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Vogelfutterhaus selber bauen: Anleitung, Ideen & Voraussetzungen

Wie sollte ein Futterhaus für Vögel aussehen und wo stellt man es am besten auf? Bei uns erfahren Sie, worauf man bezüglich des Standorts und der Beschaffenheit achten sollte und finden eine Anleitung, wie man ganz einfach selbst ein Vogelfutterhaus bauen kann.

Meise mit Holzhaus zur Winterzeit im Garten
Ein Vogelfutterhaus kostet nicht viel und ist schnell gemacht [Foto: Susanna Hietanen/ Shutterstock.com]

Viele Vögel fliegen im Herbst in den Süden und das auch aus gutem Grund: Der deutsche Winter ist hart für die kleinen Piepmätze. Vor allem Futter ist im Winter oft knapp, die Tiere finden einfach nicht mehr genug Nahrungsquellen, um sich ausreichend zu ernähren. Doch auch im Sommer haben es manche Vögel schwer, denn Steingärten und Englischer Rasen bieten ihnen kaum Nahrungsmöglichkeiten. Zum Glück kann man den Tieren jedoch ganz einfach unter die Arme greifen: Ein Vogelfutterhaus kostet nicht viel, ist schnell gebaut und lässt sich ganz individuell an Ihren Garten anpassen. Hier finden Sie ein paar Anregungen, wie Ihr zukünftiges Vogelfutterhaus aussehen könnte und Sie erfahren, welche Voraussetzungen beim Bau erfüllt werden müssen.

Vogelfutterhaus selber bauen: Darauf sollte man achten

Im Gegensatz zum Bau eines Nistkastens, der genau den Ansprüchen einer bestimmten Vogelart entsprechen muss, sind beim Bau eines Vogelfutterhauses fast keine Grenzen gesetzt. Egal ob klein oder groß, ob bunt oder dezent, beinahe jedes Vogelhaus wird von Vögeln gut angenommen. Doch auch hier sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden.

Der richtige Standort für ein Vogelhaus

Auch der Standort des Vogelhäuschens ist wichtig für eine erfolgreiche Fütterung. So sollte das Vogelfutterhaus hoch genug stehen, damit Katzen und andere Fressfeinde keine Chance haben, die Vögel zu erreichen. Auch mögliche Kletterhilfen wie Gartenmauern oder Baumstämme sollten nicht in unmittelbarer Nähe zum Futterhäuschen stehen. Doch auf der freien Fläche fühlen sich viele Vögel auch nicht wohl. Optimal ist deshalb ein Kompromiss: Das selbstgebaute Vogelhaus sollte so stehen, dass Raubtiere nicht mithilfe von Bäumen und Sträuchern hineinspringen können, die Vögel aber bei drohender Gefahr trotzdem schnell in diesen Unterschlupf finden können. Zudem können heimische Sträucher für Vögel das Vogelhaus noch attraktiver machen, denn sie komplettieren das Nahrungsangebot durch Beeren oder fressbare Samen. Auch Glasscheiben sind kritisch zu betrachten, denn Vögel können diese nur schwer erkennen und erleiden im schlimmsten Fall tödliche Verletzungen, wenn sie gegen diese fliegen. Ein Vogelfutterhaus sollte daher mindestens zwei Meter Abstand zur nächsten Glasscheibe besitzen.

Vogelhaus mit Katze im Baum
Damit die Vögel vor Fressfeinden geschützt sind, sollte das Futterhaus hoch genug stehen [Foto: Astrid Gast/ Shutterstock.com]

So sieht das perfekte Vogelfutterhaus aus

Möchte man ein Vogelhaus bauen, erkennt man schnell, dass es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Doch was muss man beim Vogelfutterhaus-Bauen unbedingt beachten und was ist nur Geschmackssache? Das richtige Material spielt dabei eine besondere Rolle: Sowohl Holz als auch Kunststoff oder anderes Material können zum Bau eines Häuschens eingesetzt werden und haben dabei verschiedene Vor- und Nachteile. Von besonderer Bedeutung ist hierbei das Verletzungsrisiko für die Vögel, aber auch die Verarbeitbarkeit und wie gut sich das Material reinigen lässt. Besonders dem letzten Punkt sollten Sie besondere Beachtung schenken, denn über verschmutzte Vogelfutterhäuser können sich Krankheiten und Parasiten unter den Vögeln gut ausbreiten.

Während Holz sich einfach verarbeiten und reinigen lässt, muss man bei der Bearbeitung besonders darauf achten, dass es gut abgeschliffen wird, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Bei eingebauten Metallleisten muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass keine scharfen oder spitzen Kanten entstehen. Plastik ist am besten zu säubern und relativ beständig, kann jedoch von Laien nur schwer bearbeitet werden und ist natürlich nicht besonders nachhaltig. Organische Materialien, wie Stroh oder Pappe, sind kaum zu reinigen und sollten deshalb nur benutzt werden, wenn sie regelmäßig ersetzt werden können – dafür besteht hier kaum Verletzungsgefahr.

Vogelfutterhaus mit Regendach
Ein Dach schützt das Vogelfutter vor Feuchtigkeit und Schimmelbildung [Foto: Kella Carlton/ Shutterstock.com]

Neben dem richtigen Material ist es besonders wichtig, auf den nötigen Witterungsschutz zu achten: Dazu gehört definitiv der Bau eines Daches, damit das Futter trocken bleibt und nicht verdirbt. Außerdem schützt das Dach die Tiere vor Greifvögeln auf Nahrungssuche. Damit das Vogelfutterhaus auch bei stärkerem Regen und Wind geschützt ist, empfiehlt es sich daher, einen ausreichenden Dachüberstand an allen Seiten einzuplanen – nur so bleibt das Futter wirklich trocken und beginnt nicht, nach kurzer Zeit zu verderben oder Schimmel anzusetzen.

Genauso wichtig, wie der Schutz vor Feuchtigkeit ist jedoch auch der Schutz vor anderen Verschmutzungen. Wenn sich die Vögel zum Beispiel direkt ins Futter setzen können, können sie dieses mit ihrem Kot verunreinigen. Deshalb sollte man bei der Konstruktion eines Futterhäuschens darauf achten, dass immer nur kleine Mengen an Futter auf einmal für die Vögel verfügbar sind – zum Beispiel mithilfe eines Futterspenders.

Darauf sollte man beim Bau eines Vogelfutterhauses achten:

  • Standort: Höhe und Gelände sollten Fressfeinde vor dem Eindringen abhalten
  • Scharfe Kanten, spitze Ecken und Netze vermeiden
  • Gut zu reinigende Materialien wählen
  • Futterhäuser aus Pappe oder anderen organischen Materialien müssen regelmäßig ersetzt werden
  • Die Vögel sollten sich möglichst nicht in das Futter setzen können
  • Dach zum Schutz vor Wetter und Greifvögeln

Tipp: Worauf Sie bei der Reinigung des Vogelhauses achten sollten, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Vogelfutterhaus aus Holz bauen: Tipps & Ideen

Das klassische Material für ein Vogelfutterhaus ist und bleibt wohl Holz. Kein Wunder, schließlich hat Holz einige Vorteile: Es ist wetterfest, lässt sich gut verarbeiten sowie reinigen. Auch für den Laien ist der Bau eines solchen Futterhauses ohne Probleme zu bewältigen. Die beste Variante ist hier ein Häuschen mit Futterspender, der nur kleine Mengen Futter auf einmal freigibt und damit Verunreinigungen vorbeugt.

Selbst gebautes Vogelfutterhaus aus Holz
Diese Variante lässt immer nur kleine Mengen Futter in die seitlichen Futtertröge frei und schützt den Futtervorrat somit vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen [Foto: Oleg Senkov/ Shutterstock.com]

Mit ungiftigem Lack versehen, kann dieses Vogelhaus-Grundmodell auf einem Ständer aufgestellt oder aufgehangen werden. Natürlich kann man das Vogelhaus weiter mit Details ausschmücken oder individualisieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wer es sich etwas einfacher machen will, kann auch zu einem Bastelset aus dem Baumarkt greifen – hier sind alle benötigten Teile enthalten und mit der beigelegten Anleitung lässt sich das Vogelhaus schnell und einfach zusammenbauen. Aber auch hier sollten Sie auf ein vogelfreundliches und hygienisches Design achten.

Tipp: Damit sich die Vögel auch in ihrem neuen Vogelfutterhaus wohlfühlen, benötigen Sie natürlich das richtige Futter. Mit unseren energiereichen Plantura Sonnenblumenkernen zum Beispiel können Sie eine ganze Reihe von Gartenvögeln in den kalten Wintermonaten unterstützen. Die geschälten Kerne können Sie in Ihrem Futterhäuschen sowohl im Garten als auch auf dem Balkon anbieten, ohne sich Gedanken um den Schalenabfall machen zu müssen.

Plantura Sonnenblumenkerne für Wildvögel
Plantura Sonnenblumenkerne für Wildvögel
Geschälte Sonnenblumenkerne
mit extra Honig, Vitaminen & Jod,
zur Winterfütterung von Wildvögeln

Vogelfutterhaus aus alten Materialien bauen

Auch „Upcycling“ hat eine hohe Beliebtheit im Bereich der Vogelfütterung. Denn ohne viel Aufwand lässt sich auch aus alten Gebrauchsgegenständen eine Futterstelle fertigen. Besonders schnell und einfach ist zum Beispiel die Variante aus einer alten PET-Flasche: Dazu werden in die Flaschen zwei gegenüberliegende Löcher gebohrt, durch die ein schmaler Ast oder ein Holzstäbchen gesteckt wird. Direkt oberhalb der Sitzstangen werden wieder kleine Löcher in die Flasche gebohrt aus denen die Vögel später die Körner picken können. Durch zwei Löcher im Hals kann man die Flasche aufhängen und der Deckel schützt das Futter in der Flasche vor Regen – fertig ist der Futterspender.

Vogelfutterspender aus PET-Flasche
Auch eine PET-Flasche kann einen praktischen und hygienischen Vogelfutterspender abgeben [Foto: tomap/ Shutterstock.com]

Weitere Fütterungsmöglichkeiten für Vögel

Neben dem Vogelfutterhaus gibt es auch andere Möglichkeiten der Vogelfütterung. Am bekanntesten sind wohl die Meisenknödel, die in dünnen Plastiknetzen an die Bäume gehängt werden. Problematisch ist jedoch, dass die kleinen Vögel sich in diesen Netzen verfangen können und sich im schlimmsten Fall schwer verletzten oder strangulieren. Statt der Plastiknetze kann man aber auch zu dickem Draht greifen. Aus diesem formen Sie einfach eine Spirale oder ein Gitter um die Futterklöße – das sieht nicht nur hübscher aus, sondern minimiert auch die Verletzungsgefahr. Für einen solchen Futterspender eignen sich auch unsere Plantura Meisenknödel mit Insektenfett hervorragend – diese kommen ohne Netz, damit sich die Vögel nicht verletzen können und kein unnötiger Müll entsteht.

Tipp: Weitere Informationen dazu, wie man Vögel richtig füttern sollte, haben wir für Sie zusammengefasst.

Eine weitere Möglichkeit zur Fütterung von Vögeln ist das Pflanzen von vogelfreundlichen Pflanzen. Deshalb haben wir unseren Plantura Nützlingsmagnet entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Saatgutmischung aus über 20 ein- und mehrjährigen nützlingsfreundlichen Pflanzen, die den Vögeln in Ihrem Garten und auch Insekten Nahrung und einen Lebensraum bieten. Sie können unseren Nützlingsmagnet auch einfach im Topf oder in einem Balkonkasten aussäen.

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