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Baobab: Der Wunderbaum aus Afrika

Beim Namen Baobab fällt einem vermutlich so manche Assoziation ein. Dabei handelt es sich um einen Baum, dessen Frucht als echtes Superfood gilt.

afrikanischer Baobabbaum in der Savanne

Der Baobabbaum gilt in Afrika als echter Wunder- und Lebensbaum. [Foto: Chris EasonCC BY 2.0]

Die Afrikaner nutzen schon seit einigen Jahrhunderten nahezu alle Bestandteile des Affenbrotbaumes, des sogenannten Boababs. Er gilt als Garant für Wohlbefinden und Gesundheit. Mittlerweile hat der schon fast heilige Lebensbaum, wie er auch genannt wird, endlich seinen Weg in unsere Küchen gefunden.

Warum Wunderbaum?

Der Name des in Afrika beheimateten Baobabs leitet sich aus dem arabischen Begriff bu hibab ab, was so viel wie “Frucht mit vielen Samen” bedeutet. Die Bäume können bis zu 25 Meter hoch und tausende von Jahren alt werden. Erst nach 20 Jahren blüht der Baum zum ersten Mal. Sie prägen damit auch symbolisch und eindrucksvoll das Bild der afrikanischen Savanne. In der afrikanischen Traditionsmedizin findet nahezu jeder Teil des Affenbrotbaums Verwendung. So werden die Blätter vor allem bei Magen-Darm Erkrankungen und die Samen beispielsweise bei Zahnschmerzen, Leberinfektionen oder Malaria-Erkrankungen eingenommen. Auch wenn die Menschen vor Ort alle Bestandteile nutzen, so ist es doch vor allem die Frucht, die den Baobab als Wunderbaum deklariert. Die runden bis ovalen Früchte enthalten nämlich ein sehr nahrhaftes Fruchtfleisch und viele nährstoffreiche Samen. Diese gelten als besonders reich an entzündungshemmenden und krankheitsvorbeugenden Pflanzenstoffen. Außerdem enthalten sie viele Ballaststoffe, Kalium und eine Menge Vitamin C. Der Gehalt von Antioxidantien der Baobab-Frucht soll dabei höher sein als der von beispielsweise Acai- oder Goji-Beeren. Das noch weitgehend unbekannte Lebensmittel wird daher oft in die Kategorie der “Superfoods” eingeordnet und für seine gesunde Wirkung hochgepriesen.

Baobab Pulver

Wenn überhaupt kennen wir Baobab meist in Pulverform. Nach dem Heranreifen trocknet der Baobab-Baum die Frucht auf natürliche Weise aus, um Wasser zu speichern. Das getrocknete Fruchtfleisch wird von Samen und Fasern getrennt und gesiebt. Das gewonnene, fast weiße Pulver schmeckt dann leicht süßlich und eignet sich sehr gut zum Untermischen in beispielsweise Jogurt, Fruchtsäften, aber auch Tees und natürlich in Müsli. Zudem kann das Baobab Pulver auch hervorragend als Bindemittel verwendet werden. Auch Smoothies bekommen mit dem natürlichen Extrakt eine schöne Sämigkeit. Meist ist es in Reformhäusern zu finden.Mittlerweile kann man Baobab sogar als Zutat in Limonaden oder gar Brotaufstrichen entdecken.

Baobabpulver im Smoothie

Mit dem Baobabpulver lässt sich so einiges verfeinern. Oftmals wird das Pulver in Smoothies oder Joghurts eingerührt. [Foto: gogatsbyCC BY-SA 2.0]

Baobab: Mehr als nur ein gesundes Lebensmittel

Der Affenbrotbaum symbolisiert dabei vor allem eins: Die Verbindung von Mensch und der unberührten Natur. Eine Verbindung, die mit der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln oftmals verloren gegangen scheint. Ganze afrikanische Dörfer ziehen beim Tod eines Baumes um und begeben sich auf die Suche nach einem neuen, an dessen Seite sie leben können. In der Kritik ist er hierzulande vor allem wegen seines weiten Weges zu uns. Vielen ist der ökologische Fußabdruck dabei ein wichtiges Thema. Natürlich sind für uns regionale Lebensmittel die bewusstere Wahl. Aber auch wenn das Gute oft so nah liegt, macht es doch Freude, in die Ferne zu blicken, um Neues zu entdecken.

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