Flieder: Pflege & häufige Krankheiten

Max
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Pflanzen und deren Vielfalt in der Natur fand ich schon immer faszinierend. Daher habe ich nach meiner Ausbildung zum Schreiner das Studium der Gartenbauwissenschaften an der Hochschule in Weihenstephan begonnen. Zuhause kultiviere ich in Garten, Wald und Haus verschiedenstes; von kleinen Zimmerpflanzen bis hin zu großen Forstbäumen, wobei mein besonderes Interesse den Obstgehölzen gilt. Auch nach der Ernte verarbeite ich gerne die Früchte weiter zu Marmeladen, Wein oder diversen anderen Produkten.

Lieblingsobst: Apfel
Lieblingsgemüse: Paprika

Flieder zählen zu den beliebtesten Gehölzen in heimischen Gärten, da sie mit ihren duftenden Blüten einen hohen Zierwert bieten.

Flieder richtig pflegen
Mit der richtigen Pflege entwickeln sich Flieder zu prächtigen Ziergehölzen [Foto: Hivaka/ Shutterstock.com]

Wie die meisten Pflanzen benötigt auch der Flieder die richtige Pflege, um sich möglichst gut zu entwickeln, viele Blüten zu bilden und dabei frei von Schädlingen und Schaderregern zu bleiben.

Flieder-Pflege: Das ist zu beachten

Flieder ist generell pflegeleicht, aber für neu gepflanzte Flieder oder wenn eine besonders üppige Fliederblüte gewünscht ist, lohnt sich etwas Pflege. Diese drei Punkte sind bei der Pflege eines Flieders wichtig: Nährstoff- und Wasserversorgung sowie der Schnitt. Während es auf nährstoffreichen Böden oft nicht nötig ist, seinen Flieder zu düngen, ist dies auf nährstoffarmen Böden oder Topfbepflanzungen meist unerlässlich, um einen gesunden Wuchs und eine ausreichende Blütenbildung zu erhalten. Unser Plantura Bio-Blumendünger sorgt dank seiner idealen Nährstoffzusammensetzung für eine prachtvolle und langanhaltende Blüte – ganz ohne den Einsatz tierischer Produkte.

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Bezüglich der Wasserversorgung sollte vor allem im Sommer auf die Pflanze geachtet werden. Denn an heißen und sonnigen Tagen kann der Flieder viel Wasser transpirieren. Ist im Boden nun nicht genügend Wasser vorhanden, das die Pflanze aufnehmen kann, kommt es zur Welke und schlimmstenfalls zum Absterben der Fliederpflanze. Insbesondere bei neu gepflanztem Flieder darf der Boden nie ganz austrocknen und gerade im Sommer kann es notwendig sein, mehrmals wöchentlich zu gießen. Beim Gewöhnlichen Flieder (Syringa vulgaris) sollten Sie aber auf schweren und lehmigen Böden nicht übermäßig gießen, da Staunässe ebenfalls schädlich für das Gehölz sein kann. Eine gute Methode ist es, die obersten paar Zentimeter des Bodens mit dem Finger zu überprüfen: Ist diese Schicht komplett ausgetrocknet, sollte man den Flieder gießen.

Für eine gute Blütenbildung und einen gesunden Wuchs der Pflanze ist es außerdem wichtig, den Flieder richtig zu schneiden. Dies sollte bestenfalls regelmäßig und jährlich durchgeführt werden.

Flieder richtig gießen
Bei ausbleibendem Regen muss im Sommer meist mit Gießkannen nachgeholfen werden [Foto: Milan Pic/ Shutterstock.com]

Tipp: Man kann den duftenden Strauch ganz einfach vermehren, in unserem Spezialartikel können Sie verschiedene Möglichkeiten des Vermehrens von Flieder nachlesen.

Häufige Krankheiten und Schädlinge

Wie jede Pflanze können auch Flieder von diversen Krankheiten und Schaderregern wie Insekten oder Pilzen befallen werden. Im Folgenden stellen wir einige der häufigsten davon vor:

  • Fliederknospenrüssler (Otiorhynchus lugdunensis): Fliederknospen werden von nachtaktiven, etwa 1 cm großen, dunklen Käfern mit rotbraunen Beinen angefressen. Befallene Knospen sollten entfernt werden und die Käfer können nachts abgesammelt werden.
  • Fliedermotte (Xanthospilapteryx syringella): Die grünlichen Mottenlarven fressen braun werdende Miniergänge durch die Fliederblätter, welche sich krümmen und vertrocknen. Betroffene Blätter sind schnellstmöglich zu entfernen und zu vernichten.
  • Kleiner Frostspanner (Operophtera brumata): Grüne Raupen verursachen Fraßschäden an Blättern. Die Raupen können händisch abgesammelt werden. Außerdem tragen Meisen zur Regulierung der Raupen bei. Eine weitere Möglichkeit ist das Anbringen von Leimringen am Fliederstamm, da die flugunfähigen Weibchen diesen nicht mehr passieren können.
Frostspanner-Männchen
Hier sieht man ein flugfähiges Männchen eines kleinen Frostspanners [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]
  • Fliedermehltau (Oidium syringae): An den Blättern entsteht ein weißlicher, mehliger Pilzbelag. Ein wirksames Hausmittel dagegen ist eine Mischung aus 1 Teil Milch und 9 Teilen Wasser, welche mehrmals auf die betroffenen Stellen aufgesprüht wird.
  • Fliederseuche (Pseudomonas syringae): Diese Bakterien verursachen faulige und wässrige Triebe. Eine direkte Bekämpfung ist leider nicht möglich, daher sollten befallene Pflanzenteile sofort entfernt werden. Eine gute Vorsorge ist es, den Baum durch Auslichtungsschnitte so zu halten, dass er nach Regenfällen schnell wieder abtrocknen kann.

Flieder blüht nicht: Woran kann es liegen?

Bei Jungpflanzen ist es normal, dass diese nicht sofort Blüten austreiben. Wenn jedoch ein gut etablierter Flieder nicht blüht, kann dies mehrere verschiedene Gründe haben:

  • Ungenügende Nährstoffzufuhr: Für eine gesunde Blütenbildung benötigen Blühgehölze eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
  • Schlechter oder fehlender Schnitt: Wird ein Gehölz nicht geschnitten, kann dieses vergreisen und bildet infolgedessen oft weniger und verkleinerte Blüten.
  • Falscher Standort: Flieder bevorzugen meist sonnige Plätze, weshalb es an sehr schattigen Stellen zum Ausbleiben der Blüte kommen kann.
Blühender Flieder bei richtiger Pflege
Die richtige Pflege danken Fliederpflanzen Ihnen mit einer enormen Blütenpracht [Foto: Nick Pecker/ Shutterstock.com]

Da es verschiedene Fliederarten und -sorten gibt, hat man je nach Vorliebe und Platzmöglichkeiten eine große Auswahl und muss sich nicht nur auf den Gewöhnlichen Flieder beschränken.

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