Flieder: Steckbrief, Blütezeit & Winterhärte

Max
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Pflanzen und deren Vielfalt in der Natur fand ich schon immer faszinierend. Daher habe ich nach meiner Ausbildung zum Schreiner das Studium der Gartenbauwissenschaften an der Hochschule in Weihenstephan begonnen. Zuhause kultiviere ich in Garten, Wald und Haus verschiedenstes; von kleinen Zimmerpflanzen bis hin zu großen Forstbäumen, wobei mein besonderes Interesse den Obstgehölzen gilt. Auch nach der Ernte verarbeite ich gerne die Früchte weiter zu Marmeladen, Wein oder diversen anderen Produkten.

Lieblingsobst: Apfel
Lieblingsgemüse: Paprika

Den Flieder kennen wohl die meisten Menschen, wenn auch nur wegen seines betörenden Duftes. Doch das Gehölz hat noch einiges mehr zu bieten.

Flieder im Garten
Der Gewöhnliche Flieder fällt mit seiner Blüte sofort ins Auge [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]

Als außergewöhnliches Ziergehölz ist der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) in vielen heimischen Gärten und Parks zu finden. Wir zeigen Ihnen, was die Pflanze so besonders macht und warum der Flieder eine Bereicherung für jeden Garten ist.

Flieder 'Redwine' Violett
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  • Späte Blütezeit: Bienen- & insektenfreundlich
  • Bevorzugt humose & durchlässige Böden
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Flieder: Herkunft und Eigenschaften

Der Gewöhnliche oder Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) zählt botanisch zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist daher unter anderem mit dem Olivenbaum (Olea europea) verwandt. Neben Syringa vulgaris gibt es etwa 30 weitere Fliederarten innerhalb der Gattung Syringa. Der Flieder stammt ursprünglich aus der Balkanregion, ist heute jedoch in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas beheimatet. Das Gehölz ist ein sommergrüner Tiefwurzler, welcher einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugt. Bezüglich des Bodens ist der Fliederbaum recht anspruchslos. Er gedeiht aber am besten auf gut durchlässigen, sandig-humosen Böden und ist kalkliebend. Je nach Sorte und Umweltbedingungen kann ein Flieder bis zu 6 m Höhe erreichen und zeigt dabei einen aufrechten Wuchs. Des Weiteren bildet der Fliederbaum Ausläufer und besitzt ein hohes Ausschlagvermögen. Die Blätter des Flieders sind gegenständig, dunkelgrün, spitz-eiförmig und können bis zu 10 cm lang werden. Er bildet zur Fruchtreife Fruchtkapseln mit abgeflachten, geflügelten Samen. Den Flieder zu schneiden, ist meist kein Problem, da das Gehölz diesbezüglich kaum empfindlich ist. Außerdem können der Pflanze selbst starke Winde kaum etwas anhaben.

Fliederbäume
Unter den richtigen Bedingungen können sich Fliederbäume zu prächtigen Pflanzen entwickeln [Foto: Magnus Binnerstam/ Shutterstock.com]

Wann blüht Flieder?

Die wohlriechenden Rispenblüten bestehen aus einer Vielzahl an Einzelblüten und erscheinen etwa von Mai bis Juni und können sortenabhängig eine weiße bis violette Farbe zeigen. Durch die Vielzahl der großen Blütenstände erfüllt der Flieder den Garten mit einem sehr angenehmen Duft.

Besonders für eine üppige Blütenpracht ist es wichtig, den Fliederbaum richtig zu pflegen. Bedeutsam ist hier neben dem Schnitt eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Daher ist es auf nährstoffarmen Boden meist unerlässlich, seinen Flieder zu düngen, um ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte zu unterstützen. Unser Plantura Bio-Blumendünger hat eine optimale Nährstoffzusammensetzung für Blühpflanzen und verfügt über eine organische Langzeitwirkung.

Bio-Blumendünger 1,5 kg
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Ist Flieder bienenfreundlich?

Trotz seines angenehmen Duftes ist der Gewöhnliche Flieder meist nur für Menschen interessant – für Insekten weniger. Aufgrund der geringen Nektarproduktion vieler Sorten und einiger bitterer Inhaltsstoffe fliegen bestäubende Insekten wie Bienen lieber andere Blühpflanzen an.

Flieder-Blüten
Die Blüten des Flieders stehen in Rispen mit vielen Einzelblüten [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]

Ist Flieder winterhart?

Der Fliederbaum lässt sich in die Winterhärtezone 4 einordnen und ist damit äußerst frosthart. So können ihm selbst Temperaturen bis -35 °C nichts anhaben. Bei einer Pflanzung im Topf sollte man beachten, dass der Topf im Winter komplett durchfrieren kann, was die Pflanze schädigt. Daher ist es ratsam, den Flieder an einem geschützten Ort wie in einer Garage oder in einem frostfreien Keller zu überwintern.

Flieder bei Frost
Selbst Frost und Schnee können dem Flieder nichts anhaben [Foto: Victoria Tucholka/ Shutterstock.com]

Verwendung und Inhaltsstoffe

Aufgrund verschiedener Inhaltsstoffe wie beispielsweise der Glycoside ist der Flieder leicht giftig und kann bei Aufnahme größerer Mengen Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen auslösen. Da die Konzentration dieser Stoffe in den Blüten des Flieders sehr gering ist, gelten diese allerdings als essbar und finden bei der Herstellung von Sirup oder Marmeladen Verwendung. In der Medizin findet er Anwendung gegen Fieber, Verdauungsbeschwerden, zur Beruhigung sowie gegen Rheuma und auch als Duftstoff ist er weit verbreitet.

Haben Sie nun Lust auf mehr als nur einen Fliederstrauch im Garten? Dann könnte es ebenfalls interessant für Sie sein, wie die Vermehrung des Flieders am besten gelingt.

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