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Linsenarten: Die beliebtesten Arten & Sorten im Überblick

Linsen haben einiges zu bieten, denn ihre Vielfalt ist groß. Wir stellen Ihnen die besten und beliebtesten Linsenarten und -sorten vor.

verschiedene Linsenarten in Schälchen auf Tisch
Linsen, welche zu der Familie der Hülsenfrüchtler gehören, gibt es in vielen verschiedenen Arten und Sorten [Foto: PI/ Shutterstock.com]

Als eine uralte Kulturpflanze wurde die Linse (Lens culinaris) in alle erdenklichen Richtungen gezüchtet. Das Ergebnis sind unzählige Sorten, die häufig nur in kleinen Regionen angebaut werden. Leider sind viele der regionalen Sorten heute verloren gegangen. Während in der wohl größten Gen-Datenbank der Welt noch die Samen von etwa 3000 verschiedenen Linsensorten lagern, werden weltweit nur noch etwa 80 Sorten angebaut. Im deutschsprachigen Raum erhältlich sind allerdings deutlich weniger Linsensorten.

Linsenarten und -sorten

Zu den Linsen (Lens) gehören sechs verschiedene Linsenarten. Zwei davon, Lens nigrans und Lens orientalis, gelten als die Vorfahren der Küchen-Linse (Lens culinaris). Sie ist die einzige Linsen-Art aus der Gattung der Linsen, die tatsächlich genutzt wird. Eine grobe Einteilung der Linsensorten lässt sich anhand der Samengröße machen, die zwischen drei und über sieben Millimetern schwankt. Ein weitere Möglichkeit, Linsensorten zu gruppieren, ist die Einteilung anhand der Farbe, die sowohl klassisch Braun oder Grün, als auch Schwarz oder Lila sein kann.

Alb Leisa

Die Linsen der Alb Leisa umfassen drei verschiedene regionale Sorten von der Schwäbischen Alb. Denn dort, wo Linsen und Spätzle quasi das Nationalgericht sind, hat der Linsenanbau eine lange Tradition. Leider wurden die regionalen Sorten von der Alb ab 1966 nicht mehr angebaut und galten fast als verschollen. 2006 entdeckte ein schwäbischer Bauer sie in der russischen Gen-Datenbank für Nutzpflanzen schließlich neu. Heute werden wieder drei Sorten angebaut: Die beiden hellgrünen Sorten ‘Späths Alblinse 1’ und ‘Späths Alblinse 2’ sowie eine dunkelgrün marmorierte, kleinsamige Linsensorte.

Teller-Linsen

Teller-Linsen sind wohl die bekanntesten unter den Linsen im deutschsprachigen Raum. Diese bräunlich-gelbe Sorte ist relativ groß. Beim Kochen werden die Linsen weich und mehlig, ohne dass sie zerfallen. Sie sind nicht nur hervorragend für rustikale Gerichte wie Linsen-Eintopf geeignet, sondern auch für leckere Linsen-Aufstriche oder Aufläufe.

Tellerlinsen in Schale auf Tisch
Teller-Linsen sind der Klassiker unter den Linsen [Foto: SMarina/ Shutterstock.com]

Beluga-Linsen

Diese edle Linsensorte mit ihren kleinen schwarzen Samen zeichnet sich vor allem durch ihren feinen Geschmack aus. Die Linsen bleiben auch beim Kochen fest und knackig und sind die beste Grundlage für einen schmackhaften Linsen-Salat. Ihr Ursprung liegt vermutlich im Norden Amerikas, wo sie auch heute noch großflächig angebaut werden.

Berry-Linsen

Aromatisch sind diese dunkelblau marmorierten Linsen. Die Schale der kleinen Samen ist dünn, das Innere bleibt beim Kochen hingegen recht fest. Die Berry-Linsen stammen aus dem Herzen Frankreichs – diese Herkunft ist sogar geographisch geschützt. Berry-Linsen, die in einer anderen Region angepflanzt werden, dürfen nicht mehr Berry-Linsen genannt werden, auch wenn es sich um die gleiche Sorte handelt.

Puy-Linsen

Da diese grünen Linsen ein sehr nussiges Aroma besitzen, schmecken Sie köstlich im Salat. Ihre blau-grüne Marmorierung macht sie gleich doppelt attraktiv. Die Linsen stammen aus einer kleinen Region in der Mitte Frankreichs, wo sie schon seit über 1000 Jahren kultiviert werden. Da der Name Puy-Linsen geographisch geschützt ist, werden sie beim Anbau in anderen Regionen als Grüne Linsen verkauft.

Puy Linsen in Schale auf Tisch
Puy-Linsen dürfen nur so genannt werden, wenn sie tatsächlich aus der französischen Region stammen [Foto: Grezova Olga/ Shutterstock.com]

Berglinsen

Berglinsen sind eigentlich keine richtige Sorte. Sie sind mehr eine Gruppe verschiedenster Linsen aus diversen bergigen Regionen. Das macht sie sehr uneinheitlich. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie alle oberhalb von 700 m über dem Meeresspiegel kultiviert werden.

Gelbe und Rote Linsen sind in Wirklichkeit keine eigenen Linsen-Sorten. Im Grunde handelt es sich dabei nur um geschälte braune Linsen, wie etwa verschiedenste Berglinsen. Der Unterschied zwischen Roten und Gelben Linsen liegt also nicht an der Farbe der Schale um die Linse, sondern an der Farbe des Kernes. Verkompliziert werden die Sorten-Einteilung der Linsen zusätzlich durch geschützte geographische Angaben. Puy-Linsen und Berry-Linsen beispielsweise gedeihen auch außerhalb der Regionen Puy und Berry, dürfen dann aber nicht mehr als Puy- oder Berry-Linsen bezeichnet werden, obwohl die Sorte die gleiche ist.

Wenn Sie sich für eine Linsen-Sorte entschieden haben, finden Sie hier Tipps zum richtigen Anbau.

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