Frangipani Pflege: Gießen, düngen & überwintern

Simon
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Ich habe Gartenbauwissenschaften studiert und bin ein richtiges Dorfkind. Ich baue Kräuter, Naschobst und Gemüse an, wobei ich ausschließlich biologische Produkte einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur koche ich für mein Leben gern - natürlich am liebsten mit frischem Gemüse aus meinem Garten.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel

Frangipani (Plumeria) sind beliebte Zierpflanzen. Wir geben Experten-Tipps zur Pflege, Düngung und zum Überwintern der schönen Duftpflanze.

duftende Frangipani
Frangipani sehen nicht nur schön aus, sondern duften auch gut [Foto: noprati somchit/ Shutterstock.com]

Die Frangipani (Plumeria) ist als Baum tropischen Ursprungs ein echter Hingucker in unseren Breiten. Als Topfpflanze erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit in vielen Gärten. Ursprünglich aus der Karibik und Mittelamerika stammend, findet man die duftende Pflanze hierzulande auf Terrassen, Balkonen oder in Wintergärten. Die markanten Blüten zeigen ausgefallene Farbkombination von Gelb über Weiß bis Rosa und faszinieren durch ihre Schönheit. Während die Frangipani in ihrer Heimat eine Höhe von mehreren Metern erreicht, bleibt sie hier durch unser mild-kühles Klima kleiner. Ihre Empfindlichkeit gegenüber kühlen Temperaturen verhindert daher auch eine Überwinterung im Freien oder das Einsetzen in den Garten. Die folgenden Tipps zur Pflege und Überwinterung der Frangipani sollen helfen, den Exoten ausreichend zu versorgen und auch über die kalte Jahreszeit fit zu halten.

Frangipani düngen und gießen

Für das Wachstum der Frangipani ist eine ausreichende Düngung wichtig, daher sollte man einige Hinweise beachten. Empfehlenswert ist eine Düngung alle 1 bis 2 Wochen, damit der Baum in der Wachstumsperiode – besonders vor dem Austrieb im April/Mai bis in den September – genügend Nährstoffe zur Verfügung hat. Ratsam ist es, den Dünger direkt beim Gießen zuzuführen. Für ein optimales Wachstum von Jungpflanzen eignet sich ein Dünger mit einem hohen Stickstoffanteil. Um die Bildung der wohlriechenden Frangipani-Blüte zu unterstützen, ist dagegen der Einsatz eines Düngers mit hohem Phosphat-Gehalt sinnvoll. So kann die Blütenpracht trotz des milden Klimas zur Geltung kommen. Man sollte jedoch nur bis Oktober düngen, da die Pflanze anschließend in ihre Winterruhe eintritt. Optimal für die Frangipani geeignet ist unser Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger, ein Bio-Flüssigdünger, der einfach alle ein bis zwei Wochen über das Gießwasser verabreicht wird und alle nötigen Nährstoffe enthält.

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Die Frangipani ist beim Thema Trockenheit ein relativ unkomplizierter Geselle: Im Sommer sollte sie täglich gegossen werden, vorzugsweise morgens oder abends. An besonders heißen Tagen kann sie auch gerne zweimal mit dem kühlen Nass erfrischt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass man direkt am Stamm gießt und nicht die Blätter befeuchtet – dies könnte zu Pilzinfektionen sowie zu Verbrennungen durch die Sonneneinstrahlung führen! Dennoch gilt: Lieber weniger als zu viel gießen. Denn der Frangipani-Baum reagiert empfindlich auf dauerhaft feuchten Boden. Wichtig ist es daher, auf keinen Fall Staunässe zu erzeugen. Im Freien wird am besten auf einen Untersetzer verzichtet, damit das Wasser immer abfließen kann.

Frangipani-Blüte
Im Sommer gedeihen Frangipani auch in unseren Breitengraden

Frangipani überwintern

Sobald es im Herbst draußen kühler wird, heißt es für die Frangipani: Rein ins Haus oder an einen anderen warmen Ort! Leider ist die Pflanze durch ihre tropische Herkunft nicht winterhart. Genau wie unsere heimischen Bäume benötigt auch sie eine Winterruhe. Daher brauchen Sie nicht erschrecken, wenn sie im Herbst ihre Blätter verliert. Dies ist ganz normal und läutet die Ruhephase der Pflanze ein. Ab diesem Zeitpunkt (für gewöhnlich im Oktober oder November) sollte man die Düngung bis zum Laubaustrieb im Frühjahr stoppen, da die Pflanze in der Zeit nicht wächst. Das Gießen sollte in dieser Zeit ebenfalls eingestellt werden, auch wenn der Stamm bereits runzelig wird. Bei überflüssiger Wasserzufuhr droht der Frangipani ansonsten die Gefahr der Fäule im Wurzelbereich. Zusätzlich vermindert die Bewässerung über den Winter die Chance, dass die Pflanze im nächsten Jahr blüht.

Blüten der Frangipani
Geht es auf den Winter zu, verliert die Plumeria ihre Blütenpracht [Foto: Yoga Pristyanto/ Shutterstock.com]

Für eine erfolgreiche Überwinterung der Frangipani muss auch das Klima stimmen: Für die optimale Umgebung eignet sich eine Temperatur zwischen 10 bis 15 °C. Vor allem Temperaturen unter diesen Werten sollten vermieden werden, da die Frangipani sehr empfindlich auf Kälte reagiert. Am besten bietet sich zudem eine windgeschützte Lage an. Ob sie viel oder wenig Licht bekommt, ist dabei nicht so wichtig, da sie ihre Blätter im Herbst abwirft und keine Fotosynthese stattfindet.

Frangipani im Winter
Im Winter verliert der Frangipani seine Blätter [Foto: meepoohfoto/ Shutterstock.com]

Hier sind noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die es bei einer Überwinterung der Frangipani zu beachten gilt:

  • Temperatur zwischen 10 und 15 °C
  • Vor kalter Zugluft schützen
  • Nicht gießen
  • Nicht düngen
Frangipani-Austrieb
Die Knospen der Frangipani treiben im Frühling wieder aus [Foto: SAMMYEK/ Shutterstock.com]

Wenn die Tage wieder länger werden und der Frühling kommt, macht sich auch die Frangipani mit frischem Blätterwerk bemerkbar. Die Winterruhe endet meist im April, von da an sollte die Pflanze wieder gegossen werden. Aber Vorsicht: Sie sollten anfangs nur ein bis zweimal wöchentlich Wasser geben. Mit diesen Tipps wird es kein Problem sein, die Frangipani gut durch den Winter zu bekommen. An warmen Tagen kann sie bereits wieder ins Freie umziehen doch sollte man sich noch vor nächtlichen Spätfrösten in Acht nehmen. Diese sind bis Mitte Mai möglich und können auch unerwartet auftreten. Deshalb sollte der exotische Laubbaum abends lieber an einen geschützten Ort ins Haus umziehen.

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