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Akelei: Experten-Tipps zum Kaufen, Aussäen & Pflegen

Die Blume mit der ungewöhnlichen Blütenform gibt es in vielen Varianten. Hier finden Sie das Wichtigste zum Aussäen und Pflegen von Akeleien.

Akelei rot nah
Die pflegeleichte Akelei gibt es in unterschiedlichen Farben [Foto: Agnieszka Bacal/ Shutterstock.com]

Eine ganz besondere Staudenart ist die Akelei (Aquilegia). Mit ihren extravaganten Blüten in kräftigem Lila bis hin zu einem zarten Rosa verwandelt sie so manchen Garten in ein Blütenmeer und sind dabei auch noch besonders pflegeleicht.

Akelei

Akeleien wurden schon im späten Mittelalter in europäischen Gärten angepflanzt und so ist die Pflanze mittlerweile fester Bestandteil zahlreicher Kloster- oder Bauerngärten. Doch auch in viele Ziergärten hat die Akelei Einzug gehalten – und das zu Recht.

Akelei: Herkunft und Eigenschaften

Obwohl die Blüten der Akelei mit ihren Spornen und Verschachtelungen eher kompliziert aussehen, gehört das Gewächs zu den einfach gebauten Pflanzen. Sie ist eine sehr ursprüngliche und alte Blühpflanze und auch wenn Sie sie vermutlich vorrangig aus dem Garten kennen, gibt es Akeleien sogar hier in Deutschland als Wildform. Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) besiedelt gerne halbschattige Laubwälder, Waldränder und selbst Gebirgswiesen. Doch nicht nur in Europa sind die Gewächse heimisch, denn man kann sie auf der gesamten Nordhalbkugel finden. Spannend sind die Unterschiede der Blüten. Während eurasische Akeleien mit eher blauen bis lilafarbenen Blüten aufwarten, um Hummeln und Bienen anzulocken, sind nordamerikanische Arten mit ihren Weiß-, Gelb- und Rottönen auf Schwärmer und Kolibris als Bestäuber spezialisiert. Die Blütezeit der Akeleien liegt in Deutschland im Zeitraum zwischen Mai und Juli.

Akelei Berghang
Akeleien besiedeln in der Natur nicht nur Wälder und Waldränder, sondern auch Gebirgswiesen [Foto: Hale Kell/ Shutterstock.com]

Identifizieren lassen sich Akeleien sowohl in Asien und Nordamerika als auch in Europa recht einfach. Während die Blüten durch ihre Sporne auffallen, sind die Blätter lang gestielt und in Rosettenform angeordnet. Die dreiteiligen Blätter sind charakteristisch eingekerbt. Die Pflanzen können ein Alter von vier bis fünf Jahren erreichen.

Akelei-Arten und -Sorten

Durch die große Ausbreitung auf der gesamten nördlichen Halbkugel und ihre langjährige Zucht haben Akeleien eine große Vielfalt an Arten und Sorten entwickelt. Über 70 Arten sollen es mittlerweile sein und noch viel mehr Sorten. Die Arten sind ziemlich eng verwandt und können sich teilweise untereinander kreuzen, was zu Hybriden führt. Eine Unterscheidung der einzelnen Arten wird dadurch natürlich deutlich schwieriger. Eurasische und nordamerikanische Arten haben sich jedoch mittlerweile genetisch weiter voneinander entfernt. Leider hybridisieren Zuchtformen aus Gärten auch häufig mit wilden Akeleien, wodurch die ursprünglichen Wildformen in Europa bereits verändert wurden.

Kolibri Akelei
Während Akeleien in Europa von Hummeln bestäubt werden, werden in Nordamerika auch gerne Kolibris als Bestäuber genutzt [Foto: Brian Lasenby/ Shutterstock.com]

Folgende Sorten der Akelei sind besonders schön:

  • A. vulgaris ‘Wildform’: Diese Akelei heißt nicht nur Wildform, sie ist es auch. Sie ist die Urform aller Sorten von Aquilegia vulgaris und blüht klassisch in zartem Rosa bis hin zu tiefem Lila.
  • A. vulgaris ‘William Guiness’: Diese Sorte in edlen Bordeaux- bis Purpurfarben ist nur an den Spitzen der Kronblätter weiß gefärbt. Die weiße Farbe bildet einen spannenden Kontrast zur ansonsten tiefdunklen Blüte.
  • A. vulgaris ‘Nora Barlow’: Die Sorte ‘Nora Barlow’ zeichnet sich durch ihre gefüllten Blüten aus. Die weißen Blütenspitzen heben sich deutlich von der rosaroten Blüte ab. Der Name der Sorte stammt von ihrer Entdeckerin Nora Barlow.
  • A. caerulea ‘Juwel weiß’: Die Sorte der amerikanischen Akelei-Art Aquilegia cearulea erstrahlt in reinem Weiß.
  • A. caerulea ‘Blue Star’: Diese Aquilegia caerulea-Hybride zeichnet sich durch die weißen Kronblätter aus, die sich von der ansonsten blauen Blüte abheben.
Aquilegia vulgaris 'Wildform'
Aquilegia vulgaris ist eine heimische Wildform der Akelei [Foto: Mariola Anna S/ Shutterstock.com]

Akelei kaufen

Im Handel sind die verschiedensten Akeleien im Angebot, meist werden sie als Samenpackungen angeboten. Die verschiedensten Arten sowohl aus Nordamerika als auch aus Eurasien sind dabei erhältlich. Es gibt sie zum einen als 80 Zentimeter hohe Stauden, aber auch in Zwergform. Die Blüten können gefüllt oder ungefüllt, ein- oder sogar zweifarbig sein. Zusätzlich zu den verschiedenen Aquilegia-Arten gibt es noch die beiden aus Asien stammenden engen Verwandten Scheinakeleien (Semiaquilegia) und die Zwergakeleien (Paraquilegia).

Weiteres zum Kauf von Akeleien haben wir hier für Sie vorbereitet.

Akelei pflanzen

Akeleien zu pflanzen ist im Grunde kein Meisterwerk. Wie bei den meisten Pflanzen sollten Sie Ihre Akelei bevorzugt im Frühjahr setzen, damit sie sich über den Sommer ausreichend verwurzelt. So kann sie den Winter unbeschadet überstehen. Zum Einpflanzen sollten Sie ein ausreichend tiefes Loch ausheben, den Wurzelballen der Akelei etwas anlockern, um das Anwachsen zu erleichtern, und sie dann in das Loch stellen. Der Rest des Lochs wird mit Erde aufgefüllt. Drücken Sie nun die Akelei etwas an, um ihre Standfestigkeit zu sichern. Angießen nicht vergessen – und fertig ist die Pflanzung.

Aquilegia vulgaris ‚Nora Barlow‘
Eine gefüllte Akelei mit interessanter Färbung ist die Züchtung Aquilegia vulgaris ‚Nora Barlow‘ [Foto: angelaflu/ Shutterstock.com]

Der perfekte Standort für die Akelei

Akeleien wachsen vorwiegend in lichten Wäldern und an Waldrändern. Aus diesem Grund bevorzugen sie einen halbschattigen Standort. Sonne schadet in der Regel jedoch ebenfalls nicht, zumal einige Arten auch auf Wiesen wachsen. Insbesondere viele amerikanische Arten stehen sogar lieber in der direkten Sonne als im Schatten. Waldboden ist meist frisch und humos und so mag es in der Regel auch die Akelei. Der Standort sollte also gute Erde bereitstellen und nicht zu trocken sein.

Vorgehen beim Aussäen von Akeleien

Sind die Akeleien erstmal im Garten vertreten, breiten sie sich auch schnell durch ihre zahlreichen Samen aus. Dementsprechend unkompliziert ist auch ihre Anzucht aus Samen. Aussäen können Sie entweder im Herbst oder aber im zeitigen Frühjahr zwischen Februar und Mai. Die Samen einiger Akelei-Arten benötigen zur Keimung einen Kältereiz. Samen dieser Arten sollten Sie deshalb besser schon im Herbst oder dann im Februar aussäen.

Die Aussaat selbst funktioniert auch direkt in den Garten, doch die Aussaat in einer Anzuchtschale ist sicherer. In diesem Fall können Sie die Samen einige Tage in den Kühlschrank legen, um sie zum Keimen anzuregen. So oder so sollten die Samen nach dem Aussäen feucht gehalten werden. Um kleine Samen dabei nicht wegzuspülen, bietet sich hierfür ein Wassersprüher an.

Akeleien verschiedenfarbig Boden
Da sich die Vermehrung über Samen unkompliziert gestaltet, hat man schnell ein ganzes Meer der Akelei im Garten [Foto: Borodina Yuliya/ Shutterstock.com]

Akelei pflegen

Akeleien sind auch in Deutschland heimisch. Aus diesem Grund benötigen sie bei uns nach dem Pflanzen und anfänglichem Angießen eigentlich keine Pflege mehr. Am richtigen Standort kommen sie ganz allein zurecht, immerhin müssen sie das in freier Wildbahn ja auch.

Akelei richtig gießen

Naturgemäß kommen Akeleien eher auf frischen Standorten wie in Wäldern und auf Bergwiesen vor. Demnach benötigen die meisten Akelei-Arten ausreichend Wasser. Im Normalfall reicht hierfür der Regen, nur in ausgesprochen trockenen Sommern kann ein Gießen erforderlich sein. Pflanzen, die auf sehr sandigem Substrat wachsen oder an einem sehr trockenen Standort, benötigen natürlich auch hin und wieder Wasser, wenn es zu trocken wird.

Akelei Lotus-Effekt
Der Lotus-Effekt ist eine Anpassung an viel Regen, das Wasser perlt dadurch unverzüglich ab [Foto: Erik Agar/ Shutterstock.com]

Akelei richtig schneiden

Eigentlich brauchen Akeleien keinen Rückschnitt, sie gedeihen auch ohne wunderbar. Warum dann also der Aufwand? Nach der Blüte produzieren Akeleien eine unglaubliche Menge an kleinen Samen. Wer also Akeleien mag, sie aber nicht überall im Garten haben möchte, der sollte die Fruchtstände nach der Blüte entfernen. Schneiden Sie die Stängel der heranreifenden Fruchtstände unten am Boden ab. Aber warten Sie nicht zu lang mit dem Rückschnitt, denn die Samenentwicklung kann zügig vonstattengehen.

Akelei richtig düngen

Wie bereits erwähnt, ist eine Düngung im Prinzip nicht notwendig. Eine ausgepflanzte Akelei kommt mit den im Substrat vorhandenen Nährstoffen recht gut aus. Anders verhält sich das bei eingetopften Pflanzen, die regelmäßig Dünger benötigen. Hier bietet sich ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unser Plantura Bio-Universaldünger an. Dieser kann auch bei im Beet wachsenden Akeleien im Frühjahr zu Beginn der Wachstumsperiode ausgebracht werden, um der Pflanze einen optimalen Start zu verschaffen. Alternativ ist auch Kompost oder Mist zur unterstützenden Düngung geeignet.

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Ist die Akelei giftig?

Im Mittelalter wurde die Akelei nicht nur als Zierpflanze gehalten, ihre Blätter wurden auch gegen Fieber eingesetzt. Als Heilpflanzen genutzte Gewächse enthalten meist Stoffe, die in geringer Dosierung heilsam, in hoher Dosierung aber giftig sind – so auch die Akelei. Ihr Verzehr kann diverse unschöne Symptome hervorrufen, jedoch klingen diese auch schnell wieder ab.

Mehr zu den Inhaltsstoffen der Akelei und deren Wirkung erfahren Sie hier.

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