Himbeeren im Topf pflanzen & richtig pflegen

Niaef
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Ich habe Biologie und Hortikulturelle Wissenschaften studiert. Meine Liebe gilt allen Pflanzen, die wild oder im Garten wachsen und insbesondere denen, die man verspeisen kann. In meiner Freizeit treibt es mich oft in den Wald oder auch in den Stadtpark, wo sich so manche Nutzpflanzen verstecken - man muss nur wissen, welche einen Mehrwert für die Küche haben.
Meinen Sammlertrieb kombiniere ich dann gerne auch mit meinem zweiten Hobby: Dem Kochen!

Lieblingsobst: Feige, Kaki und Felsenbirne
Lieblingsgemüse: Kürbis, Wirsing und Schalotte

Ob für den Balkon oder die Terrasse, die Himbeere lässt sich auch im Topf anbauen. So gibt es sogar spezielle Sorten, die sich als Kübelkultur eignen und süße Früchte bescheren.

Himbeere auf der Terrasse
Leckere Himbeeren können auch auf Balkon oder Terrasse angebaut werden [Foto: Julija Ogrodowski/ Shutterstock.com]

Wer keinen eigenen Garten hat, der muss nicht auf pflückfrische Himbeeren (Rubus idaeus) verzichten. Denn die schmackhafte Frucht lässt sich auch ohne Probleme im Topf anbauen. Wie Sie Ihre Himbeere im Topf pflanzen und richtig pflegen, zeigen wir Ihnen in unserem Artikel rund um die Kübelkultur.

Himbeeren im Topf: Welche Sorten eignen sich?

Himbeeren lassen sich problemlos im Topf anbauen. Da sie hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit recht anspruchsvoll sind, ist eine Haltung im Kübel sogar vorteilhaft. Zudem lässt sich der wuchsfreudige Strauch dort besser im Zaum halten und überwuchert nicht das ganze Areal. Wichtig ist, dass der richtige Standort im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon gewährleistet werden kann und die Pflanze regelmäßig gepflegt wird.

Prinzipiell lassen sich alle Himbeersorten im Topf anbauen, jedoch eignen sich als Topfkultur vor allem kompakte, niedrig wachsende sowie dornenlose Exemplare. Sommerhimbeeren können zwar auch im Topf kultiviert werden, allerdings tragen sie ihre Früchte an zweijährigen Ruten, sodass ein Rückschnitt recht kompliziert ist – wohingegen die zweimal tragenden Twotimer-Sorten sowie Herbsthimbeeren ihre Frucht an diesjährigen Ruten entwickeln und der Schnitt somit um einiges einfacher ist. Als Balkonhimbeere eignen sich insbesondere Zwerghimbeeren, die eine Wuchshöhe zwischen 30 und 150 cm erreichen.

Es gibt bestimmte Züchtungen, die speziell als Topfhimbeere bestimmt sind:

  • Zwerghimbeere ‘Baby Dwarf’: Rote Früchte; sehr kleine Himbeere mit 30 cm Wuchshöhe; kompakter Wuchs; Reifezeit von Juni bis September; süß-aromatischer Geschmack.
  • Zwerghimbeere ‘Bella Aromatica’: Herbsthimbeere; hellrote Frucht mit süß-säuerlichem Geschmack; frühe bis mittelspäte Reifezeit von Juli bis September; niedriger, kompakter Wuchs; Wuchshöhe zwischen 80 und 150 cm.
  • Zwerghimbeere Brazel Berry® ‘Raspberry Shortcake’: Süße, große und hellrote Frucht; Reifezeit von Juli bis September; Wuchshöhe bis zu 1 m; dornenfrei; kompakter Wuchs.
Himbeere Brazelberry® 'Raspberry Shortcake'®
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  • Zwerghimbeere Lowberry® ‘Goodasgold’®: Herbsthimbeere; hellgelbe Frucht; frühe Reifezeit von Juli bis September; Wuchshöhe zwischen 80 bis 100 cm; kompakter Wuchs; leichte Bedornung; süß-säuerlicher Geschmack.
  • Zwerghimbeere Lowberry® ‘Little Red Princess’®: Herbsthimbeere; rote, aromatische Frucht; Wuchshöhe zwischen 80 und 100 cm; stark verzweigter, kompakter Wuchs; mittelspäte Erntezeit von Mitte August bis Oktober; dornenlos.
  • Zwerghimbeere Lowberry® ‘Little Sweet Sister’®: Herbsthimbeere; dunkelrote Frucht; frühe Reifezeit von Juli bis Oktober; Wuchshöhe ca. 80 cm; dornenlos.
  • Zwerghimbeere ‘Ruby Beauty’: Sommerhimbeere; rotfruchtig; buschiger, kompakter Wuchs; Höhe zwischen 80 und 100 cm; Erntezeit von Juni bis August; dornenlos.

Übrigens: Auch bei uns im Plantura Shop können Sie Himbeersträucher kaufen, die sich ideal für die Topfkultur eignen.

Himbeeren im Topf
Mit ihrem kompakten Wuchs eignen sich Zwerghimbeeren ideal für Balkon oder Terrasse [Foto: Mulevich/ Shutterstock.com]

Anleitung: Himbeeren im Topf pflanzen

Himbeeren werden am besten im Frühjahr in den Topf gepflanzt – und zwar ab April, da sie mit ihrem begrenzten Wurzelraum wesentlich frostempfindlicher sind als Beet-Himbeeren. So können sie noch im selben Jahr Erträge bescheren. Hierbei sollte man wie folgt vorgehen:

  • Himbeerstrauch in einem Bottich mit Wasser platzieren und Wurzeln vollsaugen lassen.
  • Für die Drainageschicht die Kübelbasis mit etwa 5 cm Blähton oder Kies auslegen.
  • Den Topf bis zur Hälfte mit humusreichem Substrat füllen.
  • Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger beimischen.
  • Himbeere aus dem Wassereimer entfernen und ebenso tief wie zuvor einpflanzen.
  • Topf mit Substrat auffüllen und Erde anschließend andrücken.
  • Pflanze kräftig angießen und Oberfläche mit einer Schicht Rindenmulch bedecken.
  • Topfhimbeere an einen halbschattigen bis vollsonnigen, windgeschützten und warmen Standort stellen.

Welche Erde eignet sich?

Himbeersträucher fühlen sich auf nährstoffreichem und lockerem Boden am wohlsten. Zudem sollte die Erde für die Himbeere im Topf leicht sauer sein und einen pH-Wert von 6 oder 6,5 haben. Hierfür empfiehlt sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde, die mit ihrem niedrigen pH-Wert zwischen 5 und 7 optimale Entwicklungsbedingungen bietet. Zusätzlich fördert das torffreie Substrat mit seinem abgestimmten NPK-Verhältnis das Wachstum und die Fruchtbildung Ihrer Himbeere. Alternativ kann der pH-Wert mit etwas saurem Kompost gesenkt werden.

Bio-Tomaten- & Gemüseerde 40 L
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Welche Topfgröße benötigen Himbeeren?

Damit die Himbeerpflanze reichlich Früchte entwickeln kann, benötigt sie genügend Platz. Niedrig wachsende Himbeeren sollten in einem Topf mit mindestens 25 l Fassvermögen gepflanzt werden. Für größere Sorten mit einer Wuchshöhe von über 150 cm sollte ein 40-l-Kübel gewählt werden. Hierbei sollte das Gefäß mindestens so tief wie ein Wassereimer sein. Da es sich bei der Himbeere um einen Flachwurzler handelt, sollte der Topf eine weite Öffnung haben, damit die Wurzeln Platz zum Ausbreiten haben. Als Material empfehlen sich Ton oder Keramik. Metall oder dunkles Plastik sind hierbei zu meiden, da sie sich mit der Sonne stark erhitzen und so Wurzelschäden verursachen können. Damit der Himbeerstrauch keine nassen Füße bekommt und die Wurzeln nicht faulen, sollten zur Drainage Abflusslöcher in die Topfbasis integriert sein.

Tipp: Tontöpfe sorgen für ein ideales Klima. So schützt das dicke Material die Himbeerwurzeln vor winterlicher Kälte und spendet genügend Kühle zur Sommerzeit.

Tontopf für Himbeeren
Da Ton als Wärme- und Kältespeicher dient, empfiehlt sich das Material für die Topfhimbeere [Foto: MDV Edwards/ Shutterstock.com]

Brauchen Himbeeren im Kübel eine Rankhilfe?

Da die Himbeeren im Topf meist wenig Platz haben, um seitlich zu wuchern, wachsen sie eher in die Höhe. Hierbei erreichen die meisten Himbeersorten – mit Ausnahme der oben genannten Zwerghimbeeren – eine Wuchshöhe von etwa 1,8 m, sodass sie im Kübel durchaus eine Rankhilfe für Himbeeren gebrauchen können. So knicken oder brechen lange Ruten nicht ab. Handelt es sich bei der gewählten Pflanze jedoch um eine kompakt und buschig wachsende Sorte, so bedarf diese eher keiner Stütze und eignet sich somit optimal als Topfkultur für Terrasse und Balkon.

Himbeeren im Kübel
Je nach Höhe der Himbeere kann eine Rankhilfe als Stütze dienen [Foto: Mulevich/ Shutterstock.com]

Himbeeren im Topf pflegen

Wie Gartenhimbeeren bedürfen Balkonhimbeeren einer guten Pflege. Da Himbeeren keine Staunässe vertragen, sollten sie vor allem im Topf mäßig, aber dafür regelmäßig gegossen werden. Obwohl die Erde niemals austrocknen darf, muss ein Übergießen vermieden werden. Zum Feuchthalten der Erde empfiehlt sich auch bei Himbeeren im Topf das Anbringen einer Schicht aus Mulch. Da die Himbeere die Nährstoffe im Topf schleunigst aufbraucht, sollte sie ebenfalls gedüngt werden. Das Düngen von Himbeeren auf dem Balkon sollte stets im Frühjahr erfolgen. Hierfür empfiehlt sich beispielsweise unser Plantura Bio-Beeren- & Obstbaumdünger. Dieser organische Flüssigdünger versorgt Ihre Topfhimbeere mit seinem abgestimmten NK-Verhältnis mit essenziellen Nährstoffen und kann über das Gießwasser ausgebracht werden. Um Mangelerscheinungen während der Blütezeit vorzubeugen, sollte die Pflanze zwischen Mai und Anfang Juni nachgedüngt werden.

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Zusätzlich sollte der Strauch jedes zweite oder dritte Jahr in frisches Substrat gesetzt werden. Hierfür sollte die Himbeere nach der Ernte im Sommer oder Herbst umgetopft werden. Damit der Himbeerstrauch im nächsten Jahr wieder reichlich Früchte bringt, sollte die Topfhimbeere geschnitten werden. Je nach Sorte geht man dabei unterschiedlich vor. Wie genau man Himbeeren schneidet, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Kann man Himbeeren im Topf überwintern?

Im Freiland ist die Himbeerpflanze durchaus winterhart und benötigt in der Regel keinerlei Schutz über die kalte Jahreszeit. Allerdings lassen sich die Himbeeren im Topf schwieriger überwintern. Da der Kübel bei Minustemperaturen stark abkühlt, sind sie Frösten deutlich stärker ausgesetzt und sollten dementsprechend gut geschützt werden. Hierbei gilt: Je größer der Topf, desto leichter lässt sich die Himbeere überwintern, da die Erde in großen Gefäßen langsamer durchfriert als in kleinen. Zum Schutz bedecken Sie die gestutzten Ruten ab Ende Herbst mit reichlich Reisig und umwickeln Sie den Topf mit einem geeigneten Vlies. Der Kübel sollte dann an einer windgeschützten und vorzugsweise überdachten Hauswand platziert werden. An der Südseite des Hauses spendet die Restwärme der Sonne einen zusätzlichen Kälteschutz. Zudem sollte das Gefäß auf eine Platte aus Styropor oder Holz gestellt werden, um die Auskühlung der Wurzeln von unten zu abzumildern. Während des Winters sollten Sie die Pflanze an frostfreien Tagen regelmäßig wässern, und zwar so, dass die Erde stets leicht feucht bleibt. Nach den letzten Frühjahrsfrösten im Mai darf der Himbeerstrauch wieder an seinen regulären Platz gestellt werden.

Himbeere im Topf bei Frost
Obwohl die Himbeere winterfest ist, sollte die Topfkultur ausreichend geschützt werden [Foto: Kristine Rad/ Shutterstock.com]

War der Anbau der Himbeeren im Topf erfolgreich mit üppiger Ernte, so weiß man oft gar nicht wohin mit den vielen Früchten. Zum Glück gibt es einige Tricks, wie man Himbeeren einfrieren und lagern kann.

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