder nur angedrückt werden. Bei 15 °C und regelmäßiger Befeuchtung mit einer Sprühflasche keimen die Samen innerhalb von ca. 10 Tagen. Wenn die Jungpflanzen 4 Blattpaare ausgebildet haben, können sie vereinzelt und in größere Gefäße oder ins Freiland gepflanzt werden.

Sind Ranunkeln giftig?

Die Ranunkel ist für Mensch und Tier giftig. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Glykoside, die je nach aufgenommener Menge schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen können.

Wenn Sie sich für weitere Blumen interessieren, die ihren Garten oder Balkon in der warmen Jahreszeit in ein blühendes Paradies verwandeln, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel über die 10 schönsten Sommerblumen für Ihren Garten.

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