Gelbe Blätter an Rhododendren: vorbeugen und behandeln

Dominic
Dominic
Dominic
Dominic

Ich habe Gartenbauwissenschaften studiert und gehöre natürlich den passionierten Hobbygärtnern an. Meine ersten Wassermelonen habe ich bereits im Alter von 7 Jahren geerntet. Momentan finde ich Themen in Bezug auf die Interaktion von Pflanzen mit anderen Lebewesen und der Umwelt besonders interessant.

Mein Lieblingsobst: Ganz klar Avocados
Mein Lieblingsgemüse: Eigentlich alles, außer Rosenkohl

Gelbe Blätter an Rhododendren deuten auf einen Eisenmangel hin. Unter der sog. Chlorose leiden auch Azaleen häufig aufgrund eines falschen pH-Werts.

Chlorose an Rhododendron
Bei einer Chlorose verlieren die Blätter ihre grüne Farbe [Foto: Dawee/ Shutterstock.com]

Rhododendren, die zu den Moorbeetpflanzen gehören, sind besonders anfällig für Chlorosen. Bei einer Chlorose an Rhododendren liegt häufig ein indirekter Eisenmangel vor. Dadurch kann nicht mehr genug des grünen Farbstoffs Chlorophyll gebildet werden. Ohne den Farbstoff ist aber auch keine Photosynthese mehr möglich. Das ist neben den unschönen Blättern der Hauptgrund, warum eine Bleichsucht behandelt werden sollte.

Chlorose erkennen

Die Symptome für eine Chlorose sind gerade bei Rhododendron sehr einfach zu erkennen. Werden die Blätter gelblich, wobei die Blattadern oft grün bleiben, liegt eine Chlorose vor. Wie weiter oben schon erwähnt, ist dafür ein Eisenmangel verantwortlich, der eigentlich gar keiner ist. Denn die meisten Böden enthalten genug Eisen, doch ab einem bestimmten pH-Wert fällt es Rhododendron sehr schwer, dieses noch aufzunehmen.

Gelbe Blätter bei Rhododendren und Azaleen vorbeugen

Die Heidekrautgewächse sind auf einen relativ niedrigen pH-Wert von 4,5 bis höchsten 6 angewiesen. Ansonsten sind die Pflanzen nicht mehr in der Lage, genug Eisen aufzunehmen und es kommt zu einer Eisenmangelchlorose. Damit eine ausreichende Eisenversorgung gewährleistet ist, sollte vor jeder Pflanzung der pH-Wert in der Erde gemessen werden. Viele Firmen bieten dafür spezielle Testsets an. Liegt der pH-Wert bei 6 und höher, sollte vor der Pflanzung großzügig Rhododendronerde eingearbeitet werden. Wenn Sie einen kalkhaltigen Standort haben und keine Lust auf große Umgrabearbeiten, dann versuchen Sie doch mal die INKARHO Sorten. Dort werden die Pflanzen mit Unterlagen veredelt, die auch mit höheren pH-Werten zurechtkommen.

Chlorose und Bleichsucht: behandeln und bekämpfen

Bei einer starken Chlorose sollte eine Blattdüngung vorgenommen werden. Dadurch werden die Blätter kurzfristig wieder mit Eisen versorgt. Es sollten möglichst nur Blattdünger benutzt werden, da normale Dünger zu stark konzentriert sind und zu Blattverbrennungen führen können. Neben einer Blattdüngung kann auch ganz normal gedüngt werden, dann sollte aber Eisen in Chelatform gedüngt werden. Das Chelat in Kombination mit dem Eisen wird vom Rhododendron viel besser aufgenommen. In beiden Fällen werden Sie die Chlorose aber nur kurzfristig los. Ist der pH-Wert im Boden zu gering, werden Sie immer wieder Probleme mit Chlorosen an Ihren Rhododendren bekommen.

rosa Rhododendron
Essentiell für einen schönen, säureliebenden Rhododendron ist Eisen im Boden und ein niedriger pH-Wert [Foto: tamu1500/ Shutterstock.com]

Tipp: Ist nicht der pH-Wert des Bodens der Grund für den Eisenmangel, sondern die tatsächliche Menge an verfügbarem Eisen, so können Sie einen eisenhaltigen Bio-Dünger wie unseren Plantura Bio-Hortensiendünger anwenden.

Plantura Bio-Hortensiendünger
Plantura Bio-Hortensiendünger

Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

Jetzt zur Garten-Post anmelden