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Magnesiumdünger: Anwendung & Eigenschaften

Oftmals enthält der Boden nicht genügend Magnesium für die Pflanzen, die in ihm wachsen. Hier erfahren Sie, wie Magnesiumdünger wirkt und angewendet wird.

Weißer Magnesiumdünger wird hochgehalten
Enthält der Boden nicht genug Magnesium, kann mit dem richtigen Dünger nachgeholfen werden [Foto: Criniger kolio/ Shutterstock.com]

Sowohl im Garten als auch bei Kübelpflanzen kann ein Magnesiummangel auftreten. Ein solcher ist gar nicht so leicht erkennbar – wir zeigen daher, was Magnesiumdünger ist, wozu die Pflanze Magnesium braucht und in welchen Fällen Magnesiumdünger angewendet wird.

Magnesiumdünger

Magnesiumdünger werden die Düngemittel genannt, die hauptsächlich zur Düngung von Magnesium ausgebracht werden. Die mineralischen Düngesalze liegen dabei immer in Verbindung mit anderen Nährstoffen vor, reines Magnesium wird man im Düngemittelregal nicht finden. Andersherum ist Magnesium teilweise Bestandteil anderer Dünger, die eigentlich zur Deckung eines anderen Bedarfes verteilt werden – es ist zum Beispiel Nebenbestandteil von Thomasphosphat (Thomasmehl). Magnesiumdünger sind zum Beispiel Kieserit (MgSO4), Bittersalz (MgSO4) und Dolomit (CaCO3-MgCO3).

Wozu braucht die Pflanze Magnesium?

Magnesium ist für alle Pflanzen von entscheidender Bedeutung. 20 % des in Pflanzen enthaltenen Magnesiums sind im Chlorophyll als Zentralatom eingelassen – ohne Magnesium kann also keine Photosynthese ablaufen und keine Energie erzeugt werden. Leidet die Pflanze an einem leichten Magnesiummangel, werden zunächst die Photo-Systeme bevorzugt behandelt. Alle anderen Stellen, an denen das Ion eigentlich auch benötigt wird, bleiben dann unterbesetzt. Weil Magnesium aber auch die Aktivität vieler Enzyme steuert, an der Zellatmung und an der Bildung von ATP (Adenosintriphosphat) beteiligt ist, kommt es schnell zu Problemen: Die Wurzel wird unzureichend ernährt und eine schlecht versorgte Wurzel führt dann wiederum zu einer Mangelernährung mit allen anderen Nährstoffen.

Magnesium-Mangelsymptome

Wenig später tauchen gelbe Chlorosen auf dem Laub der unterernährten Pflanze auf. Die Blätter vergilben von der Blattmitte ausgehend, die Blattadern und der Rand bleiben am längsten grün. Alle Symptome treten zuerst an älteren Blättern auf – so ist der Magnesiummangel eindeutig vom optisch ähnlichen Eisenmangel unterscheidbar. Außerdem zeigen stark belichtete Blätter früher Symptome als Blätter im Schatten. An Gräsern zeigen sich die Chlorosen übrigens auf eine andere Weise: Sie sind punktförmig und werden daher im Fachjargon „chain of pearls“ genannt. Bei Koniferen (Nadelbäumen) beginnt die Gelbfärbung von der Nadelspitze aus – ebenfalls zuerst an den ältesten Nadeln und daher leider häufig im Inneren der Pflanze.

Weizenblätter mit Magnesiummangel
Bei dieser Weizenpflanze ist der Magnesiummangel schon weit fortgeschritten [Foto: aleori/ Shutterstock.com]

Wie wirkt Magnesiumdünger?

Magnesium kann klassisch in den Boden eingebracht oder als Blattdüngung gedüngt werden. Letztere ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn ein starker, akuter Mangel behoben werden soll, da Magnesium zwar recht schnell, doch nicht in großen Mengen in das Blatt diffundieren kann. Aus dem Boden wird Magnesium als Mg2+ gelöst im Wasser mithilfe des Massenflusses aufgenommen – es gibt also keine speziellen Transportproteine an Pflanzenwurzeln.

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Anwendung von Magnesiumdünger im Garten

Es mangelt gar nicht so wenigen Böden an Magnesium – sandige und saure Böden sind besonders oft betroffen. Vor allem (ehemaliges) Weideland von Huftieren ist häufig an Magnesium verarmt, weil diese einen hohen Magnesiumbedarf haben und diesen über das Weidegras decken. Über Bodenuntersuchungen lässt sich der Magnesiumgehalt Ihres Bodens ermitteln und eine Düngeempfehlung aussprechen. Bei starken Magnesiumentzügen können jährlich etwa 5 kg reines Magnesium aus 1000 m2 Boden entnommen werden – vor allem wenn das Schnitt- oder Erntegut entfernt wird. Im Hausgarten sind so hohe Entzüge aber nicht die Regel. Wenn Magnesium gedüngt werden muss, können Sie sich zwischen kurz- und langfristigen Düngern entscheiden. Mögliche Düngemittel haben wir in der nachfolgenden Tabelle für Sie aufgelistet.

Magnesiumdünger Magnesiumgehalt (% MgO)Wirkung
Bittersalz16Schnell, auch Blattdüngung, + Schwefel
Kieserit27Schnell, + Schwefel
DolomitCa. 20Langsam, + Calcium
Kalimagnesia10Schnell, + Kalium, + Schwefel

Düngemittelhersteller geben den Gehalt an Magnesium als MgO (Magnesiumoxid) an. Wenn Sie also wissen wollen, wie viel Dünger Sie verteilen müssen, um eine bestimmte Menge reines Magnesium auszubringen, können Sie die Angabe in MgO mit dem Wert 0,603 multiplizieren. Sie erhalten so den reinen Magnesiumgehalt.

Beispiel:
10 kg Bittersalz enthalten 16 % MgO. 16 x 0,603 = 9,6 % reines Magnesium. Es sind also etwa 10 %, also ein Kilogramm der 10 kg Bittersalz tatsächlich reines Magnesium.

Düngeempfehlung für Magnesium

Weist Ihr Garten untypisch hohen Entzüge oder Mangelsymptome auf oder hat laut Bodenuntersuchung einen klaren Mangel, empfehlen wir eine Magnesiumdüngung mit einem der oben genannten Spezialdünger. In vielen Fällen reicht jedoch eine vornehmlich organische Düngung und die Nachlieferung aus dem Boden aus, um den Bedarf zu decken. Auch unser Plantura Bio-Hortensiendünger und unser Plantura Bio-Rosendünger enthalten eine Extraportion Magnesium, können also bei stark Magnesium zehrenden Pflanzen wie Hülsenfrüchten, Mandeln oder Hafer den entscheidenden Unterschied machen.

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