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Trompetenbaum: Blüte, Pflege & Arten

Die trichterförmigen Blüten des Trompetenbaums, auch Catalpa-Baum oder Katalpe genannt, begeistern nicht nur uns Menschen, sondern auch die Bienen. Er kann als Bienenbaum und Schattenspender in Parks und Gärten gepflanzt werden.

weiße Blüten des Trompetenbaums
Die weißen trompetenförmigen Blüten besitzen zwei gelbe Streifen und pupurfarbene Flecken im Schlund. [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Wie Sie den Trompetenbaum gefahrenlos pflanzen, pflegen und vermehren können, erfahren Sie in diesem Artikel. Bei der Pflanzung und Pflege des Trompetenbaums ist allerdings Vorsicht geboten, denn alle Pflanzenteile sind leicht giftig und können zu Hautirritationen führen. Umgangssprachlich wird die Katalpe auch „Beamtenbaum“ genannt – böse Zungen behaupten, diese würden wie der spät austreibende und früh laubabwerfende Trompetenbaum spät kommen und früh gehen.

Trompetenbaum: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) ist im Südosten Nordamerikas heimisch und kann bis zu 18 Meter hoch werden. Er wird besonders wegen seiner trompetenförmigen Blüten in Parks und Gärten als Ziergehölz geschätzt. Im Mai erscheinen die ersten Blütenknospen, ab Juni beginnt die Blüte. Die Trompetenbaum-Blüte ist weiß und besitzt im Trichter zwei gelbe, längliche Streifen sowie purpurfarbene Flecken im Schlund. Wird die Blüte befruchtet, bilden sich längliche, bohnenähnliche Samenkapseln aus. Der Baum besitzt zudem einen dicken, kurzen Stamm und eine ausladende Krone. Die herzförmigen Blätter erreichen eine Länge von 20 Zentimetern.

Der Trompetenbaum wächst sehr schnell, lediglich die Sorte ‘Nana’ lässt sich als langsam wachsende Sorte etwa mehr Zeit. Sie kann deswegen in jungen Jahren als Kübelpflanze den Balkon oder die Terrasse zieren.

Früchte des Trompetenbaums Catalpa ovata
Längliche Früchte des Trompetenbaums. [Foto: Dusan UHRIN/ Shutterstock.com]

Die schönsten Catalpa-Arten und -Sorten

Es gibt verschiedene Trompetenbaum-Sorten und -Arten, die jede für sich ihren eigenen Zierwert besitzt.

GoldTrompetenbaum: Ende Juni, Anfang Juli treibt der Catalpa bignonioides ‘Aurea’ aus. Die Blätter besitzen dann eine goldgelbe Farbe, die im Verlauf des Sommers zu einem satten Grün wechselt. Ab dem zehnten Lebensjahr bildet er dann im Juli seine eleganten Blüten aus. Der Gold-Trompetenbaum wird maximal zehn Meter hoch.

Prächtiger Trompetenbaum: Im Juli erscheinen die ersten Blüten des Catalpa speciosa. Diese bilden viel Nektar und werden gerne als Bienenbaum genutzt. Seine großen Blüten eignen sich gut zur Honigproduktion.

Großkroniger Trompetenbaum: In deutschen Parks und Gärten ist der Catalpa bungei noch sehr selten, dabei besitzt er einen großartigen Zierwert. Seine große grüne Krone ist besonders als Schattenspender geeignet. Als Kleinbaum wird er fünf bis acht Meter hoch. Im Juli bildet er die ersten Blüten aus.

Gelber Trompetenbaum: DerCatalpa ovata besitzt eine breite, runde Krone. Von Juli bis August erscheinen die trompetenförmigen Blüten. Der Gelbe Trompetenbaum wird 10 bis 15 Meter hoch.

Blütenblätter des gelben Trompetenbaums
Der Catalpa ovata besitzt eher gelbe Blütenblätter. [Foto: tamu1500/ Shutterstock.com]

Kugel-Trompetenbaum ‘Nana’: Die Sorte Catalpa bignonioides ‘Nana’ gehört zu den beliebtesten des Trompetenbaums. Die Baumkrone ist – wie der Name schon sag – kugelförmig. Sie muss jedes Jahr stark zurückgeschnitten werden – wie auch Kopflinden oder Kopfweiden. Die großen, grünen und herzförmigen Blätter zieren Parks und Gärten, Früchte und Blüten werden jedoch nicht ausgebildet. Der Baum erreicht eine Höhe von bis zu drei Metern und kann auch als Kübelpflanze gehalten werden.

Tipp: Vielleicht sind Sie in einem Garten schon einmal einem prachtvollen Baum mit ebenfalls großen, blauen Lippenblüten begegnet, der aussah wie ein blauer Trompetenbaum? Tatsächlich handelt es sich hierbei sehr wahrscheinlich um den Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa). Dieser gehört ebenfalls der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales) an und ist somit in der Tat entfernt verwandt mit dem Trompetenbaum.

kugelförmige Baumkrone der Sorte 'Nana'
Die Sorte ‘Nana’ besitzt eine kugelförmige Baumkrone. [Foto: mykhailo pavlenko/ Shuterstock.com]

Trompetenbaum pflanzen: Wann, wo und wie?

Im Frühjahr ab Anfang Mai kann der Trompetenbaum gepflanzt werden. Er benötigt hierfür einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. Da auch kleine Sorten hohe Wuchshöhen erreichen können, sollte er außerdem viel Platz zum Wachsen haben. Auf Rasenflächen dient der Trompetenbaum als ausgezeichneter Schattenspender. Er liebt frische, fruchtbare Böden, kommt aber auch auf trockeneren und nährstoffärmeren Standorten gut aus.
Bevor der junge Baum eingepflanzt wird, sollte er wenn möglich in einen Eimer mit Wasser gestellt werden, sodass sich der Wurzelballen mit Wasser vollsaugen kann. Für alle Arbeiten mit dem Trompetenbaum sollten Handschuhe getragen werden, um dem eventuell hautreizenden Catalpin nicht ausgesetzt zu sein. Wird der Trompetenbaum im Freiland gepflanzt, muss ein Pflanzloch in doppelter Ballenstärke ausgehoben werden. Dort wird die Jungpflanze eingesetzt, sodass der Wurzelhals knapp über der Erdoberfläche liegt. Um den Baum zu stützen, sollte auch mindestens ein Holzpfahl eingesetzt werden, an dem der Baum festgebunden wird. Damit die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird, können Sie den Wurzelbereich zusätzlich mulchen.

Wird der Trompetenbaum in einen Kübel gepflanzt, sollte das richtige Substrat verwendet werden. Dieses sollte nährstoffreich und nicht zu wasserdurchlässig sein. Wichtig ist, dass die Erde ausreichend, aber nicht zu viel Feuchtigkeit hält. Unsere Plantura Bio-Universalerde beispielsweise erreicht dies, indem sie Tonmehl (Bentonit) enthält, welches Wasser aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben kann. Am Grunde des Kübels sollten Sie eine Drainageschicht aus Tonscherben, Kieseln oder Blähton einfüllen, damit überschüssiges Wasser leicht über das Loch im Gefäß abfließen kann und somit keine Staunässe entsteht.

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Die wichtigsten Maßnahmen bei der Trompetenbaum-Pflege

Mit den richtigen Pflegemaßnahmen kann der Trompetenbaum auch in unseren Breitengraden prächtig gedeihen. Das Beste daran: Diese sind gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht vermuten mag.

Gießen und düngen

Der Trompetenbaum ist recht genügsam. Für ein gesundes Wachstum sollte der Baum regelmäßig gegossen werden, das Substrat sollte weder austrocknen noch zu nass sein. Bei Kübelpflanzen ist zudem darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht. Untersetzer dürfen nicht mit Wasser gefüllt sein.

Tipp: Je sonniger und heißer der Standort, desto mehr Wasser benötigt der Trompetenbaum.

Im Freiland werden Trompetenbäume einmal jährlich zum Frühlingsanfang gedüngt. Ein organischer Langzeitdünger versorgt den Baum über Monate hinweg mit allen wichtigen Nährstoffen. Das trägt zur Gesundheit und zum Wachstum des Trompetenbaums bei. Geeignet ist beispielsweise unser vornehmlich organischer Plantura Bio-Universaldünger, der ein gesundes Bodenleben fördert und eine natürliche Langzeitwirkung hat. Kübelpflanzen dagegen sollten alle zwei Wochen mit organischem Flüssigdünger versorgt werden, schließlich können ihre Wurzeln nicht in tiefere Bodenschichten eindringen.

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Trompetenbaum beschneiden

Im Herbst können Sie ältere Trompetenbäume beschneiden. Diese werden ausgelichtet, damit sie nicht verkahlen. Dafür entfernen Sie Totholz und krankes Holz mit einer Säge oder einem Astschneider. Der Haupttrieb und gesunde Seitenäste sollten nicht beschnitten werden. Lediglich die Sorte ‘Nana’ wird jährlich im Frühjahr radikal beschnitten, um sie wieder auf den Stock zu setzen.

Achtung: Tragen Sie Handschuhe beim Schneiden des Trompetenbaums – so vermeiden Sie allergische Reaktionen an den Händen.

Trompetenbaum wird stark beschnitten
Die Sorte ‘Nana’ wird jährlich stark beschnitten. [Foto: Photophlox/ Shutterstock.com]

Krankheiten und Schädlinge beim Catalpa-Baum

Trompetenbäume besitzen für einige Pilze und Schädlinge eine Anfälligkeit. 

Verticillium-Welke: Dieser Pilz unterbindet den Wasser- und damit auch den Nährstofftransport. Blätter werden gelb, kräuseln sich und sterben schlussendlich ab. Diese Krankheit ist nicht heilbar.

Echter Mehltau: Werden die Blätter des Trompetenbaums von Echtem Mehltau befallen, bildet sich an Ober- und Unterseite des Blattes sowie an Trieben und Knospen ein weißer Belag. Betroffene Pflanzenteile sollten sofort entfernt werden.

Tipp: Verhindern Sie die weitere Verbreitung des Pilzes. Entsorgen Sie die Pflanzenteile im Restmüll und desinfizieren Sie die Gartengeräte nach Gebrauch.

Brandkrustenpilz: Diese Pilzerkrankung ist nur schwer zu erkennen. Am unteren Ende des Stammes kommt es zu einer Fäulnis, wodurch der Baum letztlich umstürzen kann.

Wühlmäuse: Wühlmäuse fressen an den Wurzeln des Trompetenbaums, sodass sich dieser leicht herausziehen lässt. Betroffene Bäume treiben dann nur noch schwach oder gar nicht aus.

Stamm des Trompetenbaums von unten
Rinde sowie Blätter des Trompetenbaums können allergische Reaktionen hervorrufen. [Foto: LikaNStar/ Shutterstock.com]

Trompetenbaum blüht nicht: Was kann man tun?

Bildet der Trompetenbaum keine Blüten aus, kann das verschiedene Ursachen haben:

SortenbedingtSorten wie der Kugel-Trompetenbaum ‘Nana’ blühen nur sehr selten.
AltersbedingtBis ein junger Trompetenbaum blüht, vergehen fünf bis acht Jahre.
Falsche BewässerungDer Baum ist Trockenstress oder Staunässe ausgesetzt.
Falscher StandortAn schattigen Standorten wird keine Blüte ausgebildet.
Falsche DüngungDie Düngung ist zu stickstoffhaltig.

Trompetenbaum überwintern

Ab einem Alter von fünf Jahren ist der Trompetenbaum winterhart bis mindestens -17, eher bis -30 °C. Jüngere Bäume müssen mit einigen Methoden auf den Winter vorbereitet werden. Die Krone des Baumes wird zu Beginn des Winters mit Gartenvlies umwickelt, die Erde rings um den Wurzelhals mit Tannenzweigen abgedeckt. Die empfindliche Rinde wird mit einem Kalkanstrich gegen Risse geschützt. Wird der Trompetenbaum als Kübelpflanze gehalten, kann dieser in einem hellen, kühlen Raum bei maximal 10 °C überwintert werden. Wer keinen Platz hat, kann den Kübel aber auch draußen überwintern. Dieser wird dann auf eine Styroporplatte nah an eine Hauswand gestellt und isolierend mit Vlies umwickelt.

Bienen an einem Trompetenbaum in der Blütezeit
Der Nektar der Blüten ist für Bienen ein gefundenes Fressen. [Foto: Zoltan Totka/ Shutterstock]

Trompetenbaum vermehren: Ableger oder Samen?

Die Vermehrung des Trompetenbaums erfolgt über Samen oder Ableger. Deutlich empfehlenswerter ist dabei jedoch die Vermehrung über Ableger, da sie weniger arbeitsintensiv ist.

Vermehrung über Samen

Die Wildform des Trompetenbaums lässt sich über Samen vermehren. Hierbei ist allerdings viel Geduld gefragt. Im Herbst wird das reife Saatgut direkt vom Baum geerntet und über den Winter getrocknet. Im folgenden Frühjahr wird dieses dann vorgezogen. Dafür werden die Samen zum Vorquellen für 30 Minuten in Wasser gelegt und anschließend fünf Millimeter tief in raumtemperatur warme Anzuchterde eingepflanzt. Die Anzuchterde sollte locker und humos, aber nährstoffarm sein – geeignet ist beispielsweise unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde.

Nach etwa anderthalb Monaten entwickeln sich die ersten Triebe. Zur Beschleunigung der Keimentwicklung kann das Pflanzgefäß zusätzlich mit einer durchsichtigen Haube aus Plastik oder Glas versehen werden, die jedoch täglich gelüftet werden sollte. Haben die Triebe die ersten vier Blätter ausgebildet, können sie in ein größeres Gefäß und nährstoffreiche Pflanzerde umgetopft werden. Dort sollten auch eine Stütze sowie ein Windschutz für die Pflanze angebracht werden.

Tipp: Achten Sie beim Umtopfen darauf, die jungen Wurzeln nicht zu beschädigen. Das garantiert ein gutes Anwachsen der Pflanze.

Vermehrung über Ableger

Eine Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls möglich. Im Juli oder August können etwa zehn Zentimeter lange, mittelalte Triebe vom Baum abgeschnitten werden. Diese werden bis auf die zwei obersten Blätter entblättert. Um die Verdunstungsrate zu verringern, werden die verbliebenen Blätter zur Hälfte abgeschnitten. Anschließend werden die Stecklinge in Wassergefäße gestellt, bis sie anfangen zu wurzeln. Nach erfolgreicher Bewurzelung können Sie die Stecklinge schließlich in Anzuchterde pflanzen. Die Stecklinge sollten an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz gestellt und das Substrat stets feucht gehalten werden.

Ist der Trompetenbaum giftig?

In geringem Umfang ist der Trompetenbaum giftig. Alle Teile des Trompetenbaums – mit Ausnahme der Samen – enthalten Catalpin. Die Blätter und das Holz enthalten zusätzlich Cumarsäure, Kaffeesäure und Ursolsäure. Bei Kontakt mit Holz oder Blättern können allergische Reaktionen auftreten. Die Einnahme der Pflanzenteile kann zu Magenbeschwerden führen.

Nicht selten wird der Trompetenbaum mit der ebenfalls giftigen Engelstrompete verwechselt. Diese verströmt in späten Abend- und Nachtstunden einen angenehmen Duft.

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