Flieder pflanzen: Standort, Zeitpunkt & Vorgehen

Max
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Pflanzen und deren Vielfalt in der Natur fand ich schon immer faszinierend. Daher habe ich nach meiner Ausbildung zum Schreiner das Studium der Gartenbauwissenschaften an der Hochschule in Weihenstephan begonnen. Zuhause kultiviere ich in Garten, Wald und Haus verschiedenstes; von kleinen Zimmerpflanzen bis hin zu großen Forstbäumen, wobei mein besonderes Interesse den Obstgehölzen gilt. Auch nach der Ernte verarbeite ich gerne die Früchte weiter zu Marmeladen, Wein oder diversen anderen Produkten.

Lieblingsobst: Apfel
Lieblingsgemüse: Paprika

Wir zeigen, wie Sie einen Flieder pflanzen, um den Garten oder Balkon durch die Blütenpracht des außergewöhnlichen Ziergehölzes aufzuwerten.

Flieder im Garten pflanzen
Flieder begeistern durch ihre prächtigen und duftenden Blüten [Foto: Tatiana Diuvbanova/ Shutterstock.com]

Flieder zählen immer noch zu den beliebtesten und bekanntesten Gehölzen für die Gartengestaltung. Der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) ist hierbei sehr begehrt.

Flieder pflanzen: Der ideale Standort

Die verschiedenen Fliederarten bevorzugen leicht unterschiedliche Standorte. Der Gewöhnliche Flieder, zum Beispiel, bevorzugt einen sonnigen bis absonnigen Platz, ist bei Temperaturen bis -35 °C frosthart, zudem hitzeverträglich und resistent gegen Wind.

Allgemein zeigt der Flieder hinsichtlich der Bodenverhältnisse wenige Ansprüche und gedeiht an den meisten Orten gut. Dennoch hat das Gehölz einige Vorlieben, unter welchen Bedingungen es am besten wächst. So sollte der Boden nährstoffreich sowie leicht sandig, gut durchlässig und nicht zu nass sein. Daher freut sich der Flieder im Sommer, wenn er auf schwereren Lehmböden gepflanzt ist, über warme und eher trockene als zu feuchte Standorte. Bezüglich des pH-Wertes präferiert der Fliederbaum alkalische Böden und ist somit als kalkliebend einzustufen.

Wann ist Pflanzzeit für Flieder?

Um den Flieder zu pflanzen, ist ein frostfreier Tag im Frühjahr ideal – bestenfalls bevor die Knospen ausgetrieben haben. So hat die Pflanze Zeit, sich neu einzuwurzeln, bevor die Blätter im Sommer viel Wasser transpirieren. Ebenfalls möglich wäre eine Pflanzung im Herbst, da der Wasserverbrauch des Flieders hier auch gering ist.

Fliederbäume pflanzen
Am richtigen Standort entwickeln sich Flieder zu eindrucksvollen Ziergehölzen [Foto: Besjunior/ Shutterstock.com]

Flieder im Garten pflanzen

Bei der Pflanzung des Flieders im Garten sind ein paar Punkte zu beachten. Zunächst wird ein Pflanzloch ausgehoben, welches zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen der Pflanze ist. Anschließend vermengt man den Aushub etwa zu gleichen Teilen mit frischer Blumenerde. Für ein gutes Anwurzeln der Fliederpflanze ist es außerdem von Vorteil, den Wurzelballen etwas aufzulockern, da sich besonders bei Topfware meist ungewünschte Drehwurzeln ausbilden. Diese entstehen, wenn die Wurzeln an den runden Töpfen entlangwachsen und so eine Form ähnlich einem Korkenzieher annehmen. Jedoch sind diese bei einer Pflanzung leider ungünstig, da ein normaler, ausgebreiteter Wurzelwuchs dadurch gehemmt wird. Ist der Wurzelballen etwas aufgelockert, pflanzt man den Flieder mit dem durchmischten Aushub in das Pflanzloch. Wichtig ist dabei, dass das Gehölz nicht tiefer in die Erde gesetzt wird, als es zuvor im Verkaufscontainer war. Das Substrat um den Flieder sollte fest angedrückt werden, sodass die Wurzeln gut im Substrat eingebettet sind. Zu stark darf der Boden jedoch auch nicht verdichtet werden, da eine ausreichende Durchlüftung sonst nicht gewährleistet werden kann. Zu guter Letzt muss der Flieder noch angegossen und über die nächsten Wochen feucht gehalten werden.

Syringa pflanzen
Durch ihre Blütenpracht werten Flieder jeden Garten auf [Foto: Ryzhkov Oleksandr/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Flieder pflanzen im Garten:

  • Pflanzloch etwa in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben
  • Aushub zu gleichen Teilen mit frischer Blumenerde vermengen
  • Flieder nicht tiefer als zuvor in die Pflanzerde setzen
  • Erde mit ausgeglichenem Druck verdichten
  • Angießen
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Kann man Flieder auch aus Samen ziehen?
Wie fast jede Pflanze können Flieder durch Samen vermehrt werden. Jedoch ist bei dieser Methode ungewiss, wie die spätere Pflanze und ihre Blütenstände genau aussehen. Will man die gleiche Sorte eines Flieders vermehren, wählt man eine vegetative Vermehrungsmethode, wie beispielsweise über Stecklinge oder Ableger. Lesen Sie dazu unseren Spezial-Artikel, in dem wir genau erklären wie Sie Ihren Flieder vermehren können

Flieder im Topf

Flieder können auch im Topf kultiviert werden. Hierfür bieten sich kleinwüchsige Arten wie beispielsweise der Zwergflieder (Syringa meyeri) an, da der Wurzelraum im Pflanzgefäß begrenzt ist. Je nach Art und Sorte sollte so die Topfgröße der Pflanzengröße entsprechend gewählt werden. Für einen Gewöhnlichen Flieder sollte der Pflanztopf etwa 30 cm Breite und 40 cm Tiefe messen. Je größer der Topf ist, desto besser kann sich das Gehölz entwickeln. Mit den richtigen Techniken können allerdings sogar größere Arten in recht kleinen Töpfen, ähnlich einem Bonsai, gehalten werden. In allen Fällen ist ein gutes Substrat von großer Wichtigkeit, insbesondere bei der Kultur im Pflanzgefäß. Dieses sollte unten mindestens ein Loch zum Ablauf des überschüssigen Gießwassers aufweisen. Wir empfehlen, darüber eine wenige Zentimeter dicke Drainageschicht aus groben, mineralischen Bestandteilen wie etwa Kies anzulegen. Das restliche Pflanzsubstrat muss genügend Nährstoffe und eine möglichst hohe Strukturstabilität aufweisen. Geeignet ist hierfür beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde, welche organisch aufgedüngt wurde und so viele lebenswichtige Nährstoffe für die Pflanzen liefert.

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Um die Strukturstabilität und Durchlüftung noch etwas zu erhöhen, lohnt es sich, die Pflanzerde zu etwa einem Drittel mit einem mineralischen Bestandteil wie etwa gebrochenem Blähton zu durchmischen. Da sich der Flieder im Topf im Gegensatz zur Pflanzung im Freiland nicht unbegrenzt ausbreiten kann, um neues Wasser und Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen, ist es von Zeit zu Zeit wichtig, das Gehölz umzutopfen oder zu düngen. Sollten beispielsweise Mangelerscheinungen wie Kümmerwuchs oder blasse Blätter auftreten, müssen der Pflanze unbedingt neue Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Die Nährreserven von einem frischen Pflanzsubstrat reichen in der Regel für einige Monate aus. Ab einem halben Jahr bis Jahr kann – je nach Größe des Pflanzgefäßes – eine Düngung des Flieders notwendig sein. Hierfür bietet sich ein vornehmlich organischer Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger an, welcher der Pflanze über einen längeren Zeitraum neue Nährstoffe zur Verfügung stellt und dabei unbedenklich für Haus- und Gartentiere ist.

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Nach 2 bis 4 Jahren sollte der Flieder auf jeden Fall umgetopft werden. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn das Pflanzgefäß komplett durchwurzelt ist. Dann wird entweder ein größeres Gefäß verwendet oder die Wurzeln und die Triebe werden zurückgeschnitten und mit frischem Substrat in den gleichen Pflanztopf gesetzt. Wichtig im Topf ist außerdem noch eine regelmäßige Wassergabe, vor allem im Sommer, da das Pflanzgefäß bei hohen Temperaturen schnell austrocknet. Die Fingerprobe kann hier hilfreich sein: wenn das Substrat ausgetrocknet ist, sollte erneut gegossen werden.

Zusammenfassung Flieder pflanzen in Topf:

  • Topfgröße entsprechend der Fliederart auswählen
  • Für ausreichende Drainage im Pflanzgefäß sorgen
  • Strukturstabiles und nährstoffreiches Substrat auswählen
  • Ausgewogene Düngung
  • Umtopfen, sobald das Pflanzgefäß durchwurzelt ist
  • Regelmäßiges Gießen
Flieder im Kübel pflanzen
Mit etwas Geschick lassen sich Flieder auch in sehr kleinen Töpfen halten [Foto: Renata Ty/ Shutterstock.com]

Die besten Pflanznachbarn: Flieder kombinieren

Da Flieder, besonders im Oberflächenbereich, viele Feinwurzeln bildet, ist es für die meisten Pflanzen schwer, in der Nähe des Gehölzes Fuß zu fassen. Wir stellen Ihnen einige konkurrenzstarke Pflanznachbarn vor, mit denen sich Flieder gut kombinieren lassen:

Flieder umpflanzen

Wenn er noch nicht allzu lange eingepflanzt ist, kann der Flieder noch umgepflanzt werden. Am besten umsticht man das Gehölz im Spätsommer mit einem Spaten, wodurch sich in Stammnähe neue Wurzeln bilden. Im darauffolgenden Frühjahr kann man den Flieder mit einem möglichst großen Wurzelballen ausgraben und umpflanzen.

Flieder einpflanzen
Kleinere Fliederbäume lassen sich wesentlich leichter umpflanzen [Foto: Svetlana Mahovskaya/ Shutterstock.com]

Wie bei fast allen Ziergehölzen ist auch ein korrekter Schnitt des Flieders wichtig, um die Pflanze blühfreudig und in einer schönen und gesunden Form zu halten.

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