Pfefferminze pflanzen: Standort, Aussaat & gute Nachbarn

Franziska
Franziska
Franziska
Franziska

Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der Uni Hohenheim und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Die aromatisch duftende Pfefferminze kann ganz einfach im Beet oder im Topf angebaut werden. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Aussaat und zum Pflanzen wissen müssen.

Pfefferminze-Anbau
Die wüchsige Pfefferminze kann sowohl im Topf als auch im Beet angebaut werden [Foto: Danny Hummel/ Shutterstock.com]

Die pflegeleichte Pfefferminze (Mentha x piperita) ist eine beliebte Pflanze im Kräuterbeet. Wir erklären, worauf Sie bei der Aussaat und beim Pflanzen von Pfefferminze im Beet oder im Topf achten müssen.

Pfefferminze pflanzen: Der passende Standort

Pfefferminze eignet sich sowohl für den Anbau im Beet als auch im Topf. Der optimale Standort für Pfefferminze findet sich auf einem humosen, nährstoffreichen, sandigen, kalkhaltigen Boden. Zudem sind feuchte Bedingungen ohne Staunässe und ein halbschattiger Platz optimal. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Pfefferminze nur bedingt. Den Pflanztopf mit Pfefferminze sollten Sie an einem halbschattigen, windgeschützten Standort, zum Beispiel auf Ihrem Balkon oder der Terrasse, platzieren.

Pfefferminze im Garten
Bei einem passenden Standort ist eine reiche Ernte so gut wie gesichert [Foto: africa_pink/ Shutterstock.com]

Pfefferminze im Garten pflanzen

Wenn Sie Pfefferminze im Beet anpflanzen, sollten Sie darauf achten, dass die stark wuchernde Pflanze einen Abstand von 50 cm zu den Nachbarpflanzen hat und gegebenenfalls eine Wurzelsperre, die ungefähr 30 cm in den Boden hineinreicht, integrieren. Suchen Sie der Pfefferminze einen halbschattigen Standort mit einem frischen, nährstoffreichen Boden. Alle drei bis fünf Jahre sollte die Pfefferminze umgepflanzt werden, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

blühende Pfefferminze
Blühende Pfefferminze ist eine Bienenweide in Ihrem Garten [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]

Pfefferminze im Topf pflanzen

Eine wirksame Methode zur Zähmung des Wildwuchses ist die Topfkultur. Wählen Sie hierzu einen ausreichend großen Topf aus. Dieser sollte mindestens ein Drittel größer sein als der Wurzelballen der Pflanze. Im unteren Bereich des Topfes können Sie eine Drainageschicht aus Tonscherben einbauen, um Staunässe zu verhindern. Des Weiteren ist es wichtig, die Erde durch regelmäßiges Gießen immer feucht zu halten. Obwohl Pfefferminze winterhart ist, sollte der Topf zum Überwintern isoliert oder ins Haus gestellt werden, damit ein Frostschaden infolge eines Durchfrierens des Wurzelballens vermieden wird. Die Pfefferminze sollte, abhängig von der Sorte, jedes Jahr umgetopft werden, um ausreichend Platz für das Wachstum zu liefern und den Krankheitsdruck so gering wie möglich zu halten.

Pfefferminze im Topf
Auch im Blumentopf macht die Pfefferminze eine gute Figur [Foto: Nataliia Karabin/ Shutterstock.com]

Die richtige Erde für Pfefferminze

Die Pfefferminze bevorzugt humose, nährstoffreiche und sandige Bodenverhältnisse. Hierfür eignet sich beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde. Sie enthält bereits Kompost und Kalk und begünstigt das Pflanzenwachstum mit einem ausgeglichenen Nährstoffverhältnis. Um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen, können Sie diese noch mit Sand und reifem Kompost anreichern. Das Substrat ist gut für den Blumentopf geeignet, aber auch, um die Gartenerde aufzuwerten.

Plantura Bio-Universalerde
Plantura Bio-Universalerde

Bio, torffrei & klimafreundlich:
Für alle Pflanzen drinnen & draußen,
100% natürliche Inhaltsstoffe,
unbedenklich für Mensch & Tier

Braucht Pfefferminze eine Wurzelsperre?

Die Pfefferminze bildet ein flaches Wurzelwerk aus, das sich schnell verbreitet. Die wüchsigen Ausläufer dienen der vegetativen Vermehrung und führen zu einer raschen Ausbreitung der Pflanze. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, ist es daher sinnvoll, eine Wurzelsperre einzubauen. Hierzu eignet sich etwa ein Plastiktopf ohne Boden mit einem Volumen von 15 bis 20 Litern. Dieser wird eingegraben und reicht dann ungefähr 30 cm tief in den Boden. Darin wird dann die Pfefferminzpflanze eingesetzt. Somit wird das Wurzelwachstum räumlich begrenzt. Eine Alternative dazu ist es, die Pfefferminze direkt in einem Blumentopf anzubauen.

Wurzelsperre für Pfefferminze
Um die wüchsige Pfefferminze in Zaum zu halten, braucht es eine Wurzelsperre [Foto: Taras Grebinets/ Shutterstock.com]

Kann man Pfefferminze aussäen?

Die Pfefferminze selbst ist steril und bildet deshalb keine lebensfähigen Samen. Im Gartencenter werden trotzdem manchmal Pfefferminzsamen angeboten – hierbei handelt es sich jedoch meist um einen der Elternteile der hybriden Pfefferminze, zum Beispiel um die Speerminze (Mentha spicata) oder eine andere, ähnlich schmeckende Minzart. Die echte Pfefferminze kann nur über Stecklinge, Ausläufer oder Teilung vegetativ vermehrt werden.

Tipp: Pfefferminze ist sehr vielfältig! Probieren Sie am besten mehrere unterschiedliche Pfefferminzsorten aus und erleben Sie die aromatischen Unterschiede.

Pfefferminze-Aussaat
Pfefferminze lässt sich durch Samen oder über Ausläufer vermehren [Foto: Avril Burton/ Shutterstock.com]

Vorgehen beim Einpflanzen

Der Anbau von Pfefferminze ist im Grunde sehr unkompliziert. Alles, was Sie beim Pflanzen beachten müssen, haben wir hier zusammengefasst:

  • Pflanzzeitpunkt: April bis Juni.
  • Pfefferminzsamen sollten ab März im Gewächshaus vorgezogen werden.
  • Pflanzabstand: 50 cm zu anderen Nachbarpflanzen und 30 cm zwischen den einzelnen Pfefferminzpflanzen.
  • Lockern Sie den Boden gut auf und reichern Sie die Erde mit Kompost und Sand an.
  • Heben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch aus und vergraben sie gegebenenfalls die Wurzelsperre, sodass der Rand des Eimers noch 2 cm aus dem Boden steht.
  • Pflanzen Sie nun die Pfefferminze ein und drücken Sie die Erde fest.
  • Gießen Sie die Pfefferminzpflanze gut an.

Tipp: Wenn Sie Ihre Pfefferminze in einen Blumentopf pflanzen möchten, empfiehlt es sich, die oben beschriebene Substratmischung zu verwenden. Um Staunässe zu verhindern, können Sie im unteren Bereich des Topfes auch noch eine Drainageschicht aus Tonscherben einbauen.

Pfefferminze in der Sonne
Pfefferminze etabliert sich schnell an ihrem neuen Standort [Foto: chaylek/ Shutterstock.com]

Gute Nachbarn für Pfefferminze

Zu geeigneten Nachbarn, die sich gut mit Pfefferminze vertragen, gehören Kohlgewächse (Brassicaceae), Tomaten (Solanum lycopersicum), Salat (Lactuca sativa) und Kartoffeln (Solanum tuberosum). Im Gegensatz dazu sollten andere Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) wie zum Beispiel Thymian (Thymus vulgaris) oder Salbei (Salvia officinalis), aber auch Kamille (Matricaria chamomilla) in der Nachbarschaft vermieden werden. Auch andere Minze-Arten sollten vermieden werden, um den Krankheitsdruck so gering wie möglich zu halten.

Die Pfefferminze erfreut uns nicht nur mit ihren duftenden Blüten, sie kann auch ganz einfach weiterverarbeitet werden. Wie Sie Pfefferminze richtig ernten und anschließend die Minzblätter haltbar machen, erfahren Sie hier.

Jetzt zur Garten-Post anmelden